Goldener Fonds
Die Entkirchlichung9. Oktober 2009
Der geistliche Kampf in der modernen Welt8. Oktober 2009
Die Ikone der menschlichen Freiheit28. Dezember 2011
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PredigtenChristus und die Samariterin
„Lasst uns deshalb von dieser Frau lernen, denn auch wir – wir alle – haben uns in alle Richtungen verfangen, um satt zu werden von der Nahrung dieser Welt. Doch wir alle haben begreifen müssen, dass uns nichts wirklich satt machen kann, weil der Mensch eine Tiefe hat, die viel tiefer ist, als all die materiellen Dinge, und viel tiefer und geräumiger ist, als die Psychologie es erklären kann. Nur Gott kann diese Tiefe und diesen Raum in uns ausfüllen. Wenn wir dies doch nur begreifen könnten! Dann wären wir in der gleichen Lage wie diese Frau, ohne Christus an einem Brunnen treffen zu müssen. Denn der Brunnen ist das Evangelium. Es ist die Quelle, aus der das Wasser des Lebens für uns entspringen kann. Das Evangelium ist wirklich wie ein Brunnen und sein Wasser sollten wir immerwährend trinken, denn es ist das Wasser des Lebens.“ - aus einer Predigt zum Sonntag der Samariterin von Metropolit Antonij von Sourozh Ausführlicher...
„Mit Seinem Kommen zu uns zeigt Er, wie grenzenlos die Fürsorge und die Liebe Gottes zu uns ist: Er ist kein Schöpfer, Der uns unsere Existenz aufgedrängt hat und danach all unsere Probleme von ferne mitansieht, um uns danach vors Gericht zu laden. Er ist ein Schöpfer, Der den Weg ins Leben vor uns ausgelegt hat, den Weg zur Liebe, den Weg zum Sieg. Er kommt zu uns und offenbart sich uns so, wie wir Ihn uns gar nicht vorstellen konnten. Er nimmt die Gestalt eines Knechtes an und wird ganz real wie jemand von uns. … Er zeigt uns auch etwas von Gott, was wir uns in unserer Phantasie nicht ausmalen konnten: einen Gott, Der um der Liebe willen bereit ist, Sich uns grenzenlos hinzugeben. …“ – aus einer Predigt zum Sonntag der Vorfahren Christi von Metropolit Antonij von Sourozh
„Nur wenn wir es vermögen, uns selbst an die Stelle Jenes zu stellen, der Gott als den Einzigen verehrt und der nach Seinem Beispiel als Knecht – wie es in einem Kirchenlied heißt - seinem Nächsten dient, können wir den nächsten Schritt tun. Nur dann wird all das, was uns so schwer erscheint, zum Kreuz unseres Heils werden. Es ist dann nicht mehr jenes Kreuz, das zu tragen der Räuber gezwungen war, der sich damit auf gerechte Weise für seine Untaten verantworten musste. Es wird vielmehr zu dem Kreuz, welches der Heiland trug, um so mit uns gemeinsam das Leid der Sünde zu tragen. Wenn wir so von uns absehen lernen, auf unsere Schultern all die Schwere unseres Lebens laden und voller Ehrfurcht und Liebe auch die Last der Anderen zu tragen versuche, dann können wir Christus dorthin folgen, wohin er geht: in das Reich der sich gegenseitig vergebenden Liebe.“ – aus einer Predigt zum Sonntag der Kreuzverehrung von Metropolit Antonij von Sourozh
„Lasst uns nachsinnen über die Zerbrechlichkeit der menschlichen Seele,
wie leicht es ist, auszurutschen und zu sinken. Lasst uns dann in solchen
Momenten der Niederlage mit liebendem Herzen, ohne Zweifel und Angst einander
treu bleiben bis zum Schluss und uns nicht von einander abwenden. ... Dann
reihen auch wir uns in den Kreis jener Salböltragenden Frauen ein und gehören
gemeinsam mit Joseph von Arimathea und Nikodemus zu all denen, die ... sich
nicht geschämt haben auf der Seite der Unterlegenen zu sein, die sich nicht
abgewandt haben von den Menschen, die tief gesunken sind, die für Gott die
Liebe auf der Erde lebten und Ihm in Seinen Plänen mit uns Menschen dienten." -
aus der Predigt zum Sonntag der salböltragenden Frauen von Metropolit Antonij
von Sourozh
