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Goldener Fonds

Predigten

Von den Berufenen zum Hochzeitsmal

„Das heutige Gleichnis erinnert uns daran, dass das Festmahl bereitet ist. Christus ist in die Welt gekommen und es gibt nun keine Trennwand mehr zwischen Gott und uns. Der Weg liegt offen vor uns. Wollen wir ihn etwa nicht beschreiten? Werden wir etwa, so wie die Menschen, von denen das Gleichnis spricht, die Einladung ablehnen?“ – aus einer Predigt zum Gleichnis vom Hochzeitsmal von Metropolit Antonij von Sourosh Ausführlicher...
„Wenn wir darüber nachdenken … dann beginnen wir nun vielleicht in uns etwas zu erkennen: wenigstens, dass auch in uns das Übel wohnt, dass wir nicht perfekt sind, dass wir uns nach etwas sehnen, dass  jedoch diese Sehnsucht immer unerfüllt bleibt, weil wir selber träge sind und faul und Angst haben. Heute, in der Erzählung von Zachäus sehen wir, wo die Ursachen dieser Angst liegen. Was wünschen wir uns mehr? Angesehen zu sein bei den Leuten oder eine Begegnung mit Gott?“ -  aus einer Predigt zur Perikope über Zachäus von Metropolit Antonij von Sourozh

„Zachäus wurde gerettet durch eine Begegnung mit Christus. …  Er hatte begriffen, dass die Sphäre der Finsternis nicht die seine war, dass die Lüge nicht das war, was er wollte, dass die Welt des Hasses nicht die war, die er eigentlich suchte. Er hatte die Wahrheit gesehen, Schönheit, Sinn, Licht, ja Gott und der erwählte all dies. Und das war seine Rettung. … Es gibt aber auch noch andere Dinge, die unser Leben von der Finsternis zum Licht leiten können, vom Tod zum Leben. Das ist die Liebe. In den Momenten, in denen unser Herz ganz voller Liebe ist, erstirbt in uns der Geiz, erstirbt der Egoismus, erstirbt unsere Kleinlichkeit, erstirbt unsere Fähigkeit, ein gemeiner, niedriger Mensch zu sein. Wir werden dann zu dem, was wir in Wirklichkeit sind: voller Licht, wie ein Engel, von Freude sprühend, voller großherziger Offenheit, mit dem Wunsch zu teilen, tief und groß zugleich!  - aus einer Predigt von Metropolit Antonij Sourosh

„Und Dieser sieht Zachäus, wie es im Evangelium heisst, beim Vorübergehen. Sah Er etwa die anderen Leute nicht? Natürlich hat Er sie gesehen. Doch in diesem Moment schaute Christus in die Tiefen dieses einen Menschen und erkannte, dass er nicht zu unrecht diesen heiligen Namen, der Gerechtigkeit bedeutet und auf Rechtschaffenheit hinweist, trägt. Und so rief Christus Zachäus zu Sich, denn Er glaubte an das Kostbarste und Heiligste, das in diesem Menschen irgendwo verborgen lag, vergraben durch dessen gesamtes Leben, verdunkelt durch alles, was er getan hatte und tat." - aus einer Predigt zur Perikopes des Zachäus von Metropolit Antonij von Sourozh

Noch heute kann der Sinaipilger in etwa einer Stunde Fußmarsch vom Kloster der heiligen Katerina in ein Tal absteigen, wo sich inmitten der Felsen die Höhle befindet, in welcher der heilige Klosterabt Johannes im 6. Jahrhundert sein Buch „die Leiter zum Paradies“ geschrieben hat. Inmitten der Felsenwüste unter einem überhängenden Felsen verbrachte der heilige Johannes viele Wochen im Gebet, um seine geistlichen Erfahrungen zu sammeln, zu gliedern und aufzuschreiben.

