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Die Armenische Kirche und Byzanz (zur Frage nach dem Dialog mit der Armenischen Apostolischen Kirche)

13. Dezember 2011
Der Dialog zwischen der Orthodoxen und den Alten Ostkirchen geht auf 1964 zurück, als in der Stadt Aarhus (Dänemark) nicht-offizielle Besprechungen zwischen Theologen beider Seiten stattfanden. Dieser Dialog wird auch heute noch fortgeführt. Der Autor dieses Artikels betrachtet die Ursachen der Entstehung des Schismas zwischen der Armenischen Apostolischen Kirche und der Orthodoxen Kirche und verfolgt die Geschichte des Dialogs der Orthodoxen mit den Nicht-Chalcedoniten. 

Es ist wenig bekannt, dass Armenien[1] bzw. Hajastan (Selbstbezeichnung ) das erste Land war, in dem das Christentum Staatsreligion wurde (301). Noch weniger bekannt ist, dass König Wladimir, der Täufer Russlands, mit der griechischen Prinzessin Anna verheiratet war, die aus der armenischen Dynastie der Mazedonier stammte, die Byzanz 867 bis 1056 regierte.

Die friedliche Koexistenz der benachbarten Staaten (Armenien und Byzanz) führte dazu, dass in Byzanz höchste Posten von Armeniern besetzt waren. Trotz dieser „Verwandtschaft“ gab es 451 die religiöse Trennung, deren Überwindung immer noch nicht gelungen ist.

Was geschah also mit Armenien als Staat und dessen Kirchen in der Umbruchsphase des Frühen Mittelalters?

Wegen seiner Lage auf dem Kreuzweg zwischen Westen und Osten war Armenien ein gefundenes Fressen für die umgebenden Länder, unter anderem Rom, Byzanz und Persien, die versuchten, die Wirtschaft in dieser Region zu kontrollieren. Auf den Ruinen des Urartäischen Reiches   und des Hajas-Landes führten die armenischen Stämme endlose Kriege um ihre nationale und religiöse Unabhängigkeit. Das Land befand sich abwechselnd unter der Macht von Persern, Griechen, Römern, Byzantinern, Arabern und Türken und ging regelrecht „von Hand zu Hand“. Die unablässigen Befreiungskriege führten bei den Armeniern aber nicht zu nationaler Geschlossenheit oder Verachtung und Hass gegenüber anderen Völkern. Die Armenier, die im 4. Jahrhundert v.C. zuerst von den Persern und später von den Griechen erobert worden waren, bildeten nach dem Tod Alexander des Großen das Große und das Kleine Armenien, indem sie Vasallen  der Seleukiden(301-190 v.C.) wurden. In der Periode des Krieges zwischen Rom und den Seleukiden (190) verkündete Großarmenien seine Unabhängigkeit und verhinderte im Bündnis mit dem Partherreich die Expansion Roms nach Osten. Dadurch wurde es – zur Zeit der Apostel Bartholomäus und Thaddäus – ein unabhängiger Staat, Protektorat Roms und des Partherreichs.

Abgar V. Ukhama, König von Edessa (dem ein Teil Armeniens unterordnet war), hatte Jesus Christus gebeten, zu ihm zu kommen; aber der Heiland hatte dem Herrscher ein Tuch mit seinem Abbild und den Apostel Thaddäus geschickt, der Abgar heilte und das Christentum in Armenien predigte. „Abgar sagte: ‚Du, Thaddäus, machst all das durch die Kraft Gottes, und selbst wir sind überrascht. Und deshalb, ich bitte dich, erzähle mir über die Ankunft Jesu, wie sie geschah, über seine Mächtigkeit und darüber, durch welche Kraft ER all das gewirkt hatte, wovon ich hörte‘“[2] – so berichten Eusebius von Caesarea, Kirchenhistoriker des 3. Jahrhunderts, und Leo der Diakon über den Beginn des Christentums  in Armenien.[3] Anak, ein Sohn Abgars, ließ die Christen verfolgen, worunter auch die ApostelThaddäus und Bartholomäus, die dort das Christentum gepredigt hatten, zu leiden hatten. Damals war das Christentum in Armenien noch nicht gefestigt. „Laut einer anderen Überlieferung der Armenischen Kirche zählt Armenien zu einem der Länder, die am Pfingsttag in Jerusalem vertreten gewesen waren (Apg. 2,9).“[4]

