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Die Lehre der Bibel und der Heiligen Väter über das Bild und die Ähnlichkeit Gottes im Menschen und das evolutionstheoretische Konzept der Anthropogenese: die Problematik der Zuordnung (Vortrag anlässlich der 17. Internationalen Weihnachtlichen Bildungslesungen) 

13. März 2009
Inwiefern lässt sich zwischen der biblischen Erzählung von der Erschaffung des Menschen und den  wissenschaftlichen Vorstellungen über die Anthropogenese eine Beziehung herstellen? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt jahrelanger Diskussionen zwischen den Vertretern der kreationistischen und der evolutionstheoretischen Sichtweise. Priester Oleg Mumrikow, Dozent an der Moskauer Geistlichen Akademie, stellt in seinem Vortrag die Problematik des Verhältnisses zwischen Wissenschaft und Glaube am Beispiel der Lehre der Bibel und der heiligen Väter über das Bild und die Ähnlichkeit Gottes[1] im Menschen im Kontext der Schöpfungsgeschichte dar.

Der Ursprung der Menschheit ist eines der Schlüsselthemen der modernen Apologetik. Dabei ist die Frage nach der Zuordnung der ersten Kapitel des Genesis-Buches zum evolutionären Konzept der Anthropogenese der Punkt, der die lebhaftesten Diskussionen hervorruft. In erster Linie werden diese geführt zwischen den so genannten wissenschaftlichen Kreationisten, die „den Vorrang des Wortes" vor wissenschaftlichen Erkenntnissen postulieren, und den so genannten Teleologisten, die sich vor allem auf die biologische Anthropologie und ein allegorisches Verständnis des Heiligen Textes stützen.

Leider neigen die Befürworter beider Vorgehensweisen methodologisch zu einer konsequenten mechanischen Reduzierung des Ganzen auf die einfache Summe seiner Teile. In der modernen Naturwissenschaft hat man den Reduktionismus längst zugunsten der ihm entgegengesetzten holistischen (ganzheitlichen) Vorgehensweise in Weltanschauung und Methodologie ad acta gelegt. In der Apologetik ist jedoch hier und da eine gewisse Denkträgheit festzustellen, eine rigorose Setzung von „Entweder-oder"-Fragen. So müssen wir entweder, trotz der anthropologischen und paläontologischen Befunde, glauben, dass Adam vor etwa siebeneinhalb Jahrtausenden zusammen mit Dinosauriern und Hominiden gelebt habe und der Neandertaler „einfach ein Mensch war, der in Armut lebte und an Arthritis und möglicherweise auch an Syphilis litt" (?!)[2], oder mit F. Collins[3] gestehen, dass „die Geschichte über Adam und Eva definitiv nicht historisch ist"[4].

Dieser Vortrag beansprucht nicht, in diese Diskussion einzutreten. Unsere Aufgabe ist es, die  Komplexität des Gesamtproblems am Beispiel eines einzelnen Aspekts aufzuzeigen, nämlich der Lehre der Bibel und der Heiligen Väter über das Bild und die Ähnlichkeit Gottes im Menschen im Kontext der Erzählung von seiner Erschaffung.

In der modernen westlichen Exegetik sind Auslegungen weit verbreitet, die für eine in der Zeit gedehnte, „stufenweise" Erschaffung des ersten Menschen sprechen (Gen. 2:7: „Da bildete Gott, der Herr, den Menschen aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele"[5]). „Bei der Anerkennung der evolutionären Hypothese und ihrer Anwendung auf den Menschen ist es notwendig, auch das Wirken Gottes des Schöpfers anzuerkennen, welcher der Materie die Fähigkeit zum Evolutionieren verleiht (...). Aber in diesen evolutionären Prozess mischte sich ein qualitativer Sprung ein, der durch die Erschaffung des geistlichen Elements verursacht war (...). Das letztere stellte eine neue Erscheinung dar, die von außen, also von der Einmischung Gottes des Schöpfers stammte", schreiben die katholischen Exegeten Enrico Galbiati und Alessandro Piazza[6]. Diese Autoren folgen damit der Richtung, welche die päpstliche Enzyklika "Humani generis" (1950) vorgegeben hatte[7] und nach der freie Studien und Diskussionen über die evolutionäre Hypothese des Ursprungs der Menschheit genehmigt wurden.