„Lasst uns deshalb aufmachen in dieses Reich! An der Schwelle zu ihm steht das Kreuz des Herrn, danach Seine Auferstehung. Lasst uns so gehen, wie diesen Armen und Bettler: Lasst uns vergessen, was uns dann und wann entzweit hat – Feindschaft, Konkurrenz, Missverständnisse und Hass. Lasst uns, wenn wir auf dem Weg sind, einzig und allein daran denken, vor Wen wir treten werden! Lasst uns so gehen, dass wir würdig vor dem Herrn erscheinen können, dass Er uns annimmt. Dafür ist nur eines nötig: dass wir einander annehmen und vergeben in Liebe, dass wir die Schwachen auf dem Weg stützen, den Kraftlosen helfen, den Verzweifelten Hoffnung machen und jedem helfen, ans Ziel zu kommen.“ – aus einer Predigt zum Sonntag des Vergebens von Metropolit Antonij von Sourozh
„In den kommenden vierzig Tagen erscheint der Herr immer wieder Seinen
Jüngern, Er unterweist sie in den Geheimnissen des Gottesreiches, Er lässt sie
begreifen, dass der Herrn die Liebe ist, Er gibt ihnen zu verstehen, dass die
Kirche eine Gemeinschaft von Menschen ist, die die Liebe untereinander
vereinigt. Er lehrt sie, dass auf sie das ewige Leben wartet, wenn sie auch das
irdische Leben verlieren sollten oder dieses ohne Aufschub irgendeinmal zu Ende
gehen wird. Dieses ewige Leben ist das Leben Gottes, das bereits in ihnen zu
wirken begonnen hat und alles besiegen wird.“ – aus einer Predigt zum Sonntag
des Apostels Thomas von Metropolit Antonij von Sourozh
„Worin besteht meine Kraftlosigkeit? Was lähmt mich? Welcher Teil der Seele? Was hat mich so gelähmt werden lassen und meine Seele so erstarrt? Und lasst uns mit der Hilfe Christi und mit Hilfe der Menschen, die uns lieben, versuchen, uns von dieser Lähmung mit all unseren Kräfte zu befreien! Lasst uns uns fragen: Wer um mich herum braucht meine Hilfe, von der ich selber träume, ohne die auch ich nicht leben kann? ... Und ohne etwas zu erwarten, ohne zu erwarten, dass wir selbst zu neuem Leben erwachen, lasst uns versuchen, den anderen die Hilfe zu geben, die sie brauchen. Denn nur so beginnen wir, neu zu leben.“ – aus einer Predigt zum Sonntag des Erlahmten von Metropolit Antonij von Sourozh
„Jedes Jahr machen wir uns immer wieder neu auf den Weg, um unseren Geist neu zu entzünden, um unsere Herzen zu reinigen, ... um heimzukehren zu unserem Gott und Vater. Dies geschieht in jedem von uns ganz individuell. Gleichzeitig ist es jedoch, wie in alten Zeiten, als die Leute zusammen jenes Land verlassen hatten, das ihnen zum Ort der Knechtschaft geworden war, um in einem unbekannten Land die Freiheit zu erlangen, ein gemeinsamer Weg ... gemeinsam, das heisst in Gemeinschaft miteinander versöhnter Menschen.“ - aus der Predigt zum Sonntag des Vergebens von Metropolit Antonij von Suroz.
„Lasst uns nun in die Fastenzeit hineingehen so wie man aus dichter Finsternis heraus in eine sich aufhellende Dämmerung eilt: mit Freude und Licht im Herzen. Lasst uns … alle Fesseln von uns reißen, die uns gefangen halten wollen, sei es der Kerker des Geizes oder des Neids, sei es das Verließ der Angst, des Hasses oder der Eifersucht, sei es das Gefängnis, dass wir uns einander nicht verstehen, dass wir ausschließlich auf uns selbst konzentriert sind. Denn meistens leben wir im Kerker unserer selbst, obwohl wir doch von Gott zur Freiheit berufen sind.“ – aus einer Predigt zum Sonntag des Vergebens von Metropolit Antonij von Sourozh
„In dem gleichen Maße wie Christus in uns wächst, wie aus dem Wort Leben wird, sollen wir, die wir das Wort verkünden, immer mehr zur Seite treten. Wir sollten immer kleiner werden und durchsichtig, ja unsichtbar, dass sich durch uns hindurch das Licht Gottes ergießen kann und niemand mehr bemerkt, durch wen dieses Licht in die Welt gelangt. Doch, leider drängen wir uns viel zu sehr nach vorn. Wir selber verdecken damit dem Licht seinen Weg, wir werfen unsere Schatten auf es – matte, graue, trübe Schatten – die es eigentlich nicht geben sollte in diesem lichtvollen Schein.“ – aus einer Predigt zum Sonntag vor Epiphanias von Metropolit Antonij von Sourozh.
