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Es gibt klare Beweise für Unterschiede in der Arbeit des Gehirns eines Atheisten und eines Gläubigen

9. März 2009
Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Toronto Universität, angeführt von Michael Inzlicht, führte ein umfangreiches Experiment durch. Die Teilnehmer des Experiments wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Gläubige und Atheisten. Die Messungen der Hirnaktivität, die während der Aufgaben durchgeführt wurden, zeigten deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen.

„Ein ganz anderes Gehirnzentrum horchten dagegen Forscher um Michael Inzlicht von der University of Toronto in ihrer EEG-Studie ab: den anterioren zingulären Kortex, kurz ACC genannt. Die Aufgabe des Vorderhirnareals wird üblicherweise in der Korrektur fehlerhafter Erwartungen gesehen, erläutert Inzlicht. "Man kann ihn sich wie eine Art 'kortikalen Wecker' vorstellen, der jedes Mal klingelt, wenn ein Individuum etwas falsch gemacht hat." Dadurch zieht er die Aufmerksamkeit auf die gerade misslungene Übung.

Seine Aktivität beobachteten die Wissenschaftler während eines so genannten Stroop-Tests, bei dem bunt gedruckte Wörter auftauchen und Probanden die angezeigte Farbe nennen sollen. Das Tückische: Alle Wörter sind Farbnamen, was dazu verleitet, das Geschriebene einfach vorzulesen. Welche enorme Konzentration dafür nötig ist, kann jeder mit einem simplen Selbstversuch einmal ausprobieren.

Immer wieder trieb das Team um Inzlicht so ihre Teilnehmer in einen Fehler und stellte schließlich fest: Je frommer ein Proband sich beschrieben hatte, desto leiser klingelte der ACC im Experiment. Anscheinend vergibt sich das fromme Gehirn wesentlich leichter die eigenen Fehler, mutmaßt Inzlicht. Andere mögliche Einflussfaktoren, wie allgemeine Intelligenz oder Persönlichkeit, seien aus dem Resultat herausgerechnet worden.

Insgesamt könnte Frömmigkeit oder bereits allein der Glaube an Gott einen beruhigenden Effekt haben, erklärt Inzlicht. Während der Atheist immer die vergleichsweise heftigen Reaktionen seines ACC zu fürchten habe, könne der religiöse Mensch an Herausforderungen angstfreier herangehen und gelassener mit Widersprüchen umgehen. Dazu passe auch, dass diese Probandengruppe insgesamt leicht besser abschnitt.“ (http://www.wissenschaft-online.de)

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