„Es gibt im Neuen Testament eine Stelle, an der es heißt, dass wir dem Kaiser das geben sollen, was des Kaisers ist, Gott jedoch all das, was Ihm gehört. ... Christus antwortete damals: Gebt alles, worauf der Stempel dieser Welt, der Stempel der Macht, der Stempel der Erde eingeprägt ist, denen, die dies wichtig finden. Gott jedoch gebt all das, was Seinen Stempel trägt. ... Und jeder von uns trägt das Abbild Gottes in sich, jedem von uns ist es eingeprägt und macht uns zu Kindern Gottes. Deshalb können wir uns niemandem anderen geben als nur Gott.“ – aus einer Predigt zum Fest der Orthodoxie von Metropolit Antonij von Sourozh

„Lasst uns deshalb so leben, dass wir dann, wenn wir einmal vor die Heiligen treten werden ... und vor das Angesicht des Lebendigen Gottes ... keine Scham empfinden werden. Mögen wir dann eine Freude sein für den Herrn und für alle die, denen wir anvertraut waren. Mögen auch wir uns dann freuen, weil unser Leben keine Schande war weder für die Heiligen ... noch für den Herrn, Der uns Seinen Namen anvertraut hat und damit uns Sein Vertrauen geschenkt hat, dass wir hier auf der Erde Zeichen seiner Fürsorge sind" - aus einer Predigt zum Fest aller Heiligen von Metropolit Antonij von Sourozh

„Sie wurde geboren ... aus Gott als das letzte und abschliessendes Kettenglied einer langen Reihe von Menschen, ... die im Verlaufe der gesamten menschlichen Geschichte in einem Kampf standen. In dieser langen Reihe von Menschen waren auch Sünder, deren Leben vielleicht nur einen einzigen Moment aufweisen konnte, der ihre ganze Existenz rechtfertigte. Unter diesen vielen Menschen waren Heilige, in deren Leben sich kaum irgendeine schwache Stelle finden lässt. Doch sie alle mussten darum ringen und alle hatten eines gemeinsam: Sie kämpften im Namen Gottes: nicht gegen andere, sondern gegen sich selbst, damit Gott triumpfiert.“- aus einer Predigt zum Fest der Geburt der Gottesmutter vom Metropolit Antonij von Sourozh

„Lasst uns das Kreuz verehren. Lasst uns begreifen, dass Christus gestorben ist, weil wir die eigentlichen Verbrecher sind. Apostel Paulus meint, dass sich kaum jemand findet, der sein Leben weder für seinen Freund noch für seinen Wohltäter hingibt. (Röm. 5,7). Christus jedoch ist für all die gestorben, die Ihn hassen, für die Menschen, die ebenso wie wir dazu fähig sind, ohne in der Seele zu erschauern an Seinem Opfer vorüberzugehen, die ihren Willen nicht brechen und sich nicht ganz  dem Guten hingeben wollen.“ – aus einer Predigt zum Fest der Kreuzerhöhung von Metropolit Antonij vo Sourozh

„Der Triumpf der Orthodoxie ... ist der Sieg Gottes über die Schwachheit des Menschen, über uns, Sein Sieg in uns und unter uns. ... Das Fest zum Triumpf der Orthodoxie ist ein Tag, an dem wir jubeln, weil Gott durch die menschliche Sünde nicht besiegt wurde, weder durch die Sünde des Verstandes, weder durch unser kaltes und unbeständiges Herz, weder durch unseren unschlüssigen Willen noch durch die Schwachheit des Fleisches. Gott ist unbesiegt geblieben in der Kirche Christi." ... aus der Predigt zum Fest der Orthodoxie von Metropolit Antonij von Suroz.

„Und da wir hineingenommen sind in dieses Wunder, die Erfahrung „Gott“ zu machen, dank Seiner Menschwerdung in Jesus Christus, durch die Gabe des Heiligen Geistes, durch unseren bescheidenen Glauben, unser Vertrauen zu Gott, unsere Sehnsucht nach Ihm, können wir heute auch wirklich feiern und uns darüber freuen, dass Gott in Seiner Liebe, in Seiner Barmherzigkeit, in Seiner Zärtlichkeit sich uns zu erkennen gibt – nicht nur verstandesgemäß, sondern in einer Art und Weise, die die verborgensten Tiefen unserer Seele erfasst. Er gibt sich uns zu erkennen. Er zeigt uns, Wer Er ist, wer Gott ist, und lässt uns diese Erfahrung miteinander teilen.“ – aus einer Predigt zum Sonntag der Orthodoxie von Metropolit Antonij von Sourozh

