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Goldener Fonds

Über die Teilnahme an den kirchlichen Mysterien von Kindern, die älter als sieben Jahre sind

6. Juni 2012
Im Rahmen des Themas „Die Vorbereitung und die Teilnahme von Kindern an den Mysterien der Kirche“ publiziert das Portal „bogoslov.ru“ einen Artikel, in dem uns der Priester Georgy Kochetkov  sein auf praktischer Erfahrung basiertes Wissen mitteilt. Der Autor beantwortet solch wichtige Fragen, wie: Hat die erste Beichte eine besondere Bedeutung? Soll sich das Kind speziell darauf vorbereiten? Brauchen Kinder eine kollektive Beichte? Ab welchem Alter sollte das Verantwortungsbewusstsein des Kindes angesprochen werden? Ist der Zwang zur Vorbereitung auf das Mysterium angemessen?

In den Artikeln, die auf dem Portal „Bogoslov.ru“ im Rahmen dieser Diskussion schon erschienen sind, ist bereits vieles von der Norm der Teilnahme von Kindern an den Mysterien der Beichte und der Kommunion gesagt worden. Deshalb möchte ich gerne nur einige meiner Ansicht nach wichtige Akzente hinzufügen. Das erste, was ich sagen möchte, ist dass bei Kindern die Beichte und die Kommunion tatsächlich, wie viele Autoren bereits besprochen haben, nicht eng aneinander gekoppelt werden können. Dabei sollte das Kind bei der Vorbereitung auf das Mysterium vor allem auf sich selbst aufmerksam sein und sich verstehen. Die Vorbereitung auf die Kommunion durch Gebete, Askese und bestimmte Arten von Fasten sind notwendig, doch für Kinder ist hier die Versöhnung am wichtigsten.  Denn kraft bestimmter psychologischer Besonderheiten haben Kinder große Probleme mit dem Egoismus, der Selbstzentriertheit, der Selbstdurchsetzung, und das wirkt auf ihre Wahrnehmung der Kirchlichkeit der Mysterien sehr ungünstig. Außerdem sind Kinder heute, in unserer Zeit der allgemeinen Psychose, unfriedlich. Ein großes Problem besteht darin, dass sie häufig beleidigt werden und andere beleidigen.

Damit Kinder allmählich lernen, diese Dinge in sich zu sehen und auf sie aufmerksam zu werden, sollte man vor allem bei der ernsthaften Vorbereitung auf die erste Beichte anfangen. Normalerweise beginnen Kinder ab dem Schulalter vor der Kommunion zu beichten. In unserer Zeit ist das im Alter von sechs, sieben, acht Jahren – je nach den persönlichen Besonderheiten des Kindes. Hier darf man wirklich nicht alle über einen Kamm scheren: Die Beichte kann in verschiedenem Alter beginnen. Es gibt Kinder, die mehr, und Kinder, die weniger weit entwickelt sind.

 

Die erste Beichte

Die Vorbereitung auf die erste Beichte ist von prinzipieller Bedeutung, da Kinder in dieser Zeit sich irgendwie bewusst machen sollten, dass sie erstens nicht zufällig Christen genannt werden, dass es etwas bedeutet, nämlich dass sie an Gott glauben, IHM vertrauen und sich Mühe geben, nach dem Gesetz der Liebe zu leben, und zweitens damit, dass sie sich für ihre Sünden verantworten sollen. Das beginnt eben etwa ab dem Schulalter.  Kinder im Vorschulalter sündigen auch, und sie spüren wohl, wenn das geschieht, doch tragen sie dafür keine völlige persönliche Verantwortung, im Gegensatz zu Schulkindern, die schon in der Lage sind, in gewissen sehr wichtigen Handlungen Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Für das Gute kann ihnen gedankt werden, und, was das Böse betrifft, sollten sie wissen, dass da Buße und Selbstberichtigung notwendig sind.

Also erstens: Was wichtig ist, ist dass sie verstehen, dass die Buße eine Selbstberichtigung ist, das ist das Streben, sein Leben und sich selbst mit Hilfe Gottes zu berichtigen. Das müssen sie sehr klar verstehen, dass nicht alles und nicht immer durch eigene Kräfte gelingt. Sie sind in der Lage, derartige Dinge sofort zu verstehen.

