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Goldener Fonds

Predigten

Von den Berufenen zum Hochzeitsmal

„Das heutige Gleichnis erinnert uns daran, dass das Festmahl bereitet ist. Christus ist in die Welt gekommen und es gibt nun keine Trennwand mehr zwischen Gott und uns. Der Weg liegt offen vor uns. Wollen wir ihn etwa nicht beschreiten? Werden wir etwa, so wie die Menschen, von denen das Gleichnis spricht, die Einladung ablehnen?“ – aus einer Predigt zum Gleichnis vom Hochzeitsmal von Metropolit Antonij von Sourosh Ausführlicher...
„Alles, was wir haben, gehört nicht uns. Alles, was wir gebrauchen, und was unser Nötigstes überschreitet, nehmen wir anderen weg, ja wir stehlen es ihnen. Alles, was wir nicht aus freiem Willen und aus Liebe hergeben, nehmen wir heraus, ja entreißen wir, aus dem Wunder der Liebe des Gottesreiches …“ – aus einer Predigt zu Mt.6,25-34 von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wenn wir über unsere Welt nachdenken, die so sehr unserem Gott fremd geworden ist, so ist doch der Geist bereits der Beginn des Ewigen Lebens. Seine Präsenz ist ein entscheidender Fakt. Er schlägt an die Felsen wie das Meer. Er zerbricht Widerstände. Er ist die Freude der Ewigkeit, die an unsere Tür klopft. Er drängt sich selbst in unser Leben hinein, Er ist es, Der uns daran erinnert, dass Gott unser Vater ist, dass Christus unser Heiland ist, Der uns unsere eigene Größe und Würde vor Gott ins Gedächtnis ruft, Der uns aufzeigt, dass in der Kraft Christi, Der uns stützt, alles möglich ist." - aus einer Predigt zum Pfingstmotantag (Fest des Heiligen Geistes) von Metropolit Antonij von Suroz

„Dann würden wir den Tod nicht fürchten, würden kein Leid scheuen ... weil niemand uns dieses Leben nehmen kann. Dann würden wir als lebendige, triumpfierende und gewinnde Zeugen dafür, dass Christus auferstanden ist, durchs Leben gehen, und andere würden in uns den Schein der Ewigkeit erblicken, würden in uns Menschen erblicken, die es gelernt haben zu lieben, auch wenn dies das irdische Leben kostet, die gelernt haben, an den Menschen zu glauben, wie nur Gott an den Menschen zu glauben vermag, die auf alles hoffen und alles besiegen und sich dabei der endlosen Freude, der Liebe und dem Sieg des Herrn hingeben.“ – aus einer Predigt zum Thomassonntag von Metropolit Antonij von Suroz

„Aus der Schau der Größe des Menschen und der Herrlichkeit Gottes wird im Menschen die Demut geboren. Nicht aber aus dem ständigen Sich Bewusstmachen der eigenen Misserfolge oder der eigenen Unwürdigkeit. … Demut, im englischen humility, kommt vom lateinischen Wort humus. Fruchtbarer Boden. Dies ist ein sehr passendes Bild. Die Erde, der Boden ist immer da. Auf ihm gehen wir und er lässt mit sich machen, was wir wollen. Er nimmt unseren Müll auf, aber auch lebendigen Samen und Sonnenstrahlen und Regen. Er  kann alles aufnehmen und daraus Früchte hervorbringen. Man denkt nicht an ihn. Er schweigt. Er hält alles aus und bringt doch Frucht.  Darin besteht Demut.“ – aus einer Gespräch über das Gebet von Ephrem dem Syrer von Metropolit Antonij von Sourozh

