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Goldener Fonds

Predigten

Von den Berufenen zum Hochzeitsmal

„Das heutige Gleichnis erinnert uns daran, dass das Festmahl bereitet ist. Christus ist in die Welt gekommen und es gibt nun keine Trennwand mehr zwischen Gott und uns. Der Weg liegt offen vor uns. Wollen wir ihn etwa nicht beschreiten? Werden wir etwa, so wie die Menschen, von denen das Gleichnis spricht, die Einladung ablehnen?“ – aus einer Predigt zum Gleichnis vom Hochzeitsmal von Metropolit Antonij von Sourosh Ausführlicher...
„Deshalb lasst uns von der Reinen Jungfrau, von der zarten und unbesiegbaren Katharina und  ebenso von der unendlichen Zahl christlicher Märtyrer lernen, ohne Angst in dieser furchtbaren Welt zu leben und ohne Angst allem - was dies auch sein mag -  entgegenzusehen. Eins jedoch sollten wir fürchten: dass in unseren Herzen der Glaube  verblassen, in unseren Herzen die Liebe sterben und wir bis zum Schluss unserem Gott nicht treu sind. Durch Geduld und unanfechtbare Treue lasst uns unsere Seele zum Heil geleiten, sie vor Fall und Faulen bewahren! Denn so werden auch tausende andere um uns herum das Heil erlangen …“ –aus einer Predigt zum Gedenken an die Heilige Katharina von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wir haben nicht gerufen: Kreuzige ihn! Doch kommt es dem nicht gleich, wenn wir zulassen, wenn ein Mensch Hungers stirbt oder sich vor Einsamkeit krümmt, wenn er von allen verlassen ist und es für ihn keinen Platz gibt unter den Menschen, so wie es auch für Christus damals keinen Platz gab, nicht einmal um zu sterben in der Stadt Jerusalem?“ – aus einer Predigt von Metropolit Antonij von Sourozh zur Heilung des Besessenen von Gadara

„Denn Krankheit und Tod sind nicht nur durch äußere Umstände bedingt. In uns selbst hausen Bitternis und Hass und Geiz und Rachegelüste. Es sind so viele Dinge, die in uns die Lebendigkeit unseres Geistes töten und uns nicht leben lassen im Hier und Jetzt, mit dem Empfinden der Ewigkeit, also mit dem Ewigen Leben, was das Leben bedeutet im vollen Sinne dieses Wortes, das Leben in seiner Fülle.“ – aus einer Predigt zum Thema Heilungen von Metropolit Antonij von Sourozh

„Hier sehen wir erneut, dass das Mitleid Gottes keine Grenzen kennt und ohne alle Maßen ist, dass Er die Menschen nicht nach Gläubigen und Ungläubige unterteilt, nach den Ihm Nahen und den anderen, den Ihm Fernen. Für Ihn gibt es keine Fremden. Alle sind Ihm nah. Doch gleichzeitig erwartet und fordert Er von uns keinen „leichten" Glauben, sondern einen richtigen Glauben, einen Glauben, aus dem Taten spriessen und die Bereitschaft sich Gott ganz anzuvertrauen, Bereitschaft sich zu Gott „durchzuschlagen" mit Schreien, Bittrufen und Glauben." ... aus einer Predigt zum Thema der Heilung der Tochter der Kananäerin von Antonij von Suroz

„Deshalb hat Er gerade am Sabbat so viele Wunder geschehen lassen, an dem Tag, der das Symbol für die gesamte menschliche Geschichte ist. Mit diesen Wundern spricht Er gleichsam zu uns, dass die Ordnung der wahren Geschichte in Ihm wiederhergestellt ist und dass sie durch Ihn überall dort wiederhergerichtet wird, wo der Mensch sich vom Bösen abwendet, wo der Mensch aufhört Verräter der Erde zu sein, wo der Mensch sich hineingibt in das Werk Gottes, dass die irdische Welt in die himmlische verwandelt." - aus einer Predigt zur Perikope von der Heilung der verkrümmten Frau von Metropolit Antonij von Sourozh