Sicherlich  lesen sie selbst weder in der Schrift noch Gebete. Sie können sich etwas, was Erwachsene tun, anschließen, aber nicht mehr. Es ist wichtig, sie nicht zu überfordern, damit alles ihrer Altersstufe und ihrer spirituellen Verantwortung entspricht. Es ist sehr gut, wenn Kinder die Möglichkeit haben, sich auf die erste Beichte gemeinsam mit anderen Kindern aus anderen Familien vorzubereiten. Es ist gut, wenn Jungen und Mädchen bzw. Kinder verschiedener Nationalitäten, die in verschiedenen Kontexten leben, deren Eltern unterschiedlich situiert sind und in der Gesellschaft unterschiedliche Positionen haben usw. sich zusammen tun. Es ist sehr wichtig, dass sie spüren, dass sie vor dem Angesicht Christi eine Einheit bilden, dass es in Christus solche Unterschiede nicht gibt, dass diese Unterschiede nur menschlich sind. Deshalb sollen wir jeglichen Neid, jegliches Streben nach Ungleichheit, nach dem Prinzip der Ungerechtigkeit, sowie der Einstellung „hier habe ich mehr abgezwackt, das heißt, ich sei besser; hier bin ich gelobt worden, obwohl ich vielleicht betrogen oder abgeschrieben habe, als sei ich gut“. Sie sollen verstehen, dass es unmöglich ist, so zu leben.

Sicherlich sollten die erste Beichte und die Kommunion nach der ersten Beichte irgendwie zelebriert werden, damit es im Gedächtnis bleibt, damit sie verstehen, dass die Buße auch ein Fest ist, eben sowie das Fasten. Denn für einen Christen ist das Fasten nicht eine schwermütige Zeit, wenn ihm alles verboten wird und alles gegen seinen Willen ist. Nein, es ist was ganz anderes. Es ist, wenn man seine Aufmerksamkeit häufiger auf Gott richtet, wenn man besser lebt, wenn man mehr Gnade erhält und es in seinem Leben mehr Freude und Licht und weniger Dunkelheit gibt. All das sollten Kinder sofort verstehen.

 

Wie oft sollten Kinder beichten und die Kommunion empfangen?

Eigentlich sollten sie bereits als Kleinkind die kirchliche Norm kennen, und zwar, dass wir die Kommunion  jedes Mal empfangen sollen, wenn wir bei der Liturgie anwesend sind. Wie häufig auch immer wir die Liturgie besuchen, auch wenn jede Woche, jedes Mal sollen wir die Kommunion empfangen. Wenn einmal pro Jahr – dann einmal pro Jahr. Wenn das Kind schon die Schule besucht, soll es sich vorbereiten und wissen, dass es sowohl zur Beichte als auch zur Kommunion geht. Sicherlich wenn die Kommunion selten ist, wird jedes Mal die Beichte nötig, wenn das Kind die Kommunion aber öfter, einmal im Monat oder mehr empfängt, dann aber schon nicht immer. Ich denke, dass die persönliche Einzelbeichte, sowie  auch die kollektive Kinderbeichte[1], wenn es eine solche Möglichkeit gibt, für alle Kinder bis zum Teenager-Alter ungefähr zwei Mal pro Jahr geschehen soll. Warum nicht einmal pro Jahr? Da Kinder sich sehr schnell verändern, so schnell, dass sie nach einem Jahr einfach alles vergessen, was mit ihnen davor geschah. In diesem Falle formt sich weder gewisse spirituelle Basis noch sammeln sich die Erfahrungen. Deshalb, mit der Berücksichtigung dieser schnellen Veränderlichkeit von Kindern müssen sich die Eltern extra Mühe geben und sie zwei oder drei Mal im Jahr zu speziellen Beichten bringen.