Ähnliche Sichtweisen können in den Arbeiten protestantischer Theologen gefunden werden, u.a. im Werk des amerikanischen Forschers Ian G. Barbour[8] und in den Werken der anglikanischen Priester Arthur Peacocke[9] und John Polkinghorne[10]. Der letztere schrieb: „Der Sündenfall darf nicht als ein einzelner todbringender Akt unserer Urahnen verstanden werden, von dem all unser Unglück herrührt. Dennoch muss es im Laufe der menschlichen Evolution eine Periode des Erwachens des Selbstbewusstseins gegeben haben, die mit einer beginnenden Besinnung auf Gott einherging, während der sich das Menschliche durch die Gegenüberstellung mit dem Göttlichen vergewisserte. (...) Genau so darf heute das traditionelle theologische Konzept der Vererbung der Sündhaftigkeit durch den Menschen" verstanden werden[11]. (Hier begegnen wir nicht nur einer Vermischung der Ereignisse - der Entstehung des Menschen einerseits aus dem Nicht-Sein und dem Sündenfall, - sondern auch einer sehr gefährlichen Tendenz, die dogmatische Lehre über die Ursünde - und dementsprechend über die Erlösung - von Grund auf in Frage zu stellen[12])

In den Veröffentlichungen einiger orthodoxer Autoren tauchen ähnliche, jedoch vorsichtigere Auslegungen von Gen. 2:7 auf. So schreibt Erzpriester Nikolaj Iwanow: „Früher galt die Meinung, dass die Erschaffung des Menschen in einem Augenblick geschah. Diese Meinung war sowohl mit der Vorstellung über die Allmächtigkeit Gottes als auch mit einem statischen Verständnis der Welt insgesamt verbunden, das nicht nur für die antike Welt, sondern auch noch für die jüngere Zeit prägend war"[13].

Demnach unterscheiden mehrere moderne Exegeten im Akt der Schöpfung des Menschen zwei Phasen: erstens die Erschaffung des Körpers im Gange der natürlichen biologischen Evolution, und zweitens die Einhauchung „des Atems des Lebens", die eben das ist, was den Menschen zum Menschen macht und also auch die Entstehung des Bildes Gottes bedeutet. Versuchen wir zu klären, inwiefern diese Sichtweise berechtigt ist.

Die biblische Vorgehensweise[14] der Wahrnehmung des Menschen als der ersten Ikone Gottes, der ihn seinem Bild und seiner Ähnlichkeit gemäß geschaffen hat (Gen. 1:26), postuliert tatsächlich eine Sichtweise, die „die Krönung der Schöpfung" vor allem als geistlich-persönliches Wesen betrachtet.

In der gegenwärtigen Auffassung wird die Persönlichkeit durch zwei Hauptparameter bestimmt: das Selbstbewusstsein, das sich in den zwei ursprünglichen fundamentalen Kategorien „Haben" und „Sein"[15] realisiert, und das Anderssein, also die Fähigkeit jedes konkreten Menschen, die ganze Tiefe der eigenen Einzigartigkeit durch den Verkehr mit anderen „Ichs" zu erleben. Da jede Persönlichkeit einmalig ist, sollte sie auch einen Namen haben, der das ausdrückt, was einem bei der Aufzählung der individuellen Eigenschaften dieses Menschen, die ihn von anderen Menschen unterscheiden, „entgeht".[16]

Außerdem ist eine Persönlichkeit auch noch durch eine ganze Reihe wichtigster Charakteristika eines Individuums gekennzeichnet, die diese von einem Tier unterscheiden: Erstens das permanente (wenn auch nach der Tragödie des Sündenfalls eventuell nicht bewusste) Streben nach dem Höchsten, Unendlichen und Absoluten; diese Suche ist direkt verbunden mit der ontologischen Unsterblichkeit der Persönlichkeit (bzw. des Geistes) des Menschen als „Bild Gottes". Sie fehlt bei Tieren, die eine niedrigere, sinnliche und folglich sterbliche Seele besitzen.[17] Zweitens die schöpferische Fähigkeit (Gen. 2:15, Gen 2:19-20) als Siegel des Bildes Gottes und besondere Gabe[18]. Drittens die Vernunft, die dabei nicht nur logisch und zur Widerspiegelung des Kosmos fähig, sondern auch spirituell ist und die innere Wahrnehmung der Wahrheit mittels des Glaubens vermittelt.
 
Der Ehrwürdige Maximus der Bekenner lehrte, dass der Schöpfer „nach seinem Wissen die Logoi des [= von allem] Entstandenen und die allgemeinen Wesen des Seienden"[19] gleichzeitig erschaffen habe. Und wenn die ganze Schöpfung an dem hypostatischen  Logos - also Gott dem Wort, - teilhat und in IHM vereinigt ist, dann hat insbesondere der Mensch an IHM teil, und zwar als ein besonderer geistlicher Kosmos, der aus natürlichen, moralischen und theologischen Kontemplationen besteht und in sich die Gottheit als Bild des Logos[20] widerspiegelt. Diese Gottheit „beschert dem würdigen [Menschen] ordnungsgemäß und angemessen sowohl die Kenntnisse, die in den Logoi der sichtbaren [Dinge] [enthalten] sind -  ähnlich dem Kosten des Leibes [Gottes]- als auch das Wissen, das in den Logoi der intelligiblen [Dinge] [enthalten] ist - ähnlich dem Trinken des Blutes [des Herrn]; diese hat die Weisheit seit langem und auf eine geheimnisvolle Art vorbereitet"[21]. Eben in diesem hohen Sinne haben die Heiligen Väter den Menschen als „wortbegabtes Tier" und „Logoswesen" (logikos) bezeichnet - im Unterschied zu anderen auf Erden lebenden „sprachlosen Geschöpfen"[22]. Der Erstgeschaffene Adam betrachtete die Tiere [Gen. 2:19-20], „mittels seines Logos betrachtete er sie, erkannte den verborgenen Logos jedes solchen Teils des Weltgebäudes, und erschuf für ihn einen Namen"[23].

