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Ikonen an Kremlmauern entdeckt

15. November 2010
Unentdeckt überdauerten die Ikonen 70 Jahre Diktatur.

Jahrzehntelang waren über den Toren des Moskauer Kremls nur weiße Flecken. Jeder wusste, dass dort einmal Ikonen aus dem 16. Jh. angebracht waren - bis zur Revolution. Lenin gab den Befehl, die Ikonen zu zerstören. Offensichtlich waren die beauftragten Arbeiter fachkundige Kräfte, die die Ikonen unter geradezu idealen Bedingungen für die Zukunft konservierten. Sie bedeckten die Ikonen mit einem feinen Netz und legten darüber den weißen Stuck an, so dass die Ikonen erhalten blieben. Niemand wusste davon. Erst ab Juli 2010 wurden zwei Ikonen freigelegt, wobei man auf allen Türmen weitere Ikonen vermutet. Man entdeckte unter der weißen Farbe die kostbaren Ikonen, die in Rekordzeit aufwendig restauriert wurden. Nach russischer Tradition werden über Hauseingängen und Stadttoren Ikonen angebracht.

Schon 1812 hatte die Ikone des Hl. Nikolaus von Myra auf wunderbare Weise die Sprengung des Nikolaus-Turms durch die französischen Besatzer unter Napoleon überlebt.
 
Zum Himmelfahrtsfest 2010 wurde die freigelegte Christus-Erlöserikone am Erlöserturm durch Patriarch Kirill gesegnet, am russischen Nationalfeiertag, dem „Tag der nationalen Einheit" die Ikone des Heiligen Nikolaus.
 
Dieses Gebet des Oberhauptes der Russischen Orthodoxen Kirche am Nationalfeiertag hat eine große symbolische Bedeutung, nicht nur weil es wenige Meter neben dem Leninmausoleum gesprochen wurde: Einheit bedeutet Versöhnung der Generationen und Völker, betonte Patriarch Kirill in seiner Ansprache, die durch den Glauben erreicht werden kann.

Der heilige Nikolaus war ein Mann der Demut, die Darstellung mit dem Schwert in der Hand stammt aus der russischen Stadt Možajsk, die der Überlieferung nach auf seine Fürsprache im 13. Jh. vor den Tataren-Mongolen bewahrt worden war. Das Schwert ist nach den Worten Patriarch Kirills Symbol für seine menschliche Stärke, die gemeinsam mit der Demut große Ziele verwirklichen lässt. Die Segnung der Ikone unter Beteiligung der Moskauer Geistlichkeit und hunderter Gläubiger wurde im russischen Fernsehen übertragen.

http://ktf.univie.ac.at

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