„Ende des 3. Jahrhunderts wussten auch die anderen christlichen Gemeinden des Römischen Reich von den christlichen Gemeinden in Armenien. Die Anzahl der Christen war so groß, dass im Jahre 301 das Christentum ohne besonderen Widerstand zur Staatsreligion erklärt wurde.“[5] Der Weg zum Christentum führte über einen dornenvollen Pfad voller Kriege und der Verteidigung des eigenen Glaubens gegenüber den Eroberern aus dem Süden – den Sassaniden. Sie waren im Jahre 226 nach einem Umsturz in Persien an die Macht gekommen und hatten ihre Religion auch in Armenien durchgesetzt. Der armenische König Trdat   (Tiridates) besiegte die Sassaniden und wurde, dank seiner Heilung durch die Gebete des gläubigen Armeniers Gregor dem Erleuchter nicht nur selbst Christ, sondern bekehrte sein ganzes Land. Nicht ohne blutige Fehden vertrieb das Christentum die traditionelle armenische Nationalreligion, die mit Elementen der uralten iranischen Glaubenslehre verbunden war. Gregor, der das Episkopat in Kappadokien erhalten hatte, förderte die Verbreitung des Christentums, indem er heidnische Götzentempel zerstörte und Kirchen errichtete. Agathangelos, ein armenischer Historiker des 5. Jahrhunderts, liefert in seiner  „Geschichte Armeniens“ eine Erzählung über den Ursprung derKathedrale von Etschmiadsin. Der niedergekommene Christus sei Gregor in Begleitung von Engeln erschienen und habe ihn zum heidnischen Feuertempel inWagharschapat geführt. „Aus seinem Schlag mit einemgoldenen Hammer entstand ein Altar in einem feurigen Lichterkranz. An dieser Stelle, die der Herr gezeigt hatte, errichtete der Hl. Gregor 303 ein Gotteshaus, das zur Kathedrale wurde. Später wurde das Gotteshaus zum Gedenken an die wundersame Vision des Hl. Gregor Etschmiadsin genannt, was ‚Herabgestiegen ist der Eingeborene‘ bedeutet.“[6]

Parallel zur religiösen Belebung wurde auf dem Territorium Armeniens der politische und ideologische Krieg gegen die Sassaniden geführt. Im 4. Jahrhundert führten die Armenier mit Unterstützung von Byzanz Krieg gegen die Perser –mit wechselnden Erfolg. Im Ergebnis wurde Armenien zwischen Persien, Byzanz und Albania [im Kaukasus] aufgeteilt und wurde ein Vasall Persiens. Im byzantinisch gewordenen Teil Armeniens wirkte der Missionar, Übersetzer, Pädagoge und Schöpfer des armenischen, georgischen und [kaukasisch-]albanischen Alphabets, Mesrop Maschtoz(361-440). Im persischen Teil Armeniens setzte sich allmählich die zoroastrische Religion der Eroberer durch. Der Frieden mit den Persern garantierte zwar religiöse Freiheit, und diese religiöse Freiheit – bzw. das Bekenntnis zum Christentum – führte zu einer spirituellen Einheit mit Byzanz, was den Persern nicht gefiel. Jedenfalls führte die politische Unterwerfung durch die Perser zu einer religiösen Annäherung der Armenier an die Perser, was einen Bruch mit Byzanz bedeutete. Der Widerwille der Armernier, sich mit der Abschaffung des Christentums abzufinden, führte zu Aufständen gegen die Sassaniden (450-451, 482-484 und 571-572)[7]. Im 6. und 7. Jahrhundert eroberte Byzanz den größten Teil des persischen Armeniens zurück; der restliche Teil wurde 645 Teil des arabischen Kalifats, das die Sassanidendynastie niedergeworfen hatte. Die Aufstände gegen die Brutalität arabischer Steuereintreiber führte im 8. Jahrhundert in Armenien zu einer Auswanderungswelle. Später wurde das Territorium Armeniens zwischen Byzanz, dem arabischen Kalifat und sogar der georgischen Monarchie „verteilt“…