 

Kollektive Kinderbeichte

Es ist gut, wenn es in einer großen Gemeinde oder, wie bei uns in der Bruderschaft, die Möglichkeit gibt, Kinder nach dem Alter zu versammeln und für sie spezielle Beichten durchzuführen. Ich verfüge sowohl über solche Erfahrung als auch über diese Möglichkeit. In unserer Bruderschaft teilen wir Kinder, je nach Alter, wie folgt: sieben Jahre – acht Jahre – neun/elf Jahre alt, dann jüngere Teenager - zwölf/dreizehn Jahre und ältere Teenager - vierzehn/fünfzehn Jahre alt, dann junge Menschen – von Sechzehn bis  Einundzwanzig. Was die jungen Erwachsenen über dieser Altersstufe betrifft, werden sie vollwertig katechisiert, also auf die Wahrnehmung und Verwirklichung des christlichen Lebens vorbereitet.

Sicherlich bringen Beichten von Kindern, die regelmäßig, konsequent und mit einem bestimmten gesamten Ergebnis stattfinden, ihre  Früchte hervor. Falls eine Vorbereitung auf die erste Beichte stattfand, wenn Kinder danach ziemlich regelmäßig ins Gotteshaus kommen (manche besuchen die Liturgie einmal pro Woche, manche einmal im Monat, manche noch seltener, zum Beispiel, einmal in zwei Monaten, wobei ich persönlich diese Praxis keinesfalls verhindere, da es von dem allgemeinen Zustand der Familie, dem spirituelle Niveau der Eltern und der Kinder, sowie auch vom Alter abhängt), dann geschehen sicherlich sehr große Veränderungen. Nicht nur beichten die Kinder und werden vom Priester belehrt, sondern sie befinden sich auch in der richtigen  Umgebung. Außerdem macht sich mit der Zeit ein Ergebnis spürbar und Kinder beginnen auch noch einander zu helfen. Es ist sehr wichtig, in ihnen die Gefühle der Ehrfurcht und der Verantwortung zu erziehen. All das kommt allmählich: Weder in einem Augenblick noch während eines Monats und vielleicht noch während eines Jahres, dann aber ziemlich schnell und sehr spürbar.

 

Das Wort des Priesters

Während des allgemeinen Teils der Beichte ist ein gewisser Grad der interaktiven Einbeziehung der Kinder in diesen Prozess wichtig. Man kann ihnen Fragen stellen, und dann schalten sie sich nicht ab und werden nicht so schnell müde. Außerdem bringt es sie in einen mehr oder weniger normalen, ausgeglichenen neuropsychischen und seelischen Zustand, was in unserer Zeit gewiss nicht einfach ist.

Die kollektive Beichte sollte so durchgeführt werden, dass jeder Mensch und jedes Kind seine Sichtweise äußern kann, nachdem der Priester eine Frage an die gesamte Gruppe stellt. Dabei spüren Kinder selbst ganz gut, was sie nicht sagen und was sie sagen sollen und dann auch wie. Sie werden nie so sprechen, dass es zum Beispiel einen Anlass für Spott geben kann. Hier muss man dem spirituellen Gefühl der Kinder vertrauen, sogar dem von dem kleinsten, dem jüngsten der Schüler. Jetzt sind Kinder, insbesondere Einwohner von Moskau und St. Petersburg, intellektuell sehr entwickelt, manchmal sogar zu sehr. Sie sind für sich selbst hervorragende „Zensoren“.

Ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, in der nächsten Zeit eine Sammlung von Predigten vor der persönlichen Beichte zu veröffentlichen. Das ist eben der allgemeine Teil, ein gemeinsames Wort für Kinder verschiedenen Alters, Beispiele für derartige Gespräche. Diese Texte sind nicht nur für mich nützlich, um zu analysieren, wie all das geschieht, sondern können sie vielleicht auch für Andere von Interesse sein.

 

Die persönliche Beichte

Vor der persönlichen Beichte sollte man das Kind bitten, sich irgendwie im Voraus Gedanken zu machen, eventuell seinen Beichtzettel zu schreiben, aber mit der Möglichkeit, sowohl während der Vorbereitung als auch während der Beichte selbst etwas hinzufügen. Es ist sehr wichtig, dass Eltern für ihre Kinder nichts schreiben, damit sie ihnen ihre Vorstellungen nicht erzwingen, sondern dass Kinder auf ihrer Ebene am Mysterium teilnehmen. Das gibt dem Priester die Möglichkeit, sich leichter zu orientieren, die Lage zu spüren, irgendeinen Plan oder weitere Schritte zusammenzustellen, zu verstehen, was in der Buße betont werden soll, was man unbedingt erreichen muss, und was in die Zukunft verschoben werden kann. 

