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Goldener Fonds

Predigten

Von den Berufenen zum Hochzeitsmal

„Das heutige Gleichnis erinnert uns daran, dass das Festmahl bereitet ist. Christus ist in die Welt gekommen und es gibt nun keine Trennwand mehr zwischen Gott und uns. Der Weg liegt offen vor uns. Wollen wir ihn etwa nicht beschreiten? Werden wir etwa, so wie die Menschen, von denen das Gleichnis spricht, die Einladung ablehnen?“ – aus einer Predigt zum Gleichnis vom Hochzeitsmal von Metropolit Antonij von Sourosh Ausführlicher...
„In den kommenden vierzig Tagen erscheint der Herr immer wieder Seinen Jüngern, Er unterweist sie in den Geheimnissen des Gottesreiches, Er lässt sie begreifen, dass der Herrn die Liebe ist, Er gibt ihnen zu verstehen, dass die Kirche eine Gemeinschaft von Menschen ist, die die Liebe untereinander vereinigt. Er lehrt sie, dass auf sie das ewige Leben wartet, wenn sie auch das irdische Leben verlieren sollten oder dieses ohne Aufschub irgendeinmal zu Ende gehen wird. Dieses ewige Leben ist das Leben Gottes, das bereits in ihnen zu wirken begonnen hat und alles besiegen wird.“ – aus einer Predigt zum Sonntag des Apostels Thomas von Metropolit Antonij von Sourozh

„Worin besteht meine Kraftlosigkeit? Was lähmt mich? Welcher Teil der Seele? Was hat mich so gelähmt werden lassen und meine Seele so erstarrt? Und lasst uns mit der Hilfe Christi und mit Hilfe der Menschen, die uns lieben, versuchen, uns von dieser Lähmung mit all unseren Kräfte zu befreien! Lasst uns uns fragen: Wer um mich herum braucht meine Hilfe, von der ich selber träume, ohne die auch ich nicht leben kann? ... Und ohne etwas zu erwarten, ohne zu erwarten, dass wir selbst zu neuem Leben erwachen, lasst uns versuchen, den anderen die Hilfe zu geben, die sie brauchen. Denn nur so beginnen wir, neu zu leben.“ – aus einer Predigt zum Sonntag des Erlahmten von Metropolit Antonij von Sourozh

„Jedes Jahr machen wir uns immer wieder neu auf den Weg, um unseren Geist neu zu entzünden, um unsere Herzen zu reinigen, ... um heimzukehren zu unserem Gott und Vater. Dies geschieht in jedem von uns ganz individuell. Gleichzeitig ist es jedoch, wie in alten Zeiten, als die Leute zusammen jenes Land verlassen hatten, das ihnen zum Ort der Knechtschaft geworden war, um in einem unbekannten Land die Freiheit zu erlangen, ein gemeinsamer Weg ...  gemeinsam, das heisst in Gemeinschaft miteinander versöhnter Menschen.“ - aus der Predigt zum Sonntag des Vergebens von Metropolit Antonij von Suroz.

„Lasst uns nun in die Fastenzeit hineingehen so wie man aus dichter Finsternis heraus in eine sich aufhellende Dämmerung eilt: mit Freude und Licht im Herzen. Lasst uns … alle Fesseln von uns reißen, die uns gefangen halten wollen, sei es der Kerker des Geizes oder des Neids, sei es das Verließ der Angst, des Hasses oder der Eifersucht, sei es das Gefängnis, dass wir uns einander nicht verstehen, dass wir ausschließlich auf uns selbst konzentriert sind. Denn meistens leben wir im Kerker unserer selbst, obwohl wir doch von Gott zur Freiheit berufen sind.“ – aus einer Predigt zum Sonntag des Vergebens von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wenn Christus zu jedem von uns meint: Sieh von dir ab, nimm dein Kreuz auf dich und folge Mir nach! - dann bedeutet das nicht nur, dass wir uns in unserem zeitlich begrenzten Dasein von jeglicher Selbstliebe freimachen und die ganze Last unseres Erdenlebens auf uns nehmen sollen, um Ihm zu folgen – zuerst in die Masse der Menschen, dann vor das Gericht, danach in den Garten Gethsemane und zuletzt hinauf ans Kreuz – und dass der, der ihm folgt, am letzten Tage auferstehen wird. Er eröffnet uns noch etwas viel Größeres. Wir sind dazu berufen, Ihm zu folgen, um   – nach Seinen eigenen Worten -  dort zu sein, wo Er ist, in der Herrlichkeit des ewigen Lebens in Gott.“ –aus einer Predigt zum Sonntag nach Christi Himmelfahrt von Metropolit Antonij von Sourozh

