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Zur Frage nach der Anzahl der primären sündhaften Leidenschaften: aufgrund der Werke des Erzbischofs Warnawa (Beljajew)

10. September 2012
Im vorliegenden Artikel betrachtet Mönch Iakov (Savelyev) die Hauptschemata der Beschreibung der wichtigsten sündhaften Leidenschaften, die in der asketischen Wissenschaft bekannt sind. Dabei achtet er besonders darauf, wer Autor dieses oder jenes Schemas ist, sowie die schematische geographische Verbreitung. Die Studie enthält auch eine kleine Analyse der Terminologie, die von den Heiligen Vätern zur Bezeichnung der Leidenschaften benutzt wurde.

Bei flüchtigem Hinsehen mag es einem Menschen, der sich mit dieser Frage nicht ernsthaft auseinandersetzt, so vorkommen, als gäbe es hier kein Problem. Das Schema mit den acht sündhaften Haupteigenschaften, das aus den Werken des Hl. Erleuchters Ignatios (Brjantschaninow) stammt und in vielen Beichtanleitungen und Broschüren steht, ist praktisch allgemein bekannt. Versuchen wir aber, zu erklären, was die Heiligen Väter zu dieser Frage genau sagten und schrieben, stellt sich heraus, dass das alles doch nicht so einfach ist. Versuchen wir, die Ideen, die Bischof Warnawa (Beljajew) zu diesem Thema äußerte, nachzuvollziehen. Versuchen wir auch, die Besonderheiten seiner Lehre über die sündhaften Eigenschaften zu verstehen, und zwar anhand dessen, was in den patristischen Werken geschrieben steht.

Was die Klassifikation der Leidenschaften betrifft, schrieb Bischof Warnawa zu seiner Zitierung der patristischen Werke folgendes: „Vor allen Eigenschaften“ sei es „die Eigenliebe“[1], von der „die drei primären Leidenschaften geboren werden“ – Habgier, Ehrgeiz und Lüsternheit[2]. Sie „ihrerseits gebären fünf oder sechs andere Hauptleidenschaften, was insgesamt sieben bis acht Leidenschaften ergibt, welche die ganze Menschheit verwüsten, nämlich Völlerei, Unzucht, Habgier, Zorn, Trauer, Schwermut, Eitelkeit und Stolz. Manche vereinen die letzteren zwei Leidenschaften in einer.“[3] Also gebe es neben dem (oben dargestellten) achtteiligen Schema auch ein anderes, siebenteiliges. Diese Möglichkeit der Beschreibung der Haupt- bzw. primären Leidenschaften (Gedanken) wird von den Heiligen Väter angeboten, obwohl es auch andere gibt.

Bevor wir sie ausführlich betrachten, erzählen wir zunächst von den Besonderheiten, die die Lehre des Bischofs Warnawa über diese Frage prägen. Bei seiner Zitierung des Hl. Mönches Johannes Klimakos in seinem Werk „Grundlagen der Kunst der Heiligkeit“ («Основы искусства святости») schrieb er, dass der Ehrgeiz und der Stolz lediglich zwei Manifestation derselben Leidenschaft seien: „Manche sind gewöhnt, über den Ehrgeiz in einem separaten Kapitel zu schreiben und ihn vom Stolz zu trennen. Deshalb sagen sie eben, dass es acht sündhafte primäre Hauptgedanken gebe.[4] Laut Gregor dem Theologen und anderen sind es aber sieben.[5]  Ihnen stimme ich eher zu.“[6] [Fußnoten werden nicht innerhalb von Zitaten gesetzt!] Also schlug er trotz der weiten Verbreitung des achtteiligen Schemas eine andere Variante der Zählung der sündhaften Haupteigenschaften vor, die seine Bedeutsamkeit ausmacht. Allerdings schrieb er in einem seiner späteren Werk etwas anderes: „Wir stehen nur vor der allerletzten Leidenschaft, Ehrgeiz und Stolz… Das sind die bösesten und die feinsten Leidenschaften“[7]. Hier ist der Einfluss des Hl. Mönches Johannes Klimakos und der anderen Väter spürbar. Allerdings ist dieser Satz kaum geeignet, endgültige Schlüsse darüber zu ziehen, was Seine Exzellenz glaubte.