„Lasst uns darüber nachdenken und es lernen zu danken.  Wenn wir es erst erlernen, jede auch noch so kleine Freude mit ganzem Herzen aufzunehmen, sie zum Anlass zu nehmen, Dank zu sagen und zu jubeln, dann wird unser Leben zur seiner wahren Schönheit erblühen, in dem die Freude wie Funken sprüht. Jeder von uns wird dann für den anderen zur Quelle von Freude und gibt ihm einen Grund zum Dank. Dann werden wir uns nicht weiter ständig beschweren wollen, dass uns alles zu wenig ist. Jedes Wort, jeder Blick, jede Bewegung, sei es von Gott oder von einem Menschen, wird uns dann zum Zeichen sein, dass wir alle eine große Familie sind. Und ich meine, eine größere Freude als diese gibt es nicht.“ – aus einer Predigt zur Heilung der zehn Aussätzigen von Metropolit Antonij von Sourozh

„Auf der anderen Seite sehen wir das Verhältnis des Heilandes Jesu Christi zu dem Besessenen. Vor Ihm steht die ganze Tragödie der Welt und … indem Er sie in diesem einzelnen Menschen verkörpert sieht, lässt Er alles andere hinter sich, um diesen einen Menschen zu retten. Sind auch wir dazu in der Lage? Können wir die großen Aufgaben, von denen wir träumen, einfach vergessen, um unsere gesamte Aufmerksamkeit und unser Herz vollends und schöpferisch zu konzentrieren und uns tragisch, ja sich opfernd, hinzugeben, um die Not eines Einzelnen zu lindern, dem zu helfen wir theoretisch in der Lage sind?“ – aus einer Predigt zur Heilung des Geraseners von Metropolit Antonij von Sourozh

„Sind nicht auch wir ebenso besessen wie jener? Sind nicht auch wir angekettet, angebunden und wie zu einer Starre verdammt durch unseren ständigen dunklen, schwarzen Gedanken und Bewegungen, die unsere  Seele und unseren Körper durchziehen? Kann etwa einer von sich behaupten, dass er nie vor Wut oder Zorn gepackt wird, dass er nie gereizt und erbost reagiert, dass sein Herz, sein Verstand und sein Körper nie ergriffen werden von einer dunklen Macht, von Erbitterung und Hass?" - aus einer Predigt zur Heilung des besessenen Geraseners von Metropolit Antonij von Sourozh

„Die Heilige Schrift bezeichnet den Satan als den Widersacher, weil er alles Gute bekämpft, was Gott den Menschen anbietet. Er kämpft gegen das Gute – und wiederum spreche ich mit den Worten der Heiligen Schrift – als Lügner und Mörder. Die Lüge ist der Versuch, einen Menschen in eine Welt des Unwirklichen zu locken oder hineinzustürzen, in eine Welt, in der man nicht leben kann. Die Lüge ist die Entstellung  der Wahrheit mit dem Ziel, Leben unmöglich zu machen und es zum Untergang zu führen. Christus ist die Wahrheit. ...“- aus einer Predigt zur Heilung des besessenen Geraseners von Metropolit Antonij von Sourozh

„Als die Menschen es einsahen, dass es nichts Wertvolleres gibt als den Menschen – und dies kann jeder Mensch leicht begreifen, wenn er nur an sich selbst denkt – brach auch die alte Sklavenhaltergesellschaft zusammen, so wie jede Gesellschaftsordnung zugrunde gehen wird, die auf dem Prinzip der Knechtschaft beruht. Die Menschen von Gardara erschraken, weil sie verstanden, dass ihre Ordnung und ihr Leben so keine Zukunft haben.“ – aus einer Predigt von Metropolit Antobij von Sourozh über die Heilung des Besessenen von Gardara.

