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Goldener Fonds

Predigten

Von den Berufenen zum Hochzeitsmal

„Das heutige Gleichnis erinnert uns daran, dass das Festmahl bereitet ist. Christus ist in die Welt gekommen und es gibt nun keine Trennwand mehr zwischen Gott und uns. Der Weg liegt offen vor uns. Wollen wir ihn etwa nicht beschreiten? Werden wir etwa, so wie die Menschen, von denen das Gleichnis spricht, die Einladung ablehnen?“ – aus einer Predigt zum Gleichnis vom Hochzeitsmal von Metropolit Antonij von Sourosh Ausführlicher...
„Dann könnten wir lernen, im Leben genauer hinzuhorchen. ... und gleichzeitig zu Gott wie auch zu den Menschen eilen. Dann wären wir mit Ihm, dann würden wir Sein Kreuz tragen, denn Sein Kreuz ist Seine Liebe, die bereit ist, alles um unser willen zu geben. Dann könnten wir Ihm nachfolgen und gleichzeit uns selbst vergessen, weil wir einfach erfüllt sind von der Sorge um andere. Denn diese Sorge ist nicht nur unsere, sondern auch Seine, die Sorge Christi." aus der Predigt zum Sonntag der Kreuzverehrung 1976 von Metropolit Antonij von Suroz

„Sein zweites Wort war jedoch: „Wie mein Vater Mich gesandt hat, so sende auch Ich euch.“ Gott hatte Seinen Sohn dazu gesandt, um von der Wahrheit zu künden, um Liebe zu säen und zu verbreiten. Christus schickte seine Jünger, um die Welt mit Gott zu versöhnen und dies, wenn es nötig ist, mit dem eigenen Leben zu bezahlen. Und sie taten es und dank ihrer Mühen haben wir nun das Leben. Denn weil sie sich selbst nicht schonten, können wir nun die Auferstehung besingen und mit einstimmen in die ewige Freude.“ – aus einer Predigt zum Sonntag der Salböl tragenden Frauen von Metropolit Antonij von Sourozh

„Liebe erwies sich stärker als Angst und Tod, stärker alsDrohungen und die Furcht vor jeglichen Gefahren. Dort, wo Verstand undÜberzeugung die Angst der Jünger nicht überwinden konnten, siegte die Liebeüber alles. So siegt die Liebe im Verlaufe der gesamten Menschheitsgeschichte,ob nun der heidnischen oder der christlichen. Im Alten Testament heisst es: DieLiebe ist so stark wie der Tod. Nur sie kann mit dem Tod den Kampf aufnehmenund dabei siegen.“ – aus einer Predigt zum Sonntag der Salböltragenden Frauenvon Antonij von Suroz.

„Gott kann jeden von uns zum Heil führen, doch Er ist machtlos, wenn wir uns selbst belügen, denn so betrügen wir auch Ihn. Er kann jeden Sünder, solche wie uns, zum Heil führen, doch er vermag nicht jene illusorische Rechtschaffenheit zu heilen, mit der wir uns gerne schmücken, der wir aber nicht entsprechen. Wenn wir Gott verehren wollen, dann sollten wir uns aufrichtig vor Ihm verneigen, in voller Wahrheit, Ehrlichkeit und gutem Gewissen. Dann öffnet Er sich uns." ... aus einer Predigt zum Sonntag der Samariterin 1968 von Metropolit Antonij von Suroz

„Verhalten wir uns etwa so zu den Menschen? Teilen nicht auch wir die Menschen in „Unsere“ und „Fremde“, in Freunde und Feinde? Wir sind jedoch dazu berufen, nicht zu den Freunden Gottes zu gehen, sondern zu Seinen „Feinden“, um ihnen die Kunde vom Heil, die Nachricht vom Neuen Leben, welches in Gott ist und welches auch ihnen gegeben ist, zu bringen.“ – aus einer Predigt zum Sonntag der Samariterin von Metropolit Antonij von Sourozh


