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Goldener Fonds

Zum Fest der Geburt der Gottesmutter

20. September 2010
„Sie wurde geboren ... aus Gott als das letzte und abschliessendes Kettenglied einer langen Reihe von Menschen, ... die im Verlaufe der gesamten menschlichen Geschichte in einem Kampf standen. In dieser langen Reihe von Menschen waren auch Sünder, deren Leben vielleicht nur einen einzigen Moment aufweisen konnte, der ihre ganze Existenz rechtfertigte. Unter diesen vielen Menschen waren Heilige, in deren Leben sich kaum irgendeine schwache Stelle finden lässt. Doch sie alle mussten darum ringen und alle hatten eines gemeinsam: Sie kämpften im Namen Gottes: nicht gegen andere, sondern gegen sich selbst, damit Gott triumpfiert.“- aus einer Predigt zum Fest der Geburt der Gottesmutter vom Metropolit Antonij von Sourozh

21. September 1981

Wenn die Zeit heran ist - so sagte es unser Herr und Gott zu uns in Seinem Evangelium - und ein Kind geboren wird, dann erleidet die neue Mutter Schmerzen: Nachdem sie das Kind jedoch geborden hat, ist die Freude gross, denn ein neues Leben ist in die Welt getreten. ... Wenn ein Kind geboren wird, dann fragen sich die Menschen um es herum voller Bewunderung, was das Schicksal diesem oder dieser Kleinen wohl bringen mag? Die Geburt eines Kindes ist nur dessen erster Tag; wie aber werden all die unendlichen Tage werden, aus denen sein Leben besteht? Und wie wird der letzte Tag sein, der quasi die Summe aller vergangenen und des Lebens dieses Menschen überhaupt zeigen wird?

Heute begehen wir das Fest der Geburt der Gottesmutter und mit all unseren Gedanken sind wir bei ihr. Sie wurde geboren, wie es das Evangelium sagt, nicht aus dem Willen des Fleisches und der Lust  des Mannes, sondern aus Gott als das letzte und abschliessendes Kettenglied einer langen Reihe von Menschen, von Männern und Frauen, die im Verlaufe der gesamten menschlichen Geschichte in einem Kampf standen: sie strebten nach Reinheit, sie kämpften für den Glauben und die Fülle, sie bemühten sich um Ganzheitlichkeit und rangen darum, dass Gott in ihrem Leben den ersten Platz einnehmen möge, um Ihn wahrhaftig zu verehren und um Ihm mit all ihrer Treue zu dienen. In dieser langen Reihe von Menschen waren auch Sünder, deren Leben vielleicht nur einen einzigen Moment aufweisen konnte, der ihre ganze Existenz rechtfertigte. Unter diesen vielen Menschen waren viele Heilige, in deren Leben sich kaum irgendeine schwache Stelle finden lässt. Doch sie alle mussten darum ringen und alle hatten eines gemeinsam: Sie kämpften im Namen Gottes: nicht gegen andere, sondern gegen sich selbst, damit Gott triumpfiert. Und so bereiteten sie durch die Jahrhunderte hindurch die eine Erbin ihres Geschlechts, die geboren werden sollte, wie ein gewöhnliches Kind, ausgesetzt den Mächten des Bösen und des Guten, der Sünde und der Heiligkeit, das sich jedoch von Anfang an für das Gute entschied und in völliger Reinheit, uneingeschränkter Hingabe und menschlicher Größe lebte.

Heute ist die Gottesmutter geboren. Heute beginnt der Prozess der Überwindung jener Spaltung zwischen Gott und Mensch, die mit dem Sündenfall ihren Anfang genommen hat. Heute wurde jene geboren, die eine Brücke ist zwischen Himmel und Erde, die Tür zur Menschwerdung Gottes, die den Himmel aufschliesst. Lasst und deshalb heute voller Freude sein, denn sie ist der Anfang unseres Heils. Lasst uns voller Zärtlichkeit und Staunen an sie denken und sie darum bitten, dass sie uns lehren möge, wenn auch nicht ihr gleich zu werden, – denn viele von uns können darauf nicht hoffen -  so doch sie voller Ehrfurcht zu lieben und sie so zu verehren, dass auch wir, die wir ja auch aus ihrem Geschlecht, aus dem Geschlecht der Menschen sind, ihr würdig sein mögen, denn aus dem Menschengeschlecht konnte Gott geboren werden, weil sie Diesem mit so vollendeter Hingabe treu war.

Amen     

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