Aus der Geschichte des leidgeprüften Armenien, das zum Amboss zwischen den Grenzreichen wurde, wird ersichtlich, dass es wegen des pausenlosen Kriegszustandes an den theologischen Disputen der Byzantinischen Kirche weder aktiv teilnehmen noch adäquat darauf reagieren konnte; „die politische Unterordnung brachte unbedingt die religiöse Eintracht mit sich“[8], und zwar nolens-volens.

Zum religiösen Schisma zwischen Byzanz und Armenien führten zwei miteinander verbundene Ursachen:

1) Die Ablehnung der autokephalen Bestrebungen der Armenischen Kirche durch Griechen bzw. die Ablehnung griechischen Einflusses durch die Armenier. „Die Armenier halten ihre Kirche für von den Aposteln erschaffen, unabhängig von ihrer [offiziellen] Geburt; der Hl. Gregor soll die Hierarchie bloß wiederhergestellt haben; und  [seine] Weihe in Caesarea (in Kappadokien – A.U.) führte weder zur Unterwerfung noch zur hierarchischen Abhängigkeit von Konstantinopel“[9]. Andererseits war ein Teil Armeniens (das sog. „Kleine Armenien“) mit dem benachbarten Kappadokien eng verbunden und von diesem in religiöser Hinsicht abhängig. Diese Abhängigkeit wurde immer stärker; die Stadt Cucusus, „das verwahrloste Städtchen Armeniens, das Tag und Nacht von Isauriern belagert wurde“[10], war das Exil der verbannten Bischöfe. Dorthin wurde Anfang des 5. Jahrhunderts Johannes Chrysostomos geschickt, seiner Herkunft nach Armenier.[11] Die Armenier entfernten sich allmählich vom Einfluss Konstantinopels; so akzeptierten sie keine getrennten Feiern für Weihnachten und Theophanie.

2) Die Verwerfung des Chalcedonischen Dogmas über die Wiedervereinigung Gottes und der Menschheit in Christo. „In Chalcedon waren wegen des Krieges keine Vertreter der Armenischen Kirche anwesend (eventuell wollten die Armenier auch nicht am Konzil teilnehmen, weil sich Kaiser Markian geweigert hatte, ihnen im Kampf gegen die Perser beizustehen – A.U.), und die Beschlüsse, die ihnen von syrischen Mönchen ungenau vermittelt worden waren, verwarfen sie“.[12] Hier zitieren wir die weitläufigen Worte von Karekin I., dem Katholikos aller Armernier: „Die Armenische Kirche ist nicht monophysitisch in dem Sinne, der in diesen Begriff normalerweise hineingelegt wird. Unter Monophysitismus wird in der Regel die Anerkennung nur der Göttlichen Natur Christi bei der fast ganzheitlichen Verleugnung seiner menschlichen Natur verstanden, die laut Eutychios in seiner Göttlichkeit ‚wie ein Tropfen Honig im Ozean‘ verborgen gewesen sei. Genausowenig folgen wir der Lehre des Nestorius, da wir nie einen Dualismus in der Person Christi, des fleischgewordenen Wortes, annahmen. Als Beweis mögen unsere liturgischen Texte dienen, in denen wir Eutychios und Nestorius und ihre Lehren anathematisieren.