„Die Samariterin ist nicht aus spirituellen Gesichtsgründen zum Brunnen gekommen. Sie ist einfach nur so gekommen, wie sie es jeden Tag tat, um Wasser zu holen. Und sie traf auf Christus. Jeder von uns kann Christus begegnen auf jedem beliebigen Schritt oder Tritt seines Lebens, selbst wenn er mit seinen alltäglichen Dingen beschäftigt ist. Wenn nur unser Herz richtig gestimmt wäre, wenn wir nur dazu bereit wären, um Seine frohe Botschaft zu empfangen, sie zu hören und Ihm Fragen zu stellen. Denn, weil die Samariterin Christus Fragen stellte, bekam sie Antworten, die ihre Fragen weit überstiegen, die ihr in Christus zuerst einen Propheten und dann sogar den Messias, den Christus, den Heiland der Welt offenbarten." - aus einer Predigt zum Sonntag der Samariterin von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wenn wir dies nur alles erinnern könnten, wenn wir nur so einander anschauen könnten und dabei dieses tiefe Geheimnis zu erfassen vermögen, wenn wir begreifen würden, während wir uns umschauen, dass die gesamte Schöpfung zur Herrlichkeit Gottes berufen ist, dann würden wir eine andere Welt erschaffen, dann wäre unser Miteinander ein anderes, dann würden wir anders mit den Gütern dieser Erde umgegehen. Das Leben wäre dann voller Rechtschaffenheit und Ehrfurcht!" ... aus einer Predigt zum Sonntag der Väter des Ersten Ökumenischen Konzils von Metropolit Antonij von Suroz

„Sehr oft, wenn uns Leid umgibt, wenn wir die Tragödien dieser Welt mitansehen müssen, zweifeln wir in der Seele und erkennen nicht, dass durch jegliche Umstände und Begebenheiten des Lebens das Wunder einer Begegnung mit Gott in die Erfahrungswelt eines Menschen, in die Tiefen seiner Seele treten kann. Das jedoch ist dies viel viel mehr und wichtiger, als all das, was wir fürchten." - aus einer Predigt zum Sonntag des Blindgeborenen von Metropolit Antonij von Suroz

„Was war das erste, was der Blindgeborene zu Gesicht bekam? Das Antlitz des Mensch gewordenen Gottessohnes. Anders ausgedrückt: Er hat die Mensch gewordene Liebe geschaut. Als seine Augen die des Christus trafen, begriff er Gottes Mitleid, Gottes Liebe, Seine tiefe Sorge und Sein Verständnis für uns. Ebenso wie der Blindgeborene könnten auch viele andere Menschen beginnen, die Welt zu sehen, wenn sie uns begegnen und dann in uns auf Menschen treffen würden, in deren Augen und  Gesichtern sie den Schein wahrer und richtiger Liebe finden könnten.“ – aus einer Predigt zum Sonntag des Blindgeborenen von Metropolit Antonij von Sourozh

„Unsere Berufung besteht darin, dass wir die Welt verwandeln ... und eben nicht darin, dass wir selbst immer wieder der Fürsorge Gottes bedürfen. Wir Christen haben dem Christentum das Salz genommen, wir haben es schwach und kraftlos werden lassen, weil wir die Geschichte nicht als den Tag des Menschen begreifen, an dem es uns zukommt schöpferisch zu wirken. ... Christus jedoch hat uns, am Abend nach Seiner Auferstehung dazu berufen, in die Welt zu gehen, so wie auch Er in die Welt gekommen war, um von der Liebe zu künden ..." - aus einer Predigt zum Sonntag des Blindgeborenen von Metropolit Antonij von Sourozh

