Goldener Fonds
Der geistliche Kampf in der modernen Welt8. Oktober 2009
Die Entkirchlichung9. Oktober 2009
Professor der Geistlichen Akademie von Moskau A. I. Osipow: Das Kirchenschiff beginnt zu sinken
11.04.2013
Совершенно согласен с Алексеем
Ильичом. Это действительно большая проблема. Единственное, что х...
PC-Technologie und spirituelles Leben
7.04.2013
"Заканчивая свое сообщение, упомяну классический пример ножа, который сам по себе нравственно нейтра...
7.04.2013
Церковь должна идти в ногу с развитием айти технологий.
Priester Pawel Florenski, Slawophilie und Altkatholizismus – Anmerkungen zum Thema
7.04.2013
Весьма полезная и правильная статья.
"В известном смысле славянофилы также были оппозицией внутри ...
Über die christliche Meditation
27.03.2013
А где анализ? Кажется, автор сам не понял, что написал. А в чем состоит собственно феномен "христиас...
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Christianophobie - Phänomen einer postchristlichen Welt1. Juli 2011
Intoleranz gegenüber und Diskriminierung von Christen können sich nicht nur in Form direkter körperlicher Gewalt äußern. Verletzungen von Christenrechten gibt es auch immer häufiger im Rahmen der existierenden Rechtsysteme. In Europa, dessen Kultur auf christlichen Werten und Traditionen gründet, wird das Christentum zunehmend aus der öffentlichen Sphäre herausgedrängt. Der Kampf gegen die Christianophobie ist also nötig zum Schutz der christlichen Identität Europas.
Der religiös motivierte Hass wurzelt in der gefallenen Natur des Menschen und existierte schon lange vor der Entstehung des Christentums. Angefangen mit Kain, der seinen Bruder wegen dessen tiefen und aufrichtigen Glaubens erschlug, verfolgen Menschen diejenigen, die etwas anderes glauben als sie selbst. Vermutlich ist der Grund für diese Aggressionen eine tiefe Disharmonie der eigenen Beziehung zu Gott. Daher kann es keinen Zweifel geben, dass der religiöse Hass als treuer Begleiter der Menschheit vom Sündenfall bis zum Ende aller Zeit bestehen bleiben wird. Das Gedenken der Verfolgung der Christen in ferner wie naher Vergangenheit wird von der Kirche sorgsam bewahrt, und, was die Verfolgungen der Zukunft betrifft, sind sie vorhergesagt und erwartet. Doch bedeutet dies nicht, dass Christen auf den Kampf für die Aufrechterhaltung der Zivilisation, die auf der Basis ihres Glaubens aufgebaut ist, verzichten sollen. Einer der Aspekte dieses Kampfes sind Bemühungen um den Schutz der Christenrechte. Deren Entwicklung bedarf vor allem der Anerkennung ihrer Bedrohung. Der Begriff „Christianophobie“ wurde von Joseph Weiler, Professor für Recht an der Universität New York, im Jahre 2004 in den öffentlich-politischen und wissenschaftlichen Sprachgebrauch eingeführt[1] - also ist also jünger als die „Islamophobie“ und sogar erheblich jünger als „Antisemitismus“. Professor Weiler, seinen Glaubensvorstellungen nach Jude, sprach also als erster von Christianophobie, anlässlich der Ablehnung von Rocco Buttiglione, eines praktizierenden konservativen Katholiken, zur Position des EU-Kommissars durch das Europäische Parlament. Im Rahmen seiner Wahlkampagne hatte Buttiglione unvorsichtig kundgetan, dass er Homosexualität für eine Sünde halte. Sicherlich hatte er keineswegs zur Verfolgung von Personen nicht-traditioneller sexueller Orientierung aufgerufen, doch genügte sein Bekenntnis, seine Kandidatur an den Europarlamentariern, die regelmäßig Entscheidungen zur Unterstützung der Rechte von Homosexuellen treffen, scheitern zu lassen. „Christianophobie“ als Begriff meint sowohl Intoleranz in Bezug auf Christen als auch deren Diskriminierung. Ersteres betrifft die negative Stereotypisierung von Christen in der Gesellschaft, letzteres impliziert Gesetzgebungs- oder Rechtsprechungsakte, die sich gegen Christenrechte wenden. Bei der Bestimmung dieses Begriffes wird im Großen und Ganzen dieselbe Methodologie verwendet wie in Bezug auf „Islamophobie“ und „Antisemitismus“. Dem Begriff „Christianophobie“ ist eine gewisse internationale Anerkennung zuteil geworden. Er findet sich etwa in einigen UN-Dokumenten, zum Beispiel im Abschlussdokument der Durban-Review-Konferenz, das am 24. April 2009 in Genf verabschiedet wurde.