„In dem gleichen Maße wie Christus in uns wächst, wie aus dem Wort Leben wird, sollen wir, die wir das Wort verkünden, immer mehr zur Seite treten. Wir sollten immer kleiner werden und durchsichtig, ja unsichtbar, dass sich durch uns hindurch das Licht Gottes ergießen kann und niemand mehr bemerkt, durch wen dieses Licht in die Welt gelangt. Doch, leider drängen wir uns viel zu sehr nach vorn. Wir selber verdecken damit dem Licht seinen Weg, wir werfen unsere Schatten auf es – matte, graue, trübe Schatten – die es eigentlich nicht geben sollte in diesem lichtvollen Schein.“ – aus einer Predigt zum Sonntag vor Epiphanias von Metropolit Antonij von Sourozh.

„Das Alte Testament ist nicht nur eine Erzählung von einem Volk und von dessen Vergangenheit. Es berichtet uns nicht nur etwas darüber, wie das Volk gelebt hat, in dem Der Heiland, Christus, geboren wurde. Es ist vielmehr auch ein Abbild der menschlichen Seele, quasi eine Beichte der gesamten Menschheit, eine Schau seiner Wege, so wie Gott sie sieht. In dieser Beziehung erzählt uns die Ahnentafel Christi auch davon, was in unserer Seele, in unserem Leben, vor sich geht, wenn wir mit aufrichtiger Liebe und aufrichtigem Bestreben, voller Glauben und wirklicher Hoffnung, aber auch mit unseren Schwächen und unsern Stürzen … nach Gott suchen.“ – aus einer Predigt zum Sonntag der Väter von Metropolit Antonij von Sourozh

„Thomas war vielmehr erfüllt und berührt von der Erkenntnis, dass Der, Der vor ihm steht, lebt, obwohl er durch das Grauen des Todes gegangen war. Diese unglaubliche Tatsache bringt ihn dazu, Jesus als Christus zu bezeugen. Es ist der Leib Christi, welcher, obwohl er im Grab gelegen hat, auf geheimnisvolle Weise lebendig ist. Er begreift, dass Er unversehrt geblieben ist, weil er durchdrungen ist von der göttlichen Natur. Dieser Leib bezeugt die Gottheit Jesu Christi, bezeugt die Macht Gottes. Er ist wirklich der Lebenspendende Geist, Der Mensch geworden war, Der den Tod besiegt hat, Der aus dem Grabe auferstanden ist und den Beginn der Auferstehung der Toten darstellt, denn Er wird alle zum Leben erwecken.“ – aus einer Predigt zum Thomassonntag von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wir werden es selbst nie erfahren können, was es für Christus bedeutete, am Kreuz zu sterben. Auch unser eigener Tod kann uns dies nicht vermitteln, was der Tod für Ihn bedeutete, wie Der, der nicht sterben musste, doch freiwillig sterben wollte. Doch wir können lernen, mutig und selbstlos, immer tiefer und geübter am Leben Christi teilzuhaben, nach Seine Lehre zu leben und auf Seinen Wegen zu gehen. Dann werden wir es lernen, mit einer solchen Liebe anderen Menschen zu begegnen, die der Göttlichen Liebe immer näher kommt. So können wir dann auch begreifen, was der Tod – das heisst, sich ganz und gar selbst zu vergessen -  mit dem Sieg der Liebe, mit der Auferstehung und dem Ewigen Leben gemeinsam hat.“ – aus einer Predigt zum Sonntag der Kreuzverehrung von Metropolit Antonij von Sourozh

„Dieses Fest begehen wir nicht zufällig am Beginn unseres Weges hin zur Weihnacht, zur Geburt Christi, zur Menschwerdung des Wortes Gottes. Auch wir sind dazu aufgerufen, uns so bereit zu machen, und so zu vertiefen, so unser Herz rein werden zu lassen und all unsere Gedanken zu erhöhen, unseren Willen zu erneuern und unseren Körper zu heiligen, dass das Ewige Leben, welches uns in Christus erschienen ist, auch in uns geboren werden kann …“ – aus einer Predigt zum Fest der Einführung der Gottesmutter in den Tempel von Metropolit Antonij von Sourozh