„Doch im Grunde ist jede Sünde ein sich losreissen von Gott, denn Gott ist der eigentliche Schlüssel zu unserer Unversehrtheit und Ganzheitlichkeit. Wenn wir uns von Ihm losreissen, dann verlieren wir damit die Möglichkeit ganz zu sein. Und jedes Mal, wenn wir mit einem anderen Menschen nicht so verfahren, wie Christus, der Heiland mit ihm verfahren wäre, dann reissen wir uns von Gott los. Er hat uns gezeigt, was es heisst, ein wirklicher Mensch zu sein, ganzheitlich mit jener göttlichen Stille und göttlichen Schönheit im Innern. Er hat uns den Weg dorthin aufgezeigt ..." - aus einer Predigt zum Sonntag des Erlahmten von Metropolit Antonij von Sourozh

„Indem die Theologen des Abendlandes behaupteten, dass die Gnade lediglich eine Gabe Gottes sei, in keiner Weise jedoch Gott selbst, ...  behaupteten diese somit, dass der Abgrund zwischen Gott und dem Menschen unüberwindlich sei. ...  Aber nicht doch!!! Die Erfahrung der Kirche sagt etwas anderes: Die Gnade ist Gott selbst, Der Sich uns hingibt, uns von Sich abgibt, damit wir, indem wir Seine Gnade empfangen, nach dem Mass der Teilgabe, Anteil haben an der Göttlichen Natur." -aus der Predigt zum Sonntag des Gregor von Palamas von Metropolit Antonij von Suroz. 

„Das ist also der Punkt, von dem aus entweder unser Weg zum Heil beginnt, oder aber die Schlinge unseres Verderbens geknotet wird. Wir weinen über vieles: wir klagen, wenn wir etwas verloren haben, leiden, wenn uns Leute beleidigen, jammern über unsere Krankheiten, trauern über all das Leid, dem wir im Verlaufe unseres Lebens begegnen. Doch sehen wir dabei nicht, dass Krankheiten, Leid, Kummer und Verluste ein Faden sein können, der uns mit Gott und mit den Menschen verbindet. Eins jedoch vergessen wir ständig: wir vergessen, dass wir nicht ohne Sünde sind. Dabei ist sie doch das einzigste wirkliche Unglück in unserem Leben." ... aus der Predigt zum Sonntag des Heiligen Johannes Klimakos von Metropoliten Antonij von Suroz.

„Ein einziges Wort jedoch, wenn es an Gott gerichtet ist, kann den Geist zu Ihm führen. Wenn du merkst, dass, während du betest, ein einziges Wort dein Herz und die Tiefen deiner Seele berührt, dann halte dich an dieses Wort, weiderhole es immer wieder, denn in diesen Minuten betet dein Engel mit dir, denn in diesen Momenten sind wir aufrichtig und wahrhaftig mit Gott und mit uns selbst." - aus einer Predigt zum 4. Sonntag der Fastenzeit von Metropolit Antonij von Sourosh

„Verzeiht mir! Mir, den der Herr dazu beauftragt hat, für euch Tag und Nacht durch Gebet, Liebe und mit all meiner Kraft zu sorgen. Verzeiht mir, dass ich dies so wenig tue. Verzeiht mir, dass ich meiner Berufung nicht wirklich nachkomme. Verzeiht mir und gebt mir dadurch die Chance, dass auch Gott mir vergeben wird! Wenn mir die Kräfte ausreichen, wenn ich es vermag, wirklich Buße zu tun, wenn ich wieder rein und erneuert sein werde, dann werde ich euch mit neuer Hingabe versuchen zu dienen, mit der Hingabe, zu der mich der Herr berufen hat und die mir all zu oft wegen meiner Sündhaftigkeit, meiner Bosheit und Verantwortungslosigkeit nicht gelingen mag." - aus einer Predigt zum Sonntag des Vergebens von Metropolit Antonij von Sourosh.