Was unsere Christologie betrifft, folgen wir nach wie vor der Theologie des Kyrill von Alexandrien. Soll unter Monophysitismus die Bekenntnis ‚der einen Natur Gottes, des fleischgewordenen Logos‘ als Einheit zweier Naturen verstanden werden, dann sind wir Monophysiten. Die zwei Naturen haben ihre eigenen Merkmale nicht verloren, doch wirken sie nicht untrennbar; ansonsten hätten wir einen Dualismus, und eine Fleischwerdung hätte nicht stattgefunden.

Während des Kampfes um die Formulierungen des Konzils von Chalcedon äußerten die Theologen und Kirchenhierarchen ihre Beschuldigungen der Häresie aufrichtig. Nachdem es uns aber gelungen war, einen echten kirchlichen Dialog aufzunehmen, stellten andere Kirchen mehrmals fest, dass unser ‚Monophysitismus‘ keine Häresie ist.“[13]

Die dogmatischen und religiösen Unstimmigkeiten zwischen den zwei Kirchen geschahen vor politischem Hintergrund, so wie auch angesichts einer Reihe erfolgloser Bemühungen von Byzanz, die Armenische Kirche anzuschließen. Das Konzil von Dvin im 6. Jahrhundert vergrößerte die Unstimmigkeiten, da dort beschlossen wurde, in Christo ‚eine Natur‘ anzuerkennen und damit das Konzil von Chalcedon offiziell zu verwerfen. Die Lehre über die eine Natur Christi äußerte sich in eigenständigen Feiern zu Weihnachten und zur Theophanie am 6. Januar. Es wurde die aphthartodoketische Doktrin des Julian von Halikarnassos  über die Unverweslichkeit des Leibes Christi angenommen, deren Verkörperung die Zelebrierung mit ungesäuertem Brot und unverdünntem Wein war. Auch im Trisagion wurde der milde monophysitische Satz „Der für uns Gekreuzigt wurde“ angenommen.

Von allen Wiedervereinigungsversuchen war der Dialog[14] zwischen dem kaiserlichen Statthalter Theorian und Katholikos Nerses IV. (1166-1173) am aussichtsreichen; aber mit dem Tod des Letzteren ging der Dialog zu Ende. Auf dem Konzil in Rum Kalesi (1179), das von Kaiser Manuel und Patriarch Lukas Chrysoberges initiiert wurde, sprachen sich die Armenier gegen eine Übereinkunft aus. Dem Konzil von Tarsus (1179) „war ein Unglück nicht nur deswegen widerfahren, dass die zwei Seiten es nicht geschafft hatten, die Unstimmigkeiten in puncto Jurisdiktion zu überwinden, sondern auch aufgrund des 4. Kreuzzuges (1204) und der alarmierenden politischen Situation, die ihm  vorgegangen war“.[15] „Kleinlicher Ehrgeiz ist fähig, grandiose Absichten zu ruinieren, was eben auch geschah, als die übermäßigen Ansprüche der Armenier und Griechen in Administrations- und Jurisdiktionsfragen die Vereinigungsverhandlungen zum Scheitern verurteilten.“[16] Die erfolglosen Bemühungen um eine Wiedervereinigung seitens der Armenier fanden im 14. Jahrhundert mit der Invasion römisch-katholischer Missionare in Armenien. Nachdem der katholische Proselitismus  auf entschlossene Ablehnung gestoßen war (der Widerstand gegen die Union führte zur Ermordung von sechs prolateinischen Katholikoi), versank er in Bedeutunslosigkeit“. Eine Union fand zwar statt, aber nur mit unbedeutenden und von der Apostolischen Kirche nicht anerkannten Abspaltungen in Armenien selbst und der Diaspora (zum Beispiel in der Ukraine). Im Laufe diverser Eroberungen wurde die Residenz des armenischen Katholikos an ihren Ursprung nach Etschmiadsin verlegt, was die Zusammengehörigkeit der Armenier bestärkte und den Erhalt der Nation garantierte.

Außer den genannten Ursachen für das Scheitern der Vereinigung der griechischen und der armenischen Kirche sollte auch die Vorsehung Gottes berücksichtigt werden, die kurz hintereinander drei Initiatoren und Teilnehmer des Dialogs – Patriarch Lukas, Kaiser Michael und Katholikos Nerses – zu sich nahm.

