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Die Zehn Aussätzigen

21. Dezember 2012
„Wenn wir in uns nur Rührung empfinden darüber könnten, wer Gott ist und darauf mit Dankbarkeit reagieren! Wenn wir nur angetan sein könnten von der vielen Liebe, die uns ebenso durch die Fürsorge anderer Menschen entgegengebracht wird, und als Antwort darauf rein aus Dankbarkeit zu leben beginnen würden, wie leicht wäre dann das Leben für jeden von uns und was für ein Fest!“ – aus einer Predigt zur Heilung der zehn Aussätzigen von Metropolit Antonij von Sourozh

Die heutige Lesung aus dem Evangelium spricht von der Dankbarkeit, von einer Eigenschaft also, die für uns selbstverständlich sein sollte, die man aber so selten unter uns findet.

In einem der mittelalterlichen Katechismen ist alles, was in der Heiligen Schrift von Gott gesagt wird, in einem Kapitel mit dem Namen „Glauben“ zusammengefasst. Alles andere, was wir sehr häufig „unsere Pflichten“ Gott, den Menschen und uns gegenüber nennen, in einem Kapitel mit dem wunderbaren Namen: „Von der Dankbarkeit“ Und in der Tat, wenn Gott wirklich Der ist, Der Er ist, so, wie wir Ihn durch Sein Handeln uns gegenüber kennen: barmherzig und unendlich geduldig und hilfsbereit, Der sich uns offenbart und sein Leben für uns hingegeben hat, dann bleibt uns eigentlich nichts anderes mehr übrig, als in voller Dankbarkeit Ihm gegenüber zu leben, damit Er Seine Freude an uns habe. Und damit wäre alle gesagt und getan.

Wenn wir in uns nur Rührung empfinden darüber könnten, wer Gott ist und darauf mit Dankbarkeit reagieren! Wenn wir nur angetan sein könnten von der vielen Liebe, die uns ebenso durch die Fürsorge anderer Menschen entgegengebracht wird, und als Antwort darauf rein aus Dankbarkeit zu leben beginnen würden, wie leicht wäre dann das Leben für jeden von uns und was für ein Fest!

Darüber gilt es nachzudenken, denn wir sind so reich beschenkt und dabei doch so geizig!

Lasst uns darüber nachdenken, was heute im Evangelium gesagt worden ist. Zehn Menschen, Aussätzige, das heißt, von Lepra Erkrankte, kamen zu Christus. Sie hatten eigentlich gar kein Recht, sich Ihm zu nähern und Ihn zu berühren. Christus heilte sie alle, doch nur einer kehrte zurück, um Ihm zu danken und Gott zu preisen. Und dieser Eine war ein Fremder.

Wie furchtbar ist es, dass wir einerseits so reich sind, an unserem Wissen um Gott, um Seine Gnade und Seine Gaben und gleichzeitig so ruhig und kühl auf all das reagieren, was uns gegeben wird. Und siehe, da kommt ein Mensch, von Unglück gepeinigt, ein Fremder, der für einen Moment all dessen, was wir im Verlaufe unseres Lebens täglich um uns haben, bereit ist, alles zu geben, was er besitzt. Er ist in der Lage, Dank zu sagen. Dabei sollten doch wir unter den Menschen die Gemeinschaft sein, die aus der Rührung heraus von Gott her lebt, die erfüllt ist von Dankbarkeit Ihm gegenüber, die Ihm Freude bereiten will und ihre Mitmenschen trösten. Das ist alles, was wir eigentlich tun sollten.

Möge uns der Herr ein lebendiges Herz geben, ein Herz dass zur Hilfe eilt und edel ist, ein Herz, das fähig ist, Dank zu sagen, nicht nur in Worten, sondern mit dem gesamten Leben!

Amen

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