Viertens ist die wesentliche Grundlage der Persönlichkeit als Bild Gottes „ihr königliches Privileg, ihre Größe und ihre Würde", also eben die Freiheit[24], die mit der Macht über die gesamte erschaffene Welt einhergeht (Gen. 1:28; Gen. 2:19-20; Ps. 8:7-9; Weis 10:1-7)[25]. Zugleich ist der Mensch auch ein moralisches Wesen, welches das gottgegebene innere Gesetz im Herzen trägt, das bei der freien Wahl zur Güte hin tendiert (Röm. 5:12). Mit diesem Gesetz sind das moralische Bewusstsein und das Streben nach Perfektion, also nach Heiligkeit aufs Engste verbunden[26], die selbst bei den am höchsten entwickelten Tieren fehlen. Sie beinhalten das Schamgefühl (das „die Beziehung des Menschen zu seinem ureigenen Aufbauprinzip" darstellt"[27]), das Gewissen (das ein inneres Gesetz ist, das Urteile über den positiven oder negativen Wert von Handlungen ermöglicht), die Pflicht (also der Notwendigkeit, dem moralischen Ideal entsprechend zu handeln, das für einen Menschen durch seinen Willen und seine Vernunft bestimmt wird), die Verantwortung (also der moralischen Rechenschaftspflicht für eine begangene Handlung) und, schließlich, [das Konzept der] Vergeltung[28].

Obwohl der Mensch „in seiner geistlichen Struktur und seinem Leben" sogar das innertrinitarische Leben „nach dem Bilde" widerspiegeln kann[29], ist für uns das Wesen der menschlichen Natur selbst in gewissem Sinne nach wie vor ein Geheimnis und ein Mysterium[30]; denn auch wenn eine Persönlichkeit ihre innere Welt im Prozess ihrer Entstehung und Entwicklung erkennt, steht es nicht in ihrer Macht, „den Abgrund ihrer eigenen Natur" völlig zu begreifen.

Die partielle semantische Ersetzung des Eigennamens „Adam" durch den allgemeinen Gattungsnamen „Mensch" im Masoretischen Text, in der Septuaginta und in einigen anderen Übersetzungen, ist von deren Exegeten längst bemerkt worden. Der Grund dieser „Abweichungen der Lesarten" liegt sicherlich nicht im willkürlichen Umgang der Übersetzer mit den Heiligen Texten, sondern in einer Führung durch die Vorsehung während der Entstehung des von Gott inspirierten Textes der Septuaginta.

Der tiefe semantische Zusammenhang zwischen den Wörtern „Adam" und „anthropos" klärt sich dann endgültig im Kontext der Theologie der Heiligen Väter. „Das Wort, das sagt: Gott schuf den Menschen (hervorgehoben durch uns - Priester O.M.), weist durch die Unbestimmtheit der Bezeichnung auf die gesamte menschliche [Natur]. Denn hier wird das Erschaffene nicht `Adam´  genannt, so wie in der darauf folgenden Erzählung, sondern der erschaffene Mensch hat einen Namen, der nicht konkret, sondern allgemein ist. Folglich werden wir durch diesen allgemeinen Namen zu der Vermutung gebracht, dass in dieser ersten Anordnung das gesamte Menschliche mit  göttlichem Vorherwissen und göttlicher Kraft umfangen ist. (...) Und so, wie ein Mensch je nach seinem Körper quantitativ umfangbar ist und ein quantitatives Maß seiner Hypostase existiert, das auf die Körperoberfläche beschränkt ist, so ist auch die volle Gesamtheit der Menschheit, denke ich, wie ein Körper, durch die vorherwissende Kraft Gottes des Ganzen, umfangen (...). Denn das Bild befindet sich nicht in einem Teil der Natur, und die Gnade ist  nicht in irgendeinem Element, das in ihm existiert; sondern diese Kraft verbreitet sich über die ganze Gattung (...). Also ist die gesamte Natur, die sich von den Ersten bis zu den Letzten verbreitet, das eine Bild von `Ich Bin´[31]", schrieb der Heilige Hierarch Gregor von Nyssa[32]. So entfaltet sich im Menschen und in der Menschheit das Bild Gottes als ein einmaliges Siegel der Dreieinigen Gottheit.

