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Goldener Fonds

Vorbereitung auf die Kommunion. Teil 2

27. März 2012
Im Rahmen der Artikel-Reihe „Vorbereitung von Kindern auf die Kommunion“ ist dies der zweite Teil des Artikels von Anna Galperina, einer ständigen Autorin unseres Portals. In diesem Material geht es um das Problem der Vorbereitung von Kindern im Alter von sieben bis elf Jahren auf das Mysterium der Eucharistie.

Das Problem der Vorbereitung von Kindern auf die Kommunion hängt untrennbar mit den allgemeinen Problemen der Kindererziehung, des Familienlebensstils, der Traditionen und Gewohnheiten, der Einstellung der Eltern zu ihren Kindern und zueinander, und, sicherlich, zum kirchlichen Leben im Allgemeinen zusammen. Wir sprachen bereits über kleine Kinder vor sieben Jahren. In diesem Artikel geht es um ältere Kinder – von sieben bis zehn/elf Jahren bzw. Unterstufenschüler. 

 

Von sieben bis elf, oder die Anfangsschule des Lebens

Das Alter von sieben Jahren stellt eine einzigartige Schwelle für das Kind dar. Sowohl in der Gesellschaft: in diesem Alter wird das Kind eingeschult, als auch in der Kirche, die ab diesem Moment das Mysterium der Beichte für notwendig hält. Zur Vorbereitung auf die Kommunion kommt die Vorbereitung des Kindes auf die Beichte hinzu.

Die wichtigsten charakteristischen Linien der Entwicklung des Kindes in diesem Alter hängen auf verschiedene Weise mit seiner Sozialisierung zusammen. Auch wenn das Kind einen Kindergarten besucht hat, ist die Schule doch eine neue Stufe. Hier stößt das Kind auf die „bewertende“ Einstellung gegenüber seiner Person – sowohl von Seiten des Lehrers als auch seiner Schulkameraden. Jetzt lernt das Kind sich selbst von außen zu betrachten. Es tauchen Fragen auf: „Wie stehen die Anderen zu mir?“, „Wie sehen sie mich?“ Und diese gilt es zu beantworten. Oft sind die Antworten jedoch nicht die, welche, das Kind selbst oder seine Eltern hören wollen.

Deshalb taucht die Beichte im Leben des Kindes im Prinzip rechtzeitig auf und kann für das (Er)wachsen und den Werdegang nützlich sein. Allerdings sollten dabei einige Bedingungen eingehalten werden.

Die erste ist die Unterscheidung zwischen gut und böse, zwischen schlecht und schön. Das Kind kann und muss im Alter von sieben Jahren unterscheiden, was schlecht und was gut ist. Das geschieht nicht, weil diese Kenntnisse sich ihm am Geburtstag eröffnen, sondern weil üblicherweise in jeder normalen Familie die Begriffe des Guten und des Bösen Kindern von klein auf eingeimpft werden: „prügeln ist nicht gut“, „petzen ist schlecht“, „guter Junge, du hast Mama geholfen“ usw. Bei einem siebenjährigen Kind ist das sittliche Fundament häufig schon gebildet. Das Entscheidende ist nun nicht die Wiederholung der bereits erlernten Grundlagen, sondern die Aneignung einer neuen Fertigkeit: die eigene Bewertung im von den Eltern festgelegten Koordinatensystem. Die eigene Beantwortung der Fragen: „Wo bin ich?“, „Mit wem bin ich?“, „Wie habe ich gehandelt?“, „War es so gut oder schlecht?“.  Das Kind muss nicht nur lernen, seine Erlebnisse und seine Vorstellungen über das Gute und das Böse zu verbalisieren, sondern in sich den Mut finden, sich ehrlich zu sehen, selbstständig, ohne suggestive Fragen. In ebendiesem Alter lernt es das.

