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Zum ersten Sonntag der Großen Fastenzeit - Der Sieg der Orthodoxie

11. März 2011
„Es gibt im Neuen Testament eine Stelle, an der es heißt, dass wir dem Kaiser das geben sollen, was des Kaisers ist, Gott jedoch all das, was Ihm gehört. ... Christus antwortete damals: Gebt alles, worauf der Stempel dieser Welt, der Stempel der Macht, der Stempel der Erde eingeprägt ist, denen, die dies wichtig finden. Gott jedoch gebt all das, was Seinen Stempel trägt. ... Und jeder von uns trägt das Abbild Gottes in sich, jedem von uns ist es eingeprägt und macht uns zu Kindern Gottes. Deshalb können wir uns niemandem anderen geben als nur Gott.“ – aus einer Predigt zum Fest der Orthodoxie von Metropolit Antonij von Sourozh

7. März 1982

An dem Tag des Triumpfes der Orthodoxie feiern wir ein Ereignis aus der Kirchengeschichte: Es ist die Vollendung der Epoche der Sieben Ökumenischen Konzile. Auf dem siebten Ökumenischen Konzil wurde das Dogma von den Ikonen feierlich verkündet, welches uns darauf hinweist, dass Gott, nachdem Er Mensch geworden war, so auch darstellbar wurde, dass der Unsichtbare und Unerfassbare Herr durch Seine Fleischwerdung ein menschliches Antliz erhielt und dass man nun dieses Antlitz Gottes in Linien und Farben darstellen kann. Nicht nur einfach als Porträt, sondern eher als das innere geheimnisvolle Abbild Gottes, welches die Kirche kennt, welches sie begriffen und vielmals erlebt hat.

Wie wunderbar ist dies: Gott hat ein Antlitz und wir können es betrachen und vor der Ikone, welche die Erfahrung der Kirche und ihr Wissen von Gott darstellt, wie vor Gott Selbst mit all unserer Liebe, Ehrfurcht und Zärtlichkeit für Ihn auf die Knie sinken. Gott ist einer von uns geworden, ohne dabei aufzuhören, der Unerfassbare und Große Gott, das Leben Selbst, die Heiligkeit an Sich, die Unerfassbarkeit in Person zu sein. Damit erscheint das Wort des Alten Testaments, welches davon spricht, dass wir nach dem Abbild Gottes geschaffen sind, in einem neuen Licht. Jeder von uns ist eine Ikone. Ist dies nicht wunderbar? Wir können also, wenn wir einander so anschauen, wir wir eine Ikone betrachten, das heisst, wenn unseren Augen erfüllt sind von Glauben, Liebe und Gottesververehrung, in uns Gottes Antlitz wahrnehmen.

Es gibt im Neuen Testament eine Stelle, an der es heißt, dass wir dem Kaiser das geben sollen, was des Kaisers ist, Gott jedoch all das, was Ihm gehört. Dieses Wort stammt aus dem Munde des Heilandes und Christus, als Diesem ein Dinar gezeigt worden war, auf dem ein Gesicht eingeprägt war, das Bild des Römischen Kaisers. Christus antwortete damals: Gebt alles, worauf der Stempel dieser Welt, der Stempel der Macht, der Stempel der Erde eingeprägt ist, denen, die es wichtig finden. Gott jedoch gebt all das, was Seinen Stempel trägt. ... Und jeder von uns trägt das Abbild Gottes in sich, jedem von uns ist es eingeprägt und macht uns zu Kindern Gottes. Deshalb können wir uns niemandem anderen geben als nur Gott.

Der heutige Festtag erzählt uns nicht nur von Ikonen, die man mit der Hand malt, nicht nur davon, dass Gott dargestellt werden kann, dass Gott Mensch geworden ist und dass Gott deshalb nun ein menschliches Antlitz hat und in Ihm das Bild des Menschen existiert. Das Fest heute spricht vielmehr auch davon, dass jeder von uns eine heilige Ikonen Gottes ist. Wie sollten wir deshalb zu uns selbst und zu einander stehen, wenn wir dies nur begreifen würden und öfter daran denken würden? Es gibt Ikonen, die durch die Bosheit von Menschen besudelt, zerstört und entstellt sind. Zu diesen Ikonen empfinden wir oft sehr viel Mitleid. Diese Ikonen verehren wir wie Märtyrerinnen, wir wollen sie behüten und mit unserer Liebe hegen und pflegen, weil sie durch menschliche Grausamkeit so leiden mußten. .... Ebenso sollten aber auch wir einander ansehen, wenn die Sünde einen Menschen an unserer Seite entstellt hat, wenn einer von uns geschlagen daliegt und es so schwer fällt in ihm die Schönheit und die Herrlichkeit Gottes zu schauen. Dann sollten wir versuchen, tiefer in dieses entstellte, jedoch heilige Antlitz zu schauen und all unsere Mühe, all unsere Liebe und Ehrfurcht aufbringen, damit diese Ikone, die hier nicht auf einem Holz gemalt ist, sondern in der Seele eines Menschen, in seinem Antlitz, in seiner Erscheinung besteht, wieder rein werden kann, wieder neu zur Heiligkeit finden und erneut eine Ikone zu Ehren Gottes wird.

Lasst uns nun in die zweite Wochen der Großen Fastenzeit gehen, an deren Ende uns der Heilige Gregor von Palamas von der Herrlichkeit des Menschen künden wird. Er wird uns davon erzählen, dass die Gnade Gottes, die im Menschen lebt, die auf ihm ruht, ihn berührt und heilt und zu einem neuen Menschen macht, Gott Selbst ist, Der sich in uns begibt. Wie ehrfurchtsvoll sollten wir deshalb einander ansehen, wie vorsichtig und achtsam miteinander umgehen und dabei unsere Schwächen und Sünden einfach übersehen. Denn wir sind und bleiben immer eine Ikone, die, auch wenn sie besudelt ist, doch nie ihr Geheiligtsein verliert.

Amen    

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