Betrachten wir nun die Frage nach der Möglichkeit und Fundiertheit der Nutzung der achtteiligen, siebenteiligen und anderer Schemata der sündigen Hauptleidenschaften. Studium und Verallgemeinerung der patristischen Erfahrung zu diesem Thema kann in den Werken des Hl. Erleuchters Ignatios (Brjantschaninow)[8], im Buch „Asketismus nach der christlichen orthodoxen Lehre: eine ethisch-biologische Studie“ («Аскетизм по православно-христианскому учению: Этико-богословское исследование» von Sergej Sarin[9], in den Artikeln „Stolz“ von Larissa Litwinowa und „Sünde“ von Professor Michail Iwanov in der Orthodoxen Enzyklopädie[10] sowie anderen wissenschaftlichen Werken und Arbeiten gefunden werden.[11]

Wenden wir uns aber unmittelbar den diesem Thema gewidmeten Werken der Heiligen Väter zu, sehen wir, dass sie sich bemühen, eine systematische Beschreibung der Sünden zu geben, indem sie diejenigen zu bestimmen versuchen, die den anderen als Quellen dienen. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass Letztere in ihren Systemen unterschiedlich genannt werden. Deshalb betrachten wir, bevor wie uns mit den verschiedenen Varianten der Systematisierung auseinandersetzen, die von den Vätern benutzte Terminologie.

Beginnen wir im orthodoxen Osten. Hier gibt es das von den griechischen Heiligen vorgeschlagene Schema, mit folgenden sogenannten sündhaften Gedanken (λογισμός): Völlerei (γαστριμαργία), Unzucht (πορνεία), Habgier (φιλαργυρία), Trauer (λύπη), Zorn (ὀργή), Schwermut (ἀκηδία), Ehrgeiz (κενοδοξία) und Stolz (ὑπερηφανία). In Bezug auf die erwähnten acht Gedanken sprachen manche Väter auch von acht sündhaften Hauptleidenschaften(πάθος) (beispielsweise der Hl. Mönch Gregor von Sinai). Allerdings konnten die Heiligen Väter, wenn sie von Völlerei, Unzucht, Habgier usw. separat sprachen, je nach Kontext sowohl den Begriff λογισμός als auch πάθος benutzen. Der Unterschied zwischen diesen Begriffen ist zum Beispiel, im Buch von Sarin („Asketismus nach der christlichen orthodoxen Lehre“) beschrieben: „Λογισμός ist der primäre, ursprünglicher Moment der Leidenschaft“. Dagegen definiert er πάθος wie folgt: „Leidenschaft ist eine das Gefühl anregende Bewegung des Begehrens, die infolge einer Vorstellung des Wohls durch ein Ideal zustande kommt. Leidenschaft ist eine Krankheit der Seele.“[12]

In der russischen Tradition benutzen manche Heilige Väter, so wie der Hl. Mönch Nilus von Sora, auch den Begriff „sündhafte Gedanken“ (russ. помыслы), während Andere es vorziehen, den Begriff „sündhafte Leidenschaften“ zu verwenden (die Hl. Erleuchter Ignatios (Brjantschaninow) und Theophan der Klausner).

Der Hl. Mönch Johannes Cassianus, der diese Liste auf Latein aufführt, verwendet den Begriff vitium, der in diesem Falle auch von anderen Autoren, die auf Latein schrieben, benutzt wird, und aufs Deutsch mit dem Wort Laster (russ. порок ) übersetzt werden kann.

Außer der oben erwähnten Liste der Sünden wird im Westen (in der Römisch-Katholischen Kirche) auch eine andere benutzt, die sogar verbreiteter ist. Darin werden die sogenannten sieben Todessünden (lat. Peccata mortaliabzw. mortifera) betont: superbia(Stolz oder Hochmut), invidia(Neid); gula(Völlerei); luxuria(Unzucht oder Begierde), ira(Zorn oder Bosheit), avaritia(Geiz oder Gier), acedia(Schwermut oder Müßiggang). Im Russischen wird der Begriff peccatum wie gesagt durch das Wort грех (im Deutschen als Sünde wiedergegeben. Später, ab dem 14. Jahrhundert, wurde diese Liste, nach den ersten Buchstaben der genannten Sünden, kurz SALIGIA genannt. Es ist zu sehen, dass die erwähnten östlichen und westlichen Schemata einander ähnlich und zum Teil sogar gleich sind. 

Betrachten wir nun die Lehre der Heiligen Väter über die sündigen Leidenschaften (Gedanken) und die Herkunft dieser Schemata der Sünden ausführlicher. Sehen wir uns ihre Werke an, wird sichtbar, dass im Westen das achtteilige Schema ziemlich häufig zu finden und mit der Zeit sogar vorherrschend geworden ist. Wer der Urheber war, ist nicht genau bekannt, doch findet es sich zum ersten Mal in den Werken von Euagrios von Pontikos, der in seinem „Wort über das innere Tun“ schreibt: „Es gibt acht Hauptgedanken, die alle [anderen] Gedanken umfassen. Der erste Gedanke ist Völlerei, danach [folgt] der Gedanke der Unzucht; der dritte ist Habgier; der vierte Trauer; der fünfte Zorn; der sechste Schwermut; der siebte Ehrgeiz; und der achte Stolz.“[13] Hier ist der entsprechende Text auf Griechisch: „ Ὀκτὼ εἰσι πάντες οἱ γενικώτατοι λογισμοὶ, ἐνοἷς περιέχεται πᾶς λογισμός. Πρῶτος ὁ τῆς γαστριμαργίας, καὶ μετα αὐτὸν ὁ τῆς πορνείας; τρίτος ὁ τῆς φιλαργυρίας; τέταρτος ὁ τῆς λύπης; πέμπτος ὁ τῆς ὀργῆς; ἕκτος ὁ τῆς ἀκηδίας; ἕβδομος ὁ τῆς κενοδοξίας; ὄγδοος ὁ τῆς ὑπερηφανίας “[14]). Anscheinend war Euagrios nicht der Autor dieses Schemas, sondern entnahm es aus einer älteren Quelle.[15]

