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Goldener Fonds

Predigten

Von den Berufenen zum Hochzeitsmal

„Das heutige Gleichnis erinnert uns daran, dass das Festmahl bereitet ist. Christus ist in die Welt gekommen und es gibt nun keine Trennwand mehr zwischen Gott und uns. Der Weg liegt offen vor uns. Wollen wir ihn etwa nicht beschreiten? Werden wir etwa, so wie die Menschen, von denen das Gleichnis spricht, die Einladung ablehnen?“ – aus einer Predigt zum Gleichnis vom Hochzeitsmal von Metropolit Antonij von Sourosh Ausführlicher...
„Und noch etwas, wozu der Herr seine Jünger aufruft: Gebt alles, was ihr habt und so werden alle satt werden. … Die Jünger habe für sich kein Brot und keinen Fisch extra zurückgelegt: sie haben alles dem Herrn gegeben. Und weil sie Ihm alles gegeben haben, erblühte das Reich der Liebe, das Reich, in dem Gott ohne Hindernisse und Grenzen frei  walten kann. Und so konnten alle satt werden. Auch an uns ist dieser Ruf gerichtet: Lasst uns, wenn wir Menschen in Not sehen, alles geben! Dann wird alles gut werden.“ – aus einer Predigt zum Wunder der Brotvermehrung von Metropolit Antonij von Sourozh

„Lasst uns noch einmal sehr genau über all dies nachsinnen, solange wir noch die Möglichkeit haben sehend zu werden, um zu erkennen, wie reich und herrlich das Leben ist, wie nahe uns der Herr ist, wie wunderbar Er von Licht und Glanz der Ewigkeit erfüllt ist, wie unendlich demütig Er ist und sanft und dicht bei uns, wie dieses Strahlen des Herrn auf jedem Gesicht, wie auf den Ikonen liegt, wie der Quell des Lebens in allem, was geschieht, ja in jedem Menschen sprudelt und uns zuruft: Öffne dich! Öffne deine Augen und dein Herz!" ...  Dann wird auch Leben in dir sein! - aus einer Predigt zur Perikope vom blinden Bartimäus von Metropolit Antonij von Sourozh

„Uns jedoch hat Christus Leben verheissen. Er hat uns gelehrt, dass es ausser der Liebe, ausser der Bereitschaft in seinem Mitmenschen den größten Schatz auf Erden zu sehen, nicht anderes gibt. Er hat uns gelehrt, dass die Würde eines Menschen so groß ist, dass Gott Mensch werden konnte, ohne dabei sich Selbst zu erniedrigen. Er hat uns gelehrt, dass es keine nichtigen Menschen gibt und dass Leid einen Menschen nicht zerstören kann, wenn er nur vermag zu lieben. Christus hat uns gelehrt, dass es auf die Leere des Lebens nur eine einzige Antwort gibt, nämlich der Hilferuf zu Gott: Komm Herr, Komm schnell! ..." - aus einer Predigt zum Palmsonntag von Metropolit Antonij von Sourozh.

„Wir alle gehen unseren Weg durchs Leben und Christus geht mit uns. Er spricht mit uns und eröffnet uns die Geheimnisse des Gottesreiches. Er erklärt uns Dinge, die wir früher nicht verstanden haben. In einem bestimmte Moment jedoch kann Er den einen oder anderen von uns erwählen: Nicht umbedingt, um als Priester zu dienen, sondern einfach für eine bestimmte Aufgabe. Dann sagt Er auch zu uns: Geh nun! . .. Dies können wir jedoch nur dann auch tun, wenn wir vorher Christus von Angesicht zu Angesicht begegnet sind und von einem Schauder erfüllt waren, weil wir begriffen haben, dass es uns eigentlich nicht zusteht, in Seiner Anwesenheit zugegen zu sein. Nur dann sagt Er uns: Geh! Gemeinsam mit Mir! Geh in meinem Namen und arbeite für die Sache Gottes auf der Erde!“ – aus einer Predigt zum Fischzug des Petrus von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wenn wir so wie Petrus ausserhalb stehen würden und an der Pforte klopfen, wenn wir begreifen würden, wie fern wir all dem sind, was das Himmelsreich ausmacht, dann würden wir uns nicht mit aller Macht darum reissen, wie wir es so oft tun, besondere religiöse Erlebnisse zu haben oder Gott auf unmittelbare Weise zu schauen und Seiner teilhaftig zu werden. Dann würden wir voller Sanftmut, still und demütig dastehen, wohl wissend, dass uns dort, wo Er ist, kein Platz zusteht. Gleichzeitig jedoch aber auch wissend, dass Seine Liebe selbst die Grenzen der Erde, ja sogar die des Abgrunds umfängt.  ... aus einer Predigt zur Perikope der Berufung Petri von Metropolit Antonij von Suroz 