„Wenn wir der Menschwerdung Christi gedenken, dann bedeutet dies für uns Freude: Der Heiligen Jungfrau, der Gottesgebärerin,  ist ein Kind geboren worden. Dabei vergessen wir jedoch, dass Er dazu geboren wurde, um uns von der Macht der Sünde zu erlösen und dass Er dafür mit Seinem Leben bezahlt hat. … Gott ist einer von uns geworden. Er ist für immer Mensch geworden und  wir sind so zu Seinen Brüdern und Schwestern nach Seiner Menschheit und Gnade geworden, denn Er hat uns Seinen Heiligen Geist gegeben, der uns durchdringt und uns zu den Seinen macht, zu Brüdern des Mensch gewordenen Gottes.“ – aus einer Predigt zur Weihnacht von Metropolit Antonij von Sourozh

„Ich erinnere mich an einen Mann, der sechsunddreißig Jahre im Gefängnissen und Lagern gesessen hatte, ein Priester in meinem Alter. Er saß einst vor mir und erzählte mir mit leuchtenden Augen, die voller Dankbarkeit waren: "Siehst du nicht, wie unglaublich gütig Gott zu mir gewesen ist? Zur Zeit der Verfolgungen erwählte Er mich, einen unwürdigen, unerfahrenen, jungen Priester und schickte mich erst ins Gefängnis für fünf Jahre, in ein Gefängnis, wo es keinem Priester erlaubt war, die Liturgie zu feiern, wo jedoch ich als einer der Gefangenen für all meine Kameraden die Sakramente spenden konnte. ..." - aus einer Predigt zum Fest der Neumärtyrer Russlands von Metropolit Antonij von Sourosh

„Vor unseren Augen ziehen Bilder vorüber, die uns erzählen, was sich der Herrn aus Liebe zu uns ausgesetzt hat. Er hätte alledem aus dem Wege gehen können, wenn Er nur ein Stück von seinem Weg abgewichen wäre, wenn Er sich selbst hätte schonen wollen, um nicht das zu vollenden, um dessen willen Er gekommen war. Es versteht sich von selbst, dass Er dann nicht Der gewesen wäre, Der Er in Wirklichkeit war. Er wäre dann nicht die Fleisch gewordene göttliche Liebe gewesen, Er wäre dann nicht unser Heiland." - aus der Predigt zu den 12 Leidensevangelien zum Karfreitag von Metropolit Antonij von Suroz 1980.

Es gelingt uns jetzt nicht mehr, ... wirklich unser Leben zu ändern, bevor wir heute Abend und auch morgen ... dem Herrn in Seinen Leiden begegnen werden. Doch lasst uns Ihm so vor die Füße fallen, wie es die Sünderin getan hat ... mit all unseren Sünden und mit all unserer Seele, mit all unserer Kraft und all unserer Schwäche. Lasst uns an Sein Mitleid glauben, an Seine Liebe, an Seinen Glauben an uns und lasst uns mit einer Hoffnung, die niemand zerstören kann, Ihm entgegen sehen. ... Er ist nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zum Heil zu führen. Lasst uns, die wir Sünder sind, zu Ihm gehen, zu Ihm, zu unserem Heil und Er wird sich unserer erbarmen und uns das Heil schenken. - aus einer Predigt zum Mittwoch der Karwoche von Metropolit Antonij von Sourozh 

„Das kommende Jahr liegt vor uns wie ... eine noch unberührte Zeit … wie eine schneebedeckte Ebene, weiss und makellos. Wir können diese Ebene betreten und auf ihr mit sicherem Gang des Glaubens nach vorne schreiten, d.h. mit grenzenlosem und völligem Vertrauen auf Gott und getragen von Hoffnung.  Lasst uns in das neue Jahr mit ... ehrlicher Buße gehen. Dies bedeutet nicht nur um das Vertane zu weinen, sondern vielmehr vor jeglicher Zerstörung, die wir in der Vergangenheit angerichtet haben, zu erschauern und sich Gott ganz zuzuwenden und zu Ihm zu treten, wie Petrus auf den Wellen Christus entgegengegangen ist. Er schaute nur auf Dessen Gesicht, nicht jedoch auf das unter ihm wütende Meer.“ – aus einer Predigt zum Jahreswechsel von Metropolit Antonij von Sourozh