Weiter wird es vom Hl. Mönch Nilus dem Älteren wiedergegeben, der die Reihenfolge von Trauer und Zorn umstellt. In seinem „Wort über acht böse Geister“ spricht er über jeden einzelnen ausführlich.[16] Im Original heißt der Text « Περὶ τῶν ὀκτὼ πνευμάτων τῆς πονηρίας ». Für die Bezeichnung der sündhaften Hauptgedanken benutzt der Heilige Mönch die obenerwähnten griechischen Namen: γαστριμαργία, πορνεία, φιλαργυρία, ὀργῆ, λύπη, ἀκηδία, κενοδοξία, ὑπερηφανία. Während aber andere Väter dafür den Begriff λογισμός[17] verwendeten, schreibt der Hl. Nilus  auch andere Wörter. Schon in der Überschrift nennt er „die acht bösen Geister“ ( τῆς πονηρίας πνευμάτων ), womit er Völlerei, Unzucht, Habgier usw. meint. Weiter im Text benutzt er in Bezug auf diese letzteren, außer dem bereits erwähnten λογισμός, auch das Wort πάθος.[18] Was aber die Überschriften betrifft, verwendet er keines dieser Wörter, sondern schreibt einfach: περὶ γαστριμαργίας, περὶ πορνείας, περὶ φιλαργυρίας usw.

Dieses Schema gibt es auch in den Werken des Hl. Mönches Johannes Cassianus, der in den „Unterredungen mit ägyptischen Asketen“ schreibt: „Es ist übereinstimmende Meinung, dass es acht Haupteigenschaften gibt, die den Mönch angreifen.“[19] (Auf Latein: „Octo esse principialia vitia qua eim pugnant monachum, cunctorum absolutas ententia est“)[20].

Auch an anderer Stelle, in seinem Werk "Über die Grundsätze der Koinobiten", schildert er ausführlich „den Kampf gegen die acht Hauptlaster: Bauchraserei, was die Leidenschaft der Völlerei bedeutet; Unzucht; Habgier, also Eigensucht oder, genauer gesagt, Liebe zu Geld; Zorn; Trauer; Schwermut, die Beklommenheit oder Herzensschmerz bedeutet; Ehrgeiz; Stolz.“[21] („Nunc arripere colluctationem adversus octo principialia vitia..., id est, primum gastrimargiae, quae interpretator gulae con cupiscentia; secundum fornicotionis; tertium philargyriae, quod intelligitur avaritia, velut proprius exprimatur; amor pecuciae; quartum irae; quintum tristitiae; sextum acediae, quod est anxietas, nivetaedium cordis; septimum cenodoxiae, quod sonat vanas eu inanis gloria; octavum superbiae“[22].

Dieses Schema der sündhaften Hauptgedanken wiederholt auch der Hl. Mönch Ephraim der Syrer, der schreibt: „Kind, du solltest wissen, dass es acht Gedanken gibt, die alles Böse erzeugen, und zwar Völlerei, Unzucht, Habgier, Zorn, unangemessene Trauer, Schwermut, Ehrgeiz und Stolz.“[23] Auch der Hl. Hesychios von Jerusalem erwähnt in seinem Wort an Theodulos kurz, dass es „acht sündhafte Hauptgedanken gibt, die den ganzen Bereich solcher Gedanken umfassen, und von denen sie geboren werden… Wenn einer dieser acht Gedanken bis zum Herzen steigt und in ihn hineinkommt, dann bringt er den ganzen Schwarm unreiner Gedanken mit.“[24] („ Oἱ ὀκτὼ γενικώτατοι τῆς κακίας λογισμοὶ, ἐν οἷς περιέχεται πᾶς λογισμὸς, καὶ ἐξ ὦν πάντες τὴν γένεσιν ἔχουσιν... Ὁπόλτερος γὰρ τῶν ὀκτὼ διαλογισμὸς ἀναβὰς ἐν καρδία εἰσέλθη ἐσμὸν λογισμῶν αἰσχρῶν φάλαγγα εἰσαγαγεῖν “[25]).