„Deshalb werden wir dafür, wenn wir etwas nicht verstehen und es sogar ablehnen, auch nicht bestraft, solange wir noch nicht bis zu jenem Punkt gelangt sind, an dem wir es dann begriffen haben werden. Wenn wir jedoch durchdrungen sind von der Wärme, wenn wir in unserem Innern die Wahrheit erkannt haben, diese dann aber verneinen, dann kann uns nichts mehr retten, weil wir dann unsere eigene Erfahrung, unser eigenes Wissen von Gott, von der Schöpfung, über das Leben und über uns verneinen." - aus einer Predigt zum Thema Heiliger Geist von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wir werden dann auf Ihn schauen und werden begreifen, dass Er gekreuzigt ist, weil wir gesündigt haben. Er ist gestorben, weil wir den Tod verdient haben, weil wir so leben, dass wir eigentlich von Gott auf Ewigkeit verdammt werden müssten. ... Das Gericht wird dann nicht darin bestehen, dass Er uns richten wird, sondern darin, dass wir Den sehen werden, Den wir mit unseren Sünden getötet haben und trotzdem in all Seiner Liebe vor uns steht... Um eine solche furchtbare Begegnung zu vermeiden, sollten wir jedes Mal so beichten, als wenn unsere Todesstunde herangerückt sei.“ – aus einer Gespräch über die Beichte von Metropolit Antonij von Sourozh

„Dies ist das Bild wahrer Heiligkeit und in diesem Sinne sind sie wirkliche Engel, weil wir sie nur an ihrem Schein voll göttlichen Lichtes erkennen. Wir erleben durch sie ein Leuchten, welches nicht abgeschwächt ist oder verdunkelt, sondern sich immer weiter vermehrt und Freude auslöst und Leben spendet. Das Wesen ihrer Existenz und das ihrer Heiligkeit bleiben jedoch auf immer ein Geheimnis zwischen ihnen und Gott, Der allein um die Tiefen Seiner Schöpfung weiss.“ – aus einer Predigt zum Fest des Erzengels Michael von Metropolit Antonij von Sourozh

„Ein Wunder ist etwas ganz anderes. Wenn ein Wunder geschieht, dann wird für einen Moment die ursprüngliche Harmonie, die durch die menschliche Sünde zerstört ist, wiederhergestellt. ... Ein Wunder ist nicht etwas noch nie Gehörtes oder Unnatürliches, was der Natur der Dinge widerspricht. Es ist gerade umgekehrt ein Augenblick, in dem Gott in Seine Schöpfung hineintritt und von dieser auch aufgenommen wird, denn nur wenn Gott aufgenommen wird, kann Er in der von Ihm geschaffenen Welt wie auch in jedem einzelnen seiner Geschöpfe frei und machtvoll wirken.“ – aus einer Predigt über Wunder von Metropolit Antonij von Sourozh

„So wendet Er sich auch heute jedem von uns zu, wenn wir in unserem Leben in dunkle Abgründe gerutscht sind, sodass wir tiefer schon gar nicht mehr fallen können und uns so weit von Ihm entfern haben, wie wir es uns kaum vorstellen können. Denn nur Gott kann es ermessen, wie weit wir uns von ihm losgelöst haben und von Ihm gegangen sind. Nur Er kann das ganze Ausmaß der Leere in unserem Leben, wo Er eigentlich Seinen Platz haben sollte, begreifen.“ – aus einer Predigt zum Gleichnis vom Barmherzigen Samariter von Metropolit Antonij von Sourozh

„Lasst uns deshalb nun aus der Kirche hinausgehen und dieses Gleichnis im Herzen bewahren. Nicht als eins der wunderbaren Worte, die Christus uns hinterlassen hat, sondern als ein konkreter Weg, als ein konkretes Beispiel dafür, wie Er uns aufruft zu leben und für einander mit aller Kraft dazusein. Lasst uns deshalb aufmersam um uns schauen und uns bewußt sein, dass manchmal schon ein winziger Tropfen Herzlichkeit, ein kurzes warmes Wort oder eine kleine Geste der Aufmerksamkeit das Leben eines anderen Menschen verwandeln können.“ – aus einer Predigt zum Gleichnis vom barmherzigen Samariter von Metropolit Antonij von Sourozh