„So sollte auch unser Gebet sein. Wir sollten für uns einstehen und gegenseitig für uns bitten. Es reicht nicht aus, vor Gott zu stehen und Ihn darum zu bitten, dass Er für Menschen das tun möge, was wir eigentlich in Seinem Namen tun sollten.  Es reicht nicht aus, Gott dort um Hilfe anzurufen, wo Er zu uns sagen könnte: Geh du und übe Barmherzigkeit, tu das Rechte, handle mit Liebe! Dies sollten wir ständig beherzigen.“ – aus einer Predigt zum Evangelium vom Gelähmten und seiner vier Freunde von Metropolit Antonij von Sourozh

„Es ist für die meisten von uns eher noch zu früh darüber nachzudenken, warum wir so wenig Menschen lieben. Es wäre dringlicher darüber nachzusinnen, wie wir die von uns geliebten Menschen lieben, wie wir uns um jene bemühen, die uns angeblich sehr sehr teuer sind. Wenn unsere Liebe zu ihnen eine lebendige ist, eine, die sich schöpferisch bemüht, eine, die immer wieder neue Möglichkeiten sucht und findet, um sich zu beweisen, wenn sie feinfühlig ist und einfühlsam, wenn sie zu jeder Zeit wacht, dann ist diese irdische Liebe des Himmels würdig. Eine andere Liebe nicht!" - aus einer Predigt zum Fest des Heiligen Apostels und Evangelisten Johannes des Theologen von Metropolit Antonij von Suroz

„Jedes Mal, wenn wir beginnen, jemanden zu lieben, legen wir den Grundstein für seine Verwandlung, denn niemand kann zu einem besseren Menschen werden, wenn er nicht von irgendjemand geliebt wird, wenn nicht irgendjemand an ihn glaubt und  überzeugt ist, dass noch alles möglich ist und er nicht unbedingt in seiner Sünde zugrunde gehen und durch das Böse und durch Leid entstellt enden wird, sondern vielmehr noch einmal neu zu leben anfangen kann und auferstehen in all der Schönheit und Herrlichkeit, zu der der Herr ihn berufen hat.“ – aus einer Predigt über den Heiligen Petr von Moskau, von Metropolit Antonij von Sourozh

„Um jedoch so beten zu können, müssen wir selbst von ganzem Herzen glauben, dass der Herr wirklich mit und unter uns ist, dass Er wirklich auf geheimnisvolle Weise alle Dinge lenkt, auch wenn manchmal sehr grausame Dinge auf der Erde geschehen. Glauben heißt hier nicht nur Seinem Wort glauben, nicht nur mit dem Verstand, sondern sich mit seinem gesamten Leben in die Hände Gottes begeben, sich immer tiefer in Sein Wort hineinlesen und ohne Rücksicht auf sich selbst ... Sein Wort verwirklichen, es nicht nur zu hören ..." - aus einer Predigt zum Fest des Heiligen Sergius von Radonesh von Metropolit Antonij von Suroz.

