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Metropolit Hilarion: Jährlich sind ungefähr 170 Tausend Christen überall in der Welt Verfolgungen ausgesetzt

3. Oktober 2011
Am 10. September 2011 sprach der Vorsitzende des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats (KAMP), der Metropolit von Wolokolamsk Hilarion, in einer Live-Übertragung des Programms „Kirche und Welt“, das sich den Themen Religionsfreiheit und Christenverfolgung widmete,, unter anderem über seine Visite in den Nahen Osten.

Während seines Aufenthaltes in der Türkei, Syrien und Israel, traf der Vorsitzende des KAMP den Patriarchen von Konstantinopel Bartholomäus I., den Patriarchen von Antiochien Ignatios, und das Haupt der Palästinensischen Autonomiebehörde. Seine hochwürdigste Exzellenz, Metropolit Hilarion, berichtete in der Sendung „Kirche und Welt“ über die Lage der Christen im Nahen Osten. Dabei charakterisierte er die Situation als äußerst tragisch. „In manchen Ländern droht dem Leben der Christen große Gefahr, - betonte Metropolit Hilarion. Heute meinen viele, dass das Problem der Christophobie lange Zeit verschwiegen wurde, und dass man erst in letzter Zeit davon zu sprechen anfing. Vor nicht allzu langer Zeit war ich auf einer jüdisch-muslimischen Konferenz in Ungarn, auf der der Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) folgende Statistik vorstellte: jede fünfte Minute stirbt auf der Welt ein Christ, d.h. im Laufe eines Jahres sterben 105 Tausend Christen, indem sie Opfer einer Gewalttat mit religiösem Hintergrund werden“.
 
Nach den Angaben der Katholischen Bischofskonferenz der EU-Länder sind ungefähr 170 Tausend Christen Verfolgungen ausgesetzt. Dies „sind sehr bedeutende Zahlen, die nicht ignoriert werden dürfen“, unterstrich der Vorsitzende des KAMP. „Es ereignet sich, dass es in den Ländern des Nahen Ostens oder in Nordafrika zu einem Regimewechsel kommt. Man deklariert zwar die Schaffung eines demokratischen Staates, doch für die Christen enden diese Veränderungen in großem Leid“. „Nicht selten“, wie Metropolit Hilarion anmerkte, „werden die Christen dieser Länder zu Geiseln und Opfern“ in den sich dort ereignenden militärischen Auseinandersetzungen.
 
Metropolit Hilarion erinnerte, dass die Russische Orthodoxe Kirche einen ständigen Dialog mit anderen Konfessionen führt, um gemeinsam einen Mechanismus auszuarbeiten, der Konflikte verhindert und Christen das Weiterleben in ihrer Heimatregion gewährleistet.
 
Des Weiteren betonte das Haupt des KAMP, dass das Moskauer Patriarchat sich den Muslimen gegenüber solidarisch verhält, wenn sie eine Verletzung ihrer religiöser Rechte und ihrer Freiheit in Europa beklagen. „Wir sagen, dass jede Verletzung der Religionsfreiheit unzulässig ist, dass Menschen das Recht haben sollen, ihre Religiosität öffentlich auszudrücken, das Tragen von durch die Religion vorgeschriebener Kleidung mit eingeschlossen“. Allerdings  „darf nicht verschwiegen werden, dass hierbei eine Quid-pro Quo-Lösung gefunden werden muss. Denn wie wir wissen, darf in einigen arabischen Ländern überhaupt keine Kirche errichtet werden, - stellte der Metropolit fest. – Hier stellt sich unweigerlich die Frage, warum in den christlichen Ländern ein Minarett gebaut werden darf, in muslimischen Ländern hingegen eine christliche Kirche nicht. Ich bin der Meinung, dass sich der Dialog genau so gestalten sollte. Im Endeffekt müssen wir zu einem Punkt gelangen, welcher lautet: die Rechte der religiösen Minderheiten dürfen auf keinen Fall verletzt werden – weder in der christlichen Welt, noch in der modernen westlichen Welt, die im Grunde kaum als christlich bezeichnet werden kann, weil die Gesetzgebung sich aus säkularen Standards inspirieren lässt, - noch an anderen Orten. Wir sind verpflichtet, eine harmonische Welt zu schaffen, in der die Vertreter verschiedener Religionen und Weltansichten gemeinsam koexistieren können“. Desweiteren legte der Vorsitzende des KAMP nahe, dass die Kirche sich an die politischen Führer mit der Bitten wenden kann und soll, so dass politische Entscheidungen die Stellung der religiösen Minderheiten berücksichtigen.
 
Anschließend führte seine hochwürdigste Exzellenz das Beispiel des Mechanismus für die Wechselbeziehung zwischen den Vertretern verschiedener Religionen in Russland an. Der Interreligiöse Rat in Russland, der in sich alle Mitglieder der traditionellen Religionen vereinigt, trifft sich regelmäßig und bespricht alle sich anhäufenden Probleme. Seiner Meinung nach sollte ein solcher Rat auch in anderen Ländern existieren, besonders in den Ländern des Nahen Ostens.

http://www.mospat.ru/

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