„Wir sind nicht blind von Geburt an, wir werden blind, denn das Sichtbare verdunkelt uns den Blick auf das Unsichtbare. … Wir sollten es lernen, in uns das Übel zu erkennen, das uns kleinkariert macht und unwürdig unseres Menschseins. Ich spreche nicht einmal davon, dass dieses Übel in uns es uns verwehrt, teilhaben zu können an der Göttlichen Natur, wozu wir eigentlich berufen sind. Gleichzeitig sollten wir aber auch lernen, in uns das Bild Gottes wahrzunehmen, das Heiligste in uns, welches der Herr in uns angelegt hat, das wir behüten sollen, kräftigen und zum Leuchten bringen durch ein Ringen mit uns selbst im Verlaufe unseres gesamten Lebens“. – aus einer Predigt zur Heilung des Blinden Bartimäus von Metropolit Antonij von Sourozh

„Um uns herum, in unserer Kirche und überall lebt eine Unmenge von Menschen, deren geistige Augen erloschen sind oder die nie zu sehen vermochten. Lasst uns sie mit Liebe und Mitleid bei uns aufnehmen und gemeinsam für sie beten! Doch das reicht noch nicht aus: Wir müssen es lernen, unseren Glauben so zu leben, dass dieser sie begeistert. Wir müssen sie an dem teilhaben lassen, was wir haben. Dazu bedarf es nur eines: Liebe.“ – aus einer Predigt zur Heilung des Blindgeborenen von Metropolit Antonij von Sourozh

„Darin besteht wahrscheinlich unsere größte Tragik. Wir fürchten, dass, wenn wir sagen: „Lasst zum Herrn uns beten, denn Er wird helfen“, nichts geschieht, und dass wir somit entblößt dastehn und Gott wegen uns ebenfalls. In diesem Moment müssen wir uns sagen, dass die Liebe Gottes auch auf das unwürdigste Gebet eingeht, wenn dieses nur aufrichtig gesprochen wird und geboren ist aus wahrhaftigem Mitleid und aus all der Liebe, die wir vermögen zu geben, wie wenig es auch sein mag.“ – aus einer Predigt zum Thema der Heilung des mondsüchtigen Jungen von Metropolit Antonij von Sourozh

„Die Freunde haben geliebt, haben sich gemüht, haben geglaubt und haben den Weg ins Reich Gottes gefunden. Dies ist jedem von uns möglich. Es steht jedem von uns offen. Viel mehr sogar, wenn wir Christen sind, dann ist jeder von uns quasi dazu verpflichtet, so zu handeln, denn wir Christen sind dazu berufen durch die Jahrhunderte hindurch auf dieser Erde die lebendige und aktive Fürsorge Christi des Heilands für die Menschen zu sein. Wir sind sein Leib, wir sind Er auf dieser Erde." ... aus einer Predigt zum 2. Sonntag der Fastenzeit von Metropolit Antonij von Sourozh

„Doch wenn wir vor der Zeit, also bevor in uns die rechte Demut gewachsen ist, bevor wir im vollen Maße Dankbarkeit empfinden können, von den Gaben Gottes an uns zu reden beginnen, dann tun wir dies am Anfang noch voll lebendigen Gefühls und die Menschen hören uns zu und danken. … Dabei vergessen wir, dass genau dort, wo der Sünden viele sind, wo Hilfe besonders Not tut, wo der Mensch allein nicht mehr zurecht kommt, besonders stark die unbesiegbare Göttliche Gnade wirkt. Und die Menschen und wir vergessen, dass der Herr in unser Leben eintritt, weil wir in Wirklichkeit so schwach und kraftlos sind und so unfähig der Aufgabe unseres Lebens gerecht zu werden, zur vollen Größe des Menschseins, der Größe Christi heranzuwachsen.“ – aus einer Predigt zur Heilung zweier Blinder und eines Stummen von Metropolit Antonij von Sourozh

„Dieses Gespräch ist ein solch warmes, ein so menschliches. Es zeigt uns ein weiteres mal die Menschlichkeit Gottes, Seine wahrhaftige Menschlichkeit, Seine Fähigkeit immer zu hören, immer mit dem Herzen zu reagieren, Sich uns immer mit einem Lächeln zuzuwenden und uns dabei zu fragen: Bittest du wirklich aus voller Überzeugung? Bist du dir sicher? Und wenn wir antworten: Ja, Herr, ich bin mir ganz sicher, aus der Tiefe meiner Not und meiner Überzeugung wende ich mich an Dich und an niemanden anderen, nur an Dich, mein Herr und Gott, dann antwortet Christus uns.“ -  aus einer Predigt zu Evangeliumslesung von der Kananäerin von Metropolit Antonij von Sourozh.

