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Kulturreise im Oktober: Kino

17. Oktober 2011
Sieben Filme im Oktober, die von der Redaktion Religo.ru empfohlen werden.

Jeden Monat sucht die Redaktion Religo.ru ein paar Neuerscheinungen unter den Filmen aus, auf welche sie die Aufmerksamkeit der Leser richten will. Der Redaktion liegt es am Herzen, alle Vorkommnisse von Religiosität in der modernen Welt zu beleuchten, die Kinowelt soll hierbei keine Ausnahme sein. Im Oktober kann der Kinobesucher erleben, wie der Mensch der Herr über die Zeit wird, wie sich das Leben der zukünftigen Menschen gestalten wird, wozu Fortschritt und religiöser Fanatismus führen, und vieles mehr.
 

Real Steel / Regie: Shawn Adam Levy
 
Im Prozess der Entwicklung taucht die Frage auf, wie die Gesellschaft aussehen wird, wenn die Maschinen selbständig werden, wenn sie gelernt haben werden selbständig „zu denken“, und ob sie den Menschen ersetzen können. Diese Themen sind keine Seltenheit auf der Leinwand, zu nennen wären da z.B. „Terminator“, „Robocop“, etc. Der Grundgedanke, der sich in „Real Steel“ birgt ist der, dass der menschliche Intellekt unersetzlich ist, der Roboter kann aber vom Menschen die „Technik“ und die Unberechenbarkeit erlernen, und dies verschafft einem solchen „Lehrling“ größere Vorteile als einem, der auf Standardmoves und Entscheidungen programmiert worden ist.

 

 

 Don´t be Afraid of the Dark / Regie: Troy Nixey
 
Dieser Film ist ein Remake des gleichnamigen Streifens aus dem Jahr 1978 von dem Regisseur Guillermo del Toro Gómez. Das Sujet gründet auf dem Mythos von wunderbaren Wesen – den sogenannten Zahnfeen. Diese Zahnfeen ernähren sich von Milchzähnen und bedienen sich der Magie. Der Mythos von der Zahnfee entstand in Großbrittanien, und ist alsbald in anderen europäischen Ländern und USA populär geworden. Für die Cinematographie ist es üblich die guten Charaktere in böse zu verwandeln; der Mythos von der Zahnfee ist keine Ausnahme gewesen. Dieser Film wird für die Liebhaber der europäischen Mystik sehr interessant sein, den Filmfans von Guillermo del Toro ebenso.
 
Restless / Regie: Gus Green Van Sant, jr.
 
Der Film zeigt, wie die Wahrnehmung des nahenden Todes und die Konfrantation mit ihm die Weltansicht verändern, und zum Nachdenken über jeden erlebten Tag, über jedes erlebte Treffen bringen. Im Film wird ein besonderer Akzent auf die Jugendprobleme gesetzt, wie die Suche nach gegenseitigem Verständnis, Absonderung und eine gewisse Entfremdung von der Welt, die so oft in der «Pubertät» auftreten. Hierbei ist es wichtig, dass neben dir ein Mensch ist, der bereit ist, dich so aufzunehmen, wie du bist.
 
Another Earth / Regie: Mike Kahill
 
Den Fans von «Lola rennt» und «Butterfly effect» wird der Debüt-Film von dem Regisseur Mike Kahill «Another Earth» sehr gefallen. Mike Kahill ist der Preisträger auf dem Festival Sundance 2011, dem Festival, das jährlich in USA durchgeführt wird. Die Probleme der Zeit und der Unmöglichkeit die Vergangenheit zu verändern waren nicht selten auf der Leinwand in diversen Formen erschienen. Indem die Menschen ihre Taten bereuen, träumen sie davon in die Vergangheit zurückzukehren, die begangenen Fehler rückgängig zu machen und zuzuschauen, welcher anderer Ausgang möglich wäre. Dieses Mal bietet sich den Protagonisten die Gelegenheit auf das Leben ihrer Doppelgänger ein Blick zu werfen.
 
Paranormal Activity 3 / Regie: Ariel Schulman, Henry Joost
 
Im 3. Teil des Streifens hat der Kinogänger erneut die Möglichkeit den „Poltergeist“ zu erleben. Ähnliche Gestalten treten oft im Kino auf, indem sie die Angst zur Dunkelheit und Geistern hervorrufen, und zum Ungewissen, das sich im Augenblick des Einschlafens herumtreibt. „Paranormal Activity 3» ergänzt das 1. und 2. Teil der Horrorreihe, doch um das Sujet zu verstehen, sind die ersten beiden Teil nicht zwingend zu sehen.

 

 
Red State / Regie: Kevin Patrick Smith
 
„Red State“ ist ein Provokationsstreifen des Teilnehmers des Sundance 2011 Festivals Kevin Patrick Smith. Wir können in dem Film sehen, wie der kirchliche Fundamentalismus seine äußerste Ausdrucksweise annimmt, und in was sich der religiöse Fanatismus wandeln kann. Der Antiheld in diesem Film ist ein Baptistenpastor, der ziemlich radikale Ansichten hinsichtlich der Homosexuellen vertritt. Der Film versucht ein möglichst breites Spektrum der Probleme anzusprechen, indem er beim Übertritt der Gebote anfängt, und im Extrem endet, damit er die Aufmerksamkeit der Kirche und der Gesellschaft weckt.

 

 
In Time / Regie: Andrew Niccol
 
Der Film "In Time“ vom Regisseur Andrew Niccol ist eine neue Kinoutopie, in welcher der Mensch den Alterungsprozess besiegt, und das einzige Zahlungsmittel wird die Zeit. Das Problem des Alterns, des ewigen Lebens und der perfekten Gesellschaft bewegen die Menschen seit der Zeit von Thomas Morus, doch das Idealmodell wurde bisher noch nicht gefunden. "In Time“ bestätigt dies, und führt zum Gedanken, dass der Progress in eine Sackgasse führt, ohne die Hoffnung der Menschen zu erfüllen; daher kann der Mensch nicht Dank der Technologie glücklich werden, sondern indem er Mensch einfach bleibt.

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