Vater Maxim Kozlov hat, sicherlich zu Recht, bemerkt, dass in diesem Alter noch nicht von Buße gesprochen werden kann[1]. Ohne Zweifel können Kinder aber bereits ein brennendes Schamgefühl spüren und ihre Handlungen bereuen. Das ist zwar keine Buße im monastischen Sinne, aber hier wirken sich die Besonderheiten der Kinderpsyche aus – ein stark emotionales Erlebnis im Augenblick eines „besonderen Vorkommnisses“ hält nicht lange an. Kinder gleichen sich schnell aus und zur Beichte im Gotteshaus kommen sie bereits mit einem durchlebten, durchbrannten Gefühl. Es ist nicht nur unnötig, sie extra zu „exaltieren“, indem man sie zwingt, das von ihnen vorher Getane wieder zu erleben, sondern auch schädlich. Das derartige „Herausquetschen“ von Emotionen würde eher zur Entwicklung theatralischer Fähigkeiten, zur Heuchelei und zum Nachspielen von Erwachsenen führen. Es kann sogar schädlich sein, das Kind zu zwingen, mit dem ständigen Schuld- und Schamgefühl zu leben, es zu seinen eigenen Vergehen und Versündigungen zurückzubringen.  Auch wenn es manchen eifrigen Erwachsenen so erscheint, als ob es fromm sei, im Kind das „Bußgefühl“ zu verankern, ist das durchaus ein Fehler (insbesondere weil es keine Buße, sondern ein Weg der psychologischen Unterdrückung und der Manipulation ist: „Schau, wie schlecht du bist und vergiss das nicht!“). Anstatt der richtigen Buße führt das nicht nur zur Entwicklung eines Minderwertigkeitskomplexes, sondern zum chronischen Selbstwühlen und –fressen, was mit der Buße nichts zu tun hat.

Verhaltenskritik und Bewertung problematischer und bestreitbarer Situationen – derartige „spirituelle Übungen“ werden beinahe täglich, und nicht nur einmal wöchentlich sonntags verrichtet, das ist der ständige Strom des Lebens und des Erziehungsprozesses. In diesem Alter nimmt das Kind seine „Vergehen“ noch ziemlich augenblicklich wahr. Oft  sind sie auch nicht so sehr bedeutsam, um ihnen mehr Aufmerksamkeit und Zeit als jeweils nötig zu widmen. Hier entsteht das zweite Problem – was genau soll das Kind „behalten“, um es später zur Beichte zu tragen? Sollen die Eltern die Aufmerksamkeit des Kindes auf irgendetwas lenken, und, wenn ja, auf welche Weise?

Ich beispielsweise hatte nie Lust, mit meinen Kindern zu besprechen, was sie bei der Beichte sagen müssten. Für mich ist die Beichte ein intimes Territorium, in welches es für Dritte keinen Zugang gibt. Erwachsene sollen ihre Kindern nicht nur erziehen (ja, im orthodoxen Glauben), sondern vor allem sie lieben und respektieren. Es darf keine im Voraus von der Mama vorbereiteten „Listen“, nicht mal   flüchtige Sätze, wie „vergiss nicht, das dem Priester zu sagen“ geben.

Sicherlich ist es völlig unzulässig, fertige Listen von Sünden zu verwenden, die von einigen orthodoxen Webseiten angeboten werden[2]. Beispielsweise: „Ab sieben Jahren, treten Kinder (Teenager) an das Mysterium der Kommunion bereits wie Erwachsene, nur nach der vorbereitenden Verrichtung des Mysteriums der Beichte, heran. In vielerlei Hinsicht sind die Sünden, die in den vorigen Teilen aufgelistet wurden, auch Kindern zu Eigen, doch hat die Kinderbeichte ihre eigenen Besonderheiten. Um Kinder auf die aufrichtige Buße einzustimmen, könnte ihnen folgende Liste der möglichen Versündigungen zum Lesen gegeben werden:

·       Bist du vielleicht morgens zu lange im Bett liegen geblieben und hast deswegen vielleicht die Morgengebetregel verpasst?

·         Bist du jeden Sonntag in die Kirche gegangen?

·         Hast du dich vielleicht während des Betens durch fremde Gedanken abgelenkt?

·         Trägst du vielleicht Amulette oder Zodiakus-Symbole?

·         Warst du vielleicht vor dir selbst und vor anderen auf deine Erfolge und Fähigkeiten stolz?

·         Hast du vielleicht während des Fastens ohne Erlaubnis deiner Eltern tierische Produkte gegessen, zum Beispiel Eis?

·         Hast du vielleicht jemanden geschlagen oder jemanden dazu angestiftet?

·         Hast du vielleicht Tiere gequält?

·         Hast du vielleicht probiert zu rauchen, zu trinken, Klebstoff zu schnüffeln oder Drogen zu nehmen?