Diese Liste wird auch vom Hl, Mönch Johannes von Damaskus in seinem Wort „Über die acht Haupteigenschaften“ (auf Griechisch: „ Περὶ τῶν ὀκτὼ τῆς πονηρίας πνευμάτων “) wiedergegeben. Bemerkenswert ist, dass dort nicht die Haupteigenschaften geschrieben stehen, wie der Hl. Erleuchter Theophan der Klausner sie übersetzte, sondern „böse oder lügnerische Geister“. Kehren wir aber zu dem zu betrachtenden Text zurück. Darin schreibt Johannes von Damaskus wie folgt: „Bruder, du solltest wissen, dass es acht Gedanken gibt, gegen die der Mönch kämpfen muss, wie die Hl. Väter sagen. Der erste ist die Völlerei , der zweite böse und unanständige Unzucht, der dritte Habgier, der vierte Trauer, der fünfte Zorn, der sechste Schwermut, der siebte Ehrgeiz, und der achte Stolz.“[26] („ Γίνωσκε, ἀδελφὲ, ὃτι ὀκτὼ εἰσιν οἳ λογισμοὶ οἱ πολεμοῦντες τὸν μοναχὸν, καθὼς λέγουσιν οἳ Πατέρες. Πρῶτον ὁ τῆς γαστριμαργίας, δέυτερος ὁ τῆς κακῆς καὶ αἰσχρᾶς ἰπιθυμίας, τρίτος ὁ τῆς φιλαργυρίας, τέταρτος ὁ τῆς λύπης, πέμπτος ὁ τῆς ὀργῆς, ἕκτος ὁ τῆς ἀκηδίας, ἕβδομος ὁ τῆς κενοδοξίας καὶ ὁ τῆς ὑπερηφανία ὄγδοος “[27]).

Der Hl. Gregor von Sinai sagt auch, dass es „acht primäre Leidenschaften“ gebe, davon „drei primäre: Völlerei, Habgier und Ehrgeiz, und fünf ihnen unterordnete: Unzucht, Zorn, Trauer, Müßiggang, Stolz“.[28] („ τε δὲ οἱ τούτοις ἀκόλουθοι∙ ὁ τῆς πορνείας, καὶ ὀργῆς, καὶ λύπης, καὶ ἀκηδίας; καὶ ὑπερηφανίας “).[29]

Betrachten wir die altgriechischen Texte aufmerksam, bemerken wir, dass einige Heilige Väter das Wort λογισμός, andere πάθος verwenden. Es stellt sich die die Frage, warum dies so ist. Die Antwort darauf liegt anscheinend daran, dass Letzteres von Ersterem abgeleitet ist ; deshalb hielten sie es für möglich, in diesem Schema beide Begriffe zu verwenden. Das ist offensichtlich der Grund, warum der Hl. Nilus der Ältere in seinem Werk „Über acht böse Geister“ für die acht angegebenen Sünden einfach deren Namen schrieb, ohne näher zu präzisieren, ob es sich um entsprechende Gedanken oder Leidenschaften handele.[30]

Allerdings verwendeten die griechischen Heiligen Väter für die acht angegebenen Sünden ursprünglich den Begriff „Gedanken“. So war es beim Euagrios von Pontikos und weiter bei dem Hl. Mönch Ephraim dem Syrer, dem Hl. Hesychios von Jerusalem, dem Hl. Mönch Maximus dem Bekenner, dem Hl. Mönch Johannes von Damaskus[31] und anderen. 

Kehren wir zurück zum achtteiligen Schema. In Russland hielten sich die Heiligen Väter daran. Der Hl. Mönch Nilus von Sora schrieb auf eine entsprechende Frage in seiner „Satzung“: „Nach den Heiligen Vätern gibt es ja acht Hauptgedanken, von denen viele andere leidenschaftliche Gedanken geboren werden: 1. der Völlerei, 2. der Unzucht, 3. der Habgier, 4. des Zornes, 5. der Trauer, 6. der Schwermut, 7. des Ehrgeizes, 8. des Stolzes.»[32] (« Понеже осмь помыслъ, рекошя отци, обдержателных, от нихже и прочим мнозѣм ражатися страстным помыслом: 1. чревообъястный, 2. блудный, 3. сребролюбный, 4. гнѣвный, 5. печалный, 6. унынiа, 7. тщеславный, 8. гордостный »)[33]

Später beschrieb der Heilige Erleuchter Ignatios (Brjantschaninow) in seinen „ „Asketischen Erfahrungen“ die „acht Hauptleidenschaften mit ihren Unterteilungen und Zweigen“ , wobei er die patristische Erfahrung verallgemeinerte. Er gab ihnen folgende Namen: Völlerei, Hurerei, Habgier, Zorn, Trauer, Schwermut, Ehrgeiz, Stolz.[34]

Auch der Hl. Hierarch Theophan der Klausner schrieb, dass „die Heiligen Väter die acht Hauptleidenschaften wählten und ihre Beispiele beschrieben, was jeder Suchende benutzen kann. Allerdings sind das nicht die einzigen Gegenstände des Kampfes, sondern nur die wichtigsten. Deshalb finden wir bei Anderen Beschreibungen anderer Leidenschaften und Regeln zu ihrer Bekämpfung.“[35]  Auch der Hl. Erleuchter Ignatios benutzt hier das Wort „Leidenschaften“.