„Es gibt ganz Massen, aber keinen Menschen. Man könnte sich in den anderen Bereichen des Lebens noch damit abfinden, dass es dort wenig Liebe gibt, dass die Menschen sich nur um sich selbst kümmern und mit sich selbst beschäftigt sind, dass sie aneinander vorbeigehen und vorübergehen an der Not eines anderen. Doch innerhalb der Kirche gibt es dafür keine Entschuldigung, denn die Kirche ist, wie sie der Heilige Ignatius beschrieben hat, die Fleisch gewordene Liebe. Und wo es diese Liebe nicht gibt, gibt es auch keine Kirche. Dann existiert sie nur zum Schein, dann ist sie ein Betrug, der die Menschen von ihr fortstößt.“ – aus einer Predigt zum Sonntag des Erlahmten von Metropolit Antonij von Sourozh

„Charakteristisch für alle Heiligen und alle wirklichen Christen ist, dass sie alle fähig sind ihre Aufmerksamkeit ganz von sich selbst abzuwenden, quasi zu sich selbst zu sagen: Steh mir nicht im Weg, du verschliesst mir die Welt Gottes, du verdeckst mir den Blick zu Gott selbst und zu meinen Nächsten. Wir sollten es lernen, uns nicht nur für einige Minuten zu vergessen, sondern Menschen zu werden, die sich völlig und ganz von sich abgewandt und sich Gott, der Welt und den Menschen zugewandt haben, die fähig sind so zu geben, wie Gott selbst gibt, zu geben einfach nur deshalb, weil in unseren Herzen die Liebe jubelnd wohnt ...“ – aus einer Sonntagspredigt zu Luk. 6,31-36 von Metropolit Antonij von Suroz

„Sieh von dir ab und schau auf die Gesichter der Menschen! Versuche dich hineinzuversetzen in die Lebensumstände der anderen und deren Nöte! Lass dich erfüllen von der Freude der anderen! Schau und sieh! – und reiße dich von dir selbst los! Denn dann wirst du es lernen, andere so zu sehen, wie sie sind, ihre Nöte und ihren Durst zu erkennen, ihre Freude, aber auch ihre Armseligkeit. Dann wirst du es lernen, zu geben: zunächst ein wenig, doch dann immer mehr. Je mehr du es lernst zu sehen, umso mehr wirst du geben können und lieben lernen, wie du dich selber liebst – im gleichen Maß.“ – aus einer Predigt zum Gespräch mit dem Schriftgelehrten von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wir wollen nur jene Worte hören, die uns genehm sind. Wenn der Herr jedoch zu uns spricht, dann verfahren wir mit Ihm so, wie es die Athener mit dem Apostel Paulus getan haben. Wir gehen fort und antworten, dass wir uns ein anderes Mal damit auseinander setzen werden. Und so bleibt unser Leben kleinkariert und arm. Ein Leben in zwei Dimensionen: in Raum und Zeit, ohne Tiefe, ohne Ewigkeit und ohne Begeisterung.“ – aus einer Predigt zum Thema „Zuhören“ von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wie sollen wir dann vor Christus treten und bestehen? Hier geht es nicht um Strafe, sondern um das Erschauern in uns selbst! Wir haben Zeit. Christus spricht zu uns, dass das Gericht keine Gnade kennt für die, die sich niemandem anderen erbarmt haben. Er sagt ebenso, dass es nicht stimmt, wenn wir behaupten, Gott zu lieben, gleichzeitig jedoch nicht in der Lage sind, unseren Nächsten zu lieben. Dies ist dann eine Lüge. Er zeigt uns heute, worin die Liebe zu unserem Nächsten besteht, die quasi auf Ihn übergeht, weil jeder Dienst an einem anderen, ja beliebigen Menschen, für Ihn eine Freude ist. Es ist ein Dienst an Ihm.“ – aus einer Predigt zum Sonntag des Jüngsten Gerichts von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wie ich schon bemerkt habe, wird Seine einzige Frage darin bestehen, ob wir menschlich waren. Und dieses „menschlich“ gilt es im einfachsten Sinne dieses Wortes zu verstehen. So menschlich wie es auch ein einfacher Heide sein kann. Jeder, der ein Herz hat, ist fähig menschlich zu sein. Wenn wir wirklich ein Herz haben, dann sind für uns die Pforten zum Reich Gottes offen, um dort an ihm teilzuhaben. Dies wird eine Teilhabe sein, die tiefer ist als das Sakrament der Kommunion, durch welches wir uns ja auch mit Gott verbinden. Durch diese Teilhabe werden wir uns so mit Ihm vereinigen, dass wir zu einem Tempel des Heiligen Geistes werden, zum Leib Christi, zu einem Ort, an dem Er ganz Gegenwart ist.“ – aus einer Predigt zum Sonntag des Jüngsten Gerichts von Metropolit Antonij von Sourozh