„Von einer anderen Seite her betrachtet ist das Gottesreich in Wahrheit das Reich derer, die begriffen haben,dass sie unendlich reich sind: ... Wir sind reich, weil wir nichts besitzen. Wir sind reich, weil uns alles gegeben ist. Der jedoch, der meint, dass er zu Recht reich ist, für den ist es schwer zum Gottesreich dazuzugehören, denn dort ist alles nur Liebe und deshalb kann man dort auch nichts besitzen, weil man es so anderen Menschen wegnimmt. In dem Moment, in dem wir sagen, dass uns etwas gehört, was uns entweder durch Gottes Liebe oder durch menschliche Fürsorge gegeben wurde, entziehen wir es - ja entreissen es - dem Mysterium der Liebe.“ – aus einer Predigt von Metropolit Antonij von Sourozh zum Gespräch des Herrn mit dem reichen Jüngling

„Woche für Woche also, wenn ihr die Kunde, dass Christus auferstanden ist, vernehmen werdet, vergesst nicht, dass wir alle dazu berufen sind, bereits hier auf der Erde wie Auferstandene zu leben. Dafür jedoch müssen wir so lieben, dass wir uns nicht fürchten durch die Tore des Todes zu gehen, mit dem Kreuz in die Hölle zu steigen, mit unserer Liebe an den Leiden unseres Nächsten teilzuhaben, sich selbst zu vergessen, um dann plötzlich zu begreifen, dass wir LEBEN – LEBEN durch das Göttliche Leben Christi.“ – aus einer Predigt zur Nachtwache in der Kirche zu Ehren Johannes des Täufers (Krasnaja Presnja) in Moskau von Metropolit Antonij von Sourozh

„Lasst uns deshalb uns selbst als einen Boden verstehen lernen, in den ein fruchtbarer Samen gelegt wurde und in dem durch die Kraft und die Gnade des Heiligen Geistes dieser Samen heranwächst. Wir sind Seiner nicht immer würdig. Und doch lebt er in uns, wie es der Apostel Paulus einmal ausgedrückt hat. Im vollen Maße können wir das nicht so sagen, doch wir sollten es wissen, dass Christus in uns lebt und wir in Ihm. Früher oder später wird sich das Wunder dieser Anteilhabe an Ihm vollends vor uns offenbaren. Möge Gott es jedem von uns gewähren. Möge jeder von uns fest daran glauben, dass der Same  gelegt ist und dass er heranwächst, dass es gilt, ihn zu behüten vor all dem, was ihn zertreten und vernichten kann.“ – aus einer Predigt von Metropolit Antonij von Sourozh zum Sonntag der Maria von Ägypten.

Wir leben in einer Zeit in der die Christen einen Minderheit darstellen, die stetig kleiner wird. Innerhalb dieser Minderheit bilden wir, die Orthodoxen, eine kleine Gemeinschaft. … Und wie wenig Mut haben wir, uns als die zu präsentieren, die wir sind! … Wie fürchten wir uns, nach den Geboten des Evangeliums zu leben, das heißt, sie nicht nur in Worten, sondern mit unserem gesamten Leben zu verkündigen, zu sagen, dass wir zwar in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt sind und dass wir die ersten Boten des Himmelreiches sind, die in die Welt gesandt sind, um sie für Gott einzunehmen, nicht mit Gewalt, sondern mit unserem Leben, das wir für diese Welt hingeben!“ – aus einer Predigt über die Apostelgleiche Fürstin Olga von Metropolit Antonij von Sourozh

„Die Gebote des Herrn kann man jedoch nicht umgehen, obwohl wir einige dieser zur Seite schieben, weil wir nicht an sie glauben. Dies alles läuft aufs eine hinaus: Wir stellen uns in unserer nichtigen Gestalt vor den Herrn und sagen: Wir wissen es besser. Wer bist denn Du? Hast Du den Verstand verloren und kommst uns mit Deinen Ratschlägen? Solange wir so weiterhin leben, werden wir auch weiter leiden. Unsere Seele gleicht dann weiterhin der der verstorbenen Tochter des Jairus und sie vegetiert ohne Gefühle weiter dahin. Unser ganzes Leben wird dann so sein, wie die Tochter des Jairus, die in all ihrer jugendlichen Schönheit leben könnte, doch dem Tod preisgegeben wurde, weil wir es besser wissen als Gott.“ – aus einer Predigt zur Auferweckung der Tochter des Jairus von Metropolit Antonij von Sourozh

