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Osterbotschaft des Vorstehers der Russischen Orthodoxen Kirche – des Patriarchen Kirill von Moskau und ganz Russland

24. April 2011
Am Tag der lichten Auferstehung Christi wandte sich das Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche mit der traditionellen Osterbotschaft an die Bürger Russlands. Der Patriarch Kirill von Moskau und ganz Russland gratulierte allen Bürgern des Landes zu diesem bedeutenden kirchlichen Fest.

„Meine Lieben, Christus ist auferstanden! In diesen Ostertagen begrüßen wir einander mit diesen bemerkenswerten Worten. Und wir antworten – „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Diese Ausrufe, erfüllt von Licht und innerer Lebenskraft, erklingen nun schon fast 2000 Jahre. In dieser Zeit sind mächtige Reiche entstanden und zerfallen, es sind Sprachen und Völker aufgetaucht und wieder verschwunden, die Menschen begeisterten sich für die verschiedensten Ideen, viele von denen übrigens bittere Enttäuschungen gebracht haben. Alles hat sich verändert – doch diese Worte blieben unverändert. Was bedeuten diese Worte? Vor allem bezeugen sie eine historische Tatsache: der Herrgott und Erlöser, unser Jesus Christus, ist nach dem Erdulden von Leiden, nach dem Tod und der Bestattung wiederauferstanden. Er lag nicht mehr im Sarg; er erschien seinen Schülern lebendig. Das ist kein Traum, keine Illusion, keine fromme Phantasie – das ist eine unbestreitbare, objektive Tatsache.“

Das Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche erinnerte daran, dass die wundersame Auferstehung Jesu Christi nicht nur und nicht so sehr ein historisches Ereignis sei. „Die Auferstehung Christi ist das wichtigste Ereignis auch in der Geschichte der Menschheit, ebenso im Leben eines jeden einzelnen Menschen“, fährt der Patriarch Kirill fort.

„Wir bekennen uns ebenso zur Realität jenes Wandels, der auch in unseren Tagen kraft des auferstanden Christus im Leben der Menschen vor sich geht. Zu den Wandlungen, die den Menschen sich von der Finsternis dem Licht, vom Tode dem Leben und von der Mutlosigkeit der Hoffnung zuwenden lassen. Zur Verklärung, die im Leben eines jeden, der mit aufrichtigem Glauben zu Gott kommt, geschieht. Mit den Worten ‚Christus ist auferstanden!‘ drücken wir unsere Überzeugung aus, dass auch wir, ebenso wie Christus auferstanden ist, mit Gottes Kraft zu einem neuen Leben auferstehen. Dann wird Gott für immer die Welt von jeglichem Bösen und jeglicher Sünde befreien. Dann werden alle, die den Triumph der Wahrheit Gottes gewünscht haben, eine nicht endende Freude gewinnen. Wir drücken unseren Glauben in der großen Prädestination des Menschen aus. Im unbestreitbaren Wert seiner Persönlichkeit in den Augen Gottes. Darin, dass Gott es wünscht, uns zum ewigen Triumph und zu unvergänglichem Ruhm zu führen.“

Der Patriarch Kirill meint, ein jeder Gläubige müsse heute danach streben, sich selbst und damit auch die Welt insgesamt zum Besseren hin zu verändern. Dafür gilt es, auf Bosheit, auf Hass und Lüge zu verzichten, und seine Aufmerksamkeit auf die Liebe und die Hilfe für die Nächsten zu richten. „Zum frohen Osterfest möge ein jeder von uns die große Kunde von der Auferstehung Christi allen seinen Nächsten verkünden“, fährt der Vorsteher der Russischen Orthodoxen Kirche fort. „Wir werden die Osterfreude nicht nur in Worten, sondern auch in Taten ausdrücken. Wir werden die Einsamen besuchen, wir werden jenen eine Freude bereiten, die in Trauer verweilen, wir werden den Bedürftigen helfen – den Kindern in den Kinderheimen, den Häftlingen im Gefängnis, auch unseren älteren Nachbarn. Möge uns darin der auferstandene Herrgott und Erlöser mit seinem allmächtigen Segen bestärken! Christus ist wahrhaftig auferstanden.“

Mit diesen Worten beschloss der Patriarch Kirill von Moskau und ganz Russland seine Osterbotschaft.

http://german.ruvr.ru/

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