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Goldener Fonds

Salzburg: Gemälde der Kirchenfürsten in Residenzgalerie

3. Januar 2012
Schau "Zentrum der Macht. Die Salzburger Residenz 1668-1803" zeigt noch bis 5. Februar Kunstschätze

Eine aktuelle Ausstellung in der Salzburger Residenzgalerie verdeutlicht, dass die Mozartstadt zwischen 1668 und 1803 nicht nur ein "Zentrum der Macht" - so der Titel der Schau - war, sondern auch ein Zentrum der Kunst. Vom Barock bis zum Klassizismus war Salzburg als selbstständiger, von Fürsterzbischöfen regierter Staat in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht von europaweiter Bedeutung. Die Macht fokussierte sich in der Salzburger Residenz, in deren Repräsentations- und Wohnräumen sammelten die Erzbischöfe viele hochkarätige Kunstwerke.

Nach der Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts und dem damit verbundenen Ende der Ära, als die Fürsterzbischöfe zugleich die Salzburger Landesherren waren, wurden diese Kunstschätze geraubt und in alle Winde zerstreut. Mittlerweile konnten 300 von ursprünglich rund 1.000 nach umfangreichen Forschungen wieder ausfindig gemacht werden. 30 davon sind nun als Leihgaben in der Residenzgalerie zu sehen.

Ein besonders engagierter Kunstsammler war der letzte Fürsterzbischof von Salzburg und zugleich ein bedeutender Vertreter der katholischen Aufklärung, Hieronymus Colloredo, erklärte die Direktorin der Residenzgalerie, Roswitha Juffinger, die die Ausstellung kuratierte. "Er hat eine neue Gemäldegalerie für sich in den Räumen der heutigen Residenz eingerichtet. Und dort hat er versucht zu zeigen, wie sehr er sich für Kunst interessiert", teilte sie dem ORF mit.

Eine markante Gestalt sei auch Erzbischof Franz Anton Fürst von Harrach (1665-1727) gewesen. Er ließ für seine Kunstwerke die sogenannte "Schöne Galerie" errichten und war laut Juffinger ein Bonvivant. "Er hatte diverseste Zeitungen abonniert, hat geraucht wie ein Schlot und dazu immer gerne französischen Wein getrunken. Er ließ es sich durchaus gut gehen und im Raum waren eben rundum Familienportraits von einzelnen Familienmitgliedern", so Juffinger.

Eine umfassende Darstellung der Geschichte der Salzburger Residenz wurde bisher nur 1914, noch zur Zeit der Nutzung der Residenz durch Mitglieder des habsburgischen Kaiserhauses, veröffentlicht. Mit der aktuellen Ausstellung wird erstmals seit fast 100 Jahren die Entwicklung der Residenz zwischen 1668 und 1803 anschaulich dargestellt - von der Baugeschichte, der Ausstattung und dem Wandel des ikonographischen Programms bis zu den Rekonstruktionen der erzbischöflichen Gemäldesammlung und der Kunstkammer. Eine detaillierte Publikation ergänzt die Schau.

kathweb.at

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(Informationen: http://residenzgalerie.at)

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