„Der Einzug des Herrn in Jerusalem sieht so feierlich aus und ist von einer solchen Herrlichkeit erfüllt.  Gleichzeitig jedoch ist er Teil eines schrecklichen Mißverständnisses. Die Bewohner Jerusalems empfangen Christus, den Heiland mit feierlichem Jubel, weil sie hoffen, dass Er ihr Volk vom politischen Joch befreien wird. Als sich jedoch herausstellt, dass der Heiland dazu gekommen ist, um die Menschen und die gesamte Welt von der Sünde zu befreien: von der Lüge, von jener Leere, die man überall da spürt, wo es keine Liebe gibt, und  vom Hass, wenden sich die Leute voller Bitterkeit und Enttäuschung von Ihm ab.“ – aus einer Predigt zum Palmsonntag von Metropolit Antonij von Sourozh

„Mit Seinem Kommen zu uns zeigt Er, wie grenzenlos die Fürsorge und die Liebe Gottes zu uns ist: Er ist kein Schöpfer, Der uns unsere Existenz aufgedrängt hat und danach all unsere Probleme von ferne mitansieht, um uns danach vors Gericht zu laden. Er ist ein Schöpfer, Der den Weg ins Leben vor uns ausgelegt hat, den Weg zur Liebe, den Weg zum Sieg. Er kommt zu uns und offenbart sich uns so, wie wir Ihn uns gar nicht vorstellen konnten. Er nimmt die Gestalt eines Knechtes an und wird ganz real wie jemand von uns. … Er zeigt uns auch etwas von Gott, was wir uns in unserer Phantasie nicht ausmalen konnten: einen Gott, Der um der Liebe willen bereit ist, Sich uns grenzenlos hinzugeben. …“ – aus einer Predigt zum Sonntag der Vorfahren Christi von Metropolit Antonij von Sourozh

„Nur wenn wir es vermögen, uns selbst an die Stelle Jenes zu stellen, der Gott als den Einzigen verehrt und der nach Seinem Beispiel als Knecht – wie es in einem Kirchenlied heißt - seinem Nächsten dient, können wir den nächsten Schritt tun. Nur dann wird all das, was uns so schwer erscheint, zum Kreuz unseres Heils werden. Es ist dann nicht mehr jenes Kreuz, das zu tragen der Räuber gezwungen war, der sich damit auf gerechte Weise für seine Untaten verantworten musste. Es wird vielmehr zu dem Kreuz, welches der Heiland trug, um so mit uns gemeinsam das  Leid der Sünde zu tragen. Wenn wir so von uns absehen lernen, auf unsere Schultern all die Schwere unseres Lebens laden und voller Ehrfurcht und Liebe auch die Last der Anderen zu tragen versuche, dann können wir Christus dorthin folgen, wohin er geht: in das Reich der sich gegenseitig  vergebenden Liebe.“ – aus einer Predigt zum Sonntag der Kreuzverehrung von Metropolit Antonij von Sourozh

„Lasst uns nachsinnen über die Zerbrechlichkeit der menschlichen Seele, wie leicht es ist, auszurutschen und zu sinken. Lasst uns dann in solchen Momenten der Niederlage mit liebendem Herzen, ohne Zweifel und Angst einander treu bleiben bis zum Schluss und uns nicht von einander abwenden. ... Dann reihen auch wir uns in den Kreis jener Salböltragenden Frauen ein und gehören gemeinsam mit Joseph von Arimathea und Nikodemus zu all denen, die ... sich nicht geschämt haben auf der Seite der Unterlegenen zu sein, die sich nicht abgewandt haben von den Menschen, die tief gesunken sind, die für Gott die Liebe auf der Erde lebten und Ihm in Seinen Plänen mit uns Menschen dienten." - aus der Predigt zum Sonntag der salböltragenden Frauen von Metropolit Antonij von Sourozh

„Lasst uns deshalb aufmachen in dieses Reich! An der Schwelle zu ihm steht das Kreuz des Herrn, danach Seine Auferstehung. Lasst uns so gehen, wie diesen Armen und Bettler: Lasst uns vergessen, was uns dann und wann entzweit hat – Feindschaft, Konkurrenz, Missverständnisse und Hass. Lasst uns, wenn wir auf dem Weg sind, einzig und allein daran denken, vor Wen wir treten werden! Lasst uns so gehen, dass wir würdig vor dem Herrn erscheinen können, dass Er uns annimmt. Dafür ist nur eines nötig: dass wir einander annehmen und vergeben in Liebe, dass wir die Schwachen auf dem Weg stützen, den Kraftlosen helfen, den Verzweifelten Hoffnung machen und jedem helfen, ans Ziel zu kommen.“ – aus einer Predigt zum Sonntag des Vergebens von Metropolit Antonij von Sourozh

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