Auch andere Heilige Väter und kirchliche Schriftsteller hielten sich an diese achtteilige Liste der Hauptgedanken (Leidenschaften).

Dazu sollte angemerkt werden, dass im Osten die Lehre über die Anzahl der sündhaften Leidenschaften gewisse Besonderheiten hatte. Der Hl. Mönch Johannes Klimakos schreibt, es seien „ manche gewöhnt, über den Ehrgeiz in einem separaten Kapitel zu schreiben und ihn vom Stolz zu trennen. Deshalb sagen sie eben, dass es acht sündhafte primäre Hauptgedanken gebe[36]. Laut Gregor dem Theologen und anderen sind es aber sieben[37].  Dem stimme ich eher zu“. („ Τινὲς μὲν ἰδιαιρέτῳ τάξει καὶ λόγῳ τὴν κενοδοξίαν παρὰ τὴν ὑπερηφανίαν φιλοῦσιν ὁρίζειν· ὅθεν καὶ ὀκτὼ τοὺς τῆς κακίας λογισμοὺς πρωτεύοντας καὶ ἐπιτρόπους λέγουσιν εἶναι. Ὁ δὲ θεολόγος Γρηγόριος, καὶ ἕτεροι ἑπτὰ πάλιν τούτους ἐξέδωκαν οἷς ἔγωγε μάλιστα συντίθεσθαι πείθομαι “)[38]. Also schlug der Klimakos vor, Ehrgeiz und Stolz zu einer Leidenschaft zu vereinen, wie es im Westen durch Papst Gregor gemacht worden war. In diesem Falle benutzte der Klimakos übrigens das Wort „Gedanken“ (λογισμός).

Bezüglich des letzten Zitats aus der Klimax sollte angemerkt werden, dass mit Bezug auf die Optina-Pystun-Brüder, also ein Werk des Hl. Erleuchter Gregor dem Theologen, lediglich geschrieben steht: „Diejenigen, die, nachdem sie aus ihren Seelen den unreinen sachlichen Geist vertrieben, ihre Seelen mit der Erkenntnis kennzeichneten und anreicherten, ließen sie nicht müßig und untätig, damit sie (…) von den sieben bösen Geistern nicht erneut und noch heftiger verheert werden konnten (so wie geglaubt wird, dass es sieben Geister der Tugend gebe).“[39] (Auf Griechisch heißt es am Ende des Satzes: „ ὧστε... αὖθις καταληφθηναι ὑπὸ τῶν πτα τῆς κακίας πνευμάτων , ὅ σα καί τῆς ἀρετῆς ἀπερίθμηται “[40]). Hier benutzte der Hl. Erleuchter Gregor den Begriff „böse Geister“ (auf Griechisch τῆς κακίας πνευμάτων) ), den auch die anderen Väter für die sündhaften Hauptleidenschaften benutzten (zum Beispiel die Hl. Mönche Nilus der Ältere und Johannes von Damaskus) und sie den sieben Tugenden gegenüberstellten. Doch ist das Zitat offensichtlich zu unbestimmt, um auf ihrem Grund Ehrgeiz und Stolz als eine einzelne Leidenschaft anzusehen. Allerdings gibt es diesen Verweis im Originaltext der Klimax nicht. Eventuell meinte der Hl. Mönch Johannes gar nicht die Worte des Hl. Erleuchters Gregor, oder die Meinung des Letzteren wurde in den uns überlieferten Korpora seiner Werke gar nicht richtig wiedergegeben. Außerdem sagte der Klimakos, dass auch andere Väter diese Ansicht teilten, obwohl es leider keine Nachweise darüber gibt, wen er dazu zählte.