Die untrennbare Einheit des ersten Menschenpaares und ihrer Nachkommen, die auch schon vollwertige Persönlichkeiten waren, sollte dieses Bild Gottes und dessen Ähnlichkeit in ihrer vollen Ganzheit entfalten, und nur die Tragödie des Sündenfalls störte die Verwirklichung der Absicht des Schöpfers. Im gefallenen Zustand ist der Mensch nicht mehr Persönlichkeit im vollen Sinne des Wortes, da er zu einem Individuum wird, das sich einen Teil der gemeinsamen Natur egoistisch „aneignet". „Denn das Bild Gottes erreicht seine Vollständigkeit nur dann, wenn die menschliche Natur der Natur Gottes ähnlich wird... es existiert nur eine Natur, die allen Menschen gemein ist, obwohl sie uns als durch die Sünde zersplittert und in viele Individuen zerteilt zu sein scheint. Dies ist die ursprünglich geschaffene und in der Kirche wiederhergestellte Einigkeit der Natur", verdeutlicht W.N. Losskij[33], der sich streng an der Überlieferung der Heiligen Väter orientiert[34].

Außerdem ist, wie bereits erwähnt, das wichtigste fundamentale Charakteristikum einer Persönlichkeit eben ihr Anders-Sein, also die Fähigkeit jedes konkreten Menschen, sich der ganzen Tiefe der eigenen Einzigartigkeit durch den Umgang mit anderen „Ichs" bewusst zu werden. In diesem Sinne bewirkt die Erschaffung der Frau aus der Rippe Adams die Trennung in zwei Geschlechter und die Vermehrung der Hypostasen der einen menschlichen Natur, eben des persönlichen Selbstbewusstseins, das „sich vollkommen nicht in einem auf sich selbst geschlossenen, vereinzelten `Ich´ auffaltet, sondern (...) nach seiner Beschaffenheit (...) eine `Er´-Bestätigung impliziert und sich endgültig nur im `Wir´ verwirklicht. Nach einer prägnanten Bezeichnung des Vaters Sergius Bulgakow erkennt eine erschaffene Persönlichkeit sich als solche nur, indem sie „sich im Spiegel der anderen `Ichs´ sieht"[35]. Sonst kann sie beginnen, die eigene Existenz anzuzweifeln. Davon überzeugt uns der biblische Text in der Originalsprache. Indem Ch. Yannaras Gen. 2:23 kommentiert, merkt er an, dass Adam sich in Bezug auf die Existenz seiner Gefährtin bestimmt und benennt. Nach der Erschaffung Evas ist er nicht einfach Adam ('Adam), sondern ein Mann (ish), während diejenige, die „vom Mann genommen ist", die Bezeichnung „Frau" (isha) bekommt[36].

Alle oben aufgezählten Aspekte scheinen tatsächlich nur das im Menschen wirkende geistliche Prinzip zu betreffen. Aber nicht ignoriert werden sollte ein so wichtiger Punkt, wie die symbolische und geheimnisvolle Widerspiegelung des „Bildes und der Ähnlichkeit Gottes" nicht nur in der Seele, sondern auch in der Leiblichkeit des Menschen. Dabei geht es nicht nur um das erstgeschaffene und sündlose Bild, sondern um eines, das sich nach der Sündenfall-Tragödie im Zustand der Leidenschaftlichkeit und Vergänglichkeit befindet. In der „Krönung der Schöpfung" strömt der das Bild des Schöpfers tragende Geist nach dem Göttlichen Plan durch die Materie; er vereinigt sich mit der Leiblichkeit zu einem einheitlichen Ganzen. Darauf weisen direkt oder indirekt einige Väter hin, unter anderem der Selige Augustinus, der schrieb, „es wäre keine Unvereinbarkeit, zu sagen, dass sogar der Körper Gott ähnlich erschaffen ist (hervorgehoben durch uns - Priester O.M.)", da er im Vergleich zu den anderen materiellen Wesen am meisten der Weisheit teilhaftig ist[37]. Auch der Heilige Hierarch Gregor von Nyssa machte auf die Verbindung der aufrechten Haltung des menschlichen Körpers mit „der königlichen  Würde" und der „Gabe des Wortes" aufmerksam: „Die Gestalt des Menschen ist gerade und richtet sich zum Himmel, und er schaut nach oben"[38].

Viele Väter und kirchliche Schriftsteller gingen von dieser fundamentalen natürlichen Eigenschaft der menschlichen Natur aus, um die Etymologie des griechischen Wortes „anthropos" aus dem Wort „an-aireo" („sich nach oben wenden") herzuleiten[39]. Nach dem Ehrwürdigen Maximus dem Bekenner ist  der menschliche Mund „ein Symbol der Vernunft, entsprechend dem alle, die ihr [also der Vernunft] teilhaftig sind, als vernünftige Wesen (...) mit der obersten und einzigen Vernunft zusammenwachsen - der Ursache jeglicher Vernunft"[40].

Der Heilige Hierarch Irenäus von Lyon, der fast fünf Jahrhunderte zuvor gelebt hatte, hatte ebenfalls gemeint, „mit den Händen des Vaters, also durch den Sohn und den [Heiligen] Geist, wird der Mensch, und nicht ein Teil des Menschen, Gott ähnlich erschaffen (...) der perfekte Mensch ist die Vereinigung und die Verbindung der Seele (...) mit dem Leib, der nach dem Bilde Gottes erschaffen ist"[41]. Unter den späteren Vätern, die über die Einbeziehung des menschlichen Körpers ins Bild Gottes lehrten, kann auf den Heiligen Hierarch Gregor Palamas hingewiesen werden, der lehrte, dass unser Leib „über solche Nähe zu Gott (...) verfügt, dass er sogar fähig war, sich mit IHM in einer Hypostase zu vereinigen"[42].

