Функционирует при финансовой поддержке Федерального агентства по печати и массовым коммуникациям
Goldener Fonds
Leserkommentare rss

Der Vorsitzende des Kirchlichen Außenamtes (KAMP) hielt einen Vortrag in den Geistlichen Schulen von Moskau

2. November 2010
Am 1. November 2010 hielt das Haupt des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats, der Metropolit von Wolokolamsk Ilarion, vor den Studenten der Moskauer Geistlichen Akademie und des Priesterseminars einen Vortrag zum Thema „Wechselbeziehung der Orthodoxie und des Katholizismus“.

In seinem Vortrag setzte der Gebieter den Akzent auf die Wechselbeziehung der Russischen Orthodoxen und der Römisch-Katholischen Kirche in der Epoche des II. Vatikanischen Konzils.

„Wie sie alle wissen, bildete das Christentums des Ostens und des Westens im Verlauf der ersten zehn Jahrhunderte eine einzige Kirche, ungeachtet dessen, dass es einige Unterschiede im Bereich der Theologie und der liturgischen Praxis gab, - sagte Metropolit Ilarion. - Die Kirche des Ostens und des Westens bewahrte ihre Einheit. Die Ereignisse, welche in der Mitte des XI. Jhr. zur bedauerlichen Spaltung zwischen dem christlichen Osten und dem christlichen Westen geführt haben, trugen einen kirchlich-politischen Charakter, wobei in dem Fundament der Schisma auch eine Reihe von anderen Faktoren lag, einige Unterschiede in der Glaubenslehre und kirchlicher Praxis miteingeschlossen. In den darauf folgenden Jahrhunderten der Eigenexistenz nahm die Zahl der Unterschiede wesentlich zu, und heute sind diese Unterschiede im Bereich der Theologie und des kirchlichen Lebens sehr groß“.

Im Laufe des zweiten Jahrtausends, bis ins XX. Jhr., war der Kern der Wechselbeziehung zwischen der Orthodoxie und dem Katholizismus der Begriff „Häresie“, betonte der Vorsitzende des KAMP: „Die Orthodoxen verstanden die Katholiken als Häretiker, und für die Katholiken waren die Orthodoxen ebenfalls Häretiker. Von einer Kooperation konnte da keine Rede sein. Keiner von beiden wollte über die Regeln der Koexistenz ein Gespräch beginnen“.

Eine stabile Verbesserung der Wechselbeziehung zwischen den beiden Kirchen wurde in den letzten Jahren, seit dem Amtseintritt des Papstes Benedikt XVI. im Jahr 2005, deutlich. Nach der Meinung des Hauptes des KAMP, ist der Dialog der Russischen und der Römisch-Katholischen Kirche zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verteidigung der christlichen Werte in der säkularen Welt notwendig. Sowohl die Orthodoxen als auch die Katholiken vertreten die selben traditionellen Ansichten im Bezug auf Ehe, Geburt und Erziehung der Kinder, beide verteidigen die Heiligkeit der Ehe, beide sprechen sich gegen die Abtreibung aus, und beide lehne die Euthanasie ab. „Diese Kooperation sollte weiter ausgebaut werden, ungeachtet des Erfolgs oder der Niederlage im theologischen Dialog“, - meint der Metropolit Ilarion.

Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete der Vorsitzende des KAMP die Fragen der Anwesenden.

http://www.mospat.ru/

Weitere Nachrichten der Rubrik Religionswissenschaft
Andere Nachrichten
ноябрь 2010
Пн Вт Ср Чт Пт Сб Вс  
1 2 3 4 5 6 7  
8 9 10 11 12 13 14  
15 16 17 18 19 20 21  
22 23 24 25 26 27 28  
29 30  
добавить на Яндекс добавить на Яндекс