·         Hast du vielleicht masturbiert?

·         Hast du dich vielleicht krank gestellt, um dich vor deinen Pflichten zu drücken?“

Das Lesen einer derartigen Liste erweckt bei mir nur Frage: war sein Autor selbst einmal Kind? Ist er sich sicher, dass ein siebenjähriges Kind schon weiß, was Masturbation ist und warum man Klebstoff schnüffelt? Was ist mit ihm selbst? Er scheint unablässig zu beten, ohne sich durch irgendetwas ablenken zu lassen …. höchstens durch die Zusammenfassung einer Liste von Fragen für die Beichte, die an einen bekannten kirchlichen Scherz erinnert: „Hast du vielleicht mit einem Messer Geld aus der Kirchengeldbüchse herausgeholt? – Nein, aber das ist eine gute Idee“.

Das Kind ist berechtigt, selbst – entsprechend des Niveaus seiner psychischen und spirituellen Entwicklung – zu bestimmen, was es stört, und was es gerne beichten würde. Auch wenn das Kind direkt fragt, ob es dies oder das bei der Beichte ansprechen soll, ist es besser, die Wahl bei ihm zu lassen: „Wie denkst du?“ oder „Sprich das aus, was dich belastet, wofür du dich schämst.“ Aber nicht mehr. Nur so wird das Kind wirklich wachsen.

Die dritte Frage -  die nach der Häufigkeit der Beichte – ist im erwähnten Artikel von Vater Maxim „Wie die Kinderbeichte ohne Schaden vonstattengeht“ ausgezeichnet dargelegt: „Teilweise durch eigene leidvolle Erfahrung, teilweise durch Empfehlungen von erfahreneren Priestern bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Kinder so selten wie möglich beichten sollen: Nur nicht zu viel, sondern so wenig wie möglich. Das Schlimmste, was man tun kann, ist, eine wöchentliche Beichte einzuführen. Sie würde nur zu einer Formalisierung führen (…) Wenn ein Kind zum ersten Mal aufgefordert wird, sich vor einem Arzt auszuziehen, ist ihm das meist unangenehm. Kennt es die Situation aber schon, wird er das ganz automatisch und ohne jegliche Emotionen tun. Ebenso kann es bei der Beichte so sein, dass Kinder ab einem gewissen Zeitpunkt überhaupt nichts Besonderes mehr am Beichten finden. Deshalb sollte sie der Priester zwar so oft wie möglich zur Kommunion segnen, aber nur so selten wie möglich beichten lassen (…) Ich glaube, es wäre gut, sich darin vom Beichtvater beraten zu lassen und dann solch einem kleinen Sünder zum ersten Mal mit sieben, zum zweiten Mal mit acht und zum dritten Mal  mit neun Jahren die Beichte abnehmen, also den Beginn der regelmäßigen Beichte zeitlich etwas zu verzögern, damit sie nicht zur Gewohnheit wird“. Das einzige was vielleicht näher präzisiert werden kann, ist, dass es vielleicht doch keinen Sinn macht, die Beichte an die Geburtstage oder an irgendwelche „periodische Daten“ anzubinden. Vielleicht lohnt es sich, das Kind einfach selbst bestimmen zu lassen, wann es beichten möchte. Obwohl es bei uns in den meisten Gemeinden noch unmöglich ist – es ist durchaus möglich, dass sogar ein siebenjähriges Kind ohne obligatorische Beichte zur Kommunion nicht zugelassen wird.

Mal wieder, wenn wir davon sprechen, dass Kinder, die häufig beichten, von der Beichte immer weniger ergriffen werden, da sie jedes Mal dieselben Sünden wiederholen, und deshalb  wäre es besser, seltener zu beichten, sollten wir verstehen, dass eine derartige „emotionale Löschung“ (so wie auch jede Erscheinung) zwei Seiten hat.  Einerseits beobachten wir Gleichgültigkeit, Angewöhnung und Automatisierung. Aber andererseits – falls die Gefühle des Kindes aufrichtig und lebendig sind – nimmt es diese Situation auch als belastend wahr und wird dadurch angeregt, seine Handlungen bewusster zu besinnen. Hier ist es wahrscheinlich wichtig, dass das Kind nicht in die allgemeine Atmosphäre der gleichgültigen „Sündenlossprechung“ gerät, wenn es, im Grunde genommen, sowohl seinen Eltern als auch dem Priester egal ist.

