Функционирует при финансовой поддержке Федерального агентства по печати и массовым коммуникациям
Goldener Fonds
Leserkommentare rss

Offizielle Stellungnahme der Orthodoxen Vorsteher und Repräsentanten

16. Oktober 2013
Wir, die Oberhäupter und Repräsentanten der Orthodoxen Ortskirchen, die zusammen gekommen sind in Moskau zur Feier des 1025-jährigen Jubiläums der Taufe Russlands auf Einladung von Patriarch Kirill von Moskau und ganz Russland, sehen es als unsere Pflicht an die Stimme zu erheben zur Verteidigung unsrer christlichen Brüder, die der Verfolgung wegen ihres Glaubens in den verschiedenen Teilen der Welt heute ausgesetzt sind.

Jeden Tag werden Tausende an Christus Glaubende gequält und aus ihren Heimatländern vertrieben, viele Menschen finden den Tod.

Nachrichten über Folterungen und Ermordungen kommen aus Nigeria, Pakistan, Afghanistan und Indien. Im Kosovo werden religiöse Heiligenstätte entweiht, viele Kirchen wurden zerstört und vielen Menschen wird die Möglichkeit verwehrt, die Gräber ihrer Verwandten zu besuchen und im Land ihrer Vorfahren zu Gott zu beten.

Die Situation im Nahen Osten verursacht tiefe Besorgnis. Viele Staaten dieser Region werden mit einer Welle von Gewalt und Terror überflutet, wobei Christen hierbei zu Opfern werden. Libyen, wo es fast keine Christen mehr gibt, zerbricht in Stammeskriegen. Terroristische Handlungen gehen im Irak weiter, wo von den vormals 1,5 Millionen Christen nur ein Zehntel das Land noch nicht verlassen hat. Die Situation in Ägypten wird immer alarmierender, da der dortige Konflikt in einer neuen blutigen Phase ist und die christliche Bevölkerung in einem Massenexodus das Land verlässt. Kummer und Leid haben die Familien von Tausenden einfacher Menschen erfasst. In der Regel sind die am wenigsten geschützten Gruppen der Bevölkerung bei entstehenden Konflikten jene der ethnischen und religiösen Minderheiten.

Im September 2010 fand das erste Treffen der Orthodoxen Oberhäupter des Nahen Ostens auf Zypern statt. Die Oberhäupter drückten ihre tiefe Besorgnis über die Situation in der Region und die Zukunft der Christen in diesen Gebieten aus. Die gleichen Bedenken wurden beim gleichen Treffen im August 2011 in Jordanien ausgedrückt, in Konstantinopel im September 2011 und auf Zypern im März 2012. Die Stellungnahme zur Unterstützung der leidenden Christen im Nahen Osten wurde beim Treffen der Oberhäupter und Vertreter der Orthodoxen Ortskirchen, abgehalten in Moskau im November 2011, angenommen.

Die Situation in Syrien ist heute besonders tragisch. Im Feuer der Fraktionskämpfe werden Christen wie auch Vertreter anderer religiöser Gruppen massakriert, aus ihren Heimatstädten, Dörfern und Orten vertrieben, aus Orten, wo sie schon seit Jahrhunderten in Frieden mit Menschen anderer religiöser Traditionen zusammen gelebt haben.

Paramilitärische Gruppen zögern nicht, alle möglichen Mittel zu nutzen, um ihre Ziele zu erreichen. Horrorszenen von Gewalt, öffentlichen Hinrichtungen, Verletzungen der menschlichen Würde und Verstoß gegen Menschenrechte sind zur Gewohnheit geworden. Entführungen und Ermordungen, die oft zum Zweck von Geldgier erfolgen, sind eine allgemeine Erscheinung. Extremisten machen auch keinen Halt vor religiösen Führern, die immer im Nahen Osten respektiert wurden.

Die Weltmassenmedien, wie auch viele Politiker, übergehen die Tragödie der Christen im Nahen Osten mit Schweigen.

Wir drücken unsere Solidarität mit Seiner Seligkeit Youhannan X. von Antiochien und dem ganzen Osten aus, der nicht unsere Freude der Feierlichkeiten mit uns heute teilen konnte, da er bei seiner Gemeinde in diesen schweren Zeiten sein muss. Unsere Gebete sind mit ihm und unseren Brüdern in Christus, die den ganzen Tag dem Tod ausgesetzt sind (Röm 8, 36).

Wir fühlen den Schmerz mit dem leidenden Volk von Syrien. Wir verlangen, dass die herausragenden christlichen Bischöfe von Syrien – Metropolit Boulos von Aleppo und Iskerderun und der syrisch-jakobitische Metropolit Mar Gregorios Youhanna Ibrahim von Aleppo -  sofort befreit werden.  

Wir richten diesen Appell an alle kämpfenden Seiten und an jene, die politischen Einfluss auf die Situation haben: Stoppt die Welle der Gewalt und die Vernichtung der Bevölkerung! Verhängt ein Moratorium auf die militärischen Feindseligkeiten, so dass eine Grundlage für eine friedliche Lösung des Bürgerkriegs an einem Verhandlungstisch ausgearbeitet werden kann! Befreit alle entführten Geistlichen und Zivilisten!

Als Diener des Allmächtigen Gottes richten wir unsere Gebete an den Schöpfer des Friedens, den Allmächtigen Herrn, dass Frieden und Liebe unter den Brüdern im Nahen Osten wieder hergestellt werden, Flüchtlinge so bald wie möglich nach Hause kommen können, die Verletzten geheilt werden und die unschuldigen Menschen, die getötet wurden, in Frieden ruhen. Möge der Herr alle in diesen Feindseligkeiten Involvierten mit Weisheit erfüllen und dem guten Willen, diese zu beenden!

Patriarch Theodoros II. von Alexandria und Ganz Afrika;

Für das Patriarchat Antiochien – Metropolit Antonio von Mexiko, Venezuela, Zentral-Amerika und der Karibik, Leiter der Delegation

Patriarch Theofilos III. der Heiligen Stadt Jerusalem und Ganz Palästinas

Patriarch Kirill von Moskau und der Ganzen Rus’

Katholikos-Patriarch Ilia II. von Ganz Georgien

Patriarch Irinej von Serbien

Für die Rumänische Orthodoxe Kirche - Metropolit Iosif von West- und Süd-Europa; Leiter der Delegation

Patriarch Neofit von Bulgarien

Erzbischof Chrysostomos II. von Neu-Justiniana und Ganz Zypern

Für die Griechische Orthodoxe Kirche – Metropolit Prokopios von Philippi, Neapolis und Thasos, Leiter der Delegation

Metropolit Sava von Warschau und Ganz Polen

Für die Orthodoxe Kirche der Tschechischen Lande und der Slowakei – Erzbischof  Rostislav von Prešov, Leiter der Delegation

Metropolit Tikhon von Ganz Amerika and Kanada.
добавить на Яндекс добавить на Яндекс