Der Heilige Hierarch Philaret (Drozdow)[43] zitierte in seinem Werk „Vermerke zum Buch Genesis" die Worte des Heiligen Apostels Paulus über den Leib, der „gleichförmig dem Leib der Herrlichkeit" Christi, des inkarnierten Gottmenschen,  sei (Phil. 3:21)[44]. Als der Ehrwürdige Justin (Popović)[45] von der Präsenz des Bildes Gottes im Körper des gefallenen Menschen sprach, widmete er sich auch der liturgischen Überlieferung, und zwar dem Stichiron des 8. Tons aus der „Ordnung der Bestattung von Laien", in der steht: „Ich weine und heule, wenn ich an den Tod denke und in den Särgen unsere nach dem Bilde Gottes erschaffene Schönheit sehe, ungestalt, unwürdig, unförmig"[46]. Die Väter, die sich solcher Bekenntnisse enthielten, scheuten wahrscheinlich die Extreme der häretischen Schlussfolgerungen, die für die Antropomorphiten, einige Vertreter des ägyptischen Mönchstums (IV-V Jh.) und ihre Nachfolger, kennzeichnend waren, die gelehrt hatten, „falls der Mensch nach dem Bild Gottes erschaffen ist, hat Gott selbst auch das Bild des Menschen".

Über die feinen Unterschiede in der Bedeutung der biblischen Wörter „Fleisch" (sarks) und „Leib" (soma)[47] dachte auch Professor S.W. Troitskij[48] nach. Er betonte, dass der Begriff „Fleisch" eher artspezifisch, substantiell sei, während der Begriff „Leib" einen individuellen Mensch bezeichne, der im Gegensatz zum Tier nicht „nach ihrer Art" (Gen. 1:21), sondern „nach dem Bild Gottes" (Gen. 1:27) erschaffen und ein individuell-persönliches Wesen sei. Für die Menschheit sei „Fleisch" lediglich in der Bildung der von Gott bestimmten Anzahl unsterblicher Persönlichkeiten sinnvoll. Es habe eine dienende und vorübergehende Bedeutung und solle zusammen mit seinen nutritiven und artspezifischen Funktionen zugrunde gehen (1 Kor. 6:13). Aber der „Leib" jedes der durch die Gnade transformierten Menschen wird in der Zukunft zum ewigen „Tempel des Heiligen Geistes" (1 Kor. 6:19), sei also prinzipiell sakral. Das ganz umgekehrte Verhältnis zwischen „Leib" und „Fleisch" liege bei Tieren vor, die zur Erhaltung des Menschen erschaffen seien. „Daher haben Tiere, streng gesagt, keinen Leib, sondern sie sind nur Fleisch"[49].

Im Gegensatz zu allen anderen Lebewesen, die die Erde je bewohnten und bewohnen, ist der Mensch also in der vollen Fülle[J1]  seiner psychosomatischen Natur eben Träger eines besonderen Siegels der Gottheit.

Sprechen wir von der Erschaffung des ersten Adam, scheint es in diesem Kontext wichtig zu sein, die Frage des kirchlichen bzw. des Verständnisses der heiligen Väter von der Abfolge schöpferischer Akte, der wir im biblischen Text begegnen, zu klären. Bei diesem Problem weisen viele auf die Bedeutung des Wortes „adama" („kultivierte Erde") hin und schließen daraus, dass Gott ein anthropoides Wesen genommen und den Körper dieses Geschöpfes in einen menschlichen Körper umgeschaffen habe, der fähig gewesen sei, die menschliche Seele zu beinhalten, und diesen dann mit dem „Atem des Lebens" erfüllt habe[50].

„Jeder, der die veredelte Sorte eines Obstbaums auf einen Wildling aufgepfropft hat, weiß, dass der Pfröpfling die Kräfte für das Wachstum und die Entwicklung von dem Baum, der ihn empfangen hat,  erhält, indem er sich auf Kosten seiner Wurzel, seines Stammes und seiner Blätter ernährt. Ein Züchter soll dabei die unnützen Zweige des Wildlings allmählich entfernen. Letztendlich werden die Triebe der neuen Sorte die einzigen an diesem Stamm sein - man bekommt also einen Baum der neuen fruchtbaren Sorte. Dennoch wird keiner behaupten, dass die veredelte Sorte als Ergebnis der Pfropfung vom Wildling entstanden sei. Denn es können sogar Bäume verschiedener Arten sein: zum Beispiel kann ein Apfelbaum auf einen Birnenbaum aufgepfropft sein, ein Pfirsichbaum auf einen Aprikosenbaum, und umgekehrt. Möglicherweise fand bei der Entstehung des Menschen etwas sehr Ähnliches statt. (...) Er ist ein edler Trieb des evolutionären Baums des Lebens, der vom Schöpfer selbst aufgepfropft wurde."[51]