„Das Alte Testament ist nicht nur eine Erzählung von einem Volk und von dessen Vergangenheit. Es berichtet uns nicht nur etwas darüber, wie das Volk gelebt hat, in dem Der Heiland, Christus, geboren wurde. Es ist vielmehr auch ein Abbild der menschlichen Seele, quasi eine Beichte der gesamten Menschheit, eine Schau seiner Wege, so wie Gott sie sieht. In dieser Beziehung erzählt uns die Ahnentafel Christi auch davon, was in unserer Seele, in unserem Leben, vor sich geht, wenn wir mit aufrichtiger Liebe und aufrichtigem Bestreben, voller Glauben und wirklicher Hoffnung, aber auch mit unseren Schwächen und unsern Stürzen … nach Gott suchen.“ – aus einer Predigt zum Sonntag der Väter von Metropolit Antonij von Sourozh
„Thomas war vielmehr erfüllt und berührt von der Erkenntnis, dass Der, Der vor ihm steht, lebt, obwohl er durch das Grauen des Todes gegangen war. Diese unglaubliche Tatsache bringt ihn dazu, Jesus als Christus zu bezeugen. Es ist der Leib Christi, welcher, obwohl er im Grab gelegen hat, auf geheimnisvolle Weise lebendig ist. Er begreift, dass Er unversehrt geblieben ist, weil er durchdrungen ist von der göttlichen Natur. Dieser Leib bezeugt die Gottheit Jesu Christi, bezeugt die Macht Gottes. Er ist wirklich der Lebenspendende Geist, Der Mensch geworden war, Der den Tod besiegt hat, Der aus dem Grabe auferstanden ist und den Beginn der Auferstehung der Toten darstellt, denn Er wird alle zum Leben erwecken.“ – aus einer Predigt zum Thomassonntag von Metropolit Antonij von Sourozh
„Wir werden es selbst nie erfahren können, was es für Christus bedeutete, am Kreuz zu sterben. Auch unser eigener Tod kann uns dies nicht vermitteln, was der Tod für Ihn bedeutete, wie Der, der nicht sterben musste, doch freiwillig sterben wollte. Doch wir können lernen, mutig und selbstlos, immer tiefer und geübter am Leben Christi teilzuhaben, nach Seine Lehre zu leben und auf Seinen Wegen zu gehen. Dann werden wir es lernen, mit einer solchen Liebe anderen Menschen zu begegnen, die der Göttlichen Liebe immer näher kommt. So können wir dann auch begreifen, was der Tod – das heisst, sich ganz und gar selbst zu vergessen - mit dem Sieg der Liebe, mit der Auferstehung und dem Ewigen Leben gemeinsam hat.“ – aus einer Predigt zum Sonntag der Kreuzverehrung von Metropolit Antonij von Sourozh
„Dieses Fest begehen wir nicht zufällig am Beginn unseres Weges hin zur Weihnacht, zur Geburt Christi, zur Menschwerdung des Wortes Gottes. Auch wir sind dazu aufgerufen, uns so bereit zu machen, und so zu vertiefen, so unser Herz rein werden zu lassen und all unsere Gedanken zu erhöhen, unseren Willen zu erneuern und unseren Körper zu heiligen, dass das Ewige Leben, welches uns in Christus erschienen ist, auch in uns geboren werden kann …“ – aus einer Predigt zum Fest der Einführung der Gottesmutter in den Tempel von Metropolit Antonij von Sourozh
„Was können wir den Herrn darbringen? Brot und Wein? Sie gehören auch so Ihm. Uns selbst? Aber gehören nicht auch wir Ihm? Er hat uns aus dem Nichts ins Sein berufen und uns ein großes ganzes Leben geschenkt. Er hat uns mit all dem, was wir sind und was wir haben, ausgestattet. Was also können wir ihm darbringen, was wirklich unser ist? Der Heilige Maximus Confessor meint, dass Gott alles vermag ausser eines: Er kann keines Seiner Geschöpfe zwingen, Ihn zu lieben, denn Liebe ist die höchste Form von Freiheit.“ – aus einer Predigt zum Thema Eucharistie von Metropolit Antonij von Sourozh
