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Goldener Fonds

Predigten

Von den Berufenen zum Hochzeitsmal

„Das heutige Gleichnis erinnert uns daran, dass das Festmahl bereitet ist. Christus ist in die Welt gekommen und es gibt nun keine Trennwand mehr zwischen Gott und uns. Der Weg liegt offen vor uns. Wollen wir ihn etwa nicht beschreiten? Werden wir etwa, so wie die Menschen, von denen das Gleichnis spricht, die Einladung ablehnen?“ – aus einer Predigt zum Gleichnis vom Hochzeitsmal von Metropolit Antonij von Sourosh Ausführlicher...
„Was für eine Freude ist dies! Wie wunderbar ist das! Und wie dankbar können wir diesen Asketen sein, die so ihre Seele und ihren Leib gereinigt haben und sich so durch die stetige Nähe zu Gott geheiligt haben, dass sie uns dieses Mysterium offenbaren konnten: das Mysterium, dass der Mensch so großartig ist, dass er die Göttliche Gegenwart in sich tragen kann! Ja sogar mehr als tragen! Dass er nicht nur ein Tempel der Gottheit, nicht nur ein Gefäß für Dessen Gegenwart sein kann, sondern so von ihr durchdrungen werden kann, dass Gott und Mensch sich zu einem Mysterium verbinden, in dem der Mensch ganz Mensch bleibt und Gott sich in keine Grenzen zwängt.“ – aus einer Predigt zum Sonntag des Gregor Palamas von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wir alle sind so oft Vorläufer des Herrn. Wir sind es, die der Herr vorschickt, damit wir den Menschen Sein Wort bringen und ihnen Seine Art zu leben zeigen, damit sie so vorbereitet werden, Christus zu begreifen, ja Christus in sich aufzunehmen. Wenn wir mit unserem Leben jedoch unserem Zeugnis von Christus widersprechen, wenn die Leute, wenn sie uns sehen, aufhören an uns und an Christus und Seine Worte zu glauben, dann lasten bürden wir uns damit etwas Furchtbares auf, wofür wir die Verantwortung tragen. Dann gerät nicht nur für uns selbst unser Leben zum Gericht und zur Verdammnis, sondern wir führen auch die anderen nicht dorthin, wohin wir sie eigentlich führen sollten, nämlich zur Freude …“. – aus einer Predigt zu Johannes dem Täufer von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wenn sich nun jeder von uns dazu entschließen könnte, das Evangelium noch einmal zu lesen und versucht, irgendein Wort zu finden, welches seiner Seele neues Leben einhaucht, das Herz besonders berührt, den Geist Licht werden lässt, und ihn zu neuem Leben inspiriert und dann versucht, täglich, und das über Jahre hinweg, diese Wort im Leben Wirklichkeit werden zu lassen, dann wird jeder von uns auf die Liebe Gottes mit seinem Leben antworten können – d.h. mit aufopferungsvoller, freudiger, dankbarer Liebe.“ – aus einer Predigt zum Sonntag des Johannes Klimakos von Metropolit Antonij von Sourozh

„Steht morgens auf, stellt euch vor Gott und sagt: Herr, segne mich und diesen beginnenden Tag! Dann versucht den gesamten Tag wie eine Gabe Gottes zu begreifen und euch selbst als einen Boten Gottes, hinein in diesen noch unbekannten, beginnenden Tag. Das ist nicht sehr einfach, denn dies bedeutet verstehen zu lernen, dass alles, was auch an diesem Tag geschehen sollte - alles ohne Ausnahme – Umstände sind, in die Gott uns gestellt sehen wollte – denn nichts geschieht ohne Seinen Willen -,damit wir Ihn anwesend machen: mit Seiner Liebe und Seinem Mitleid, mit seinem schöpferischen Denken und Seinem Mut.“ – aus einer Predigt zum Thema Leben und Beten von Metropolit Antonij von Sourozh

„Die gesamte Schöpfung zittert vor Ehrfurcht: der Hades ist zerstört, kein einziger Toter ist mehr in seinem Grab. Die Verlassenheit, diese hoffnungslose Gottverlassenheit ist besiegt durch Gott selbst, indem Er selbst diese Verdammnis auf sich genommen hat und ihren Platz nun selbst ausfüllt. Die Engel verneigen sich vor Gott, der über alles triumpfiert hat, was die Erde an Schrecklichem hervorgebracht hat, über die Sünde, über das Böse, über den Tod, über die Gottverlassenheit." - aus einer Predigt zum Ostersamstag von Metropolit Antonij von Suroz