Der Anschluss Armeniens ans Russischen Reich im 19. Jahrhundert führte zu einer erneuten Auseinandersetzung mit den religiösen Unstimmigkeiten zwischen den Kirchen. In seiner Analyse des Glaubens von Nerses[17] schrieb der russische Kanonist I. Troizkij: „Da all diese Bestimmungen angesichts der Unstimmigkeiten zwischen Orthodoxen und Monophysiten in solch elastischer Form bzw. mit so vielen Präzisierungen und Einschränkungen dargelegt sind, gibt es auch die Möglichkeit, sie im monophysitischen Sinne auszulegen“.[18]

Der 1964 in der Stadt Aarhus (Dänemark) begonnene Dialog zwischen orthodoxen Theologen und den alten Ostkirchen führte zu dem Beschluss, dass die letzteren (einschließlich der Armenischen Kirche) keine Monophysiten seien, da der Monophysitismus die eutychanische Häresie sei, die von der Armenischen Kirche anathematisiert wurde. Doch wurde gegen diesen Beschluss seitens der Orthodoxen Kirche von Griechenland und des Berges Athos Protest eingelegt, eventuell in Verbindung mit den historischen Differenzen zwischen Griechen und Armeniern. Der Dialog[19], der immer noch fortgeführt wird, zeigt folgendes: 

1) Die im Laufe der Sitzungen erarbeitete christologische Lehre in Form von „Vereinbarungen“ stellt einen Kompromiss auf Basis des „milden Monophysitismus“ dar. Die Unschärfe der Formulierung ermöglicht es, diese Formel im monophysitischen Sinne auszulegen. Notwendig wäre eine deutliche und klare Position der Armenischen Kirche und die Anerkennung dieser Position durch die Gemeinschaft der Orthodoxen Kirchen.

2) Es ist notwendig, die dogmatischen Unstimmigkeiten der Alten Kirchen, die sich im Gottesdienst und in den Ritualen widerspiegeln, zu unifizieren, ohne die kulturellen Besonderheiten zu verletzen (die Nicht-Vermischung des Wassers mit Wein im Kelch und die Ergänzung des Trisagions mit „Der für uns Gekreuzigt wurde…“).

3) „Die armenische Seite ist bereit, Angelegenheiten der Wohlfahrt, der pastoralen Praxis, diverse Probleme des öffentlichen und des kirchlichen Lebens zu diskutieren; doch zeigt sie kein Interesse an einer Besprechung dogmatischer Fragen.“[20]



[1] Dieses Land entstand nach „hethitischen und assyrischen Quellen in der zweiten Hälfte des 2. Tausends v.C., in der hohen Bronzezeit und zu Beginn der Eisenzeit“ (ПЭМ., 2001.Т. 1 .С. 286).

[2] [Eusebius von Caesarea. Kirchengeschichte]Евсевий Кесарийский. Церковная история (I, 13, 18).

[3] „Es wird erzählt, dass dieses Abbild sich (auf dem Ziegel) wie folgt einprägte: Apostel Thaddäus wurde vom Heiland mit dem Abbild des Gottmenschen zu Abgar, dem Toparchen von Edessa geschickt, um ihn von einer langwierigen Krankheit zu heilen. An den Stadtwänden lagen Ziegel; und während Thaddäus dort vorbeiging, versteckte er mitten unter ihnen ein Leinen, auf dem auf unbegreifliche Weise Christi Antlitz eingeprägt war; er hatte vor, es da am nächsten Tag  abzuholen. Während der ganzen Nacht wurden die Ziegel von wunderschönem Licht beschienen. Am Morgen nahm Thaddäus das Leinen und ging seines Weges; die Ziegel aber, die das Leinen berührt hatte, gaben das gottmenschliche Bild des Heilands völlig genau wieder.“ ([Leo der Diakon],

Лев Диакон. История. IV, 10, 65-67).