„Das Kreuz sollte uns ständig daran erinnern, dass jeder Mensch unendlich wertvoll ist in den Augen Gottes. … Sind wir uns etwa bewusst, wenn wir auf unsere Mitmenschen schauen, auf unsere Verwandten, unsere Familie, ganz zu schweigen von denen, die mit uns nichts direkt zu tun haben, dass jeder dieser Menschen in den Augen Gottes so wertvoll ist und so von Ihm geliebt, dass Gott selbst Sein Leben für ihn hingegeben hat? Wenn er aber von Gott so geliebt ist und Gott mir selbst etwas bedeutet, wenn ich Ihn verehre, an Ihn glaube, und mich als Seinen Schüler betrachte, dann sollte auch ich es lernen, mit den Augen Gottes auf jeden meiner Mitmenschen zu schauen.“ – aus einer Predigt zum Sonntag nach der Kreuzerhöhung von Metropolit Antonij von Sourozh

„Begreift doch, dass das Reich Gottes, das Reich der Liebe zum Greifen nahe ist, dass es nichts gibt, worauf wir noch warten sollten. Darauf warten, wann es wohl eintreten werde. Es ist hier und an uns liegt es, an ihm teilzuhaben oder nicht. Dafür jedoch muss man sich zu Gott wenden, muss man vor seinem Angesicht wandeln, muss man Ihm ins Gesicht blicken. Dann können wir von Ihm die Liebe lernen, aus der heraus das Gottesreich hier auf der Erde ersteht. Dies sind Seine ersten Worte: Tut Buße, wendet euch zu Gott, schaut auf Ihn: Es ist die flammende, zärtliche und heilbringende Liebe. Er ist die Freude, die sich über den Rand ergießt. Das ist das Reich Gottes. Das ist das wahre Leben auf der Erde, was eines Menschen würdig ist, was ihn mit Jubel und einem Sinn Erfüllung geben kann.“ – aus einer Predigt zum Sonntag nach Epiphanias von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wie oft spüren wir, dass wir dies oder jenes hätten tun können, worum wir gebetet hatten. Aber dann haben wir es nicht getan, weil wir hofften, dass Gott es für uns tun würde. Doch Gott tut vieles nicht. Er gibt uns allerdings jede beliebige Kraft, um unseren irdischen Lebensweg zu meistern. Gott kann für uns nicht leben. Er konnte für uns nur sterben." - aus der Predigt zum Sonntag vom Erlahmten von Metropolit Antonij von Suroz

„Lasst uns das Evangelium aufmerksam lesen, ja uns in es hineinlesen und uns die Frage stellen: Was will mir der Herr heute sagen? … Wenn wir dem Wort des Herrn zuhören und versuchen würden, wenigstens einen seiner Aussprüche einen ganzen  Tag hindurch in Leben zu verwandeln, dann wird auch die Zeit kommen, in der wir uns verändert finden werden, ja, zu neuen Menschen reifen. Und wenn wir dann sterben werden, dann öffnet sich uns das Reich Gottes voller Freude, ohne jegliche Angst.“ – aus einer Predigt zum Sonntag vor der Kreuzerhöhung von Metropolit Antonij von Sourozh

„ Er ist der Freund des Bräutigams. Ein Freund zu sein, bedeutet, dass man für seinen Freund alles in der Welt tut. Ein Freund ist man für den, dessen Interessen, dessen Herz, dessen Gefühle, Wünsche und Gedanken für einen das heiligste, wertvollste von allem ist. Ein Freund ist der, der alles vergessen kann, auch sich selbst, für jenen, den er sich zum Freund erwählt hat, und der ihn selbst zum Freund erkoren hat. Johannes konnte von sich sagen, dass es ihm obliegt immer kleiner zu werden, damit der Heiland, unser Herr Jesus Christus, im Bewusstsein, in der Erfahrung, im Leben der Menschen in vollem Glanz erstrahlen kann.“ – aus einer Predigt zum Sonntag vor Epiphanias von Metropolit Antonij von Sourozh

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