„Es ist ihre Liebe, eine Liebe, die äußerst zärtlich ist und unendlich schwach zu sein scheint. Doch in Wirklichkeit ist nichts stärker und mächtiger als sie. Im Alten Testament heißt es, dass die Liebe so stark ist wie der Tod. Sie kann vor dem Tod bestehen. Unsere liebsten und nächsten Menschen können sterben. Unsere Liebe zu ihnen jedoch wird dabei nur noch stärker, sie wird tiefer und reiner und verwandelt sich aus einem rein irdischen Erleben zu einem ewigen Empfinden der Einheit mit Gott. Mit einer solchen Liebe ist uns die Gottesmutter zugetan.“ – aus einer Predigt zu Maria Schutz und Fürbitte von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wir sollten uns jedem Menschen gegenüber so verhalten, dass unsere Gerechtigkeit niemanden richtet, sondern in jedem Menschen die Schönheit erkennt, mit der Gott ihn ausgestattet hat und die wir Gottes Bild im Menschen nennen. Wir sollten uns vor dieser Schönheit verneigen und jedem Menschen helfen, dass diese Schönheit in ihm in all ihrem Glanz erstrahlen kann und alles Finstere und Üble zerstreut. Diese Schönheit sollten wir in jedem Menschen erkennen und ihr einen Weg aufzeigen, dass sie Wirklichkeit werden, siegen und lichtvoll erstrahlen kann“. - aus einer Predigt von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wenn wir nun sterben, dann verschwinden wir nicht im Abgrund der Verzweiflung und der Gottverlassenheit, sondern kommen zu Gott, Der uns so geliebt hat, dass Er Seinen Eingeborenen Sohn gab, Seinen Einzigsten und Liebsten, damit wir an Seine Liebe glauben. ... Und weil wir von Gott geliebt sind, gehört uns das Heil. Denn die Quelle des Heils sind nicht wir, sondern dieses Wunder der Liebe." - aus einer Osterpredigt von Metropolit Antonij von Suroz

„Deshalb brauchen wir den Tod auf der Erde von nun an nicht mehr zu fürchten. Er ist wie ein Schlaf, wie ein Entschlafen in voller Erwartung der Auferstehung der Toten. Auch die Hölle hat ihre furchtbare Kraft verloren, wie grausam und schonungslos sie auch immer aussehen mag, wie furchtbar und schrecklich sie sich hier auf der Erde auch offenbaren sollte. Wir brauchen keine Angst mehr vor ihr zu haben, denn wir Christen haben nichts und niemanden mehr zu fürchen, wer oder was uns hier auf der Erde das Leben nehmen will, denn in Christus und durch Ihn gehört uns das Ewige Leben." - aus einer Predigt zum Osterfest des Metropoliten Antonij von Sourozh.

„Wir wissen doch, dass Christus in Seinem Leibe auferstanden ist und dass damit auch die Verheissung für uns verbunden ist, dass nämlich auch wir, wenn die Zeit gekommen sein wird, auferstehen werden. Der Tod ist nun nichts mehr, was wir fürchten müssen, er ist vielmehr das Tor, das uns den Weg in die Ewigkeit öffnet. Und wenn die Zeit gekommen ist, dann wird der Ruf Gottes, der einst alles, was existiert, ins Leben gerufen hat, erneut ertönen und wir werden im Leib und im Geist auferstehen und dem Herrn ewige Hymnen der Freude, des Sieges und des Dankes singen.“ – aus einer Predigt zu Ostern von Metropolit Antonij von Sourozh

„Diese Botschaft veränderte das Verhältnis zwischen den Menschen. Jeder Mensch wurde wertvoll in den Augen der anderen. Der gesamte Weltenbau wurde breiter und tiefer. Es öffneten sich die Grenzen der Erde und Himmel und Erde wurden eins. Nun sind wir, Christen, nach den Worten eines westlichen Predigers, jene, durch die Gott in Jesus Christus die Welt anderen Menschen übergeben hat, damit sie an sich glaubten, denn auch Gott glaubt an uns, damit sie auf alles hoffen können, denn auch Gott hofft auf uns, damit sie durch Anfechtungen, Hass, Grauen und Verfolgung unseren triumphfierenden Glauben hindurch tragen können, der die Welt bereits besiegt hat: den Glauben an Christus Gott, der gekreuzigt wurde und auferstanden ist.“ – aus einer Osterbotschaft des Metropoliten Antonij von Sourozh

„Zu dieser Zeit gab es in der Wüste relativ viele geistige Führer und die Menschen gingen mal zu dem einen, mal zu einem anderen, weil neben der Größe und der Erfahrung eines Asketen auch noch die geistige Nähe zwischen Schüler und Lehrer eine große Rolle spielt. Asketen von gleicher Heiligkeit, ebenbürtiger geistiger Größe waren umgeben von unterschiedlichen Schülern. Der eine konnte von dem einen etwas lernen, ein anderer jedoch die gleiche Sache nicht, weil sie vielleicht keine gemeinsame Sprache fanden und keinen Gleichklang zwischen ihren Seelen.“ – aus einem Gespräch über das Starzentum von Metropolit Antonij von Sourozh