Doch wie gesagt gab es auch andere Listen der Hauptsünden bzw. sündhaften Leidenschaften. Im Westen übernahm die Katholische Kirche nach den Werken des Thomas von Aquin das oben beschriebene Schema der sieben Todsünden.[41] Als Autor gilt Papst Gregor der Große, der im Jahre 590 die östliche Liste der acht sündhaften Hauptgedanken redigierte und deren Begriffe in den ersten römisch-katholischen Gebeten wie folgt ins Lateinische übersetzte: gula (Völlerei), fornicatio (Unzucht, Begierde), avaritia (Habsucht, Geiz), tristitia (Trauer, Verzweiflung), ira (Zorn, Bösheit), vanagloria (Ehrgeiz), superbia (Stolz). Seine Redaktion bestand darin, dass der Papst in dieser Liste „Verzweiflung auf Schwermut, und Ehrgeiz auf Stolz (unterstrichen durch mich – M.I.) reduzierte, Begierde und Neid hinzufügte und Unzucht wegkürzte“.[42]

In der Russischen Orthodoxen Kirche wurden Listen mit sieben Sünden von verschiedenen Heiligen Vätern und kirchlichen Schriftstellern vorgeschlagen. So nannte Petro (Mohyla), der die Todsünden, von denen im westlichen Schema gesprochen wird, speziell behandelte (wobei Ehrgeiz und Stolz zusammenfallen), als die wichtigsten: „Stolz, Habsucht, Unzucht, Neid, Völlerei,  Ranküne und Indolenz“. Es ist zu sehen, dass es sich von der lateinischen Vorlage, nach der er eventuell vorging, nur dadurch unterscheidet, dass er statt Zorn (ira) und Müßiggang (acedia) von „Ranküne“ und „Indolenz“ schrieb.[43]

Bischof Pjotr (Jekaterinowskij) nennt als mögliche Variante der Klassifikation der Leidenschaften sowohl das achtteilige Schema, von dem oben die Rede war, als auch das siebenteilige lateinische. In seinem Buch „Aufweisung des Weges zum Heil (Erfahrung der Asketik)“ [russ. «Указание пути к спасению (Опыт аскетики)»] schreibt er: „manche halten sieben Hauptleidenschaften für die Wurzeln aller Sünden: Stolz, Völlerei, Genusssucht, Schwermut, Eigensucht, Zorn und Neid.“[44] Es ist zu sehen, dass der Bischof die lateinischen Todsünden luxuria und avaritia in dieser Liste als „Genusssucht“ und „Eigensucht“ wiedergab. Allerdings ähnelt der letzte Name auch der Übersetzung des griechischen Begriffs φιλαργυρία, was für einen Versuch spricht, eine Synthese der östlichen und der westlichen Klassifikationen zu erreichen. Es ist interessant, dass er diese Sünden die „sieben Hauptleidenschaften“ nennt, wobei er das letzte Wort aus dem östlichen Schema verwendet.

Es gab auch weniger verbreitete Listen der Hauptsünden, etwa vom Hl. Mönch Maximus dem Bekenner oder vom Hl. Mönch Paisius Welitschkowski. Ersterer schrieb in seinen „Vierhundert Capita der Caritate“: „Hüte dich vor der Mutter des Bösen, der Eigenliebe, die eine unvernünftige Liebe zum eigenen Körper ist. Denn davon werden mit anscheinend guten Absichten die drei ersten leidenschaftlichen ungestümen Stammgedanken geboren, und zwar Völlerei, Habgier und Ehrgeiz, die ihre Veranlassungen dem notwendigen körperlichen Bedarf entnehmen; und von ihnen wird das ganze Gezücht der Leidenschaften geboren.“[45] ( „ Πρόσεχε σεαυτῷ ἀπὸ τῆς μητρὸς τῶν κακῶν, φιλαυτίας, ἦτις ἐστὶν ἡ τοῦ σώματος ἄλογος φιλία. Ἐκ ταυτες γὰρ εὐλογοφανῶς τίκτονται οἱ πρῶτοι καὶ ἐμπαθεῖς καὶ γενικώτατοι τρεῖς ἐμμανεῖς λογισμοί∙ ὁ τῆς γαστριμαργίας λέγω, καὶ φιλαργυρίας, καὶ κενοδοξίας...∙ ἐξ ὦν γεννᾶται ἅπας ὁ τῶν κακῶν κατάλογος ")[46] Hier verwendete der Hl. Maximus gemäß der Tradition den Begriff λογισμός.

Nicht ganz klar äußerte sich über die Anzahl der sündhaften Haupteigenschaften der Hl. Mönch Paisius Welitschkowski. In seinem Werk „Feldlilien“ (russ. «Крины сельные») führt er eine Liste der Sünden an, die sowohl der westlichen als auch der östlichen Varianten wenig ähnelt: „Von den sieben folgenden Leidenschaften, Eigenliebe, Habgier, Stolz mit Ehrgeiz, Ranküne, Verurteilung, Eingebildetheit ist Verzweiflung das Ende aller Leidenschaften.“ Von ihnen werden seiner Meinung nach auch die anderen geboren.[47] Bei diesen Worten ist nicht ganz klar, ob er Ehrgeiz und Stolz für eine einzige Leidenschaft hielt und damit dem Hl. Mönch Johannes Klimakos folgte, oder sie doch getrennt sah.