E. Galbiati und A. Piazza beziehen sich auf die parallelen Stellen in der Bibel, die Gott das zuschreiben, was eine Folge sekundärer Ursachen ist: „Denn du bildetest meine Nieren. Du wobst mich in meiner Mutter Leib" (Ps. 139:13); „Deine Hände haben mich ganz gebildet und gestaltet um und um, und nun verschlingst du mich! Bedenke doch, dass du mich wie Ton gestaltet hast! Und jetzt willst du mich zum Staub zurückkehren lassen! Hast du mich nicht hingegossen wie Milch und wie Käse mich gerinnen lassen? Mit Haut und Fleisch hast du mich bekleidet und mit Knochen und Sehnen mich durchflochten. Leben und Gnade hast du mir gewährt, und deine Obhut bewahrte meinen Geist" (Hiob 10:8-12); „Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Atem des Allmächtigen belebt mich" (Hiob 33:4)[52].

Als eine durch die Heiligen Väter autorisierte Begründung dieser exegetischen Vorgehensweise wird häufig der Gedanke des Heiligen Hierarchen Gregor von Nazianz zitiert, der sagte, der Schöpfer „erschafft (...) den Menschen (...) indem ER von der bereits erschaffenen Materie den Körper nahm, und von SICH SELBST das Leben hineinbrachte (was im Wort Gottes unter dem Begriff der über die Vernunft verfügenden Seele und des Bildes Gottes bekannt ist)"[53]. Oder, in den Worten des Heiligen Hierarchen Theophan des Einsiedlers[54]: „Gott erschuf den Körper des Menschen aus Staub. Dieser Körper, was war er? Ein Tonpüppchen oder ein lebendiger Körper? - Er war ein lebendiger Körper, war ein Tier in Gestalt eines Menschen mit einer animalischen Seele. Danach hauchte Gott Seinen Geist in ihn - und so wurde aus dem Tier der Mensch"[55].

Manchmal wird auch der Ehrwürdige Seraphim von Sarow[56] zitiert: „Und alle drei Teile unserer Natur wurden aus dem Staub vom Erdboden erschaffen, und Adam war nicht tot erschaffen, sondern als ein agierendes animalisches Geschöpf, ähnlich den anderen auf Erden lebenden beseelten Geschöpfen. Hätte ihm Gott danach nicht den Atem des Lebens, also der Gnade, ins Gesicht gehaucht, wäre er allen anderen Geschöpfen ähnlich geblieben"[57].

Scheinbar teilte auch der Heilige Hierarch Philaret (Drozdow) eine ähnliche Denkweise, der, als er über die Erschaffung des Menschen sprach, betonte: „Er wird nicht durch einen einmaligen Akt erzeugt, sondern durch eine allmähliche Bildung, so ähnlich wie zunächst das Licht erschaffen ward, und danach die Gestirne gebildet wurden "[58]. Allerdings ist unser erstes Zitat nicht ganz eindeutig, und die drei letzteren, wie von J. Maximow[59] überzeugend nachgewiesen, beinhalten, wenn sie im  jeweiligen Gesamtkontext der Bekenntnisse der genannten Heiligen Väter betrachtet werden, nicht den Sinn, den die Befürworter der evolutionären Entwicklung der körperlichen Natur des Menschen darin erkennen wollen.

So kritisierte der Heilige Hierarch Theophan der Einsiedler den zeitgenössischen materialistischen Evolutionismus mehrmals entschlossen und heftig. „Dieser moralische Verfall - ist er nicht das, woraus auch die Theorie der Entstehung des Menschen aus Tieren geboren ist? Wie weit kann man nur gehen! Das ist, weil man vom Herrn immer weiter weg läuft, immer weiter weg..." - so emotional reagierte Bischof Theophan auf den Darwinismus. Er nannte „die letzten Phantasien über die Entstehung des Menschen" als „Wahn eines Verschlafenen"[60].

Der Wyscha[61]-Einsiedler reflektierte in seinem Kommentar zu Gen. 2:7 also eher über den hierarchischen Aufbau der geistlich-seelisch-körperlichen Natur des Menschen und über die logische (nicht die zeitliche) Aufeinanderfolge der schöpferischen Akte. Was die Worte des Ehrwürdigen Seraphim in ihrem Gesamtkontext betrifft, ist leicht zu erkennen, dass er seinem Gesprächspartner einen ganz anderen Gedanken vermitteln wollte, und zwar, dass Adam, ungeachtet seiner Vollständigkeit, ohne die Gemeinschaft des Heiligen Geistes den anderen „wortlosen" Geschöpfen gleich geblieben wäre[62]. Außerdem verliehen der Heilige Hierarch Theophan und der Ehrwürdige Seraphim dem Wort „Tier", das sie in Bezug auf die erstgeschaffenen Menschen verwendeten, sicherlich nicht einen streng biologischen, sondern einen archaischen Sinn, - es bedeutete also „Lebewesen".