„Frei zu sein, bedeutet zu Gott zu gehören, denn nur der Herr kann uns frei machen. Wir sind gefangen in den Stricken der Sünde. Wir sind Knechte der Erde und des Todes. Wir sind gefangen durch unsere Blindheit, von unserer Trägheit und Schwachheit. Und der Herr spricht: Steh auf! Wenn wir wirklich auf diesen Ruf des Herrn reagieren würden, dann würde Er uns auch die Kraft dazu geben, die Kraft zu stehen und zu leben.“ – aus einer Predigt zum Palmsonntag von Metropolilt Antonij von Sourozh

„Der Geist Gottes hatte sich auf sie ergossen, der Geist der Sohnschaft. Und so wie der Sohn Gottes, so wurde auch sie zu Söhnen Gottes. Wie der Heiland, der Christus, in die Welt gekommen ist, um die Menschen durch die Hingabe Seines Lebens zu erlösen, so schenkten auch die Apostel den Menschen ihr Leben und ihren Tod, damit diese begreifen können, dass Gott die Liebe ist, dass es auf der Welt einen Sinn gibt, dass wir Menschen für Gott wertvoll sind.“ – aus einer Predigt zum Pfingstsonntag von Metropolit Antonij von Sourozh

„ ... Deshalb sind Versöhnungen oft so brüchig. Deshalb ist es so schwer  jemanden um Verzeihung zu bitten, weil man weiß, dass man ... auf eine geheuchelte Tugendhaftigkeit trifft, auf eine falsche Rechtschaffenheit, auf diese erniedrigende, kränkenden Rechtschaffenheit ... “ – aus der Predigt zum „Sonntag des Verlorenen Sohnes“ von Metropolit Antonij von Suroz.

„Lasst uns, jeder von uns, darüber nachsinnen, was es bedeutet, dass wir alle einmal in die Kirche gebracht und mit mütterlicher Liebe Gott übergeben wurden, um behütet zu sein von Dem, Der der Herr und das Leben ist. Lasst uns darüber nachdenken, ob wir bereit sind, Christus von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, so wie Simeon und Anna. Lasst uns verstehen, wer wir sind!“ ... aus der Predigt zum Fest der Begegnung (Mariä Lichtmess) von Metropolit Antonij von Suroz

Gott ist Mensch geworden, damit nicht ein einziger Mensch, der die Achtung vor sich selbst verloren hat, meinen könnte, dass auch Gott aufgehört habe, ihn zu achten, dass Gott nichts mehr in ihm fände, was Seiner Liebe würdig sei. Christus ist Mensch geworden, damit alle, die an sich jeglichen Glauben verloren haben,  wissen mögen, dass Gott an uns glaubt, dass Er auch dann an uns glaubt, wenn wir uns verstrickt haben in unseren  Lastern, in unserer Niedrigkeit. Gott glaubt an uns und steht als Hüter unsere Menschenwürde da. – aus einer Predigt zur Weihnacht von Metropolit Antonij von Surosh.

„In der Tat war das Leben für Paulus Christus und er sehnte sich danach zu sterben. Doch er hatte von Gott etwas viel größeres gelernt, als diese Sehnsucht nach Freiheit und nach der Zwiesprache mit Gott, Den er so verehrte und Dem er so innig diente. Er hatte erfahren, dass das Geben größere Freude macht als das Empfangen. Nachdem ihm so viel Großes und Heiliges geschenkt worden war, war er bereit weiter zu leben und zu geben und zu geben und zu geben." - aus einer Predigt zum Siebten Sonntag nach Ostern von Metropolit Antonij von Sourozh

„Auch wir sollten uns nicht damit zufriedengeben, dass es uns nicht geling zu Gott vorzudringen ... . Auch wir sollten es lernen, uns so nach Ihm zu sehnen, ... dass endlich die Kraft Gottes und Seine Barmherzigkeit auf unser Flehen antworten, auf unsere Verzweiflung reagieren .... Wenn dies jedoch mit uns geschieht, dann sind wir nur einfach nur froh, dann gehen wir getröstet von dannen. Wir denken nicht darüber nach, dass uns etwas geschenkt wurde, was wir mit keiner Kraft dieser Welt selbst erreichen können. Maria von Ägypten hatte dies begriffen. Sie verwandelte ihr ganzes Leben in ein Leben aus ... freudiger und schmerzhafter Dankbarkeit." - aus der Predigt zum Sonntag der Heiligen Maria von Ägypten von Metropolit Antonij von Suroz.

„Auch mit ihnen war Gott, ja, Er war wirklich auch mit ihnen, denn Gott überlässt keinen einzigen Sünder sich selbst. Ihn erschreckt keinerlei Unrecht. Er erscheint uns nur dann als fern, wenn wir selbst Ihn wegen unserer eigenen eiskalten Gleichgültigkeit nicht kennen wollen. Aber auch dann überlässt Er uns nicht uns selbst. Er bleibt uns gleichsam nahe, wenn auch voller Kummer und vom  Kreuz her auf uns blickend." - aus einer Predigt zum Sonntag der Väter von Metropolit Antonij von Sourozh

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