[2] Dieser Begriff findet sich auch in einigen Abschlussdokumenten der Konferenzen, deren Ko-Organisator der Europarat gewesen ist; zum Beispiel im „Kasaner Aktionsplan“, der im Laufe des Internationalen Jugendforums, das vom 30. November bis zum 4. Dezember 2008 stattfand, aufgenommen wurde)[3], im Abschlussdokument der Konferenz „Beyond Religious Difference“, die vom 5. bis zum 8. November 2008 in Baku stattfand[4], in der Istanbul-Deklaration des Symposiums „ Interreligious and Intercultural Dialogue in Youth Work“, das vom 27. bis zum 31. März 2007 in Istanbul stattfand[5], und anderen. Andererseits fehlt dieser Begriff im Weißbuch zum interkulturellen Dialog[6], das vom Ministerausschuss des Europarates im Jahre 2008 verabschiedet wurde. Die OSZE hat den Posten eines Vertreters im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung geschaffen, der sich mit den Problemen der Intoleranz und Diskriminierung in Bezug auf Christen und Vertreter anderer Religionen befasst.[7] Selbstverständlich ist die Praxis der Absonderung besonders verletzbarer sozialer Gruppen vom juristischen Standpunkt aus nicht ideal. So kann eine Menschengruppe, indem sie sich auf das Diskriminierungsverbot beruft, bei einer günstigen Konstellation der politischen Umstände durchsetzen, einen besonderen Rechtsstatus zugebilligt zu bekommen. Rassischen, ethnischen, religiösen, altersmäßigen, sexuellen und anderen Minderheiten kommt bereits in der Weltgemeinschaft besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Oft sieht es so aus, als ob jeder Mensch sich zumindest irgendeiner Minderheit zuzählen und für seine Sonderrechte kämpfen kann. Im Ergebnis geht dabei der Gesellschaft die Vorstellung über die Mehrheit und ihre gesetzlichen Interessen verloren. In Ländern mit nicht-christlicher Mehrheit werden die christlichen Minderheiten oft Opfer von Gewalt und Intoleranz. Dennoch wird diesem Problem nach wie vor wenig öffentliche Aufmerksamkeit geschenkt. In der Regel ist der Schutz jeglicher Minderheiten in der Welt durch das politische Interesse des Staates bedingt. So kämpfen beispielsweise die arabischen Staaten auf allen zugänglichen politischen Plattformen gegen islamfeindliche Äußerungen über die muslimischen Minderheiten in den westlichen Ländern. Israel und die jüdischen Gemeinden der Welt sind wegen des Antisemitismus besorgt. Für die christlichen Gemeindenaber, die sich zum Beispiel im Nahen Osten befinden, setzt sich kaum eine politische Kraft in der Welt ein – in erster Linie deshalb, weil sie nicht Vehikel für äußeren Druckes auf die örtlichen politischen Regimes genutzt werden können. Der Schutz der Rechte der christlichen Minderheiten ist mit dem anderer Minderheiten vergleichbar. Damit er allerdings erfolgreich ist, müssen einzelne Staaten ein nachhaltiges Interesse daran zeigen. Höchstwahrscheinlich würde ein derartiges Interesse entstehen, wenn die christlichen Minderheiten begönnen, sich nicht auf die Integration in die lokale Gemeinschaft (wie die östlichen Christen des Nahen Ostens), sondern auf äußere Kräfte zu konzentrieren. Dies ist an den protestantischen Minderheiten, die in den letzten Jahrhunderten in Ländern mit nicht-christlichen Mehrheiten aufgetaucht sind, ersichtlich. Die von keinem staatlichen Interesse unterstützte Bewegung gegen die Christianophobie hat sich in den westlichen Ländern bereits entwickelt und ihre bestimmte Formen angenommen, und ist eine Bewegung zum Schutz der Rechte der Mehrheit. Darin besteht eben ihre Besonderheit. Auf den ersten Blick scheint