„All dies betrifft jedoch nicht nur den Tod eines Menschen in seinem Leib. Wenn wir einzig und allein nur an das Leben glauben würden, dann würden wir wissen, dass, wenn einer unserer Liebsten, ein Verwandter oder Freund stirbt, dies nicht das Ende ist, dass unser Verhältnis zu ihm, unser Leben und dessen Bezug zu ihm weiter gehen. Um ihn uns als lebendig vorzustellen, sollten wir nicht von „gestern" reden oder von „einst in der Vergangenheit", wir sollten nicht zurückblicken. Wir sollten hier und jetzt mit ihm leben im ganz realen Leben, denn er ist lebensdig und auf mehr hoffen nicht aber auf weniger." - aus einer Predigt zur Auferweckung der Tochter des Jairus von Metropolit Antonij von Sourozh

„Der Herr ist gekommen und gebot Lazarus von den Toten aufzuerstehen. Dies gilt auch für uns. In jedem von uns liegt er, gestorben, bezwungen, umringt von unseren Klagen, die oft schon ohne Hoffnung sind. Das Evangelium von heute an der Schwelle zu den Kartagen spricht zu uns: Habt keine Angst! Ich bin die Auferweckung und das Leben! Jener Freund des Herrn, der in euch gelebt hat, der in euch ist, der, wie es scheint, hoffnungslos verloren ist, kann durch ein einziges Wort von Mir auferstehen und wird in Wahrheit auferstehen!" - aus der Predigt zum Fest der Auferweckung des Lazarus von Metroplit Antonij von Suroz

Die ein solches Leid nicht durchlebt haben, die nicht wissen, was es heisst, Witwe zu sein und noch keines ihrer Kinder zu Grabe tragen haben, auch die stehen manchmal vor dem Scheiterhaufen des gesamten Lebens.  ... Dann spricht Christus in Seinem großen Mitleid zu jedem von uns: Weine nicht! Hör auf. Ich bin hier! ... Und mit Seinem mächtigen Wort kann Er in unseren Herzen, unseren Seelen, in unserem Leben all das wieder zum Leben erwecken, was scheinbar spurlos verschwunden war. ...

„Wir müssen es erst lernen, von all dem, was wir lieben und was uns auf dieser Erde bindet, was uns zu Sklaven dieser Erde macht - auch wenn wir meinen, Herr der Lage zu sein - lassen zu können. Wir müssen uns in die Trauer über den Verlust von Personen und Dingen begeben und mit dieser Trauer  vor Gott treten und bereit sein, von Christus die gleichen Worte zu hören: Weine nicht darüber, was du verloren hast, warte vielmehr auf ein Wunder! Und wenn wir in der Tat eines Tages alles verlieren außer unseren Glauben an Gott, wenn wir bereit sind, Ihm alles zu geben, uns selbst, ja sogar unser Leid, dann erweckt Er uns zu neuem Leben.“ – aus einer Predigt zur Auferweckung des Sohnes der Witwe von Nain von Metropolit Antonij Sourozh

„Wir müssen uns ganz in die Trauer um den Verlust hineinbegeben und dabei gleichzeitig bereit sein vor Gott zu treten, um von Ihm zu hören: Weine nicht über das Verlorene, warte auf ein Wunder! Wenn wir wirklich alles verlieren, außer unseren Glauben an Gott, wenn wir bereit sind, Ihm alles zu geben, uns selbst und sogar unser Leid, dann wird das Leben in uns auferstehen.“ – aus einer Predigt von Metropolit Antonij von Sourozh zur Auferweckung des Sohnes der Witwe von Nain

„... Oft ist es so auch bei uns. Über uns bricht ein Unglück herein, Leid und Kummer zermürben unsere Seele und vor uns steht unser Glauben, steht der Herr, unsichtbar, doch gleichsam auch ganz real. ...   „Herr, tröste mich!" Das, was wir uns wünschen, ist, dass der Herr seine Hand auf unser Herz legt, dass Er als Antwort auf unser Leid unserem Herz Ruhe gibt, unser Leben erneuert. ...  Doch der Herr tut dies nicht. Er entreisst uns nicht dem Kummer dieser Welt und aus unserem Leben, in dem Leid und Freude einander abwechseln. Er tut dies nicht, damit unser Herz ..." - aus der Predigt zur Evangeliumsperikope von der Auferweckung des Sohnes der Witwe von Nain von Metropolit Antonij von Suroz

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