Es ist wichtig, in der Kindergruppe das persönliche Gespräch nach dem Lesen des Beichtzettels des Kindes nicht in ein allgemeines Gespräch umwandeln. Noch weniger zulässig ist, dass einer den anderen auslachen könnte     oder irgendwie Missbrauch entstehen kann. Hier geht es schon um den Takt und der spirituellen Nüchternheit des Geistlichen. Nichtsdestotrotz ist es manchmal notwendig, gewisse wichtige Fragen auf das allgemeine Gespräch zu bringen; sogar nach dem Lesen persönlicher Beichtzettel ist ein solches Gespräch möglich, da es Probleme gibt, die einfach allgemein sind, die manchmal eine zusätzliche Aufklärung brauchen. Doch muss es so gemacht werden, dass diese Erläuterung nicht zu einem Auftritt gegen einen bestimmten Menschen führt, sondern die Aufklärung der Kirche und Öffnung ihrer Erfahrung zu dieser oder jener Frage ist.

 

Anstrengung und Zwang

Eins der wichtigen Probleme bei der Besprechung der Vorbereitung von Kindern für die Mysterien bleibt nach wie vor die Frage über die Grenzen des Möglichen und des zulässigen Zwanges in jeder Altersgruppe. Hier sollte man vor allem bedenken: Das Christentum ist der Glaube an Gott und an den Menschen, also auch an das Kind. Es ist notwendig, Möglichkeiten für die Vorbereitung von Kindern jedes Alters auf die Mysterien, sei es Taufe, Buße oder das Mysterium der Kommunion zu schaffen. Nicht immer kann man ihnen etwas richtig erklärt werden, aber Kinder übernehmen sehr gut die ehrfürchtige Einstellung zu dem Geschehenden von ihren Eltern, sowie auch von ihren Taufpaten und den Nächsten. Besonders aufmerksam sind sie auf ihre Gleichaltrigen. Das muss immer berücksichtigt werden. Werden Gleichaltrige keine Ehrfurcht haben, wird ihr Kind auch keine Ehrfurcht haben. Wird sich ein Gerücht, z.B. über irgendeinen Missbrauch seitens des Priesters bei der Beichte oder über irgendeinen Zwang oder Gewalt, die während der Verrichtung des Mysteriums seitens der Erwachsenen oder seitens der Geistlichen stattfand, verbreiten, wird es danach sehr schwierig sein, die Beziehung mit den Kindern zu harmonisieren. All das sollte berücksichtig werden. 

Sicherlich ist die Frage nach Anstrengung und Zwang schwierig. Da Kinder den tiefsten Sinn der Mysterien nicht verstehen, ist es nicht einfach, sie in den Zustand des freiwilligen Empfanges des Sakraments und der freiwillige Äußerung des Willens, an ihnen teilzunehmen, zu bringen. Normalerweise vertrauen Kinder eher ihren Eltern, und wegen ihres Vertrauens zu ihren Eltern, sowie auch zu ihren älteren Brüdern und Schwestern in der Familie tun sie dasselbe was die Älteren tun. Das ist sehr wichtig. Meine Erfahrung zeigt eindeutig, dass Kinder nur dann beginnen, sich loszureißen oder sich im Gotteshaus nicht adäquat zu benehmen, wenn die Eltern selbst entweder nicht kirchlich sind oder das Kind zu selten ins Gotteshaus bringen. Wenn das Kind das Gotteshaus mehr oder weniger regelmäßig besucht, dann hat es dort keine Angst; weder reißt es sich los noch schreit es laut, sondern es verhält sich adäquat, ehrfürchtig und ruhig. Das ist eben das Ziel, das man erreichen soll.  Wenn das Kind sich aus irgendeinem Grund nicht so verhält wie es soll, dann kann man seine Taufe oder Beichte oder Kommunion einfach etwa verschieben, sich mit ihm zusammen für die gemeinsame Teilnahme und den Dienst des Mysteriums vorbereiten. Und das wird sicherlich sein Ergebnis bringen. Sicherlich je älter Kinder sind, desto mehr werden sie ins Mysterium und in den göttlichen Dienst einbezogen, das soll man nutzen. Man soll nicht denken, dass es Kindern bis zum Jugendalter von den Mysterien nichts erzählt werden kann. Man kann es wohl, nur muss man es sehr gut verstehen, was und wie viel sie mit ihrem Herzen ihrem Verstand  empfangen können.

