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Bischof Mussinghoff will christlich-islamischen Dialog verstärken

30. April 2011
Zu einem verstärkten Dialog zwischen Christen und Muslimen hat Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff heute bei einem Besuch in Oman aufgerufen. „Das friedliche Miteinander der Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen ist für die Zukunft dieser von Veränderungen und Globalisierung geprägten Welt von vitaler Bedeutung. Alle Menschen guten Willens sind aufgerufen, hierzu ihren Beitrag zu leisten. Ganz besonders gilt dies für die Christen und die Muslime, die wo immer möglich gemeinsame Wege suchen sollten“, betonte der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz in seiner Ansprache in der „Sultan Qaboos Grand Mosque hall“. Mit seinem Besuch folgte er einer Einladung des Religionsministers des Sultanats Oman.

Weiter erinnerte Mussinghoff an die Erklärung „Nostra Aetate“ des Zweiten Vatikanischen Konzils. Mit Blick auf das christlich-islamische Verhältnis hatte die Erklärung 1965 gemahnt, „sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen“. Diese Botschaft – so Mussinghoff - gelte auch heute: „Sie verwischt nicht das Bekenntnis der Kirche zu Jesus Christus und gibt den Anspruch des eigenen Glaubens nicht auf. Ihre Leistung für eine christliche Theologie der Religionen besteht darin, dass sie mit Respekt, ja Ehrfurcht von den anderen Religionen spricht.“

Auch für arabische und für muslimisch geprägte Gesellschaften seien der christlich-islamische Dialog und die Sicherung der Religionsfreiheit von wachsender Bedeutung. Christen und Muslime seien von Gott in die moderne Welt gestellt und zu ihrer Gestaltung aufgerufen. Es gehe um das neue Entdecken des Reichtums des eigenen Erbes, um das Vertiefen der geistlichen Erfahrung und um das Einbringen religiöser Impulse in das Leben der Gesellschaft. „Unterschiedliche Religionen können kostbare Inspirationen werden für alle im Lande“, so Bischof Mussinghoff. Für Deutschland wies er auf die neuen Möglichkeiten hin, die sich aus den vom Wissenschaftsrat empfohlen islamischen Hochschuleinrichtungen ergeben. Sie könnten zu neuen Zentren islamisch-theologischer Lehre und Forschung werden. Freilich seien die Standards einzuhalten, die auch für alle anderen wissenschaftlichen Disziplinen gelten. Geklärt werden müsse auch, wer für die Muslime spricht, so der Bischof. Es könne nicht Sache des säkularen Staates sein, über Theologie zu befinden. Die vom Wissenschaftsrat empfohlenen Beiräte könnten darum nur eine Übergangslösung sein.

http://www.dbk.de

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