Ungeachtet der Existenz anderer Schemata der sündhaften Hauptleidenschaften (Gedanken) war in der Orthodoxen Kirche die oben beschriebene achtteilige am verbreitetsten. Manche angesehene Heilige Väter schlugen aber auch andere Varianten vor. Aus der Tatsache jedoch, dass Bischof Warnawa sich in dieser Frage an die Lehre des Hl. Mönches Johannes Klimakos hielt und nicht an das Schema der Väter, kann geschlossen werden, dass ihm die Meinung des Autors der Klimax meistens, wenn nicht immer, wichtiger als die Meinung der anderen Heiligen Vätern war. Zumindest war dies so, als er sein Hauptwerk „Grundlagen der Kunst der Heiligkeit“ schrieb, obwohl er dabei an die ältere Tradition anknüpft und das Wort wählte, das sich später in der Russischen Orthodoxen Kirche weit verbreitete.



[1] Слова подвижнические  . Слово 51. С. 226; s. auch: [Hl. Erleichter Theodor von Edessa] ФеодорЕдесский, свт. Сто душеполезнейших глав. Гл. 93 // [Philokalie] Добротолюбие. СТСЛ., 1993. Т. 3. С. 342;  [Hl. MönchMaximusderBekenner] Максим Исповедник, преп. О любви. Вторая сотница. Гл. 59 // [Philokalie] Добротолюбие. СТСЛ., 1993. Т. 3. С. 188; [Hl. Mönch Gregor von Sinai] ГригорийСинаит, преп. Главы о заповедях и догматах, угрозах и обетованиях... Гл. 106 // [Philokalie] Добротолюбие. СТСЛ., 1993. Т. 5. С. 202.     

[2] Vgl.: Слова преп. Симеона. Слово 23. Вып. 1. С. 208-209.

[3] S.: Варнава (Беляев), еп. Основы искусства святости. Опыт изложения православной аскетики. Т. 1. Н. Новг.: Изд-во братства во имя св. кн. Александра Невского, 1995. С. 311-313.

[4] S.: [Hl. MönchNilusder Ältere] Нил Синайский, преп. О восьми лукавых духах. Гл. 1-19 // Творения. Т. 1. М., 1858. С. 201-222; Собеседования египетских подвижников. Собеседование 5. Гл. 2. С. 240.

[5] Григорий Богослов, свт  . Слово 39 // Творения. Ч. 3. М., 1889. С. 214.

[6] Иоанн Лествичник, преп. Лествица. 7-е изд. Серг. Пос.: Изд-е Козельской Введенской Оптиной пустыни, 1908. Слово 22, 1. С. 143; S.: Варнава (Беляев), еп. Основы искусства святости. Опыт изложения православной аскетики. Т. 2. Н. Новг.: Изд-во братства во имя св. кн. Александра Невского, 1996. С. 251;

[7] Варнава (Беляев), еп. Преподобная Синклитикия Александрийская или малая аскетика: преподобная Синклитикия Александрийская, ее жизнь и поучения. Н. Новг.: Изд-во братства во имя св. кн. Александра Невского, 1997. С. 58.

[8] S.: Игнатий (Брянчанинов), свт. Аскетические опыты. Гл. Восемь главных страстей с их подразделениями и отраслями // Творения. Т. 1. М.: Паломник, 2000. С. 155-158.

[9] S.: Зарин С. М. Аскетизм по православно-христианскому учению: Этико-богословское исследование. СПб., 1907. С. 309-330.

[10]Л. В. Литвинова. Гордость // ПЭ. Т. 12. С. 108; М. СИванов, проф.Грех // ПЭ. Т. 12. С. 338-339.

[11] S .: Герменевтика «восьмеричной» схемы пороков // 3749767_GERMENEVTIKA_VOSMERICHNOY_SHEUY_POROKOV.pdf. URL: liveinternet.ru/users/isolophey/post110069326. Дата обращения — 24.12.2011.

[12] С. М. Зарин, проф  . Аскетизм по православно-христианскому учению. СПб., 1907. С. 685.

[13] Евагрий Понтийский . Слово о духовном делании. Ст. 6 // Творения аввы Евагрия. Аскетические и Богословские трактаты. М., "Мартис", 1994. С. 96. S. auch: Евагрий Понтийский. Слово о духовном делании. Ст. 6-12 // Творения аввыЕвагрия. Аскетические и Богословские трактаты. М., "Мартис", 1994. С. 96-98.

[14] PG 40, 1272; Εὐαγρίου . Λόγος πρακτικός, 6 / ed. Α. Guillaumont, C. Guillaumont // Sources Chretiennes. T. 171. Paris, 1971. P. 506-508 .

[15] С. М. Зарин, проф . Аскетизм по православно-христианскому учению. СПб., 1907. С. 312-318.