In dem Moment, in dem wir uns irgendetwas zu Eigen machen wollen und sagen: „Das gehört mir!“, fallen wir heraus aus dem Reich Gottes, weil das, was wir unser Eigen nennen, schon keine Gabe der Liebe mehr ist, sondern Eigentum. Wenn wir vollkommen sein möchten, dann sollten wir uns lösen von dem Bewusstsein, dass uns angeblich irgendetwas gehört. Nicht mit dem Gefühl, damit völlig arm und ohne Heimat zu sein, sondern vielmehr voller Freude im Herzen darüber, dass alles, was wir haben, auch wenn es uns nicht gehört, eine Gabe der Liebe ist und ein Beweis dafür, dass wir von Gott ganz persönlich geliebt sind, ja, dass sich in all dem, was unser Leben ausmacht, aber auch durch die Liebe der Menschen, Gottes Fürsorge für uns ausdrückt.“ – aus einer Predigt von Metropolit Antonij von Sourozh zum Evangelium vom reichen Jüngling

„In die Ewigkeit kann man nur gelangen mit Früchten der Liebe. Wenn ein Mensch einen sehr guten Verstand hat oder ein reiches Herz, materielle Güter besitzt und all seine Intelligenz, sein ganzes Herz, all die Kraft seines Körpers und seiner Seele dazu verwendet, um den einen Licht zu schenken, andere zu trösten und dritte zu ernähren oder um in der Seele jedes einzelnen wenigstens einen Funken Freude zu entzünden oder ein wenig Hoffnung, Dankbarkeit, Liebe oder Wärme zu schenken, dann wird er eine reiche Ernte - wenn er sterben wird - in die Ewigkeit mitnehmen.“ – aus einer Predigt zum Gleichnis vom reichen Kornbauern von Metropolit Antonij von Sourozh

„Oft geht es uns deshalb nicht gut, weil wir so viele leere Worte sagen, faule Worte, tote Worte und so viele Dinge tun, die dann später, wie eine Wunde auf unserer Seele brennen. Oder aber weil wir so viele Pläne vom Leben machen, wie wir einmal leben wollen, jedoch später, wenn wir dann unsere Lebenspläne verwirklichen können werden. Doch so kommt es nicht, denn der Tod rückt heran und unsere Pläne bleiben ein Wunschzettel, das Leben ungelebt und besudelt. Und was übrig bleibt, ist eine Trauer über den Menschen, der eigentlich so viel Großes hätte tun können, und doch so eine kleine und gemeine Kreatur geblieben ist.“ – aus einer Predigt zum Gleichnis vom reichen Kornbauern von Metropolit Antonij von Sourozh

„Der Schriftgelehrte war materiell reich, doch noch „reicher“ war er in seiner Gewissheit, reich an Tugenden zu sein. Er hatte alles, was vor Gott nötig war, erfüllt. Er hatte alles getan, was ihn vor den Menschen rechtfertigt und ihn würdig sein ließ, von ihnen geachtet und geehrt zu werden. Auch darin war er reich. Doch wenn er sich von diesem Reichtum nicht trennen kann, wird er nicht in das Himmelsreich eingehen.“ – aus einer Predigt zum Gespräch mit dem reichen Schriftgelehrten von Metropolit Antonij von Sourozh

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