„Paulus hat vor fast zweitausend Jahren die junge Kirche gewarnt, dass die, die ein ihrer Berufung unwürdiges Leben führen, den Name Christi in Verruf bringen. Ist dies nicht auch heute so? Wenden sich nicht heute Millionen von Menschen, die auf der Suche sind nach dem Sinn des Lebens, nach Freude und Tiefe in Gott von Ihm ab, wenn sie auf uns schauen und sehen, dass wir in keiner Weise lebendige Zeugen sind für ein Leben nach dem Evangelium, weder jeder einzelne von uns für sich allein noch wir alle zusammen als Gemeinde?" - aus einer Predigt zum Fest der Taufe Christi von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wir sind nicht dazu erdacht, um die Natur zu unterwerfen. Wir sind dazu berufen, sie zu befreien aus der Knechtschaft der Verwesung, des Todes und der Sünde, um sie zurückzuführen in die Harmonie mit dem Reich Gottes. Deshalb sollten wir sehr bewusst und voller Ehrfurcht unserer gesamten geschaffenen, sichtbaren Welt gegenüberstehen und ihr als Mitarbeiter Christi zu Dienste sein, damit die Welt zu ihrer Herrlichkeit finden kann und damit durch uns die gesamte Schöpfung von der Freude des Herrn ergriffen wird!“ – aus einer Predigt zum Fest der Verklärung des Herrn von Metropolit Antonij von Sourozh

„Und wie ist es, wenn wir selbst in unserem Leben durch dunkle Tiefen gehen und uns nur noch Finsternis umgibt, die sich in uns verfestigt hat? Wenden wir uns dann zu Gott und schreien aus dieser Tiefe und Dunkelheit zu Ihm: Dich, Herr, rufe ich? Zu Dir drängt der Schrei meiner Seele ... Ja, ich bin in einen dunklen Abgrund geraten, doch Du bist mein Gott! Du bist der Gott, der das Licht wie auch die Finsternis geschaffen hat und Du bist genauso auch in dieser Finsternis wie im strahlenden Licht. Du bist auch da, wo der Tod ist, so wie auch da, wo das Leben ist. Du bist in der Hölle und gleichzeitig auf dem Thron im Himmel. Wo auch immer ich sein mag, ich kann Dich rufen.“ – aus einer Predigt zum Sonntag vor Weihnachten vom Metropolit Antonij von Sourozh

Was konnte Petrus, nachdem der Herr gestorben war, anderes empfinden als Verzweiflung? ... Christus war gestorben und es war deshalb nun zu spät, um Ihn um Verzeihung zu bitten. Es gab keine Hoffnung mehr, dass auch er von Christus die gleichen Worte hört, die Dieser zuvor unzählige Male zu Sündern gesagt hatte: Es sei dir vergeben, Deine Sünden werden dir erlassen. ... Und plötzlich nun die Nachricht, dass der Leib Christi nicht mehr im Grabe ist. Vielleicht hatte man ihn gestohlen, aber vielleicht hatte Er auch die Wahrheit gesagt, dass Er am dritten Tage aufersteht? Dann besteht also noch Hoffnung, dass Er verzeiht, dass wir Ihn wiedersehen, dass die Last dieses schrecklichen Verrats von ihm genommen werden kann.“ - aus einer Predigt während einer  Nachtwache in der Nikolajkirche in Moskau von Metropolit Antonij von Sourozh

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