es, der Kampf gegen Christianophobie in Europa und den USA wäre genauso abwegig wie gegen Islamophobie in Saudi-Arabien oder gegen Antisemitismus in Israel zu kämpfen. In Wirklichkeit aber fühlt sich die christliche Mehrheit in Europa, Wiege ihrer eigenen Zivilisation, gar nicht besonders sicher. In den letzten Jahren sind einige gesellschaftliche Institute entstanden, die sich mit der Erfassung von Akten der Christianophobie beschäftigen – zum Beispiel die Agency for Observatory on Intolerance and Discrimination Against Christians in Europe[8] und die „Alliance Defend“-Stiftung.[9] Es ist lehrreich, einige jüngere Ereignisse zu betrachten, die die aktuelle Notwendigkeit des Christenrechtsschutzes dokumentieren. Zum Beispiel wurden im Februar und März dieses Jahres folgende Eingriffe in die Rechte von Christen festgestellt: In Spanien, in einer der Universitäten von Madrid, okkupierte eine Studentengruppe von 50 Menschen eine katholische Kapelle auf dem Campus. Die jungen Männer schrieen antikirchliche Parolen, die Mädchen entkleideten sich dabei. In Großbritannien entschied ein Gericht, Kinderadoptionen von Eltern, die die Homosexualität verurteilen, zu verbieten. In Kroatien wurde eine Lehrerin für katholische Katechese vor Gericht gestellt, weil sie im Unterricht Homosexualität als Krankheit bezeichnet hatte.[10] Den Akten der Christianophobie ist ein Sondervortrag der Agency for Observatory on Intolerance and Discrimination Against Christians in Europe gewidmet, der unter dem Namen „On Intolerance and Discrimination against Christians in Europe 2005-2010“ Ende 2010 veröffentlicht wurde.[11] [1] http://www.intoleranceagainstchristians.eu/index.php?id=239. [2] http://www.un.org/russian/durbanreview2009/. [3] http://www.coe.int/t/dg4/youth/Source/Resources/Documents/2008_Kazan_Action_Plan_en.pdf [4] http://www.coe.int/t/dg4/youth/Source/Training/Training_courses/2008_Baku_Youth_Initiative_en.pdf#xml=http://www.search.coe.int/texis/search/pdfhi.txt?query=christianophobia&pr=Internet_D2&prox=page&rorder=500&rprox=750&rdfreq=500&rwfreq=500&rlead=500&rdepth=250&sufs=1&order=r&mode=&opts=&cq=&sr=&id=4d2e95e47. [5] http://www.coe.int/t/dg4/youth/Source/Resources/Documents/2008_Istanbul_Declaration_en.pdf#xml=http://www.search.coe.int/texis/search/pdfhi.txt?query=christianophobia&pr=Internet_D2&prox=page&rorder=500&rprox=750&rdfreq=500&rwfreq=500&rlead=500&rdepth=250&sufs=1&order=r&mode=&opts=&cq=&sr=&id=4d2e9575d. [6] http://www.coe.int/t/dg4/intercultural/Source/Pub_White_Paper/White%20Paper_final_revised_EN.pdf. [7] http://www.osce.org/node/44357#3 [8] http://www.intoleranceagainstchristians.eu [9] http://www.alliancedefensefund.org/#. [10] http://www.intoleranceagainstchristians.eu/index.php?id=573. [11] http://www.intoleranceagainstchristians.eu/fileadmin/user_upload/Five-Year_Report_Intolerance_against_Christians_in_Europe_-_online_version.pdf [12] http://www.state.gov/g/drl/rls/irf/2010/ [13] http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?action=html&documentId=883169&portal=hbkm&source=externalbydocnumber&table=F69A27FD8FB86142BF01C1166DEA398649 [14] http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+MOTION+B7-2011-0056+0+DOC+XML+V0//DE [15] http://www.christian.org.uk/wp-content/downloads/marginchristians.pdf [16] Otto-Preminger-Institut v. Austria. http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?item=1&portal=hbkm&action=html&highlight=Otto-Preminger-Institut%20|%20v.%20|%20Austria&sessionid=69366834&skin=hudoc-en. [17] Cha’are Shalom Ve Tsedek v. France. http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?item=1&portal=hbkm&action=html&highlight=Cha%27are%20|%20Shalom%20|%20Ve%20|%20Tsedek%20|%20v.%20|%20France&sessionid=69366834&skin=hudoc-en. Quelle: http://e-vestnik.ru/analytics/hristianofobiya_kak_fenomen_2891/ |
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