„Lasst uns in der noch verbleibenden kurzen Zeit mit ganzer Seele versuchen, den Tod Christi zu erfassen, und begreifen, dass es für all dieses Grauen nur einen Grund gibt: DIE SÜNDE. Jeder von uns, der sündigt, ist verantwortlich für diesen grauenhaften Karfreitag. Jeder trägt dafür die Verantwortung und wird dafür gerade stehen. Diesen Freitag hat es nur deshalb gegeben, weil der Mensch aufgehört hat zu lieben, weil er sich losgerissen hat von Gott. Jeder von uns, der gegen das Gebot der Liebe verstößt, ist verantwortlich für dieses grauenvolle Sterben des Gottessohns, für die Tränen der Gottesmutter und das Leid der Jünger." - aus der Predigt zur Grablegung am Karfreitag 1966 von Metropolit Antonij von Suroz
„Zur gleichen Zeit erhoffen wir uns vom Herrn ein neues Leben, ein Leben der Fülle. Und dieses Leben wird uns immer wieder gegeben, weil uns das Ewige Leben, wenn der Herr zu uns kommt und uns mit Sich Eins werden lässt, umarmt und ganz und gar erfüllt. Dieses uns geschenkte Neue Leben nehmen wir jedoch nicht an. Wir wollen nur Seine Freude nicht aber seine Last. ... Einerseits beginnt sich das Leben der zukünftigen Welt in uns zu entfalten. Jedoch nur dann wird dieses Leben in uns auch Wurzeln schlagen, wenn wir uns lossagen von den Werken des Bösen ... mit aller Kraft des Willens, schonungslos uns selbst und unseren Schwächen gegenüber und wenn wir ... dieses Ewige Leben in uns hegen und nähren durch ein Leben, wie es uns das Evangelium aufzeigt ..." - aus einer Predigt zum Thema der Kommunion von Metropolit Antonij von Sourozh
„Unsere Feinde sind nicht die, die uns hassen, es sind vielmehr die, die wir aus eigenem Unverstand und Verblendung Feinde nennen. Christus kannte keine Feinde. Alle um Ihn herum waren Menschen, denen durch das herrschaftliche und lebensschaffende Wort Gottes das Leben geschenkt wurde, alle Menschen waren Seine Brüder und Schwestern, waren die von Gott geliebten Kinder, die sich verirrt hatten und die zu suchen Er gekommen war." - aus einer Weihnachtspredigt von Metropolit Antonij von Sourozh
„Erinnert euch an die Gaben der Weisen. Sie hatten Ihm Gold gebracht. Im Dunkel der Erde liegt das Gold in seiner glänzenden Pracht, mit seinem wunderbaren Klang und in seiner Reinheit, die kein Rost antasten kann, versteckt. In jedem von uns steckt dieses Gold, diese Schönheit, die zum Licht strebt. In jedem von uns gibt es diesen unangetasteten Teil in unserer Seele, wo sie noch ganz rein ist und zu all dem Großen fähig ist. Wenn man ihr nur die Freiheit geben würde, ohne Angst und mit all ihrer Kraft zu lieben …“ – aus einer Predigt zur Weihnacht von Metropolit Antonij von Sourozh
In diesem kurzen, aber gehaltvollen Essay, als Predigt auf dem Mariä-Verkündigungs-Fest im Oriel College (Oxford University) vorgetragen, erklärt der bekannte orthodoxe Hirte und Theologe, Metropolit Kallistos (Ware) von Diokleia, warum die All-Heilige Gottesgebärerin das Vorbild unserer wahren Freiheit ist.
Das Portal „Bogoslov.Ru“ präsentiert den Lesern die Botschaft eines bekannten Diplomaten der Russischen Orthodoxen Kirche und aktiven Arbeiters auf dem Gefilde der Kirche, Metropolit Grigorij (Tschukow), über die Themen kollektive Beichte, Buße und Sünde, die er in der Zeit seines Dienstes als Erzbischof von Pskow und Porchow verkündete. Es handelt sich dabei um die Erstveröffentlichung dieses Artikels.
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Nachrichten
Samstag, 12. Mai
Bekanntmachungen
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Teil 1: Spendung der Kommunion an Kinder unter sieben Jahren