Für das Kind ist die spirituelle Erfahrung sehr wichtig. Wenn es im Ergebnis der Kommunion oder der Beichte die Gnade und die spirituelle Freude spürt, wenn es die Liebe Gottes und die Liebe der Kirche an ihm spürt und annimmt, wird es bereit sein, nicht nur wieder und wieder zu kommen, sondern diese Liebe in Bezug auf andere zu äußern und dafür zu beten.

Normalerweise bin ich der Meinung, dass Kinder bis zur Pubertät da sein sollen, wo ihre Eltern sind. Wenn die Eltern ins Gotteshaus gehen, sollen sie sich Mühe geben, bei jeder Möglichkeit ihre Kinder mitzunehmen. Ja, manchmal ist unmöglich, aber doch nicht immer ist es so. Vor allem da heutzutage viele Menschen Autos und andere Mittel zu Erfüllung dieses Wunsches haben. Angefangen von der Pubertät, sogar etwa ab zwölf Jahren, ist das Bild schon ganz anders. Hier ist für die Eltern das wichtigste zu sehen, dass ihr Kind schon gar kein Kind mehr ist, dass es bereits allmählich erwachsen   wird und das bedeutet, dass es gewisse Meinungsselbstständigkeit beansprucht, die man berücksichtigen und in Kauf nehmen muss. Man muss das Kind schon nach seinen eigenen Entscheidungen und Wünschen fragen, ob es die Kommunion empfangen will oder nicht. Sicherlich bedeutet das nicht, dass man alles dem Kind überlassen muss, so dass es das tut, was seine linke Ferse will       – das kann auch zu sehr schlechten Ergebnissen führen. Ja, die Eltern sollen die führende Rolle spielen, aber  wenigstens ein gewisses Maß der Abstimmung mit den älteren Kindern, insbesondere mit Teenagern und Jugendlichen ist einfach notwendig.

Wenn wir die Kinder konventionell in Altersgruppen teilen (dabei ist hier von Vorschulkindern keine Rede, da sie ein eigenes Gespräch benötigen), dann sind sie im Altern von sieben bis elf Jahren immer noch Kinder, die an ihre Eltern gebunden werden sollen. Sicherlich darf man auch diesen Kindern keinesfalls etwas aufzuzwingen. Sie werden selbst sich einfach freuen,  das zu tun, was ihre Eltern vorleben, wenn man sie nicht zu heftig nötigt  und sich bei der Erziehung   der goldenen Mitte zuwendet. Doch ab dem Pubertätsalter, ab zwölf Jahren ist es notwendig, mit Teenagern (und ab sechzehn Jahren bereits mit Jugendlichen) eine gemeinsame Sprache zu finden und nichts zu tun, wenn sich das Kind  resolut gegen etwas entscheidet, wenn es sichtbar ist, dass es in der Kirche dieses oder jenes für absolut unakzeptabel hält. Es ist bekannt, dass Teenager und Jugendliche unterschiedliche Krisenperioden durchmachen. Während dieser Krisen können sie den Glauben sogar verlieren und sagen: „Ich glaube an nichts, man hat mich überhaupt nicht gefragt, als ich getauft wurde, machet was ihr wollt, ich bin nicht dabei“. Dann muss man es schaffen, Geduld zu haben, abzuwarten und dem Teenager oder dem jungen Menschen helfen, aus dieser Krisenperiode herauszukommen. Aber sie keinesfalls zur Beichte oder zur Kommunion zu zwingen. Das bringt nie etwas Gutes.

 


[1]  Damit ist das Wort eines Priesters vor der Beichte gemeint, das er an die Kinder (die meist in der gleichen Altersgruppe sind) richtet, wonach jedes Kind zum Priester mit seiner persönlichen Beichte kommt.

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