Dabei bedeuten das innerliche elterliche Feingefühl und die „Nicht-Einmischung“ in die innere Welt des Kindes weder Gleichgültigkeit noch Kälte.  Im Gegenteil, sie bedeuten, dass die Eltern sich dem Kind nicht aufzwingen, sondern ihm aufmerksam zuhören und beobachten, was es für sein Leben wichtig hält.  Werden diese Bedingungen eingehalten, wird sich das Kind vor den Eltern von selbst öffnen. Es wird selbst seine Zweifel mitteilen und um Rat fragen. Auch in diesem Falle ist die Hilfe der Eltern sicherlich notwendig. Eigentlich sind das allgemein bekannte und banale Wahrheiten, die in einem Satz ausgedrückt werden könnten: Liebe Eltern, der Kopf und das Herz müssen gleichzeitig und stetig arbeiten, anstatt abwechselnd und mit Schlaf- und Mittagspausen.

Außer den Fragen zur Beichte schließt die Vorbereitung auf die Kommunion auch das Fasten und die Gebetsregel ein. Natürlich wird das Ausmaß des Fastens für das Kind von seinen Eltern bestimmt, die dabei aus ihrer Meinung über die spirituelle und die physische Stärke ihres Kindes, seinen Vorlieben in der Freizeit, seine Beziehung zu Geld, sowie auch – und das ist wahrscheinlich das in vielerlei Hinsicht Bestimmende – aus den eigenen Vorstellungen über das Fasten -  ausgehen. Am häufigsten, wenn vom Fasten gesprochen wird, geht es ums Essen. In vielen Artikeln wird in letzter Zeit die gerechtfertigte Meinung geäußert, dass das obligatorische dreitätige Fasten vor der Kommunion, milde gesagt, zur untragbaren Last wird – besonders für Kinder.

Der orthodoxe-kulinarische Kult, der die letzten zwanzig neophytischen Jahre in Russland vorherrscht, ist sehr bequem. Im Grunde reduziert es das Fasten auf die einfachen, verständlichen und anschaulichen Dinge. Damit ist es leicht zu bestimmen, wer wie und wie streng fastet. Dieser Zustand ist so verlockend, dass das Fasten sich am häufigsten mit der Lösung der Menü-Fragen erschöpft. Allerdings wäre es richtiger, davon auszugehen, dass das Fasten in erster Linie Askese und Selbsteinschränkung bedeutet. Dementsprechend sollte das Kinderfasten organisiert werden. Für Kinder ist es viel schwieriger, den ganzen Tag nicht fernzusehen oder am Rechner zu spielen, als kein Fleisch oder keinen Fisch zu essen. Noch schwieriger ist es, sich nicht zu streiten, sich gegenseitig nicht zu beschimpfen, weder fies noch launisch zu sein. So wäre die richtige Askese (Podwig) für das Kind nicht Nudeln-Ernährung (in Wirklichkeit wäre das die Glaubenstat  (Podwig) seiner Mama – für das Kind vegetarisches Essen zu kochen, und es dann auch noch damit zu füttern), sondern ein Tag ohne Streit und Marotten mit den Brüdern und Schwestern, den Eltern helfen usw.

Was die Gebetsregel betrifft, ist zu verstehen, dass das Kind in diesem Alter erstens schnell müde wird und sich zweitens nur mehr oder weniger lange auf Dinge konzentrieren kann, die es als wirklich interessant erachtet. Eine Wiederholung von unverständlichen Wörtern – und das auch noch lange – ist nicht einmal für einen Erwachsenen interessant. Da jedoch bei Kindern die Bindung an ihre Eltern noch an der ersten Stelle steht, würde das Kind unter Umständen neben Mama und Papa stehen und so tun als ob es bete, um diese nicht traurig zu machen - dabei aber an etwas eigenes denken. Deshalb wäre es wahrscheinlich logischer, für solche Kinder die Gebetsregel auf höchstens fünf Minuten einzuschränken. Dabei kann das Kind die ihm verständlichen Gebete schon sprechen, z.B. „Herr erbarme dich“ und „Vater unser“. Man kann die kirchenslawische Lektüre in eine interessante Beschäftigung verwandeln – mit der Erklärung von Buchstaben, ihrem Zeichnen, der Erzählung, wie das Alphabet vorher war usw. Im Allgemeinen hängt es von den Eltern ab, ob ihr Kind auf diese oder jene Weise ins Gebet einbezogen wird, oder es dieses nur imitieren würde.