„Was können wir den Herrn darbringen? Brot und Wein? Sie gehören auch so Ihm. Uns selbst? Aber gehören nicht auch wir Ihm? Er hat uns aus dem Nichts ins Sein berufen und uns ein großes ganzes Leben geschenkt. Er hat uns mit all dem, was wir sind und was wir haben, ausgestattet. Was also können wir ihm darbringen, was wirklich unser ist? Der Heilige Maximus Confessor meint, dass Gott alles vermag ausser eines: Er kann keines Seiner Geschöpfe zwingen, Ihn zu lieben, denn Liebe ist die höchste Form von Freiheit.“ – aus einer Predigt zum Thema Eucharistie von Metropolit Antonij von Sourozh

„Lasst uns in der noch verbleibenden kurzen Zeit mit ganzer Seele versuchen, den Tod Christi zu erfassen, und begreifen, dass es für all dieses Grauen nur einen Grund gibt: DIE SÜNDE. Jeder von uns, der sündigt, ist verantwortlich für diesen grauenhaften Karfreitag. Jeder trägt dafür die Verantwortung und wird dafür gerade stehen. Diesen Freitag hat es nur deshalb gegeben, weil der Mensch aufgehört hat zu lieben, weil er sich losgerissen hat von Gott. Jeder von uns, der gegen das Gebot der Liebe verstößt, ist verantwortlich für dieses grauenvolle Sterben des Gottessohns, für die Tränen der Gottesmutter und das Leid der Jünger." - aus der Predigt zur Grablegung am Karfreitag 1966 von Metropolit Antonij von Suroz



„Zur gleichen Zeit erhoffen wir uns vom Herrn ein neues Leben, ein Leben der Fülle. Und dieses Leben wird uns immer wieder gegeben, weil uns das Ewige Leben, wenn der Herr zu uns kommt und uns mit Sich Eins werden lässt, umarmt und ganz und gar erfüllt. Dieses uns geschenkte Neue Leben nehmen wir jedoch nicht an. Wir wollen nur Seine Freude nicht aber seine Last. ...  Einerseits beginnt sich das Leben der zukünftigen Welt in uns zu entfalten. Jedoch nur dann wird dieses Leben in uns auch Wurzeln schlagen, wenn wir uns lossagen von den Werken des Bösen ... mit aller Kraft des Willens, schonungslos uns selbst und unseren Schwächen gegenüber und wenn wir ... dieses Ewige Leben in uns hegen und nähren durch ein Leben, wie es uns das Evangelium aufzeigt ..." - aus einer Predigt zum Thema der Kommunion von Metropolit Antonij von Sourozh

 „Unsere Feinde sind nicht die, die uns hassen, es sind vielmehr die, die wir aus eigenem Unverstand und Verblendung Feinde nennen. Christus kannte keine Feinde. Alle um Ihn herum waren Menschen, denen durch das herrschaftliche und lebensschaffende Wort Gottes das Leben geschenkt wurde, alle Menschen waren Seine Brüder und Schwestern, waren die von Gott geliebten Kinder, die sich verirrt hatten und die zu suchen Er gekommen war." - aus einer Weihnachtspredigt von Metropolit Antonij von Sourozh

„Erinnert euch an die Gaben der Weisen. Sie hatten Ihm Gold gebracht. Im Dunkel der Erde liegt das Gold in seiner glänzenden Pracht, mit seinem wunderbaren Klang und in seiner Reinheit, die kein Rost antasten kann, versteckt. In jedem von uns steckt dieses Gold, diese Schönheit, die zum Licht strebt. In jedem von uns gibt es diesen unangetasteten Teil in unserer Seele, wo sie noch ganz rein ist und zu all dem Großen fähig ist. Wenn man ihr nur die Freiheit geben würde, ohne Angst und mit all ihrer Kraft zu lieben …“ – aus einer Predigt zur Weihnacht von Metropolit Antonij von Sourozh

In diesem kurzen, aber gehaltvollen Essay, als Predigt auf dem Mariä-Verkündigungs-Fest im Oriel College (Oxford University) vorgetragen, erklärt der bekannte orthodoxe Hirte und Theologe, Metropolit Kallistos (Ware) von Diokleia, warum die All-Heilige Gottesgebärerin das Vorbild unserer wahren Freiheit ist.

Das Portal „Bogoslov.Ru“ präsentiert den Lesern die Botschaft eines bekannten Diplomaten der Russischen Orthodoxen Kirche und aktiven Arbeiters auf dem Gefilde der Kirche, Metropolit Grigorij (Tschukow), über die Themen kollektive Beichte, Buße und Sünde, die er in der Zeit seines Dienstes als Erzbischof von Pskow und Porchow  verkündete. Es handelt sich dabei um die Erstveröffentlichung dieses Artikels.

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