Indem sich J. Maximow[63] auf die textologischen Kommentare und die Wörterbücher Brown-Driver-Briggs (Oxford, 1951), Holladay (Leiden, 1989), und Clines (Sheffield, 1993) bezieht[64], verficht er auch das buchstäbliche Verständnis des Wortes „adama" („Boden im eigentlichen Sinne, als kultivierte Erde; Grundstück, Landbesitz, Grund, Ton, Nährboden; Erde als materielle Substanz"). Er hält es für einen Hinweis auf eine unbelebte materielle Substanz, die als Grundlage für ihre direkte übernatürliche Transformation in den Körper des erstgeschaffenen Menschen diente. Zur Bestätigung seiner Sichtweise macht J.Maximow besonders auf das Wort „afar" („Staub, trockene Erde; kleine Grundpartikel; Kies") in der Konstruktion „afar min-ha-adama" (Gen. 2:7) aufmerksam.

Mit der Analyse der zwei biblischen Erzählungen über die Erschaffung der Welt und des Menschen (im 1. und 2. Kapitel des Buchs Genesis) beschäftigt sich auch Priester L.Tsypin[65]. Gemäß der Tradition macht er auf ihre formal „entgegengesetzten Chronologien" aufmerksam, sieht aber im 2. Kapitel des Buches Genesis nicht nur eine anthropozentrische Erzählung (wie es die meisten Theologen tun), sondern betont den Hinweis, dass Adam als erstes von allen erschaffenen Lebewesen auf Erden erschaffen wurde (S. Gen. 2:4-5, 19) - folglich, eben aus nicht-organischer Materie. „Der Boden [des sechsten Tages, laut der anderen Erzählung aus dem 1. Kapitel des Buches Genesis] ist mit diversen Mikroorganismen und organischen Stoffen angereichert. Aber die Logoi Gottes, die Logoi der Natur des Menschen (`Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen...´ - Gen. 1:26) sonderten aus diesem Boden ausschließlich den Staub vom Erdboden aus - also die nicht-organischen Stoffe, aus denen sie auch den Körper des Menschen erschufen. (...) Dieser Gedanke über die Erschaffung des Körpers des Menschen aus nicht-organischen Stoffen kann auch nicht anders ausgedrückt werden, als es in Gen. 2:4-7 geschieht (...) Also widersprechen die Erzählungen des ersten und des zweiten Kapitels des Buches Genesis einander nicht, sondern ergänzen sich. Und sie sind - auch wenn einige es so sehen möchten - keine einfachen und nicht-übereinstimmenden Zitierungen unterschiedlicher Quellen", fasst Vater L. Tsypin zusammen[66].

Zugunsten des traditionellen Verständnisses von Gen. 2:7 können die folgenden bekannten Worte des Heiligen Hierarchen Gregor von Nyssa zitiert werden: „Da der aus Seele und Körper bestehende Mensch eins ist, müssen wir eine gemeinsame Grundlage seiner Zusammensetzung vermuten, so, dass diese sich weder als älter noch als jünger als er selbst erweist, [wie es der Fall wäre], wenn das Körperliche in ihm primär und das Restliche gefolgt wäre. Aber wir behaupten, dass entsprechend dem, was oben niederschrieben ist, durch die vorhersehende Kraft Gottes das volle menschliche Ganze zum Sein gebracht wurde, was auch die Prophezeihung bezeugt, die besagt: Gott weiß alles, noch bevor es geschieht (Dan. 13:42) (hervorgehoben durch uns. - Priester O.M.). Bei der Erschaffung jedes Teiles war es nicht so, dass ein Teil vor dem anderen entstand - weder die Seele vor dem Körper, noch umgekehrt - damit der Mensch durch keine zeitliche Differenz zertrennt war und so nicht in Unstimmigkeit mit sich selbst geriet. (...) Denn falls eines zuvor existiert hätte und das andere danach entstanden wäre, hätte sich eine gewisse Unvollkommenheit der Kraft des Schöpfers erwiesen, die zur schlagartigen Erschaffung von Allem nicht ausreichend gewesen wäre, sondern den Akt zerteilt und sich mit jeder der Hälften getrennt befasst hätte"[67].

Der Ehrwürdige Johannes von Damaskus behauptete, dass „der Körper und die Seele gleichzeitig erschaffen wurden"[68]. Die vorrevolutionäre russische exegetische Tradition hielt sich ebenfalls an die Sichtweise, laut der die schöpferischen Akte in Gen. 2:7 nicht chronologisch, sondern spekulativ bzw. logisch einzuordnen wären[69]. Diese Einstellung hat tiefe dogmatische Grundlagen. Nach der Theologie der Heiligen Väter und der kirchlichen Überlieferung liegt die Sache so, dass der menschliche Körper hinsichtlich seiner Beziehung zur Seele nicht in Form einer selbstständigen Natur präexistieren kann, da sowohl die Seele als auch der Körper sich nur im Verband der einen persönlichen menschlichen Hypostase verwirklichen bzw. das reale Sein erlangen[70].