[16] S.: Нил Синайский, преп. О восьми лукавых духах // Творения. Ч. 1. М., 1858. С. 201-222.

[17] Die Beispiele s. oben und unten.

[18] S.: PG 79, 1145-1164.

[19] S.: Собеседования египетских подвижников . Собеседование 5. Гл. 18. С. 255.

[20] PL 49, 635.

[21] О постановлениях киновитян. Кн. 5. Гл. 1. С. 48-49; S. также: О постановлениях киновитян. Кн. 5-12. С. 48-164.

[22] PL 49, 202-203.

[23] Ефрем Сирин, преп. Писания духовно-нравственные. № 55. О восьми помыслах // Творения. Т. 2. Серг. Пос., 1908. С. 390; S. также: Его же. О добродетелях и страстях // Творения. Т. 3. Серг. Пос., 1909. С. 390.

[24] S.: Исихий Иерусалимский, блаж. К Феодулу душеполезное и спасительное слово о трезвении и молитве. Гл. 177 // Добротолюбие. Т. 2. СТСЛ, 1993. С. 196-197.

[25] PG 93, 1536.

[26] S.: Иоанн Дамаскин, преп. О восьми главных страстях. П. 1 // Русский инок. 1912. Вып. 8. URL: http://www.russian-inok.org/books/ri0812.html#local5. Дата обращения: 11.06.12.

[27] PG 95, 80.

[28] Григорий Синаит, преп. О заповедях и догматах, угрозах и обетованиях, еще же о помыслах, страстях и добродетелях, и еще о безмолвии и молитве. Гл. 91 // Добротолюбие. Т. 5. СТСЛ., 1993. С. 198.

[29] PG 150, 1268.

[30] S.: PG 79, 1145-1164.

[31] S.: Максим Исповедник, преп. Четыреста глав о любви. Гл. 159 // Добротолюбие. Т. 3. СТСЛ., 1993. С. 188; PG 91, 1004.

[32] S.: Нил Сорский, преп. «Устав». П. 5. О различии видов нашей борьбы и победы над восмью первоначальными страстными помыслами и прочими // Преподобные Нил Сорский и Иннокентий Комельский. Сочинения. СПб.: Изд-во Олега Абышко, 2008. С. 133.

[33] Ebenda . С. 132.

[34] S.: Игнатий (Брянчанинов), свт. Аскетические опыты. Гл. Восемь главных страстей с их подразделениями и отраслями // Творения. Т. 1. М.: Паломник, 2000. С. 155-158.

[35] S.: Феофан Затворник, свт. Путь ко спасению. М., 1899. Отд. III. Гл. 3. С. 288.

[36] S.: : Григорий Богослов, свт. Слово 39 // Творения. Ч. 3. М., 1889. С. 214.

[37] Иоанн Лествичник, преп.  Лествица. 7-е изд. Серг. Пос.: Изд-е Козельской Введенской Оптиной пустыни, 1908. Слово 22, 1. С. 150.

[38] PG 88, 948-949.

[39] Григорий Богослов, свт. Слово 39 // Творения. Ч. 3. М., 1889. С. 214.

[40] PG 36, 345.

[41]  S .: Семь смертных грехов // Энциклопедия Кругосвет: Универсальная научно-популярная онлайн-энциклопедия. URL: krugosvet.ru/enc/kultura_i_obrazovanie/religiya/SEM_SMERTNIH_GREHOV.html. Дата обращения: 22.02.2012.      

[42] S.: Смертный грех // Википедия. URL: ru.wikipedia.org/wiki/Смертный_грех. Датаобращения: 21.02.12;KallistosWare, archbishop. Introduction // John Climacus: The Ladder of Divine Ascent Colm Luibheid. New York: Missionary Society of St. Paul The Apostle, 1982. Р. 63.

[43] S.: Петр (Могила), свт. Православное исповедание Соборной Кафолической и Апостольской Церкви Восточной. М., 1900. Ч. III. Вопр. 23-25. С. 116-117.

[44] S.: Петр (Екатериновский), еп. Указание пути к спасению. (Опыт аскетики). Серг. Пос.: СТСЛ, 1905. Ч. 1. Отд. 2. Подотд. А. Разряд 1. Член 2: Диэтетика. Гл. 3. § 15. С. 41-42.

[45] S.: Максим Исповедник, преп. Четыреста глав о любви. Гл. 159 // Добротолюбие. Т. 3. СТСЛ., 1993. С. 188.

[46] PG 90, 1004.

[47] S.: Паисий (Величковский), преп. Крины сельные или цветы прекрасные, собранные вкратце от Божественного Писания. О заповедях Божиих и о святых добродетелях. Одесса: Изд-е Русскаго Свято-Ильинскаго скита на Афоне, 1910. Слово 16. С. 19.

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