In kinderreichen Familien mit Kindern unterschiedlicher Altersgruppen kann das gemeinsame Sprechen von Gebeten – der Reihe nach, jeder ein Stückchen, das in seiner Kraft stehende –  den Geist der Einheit und der Harmonie in die Familie bringen: „ wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen…“.  Ich glaube, es besteht keine Notwendigkeit, davon zu sprechen, dass das Gebet weder mit Strenge „unter der Peitsche“ noch mit süßen Litaneien zu erpressen sei. Die Aufrichtigkeit – nicht nur in Worten, sondern auch in Emotionen und Gefühlen – kann dem Kind das Gefühl der Wirklichkeit und der Richtigkeit des Gebets geben. Sicherlich darf Beten, so wie auch Fasten, kein Selbstzweck sein. Möge es lieber ein lebendiges und kurzes Gespräch mit Gott sein - mit eigenen Worten: „Ja, verzeihe mir, ich bin müde und kann jetzt keine Gebete sprechen, aber ich erinnere mich an Dich, ich strebe zu Dir und suche Dich“ – als ein monotones und schwermütiges, aber penibles Vorlesen.

In der Familie sollten die Interessen und Möglichkeiten von allen berücksichtigt werden – vom Kleinsten bis zum Größten, dann ist das eine richtige Familie. Wenn aber die Meinung oder der Zustand von jemanden als „unwichtig“ betrachtet wird, da dieser jemand klein, schwach oder „noch nicht erwachsen ist“ und deshalb zu den Überwolkenhöhen und der engelhaften Gestalt gezogen wird, kann folgendes passieren. Da seine Eltern „richtig“ sein und das Gefühl haben wollen, dass sie das Kind „im Glauben“ erziehen, wird das erwachsene Kind die Meinung seiner Eltern eher auch nicht berücksichtigen – sie haben es ihm ja selbst beigebracht, den anderen nicht zu erhören.

Deshalb, wenn ihr Kind sagt, es sei müde und wolle nicht ins Gotteshaus, erhören Sie es. Ziehen Sie es nicht dorthin, lassen Sie es ausschlafen. Es sollte weder entblößt, noch beschuldigt oder getadelt werden. Will es keine Gebete sprechen – treten Sie ab. Ärgern Sie sich nicht. Versuchen Sie zu verstehen. Behandeln Behandeln Sie es wie einen lebendigen Menschen, der nicht Ihr Besitz ist. Erlauben Sie ihrem Kind Fehler zu machen – es kann nicht ideal sein, das wäre nicht normal.

Als Fazit könnte gesagt werden, dass es in diesem Alter das Wichtigste ist, gegenüber dem eigenen Kind aufmerksam zu sein, und nicht nur auf der Ebene „was es gegessen und welche Schulnote es gekriegt hat“, sondern sich dafür zu interessieren, was es für sein Leben wichtig hält, worüber es nachdenkt, worum es sich sorgt. Das ist eben das Alter, in dem die Beziehungen zwischen dem Kind und seiner Eltern aus dem Kleinkindschema „groß – klein“ herauswachsen und sich darin verwandeln, was als Freundschaft bezeichnet werden mag. Sicherlich bleiben die „Groß-Klein“-Beziehungen auch in diesem Schema erhalten, sie sind aber nicht dominant, sondern verleihen Wärme, Vertrauen und Respekt.

Nicht nur Sie als Eltern hören ihrem Kind zu, sondern auch das Kind Ihnen. Es kopiert, übernimmt und versucht, Sie zu verstehen und Bewusstheit zu erlangen. Deshalb ist es wichtig, das Kind nicht zu dressieren, ihm bestimmte Handlungsweisen oder Rituale anzugewöhnen, sondern das Wichtige zu erklären und mit ihm zusammen zu erleben. Wenn in der Familie richtige – menschliche, wahre – Beziehungen zwischen den Erwachsenen und den Kindern aufgebaut wurden, dann wird auch die Vorbereitung auf die Kommunion zu keinem Problem werden: vergessen Sie nur nicht, dass über dem Kopf das Herz steht und wie Sie selbst in diesem Alter gewesen sind.

Fortsetzung folgt…

 

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