[4] Даниил (Пациан), иером. Исторические причины образования Коптской, Эфиопской, Яковитской и Армянской Церквей. ТСЛ., 1968. С. 108. Цит. по: Митрофан (Юрчук), еп. Армения и Армянская Апостольская Церковь // ТКДА № 10. С. 162.

[5] Гаюк І. Вірменська церква в Україні. Львів, 2002, с. 16.

[6] Геворгян Т. свящ. Празники Вірменської Церкви. Львів, 2005, с. 30. В 484 г. Das Katholikosat von Etschmiadsin wurde nach Dvin überführt. Später kam es nach Wagharschapat, dann wieder nach Dvin. Dasselbe fand unter den Bagratiden statt, die in den 990er Jahren die Residenz näher an ihre Hauptstadt Ani verschieben. Nach dem Fall des Bagratidenreiches (1045) wanderte der Patriarchenthron umher – aus Ani wurde er nach Kilikien, dann nach Rum Kalesi, danach nach Sis, und erst 1441 wieder nach Wagharschapat überführt, wo er sich endgültig etablierte. Etschmiadsin ist heute noch die Residenz des armenischen Katholikos.

[7] ЮзбашянК. Н. Иешу Стили об армянском восстании против Сасанидов // Христианский Восток. Т. 3 (IХ). Новая серия. М.-Спб., 2002. Сс. 318–327.

[8] Гарсоян Н. Г. Был ли созван собор в Валаршапате в 491 году? // Христианский Восток. Т. 2 (VIII). Новая серия. М.-Спб., 2001. с. 120.

[9] Гаюк І. Вірменська церква в Україні. Львів, 2002, с. 17.

[10] Диалог Палладия, епископа Еленопольского, с Феодором, римским диаконом, повествующий о житии блаженного Иоанна, епископа Константинопольского Златоуста // Древние жития святителя Иоанна Златоуста. Тексты и комментарии. М., 2007, С. 103.

[11] Гоян Г. 200 лет армянского театра. Т. 2. Театр средневековой Армении. // http://armenianhouse.org/goyan/mediaeval-armenian/1.html

[12] Меружанян А., Мкртчян К. Различие и родство // http://forum.miasin.ru/default.aspx?g=posts&t=437

[13] Меружанян А., Мкртчян К. Различие и родство // http://forum.miasin.ru/default.aspx?g=posts&t=437

[14] Ein Erfolg wurde durch die Erweiterung der byzantinischen Grenzen im 10. und 11. Jahrhundert und die weitgehende Aussiedlung von Armeniern auf dem Territorium von Byzanz wahrscheinlich.

[15] Пападакис А., Мейендорф И., прот. Христианский Восток и возвышение папства. Церковь в 1071–1453 гг. М., 2010. С. 170.

[16] Митрофан (Юрчук), еп. Армения и Армянская Апостольская Церковь // ТКДА № 10. С. 1673.

[17] Проблема соединения двух естеств во Христе //http://armenianchurch.ru/diocese/Canonical.

[18] Гаюк І. Вірменськацерква в Україні. Львів, 2002, с. 23.

[19] Антихалкидониты. Великое искушение // Давыденков О. иер. Вели благочестия тайна: Бог явися во плоти. М., 2002. С. 156–173; Выступление митрополита Киринейского Павла на заседании Смешанной Богословской комиссии в Дамаске (2–6 февраля, 1998 г.)// Давыденков О. иер. Вели благочестия тайна: Бог явисяво плоти. М., 2002. С. 174–181; St.Nerses Theological Review. 1996, 1, 1. Pp. 51–91. Дамаскин (Папандреу), митр. Богословский диалог Православной Церкви с Древне-восточными Церквами // Дамаскин (Папандреу), митр. Православие на пороге третьего тысячелетия. К., 1999. Сс. 241–252 и др.

[20] Давыденков О. прот. В чем разница между православием и армянским христианством? // http://www.pravoslavie.ru/smi/38172.htm

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