Dabei ist die orthodoxe Anthropologie in ihrer Fülle bekanntlich nur in der Christologie zu erkennen und zu entfalten. Indem der Ehrwürdige Johannes von Damaskus über das Mysterium der Fleischwerdung des Vorewigen Logos sprach, schrieb er: „Das Göttliche Wort hat sich nicht mit einem Leib vereinigt, der zuvor selbständig existierte, sondern ES, das im Schoß der Heiligen Jungfrau Wohnung nahm, hat in seiner Hypostase aus dem heiligen Blut der Immerwährenden Jungfrau den Leib auf unbeschreibliche Weise angenommen, (...) indem ES sich [daraus] die Elemente der des menschlichen Teiges  genommen hat. Für den Leib ist das Wort selbst die Hypostase geworden. Also ist der Leib gleichzeitig der des Gott-Logos und auch der beseelte Leib, der sowohl mit Vernunft als auch mit Verstand begabt ist. Eben daher sprechen wir nicht von einem Menschen, der vergöttlicht wäre, sondern von Gott, der sich vermenschlicht hat"[71]. Folglich müssten im erstgeschaffenen Adam als im Urbild („Typos") Christi des Messias (Röm. 5:12-21; 1 Kor. 15:21-22, 45-49)[72] zugleich sowohl der Körper als auch die Seele erschaffen worden sein. Die Gedanken der Heiligen Väter führen uns auch in die tiefere „inverse Typologie" ein: Adam („Typos") wird nach dem Bild Christi, des Heilands (Archetypos), erschaffen, dem es obliegt, Fleisch anzunehmen[73].

Das heißt also, dass wir bei der mechanischen Trennung der zwei schöpferischen Akte zu „apologetischen Zwecken" demselben Fundamentalismus und der (im negativen Sinne dieses Wortes) scholastischen Denkweise begegnen. Die ersprießliche Lösung des Problems der Zuordnung scheint nicht nur in der Berücksichtigung der anthropologischen und der archäologischen Realien zu liegen (was für sich selbst auch wichtig ist), sondern auch in der ganzheitlichen Betrachtung des theologisch-philosophischen Kontextes, also der dogmatischen Lehre von der Schöpfung, der Menschwerdung Gottes, der Erlösung und des Sündenfalls und seiner Konsequenzen (einschließlich jener für unsere Wahrnehmung „des Gewebes der Raum-Zeit", allgemein für die Gnoseologie im Zusammenhang mit der Theologie der „Kleider aus Fell"[74] und dem „Komplementaritätsprinzip"[75]), sowie der inneren Einheit des Alten und des Neuen Testaments.

Falls wir aber, ungeachtet der zahlreichen Vorbehalte, zur Erklärung der Erschaffung des menschlichen Körpers doch das [oben erwähnte, s. auch Anm. 50-52] theologische Konzept („adama" bedeutet „kultivierte Erde") sowie eine der zahlreichen heute existierenden makroevolutionären Theorien annehmen, haben wir es unvermeidlich mit der gewaltigen, durch keine Naturgesetze erklärbaren, qualitativ wunderbaren Transformation der somatischen Organisation eines hypothetischen anthropoiden Wesens in die potentiell perfekte, unverwesliche Natur Adams zu tun. Bei einer aufmerksamen Betrachtung werden die Aspekte der „Hieroglyphizität", der „Unbegreiflichkeit" und des „Mysteriösen", nur auswuchern und damit das bekannte Prinzip von Ockhams Rasiermesser verletzen. Das würde sicherlich den  zwischen Theologie und Wissenschaft geführten Dialog erschweren, anstatt ihn zu erleichtern.

Daher scheint es für einen gläubigen Verstand viel angebrachter, die von Gott offenbarte Wahrheit über die gleichzeitige Erschaffung von Seele und Körper des ersten Menschen aus dem „Staub vom Erdboden" nach dem Bild des Vorewigen Gottes und IHM ähnlich zu akzeptieren. In diesem Falle kann die Besprechung der teleologischen Entwicklung im Bezug auf die anderen Lebewesen, einschließlich der menschenähnlichen Hominiden, getrost beiseite gelassen werden. Diese Frage geht aber über den Rahmen unseres Vortrages hinaus[76].


[1] In Gen 1:26 wird das, wonach der Mensch geformt wird, durch zwei verschiedene Nomen ausgedrückt - <bezalmenu> und <bidmutenu>. Diese Konstruktion ist noch in der Vulgata „ad imaginem et similitudinem nostrum" sowie in der unrevidierten Elberfelder-Übersetzung zu findet „in unserem Bilde, nach unserem Gleichnis", jedoch in keiner späteren deutschen Übersetzung des Textes. So heißt es in der Einheitsübersetzung „Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich." Jedoch haben die meisten Heiligen Väter, die diese Bibelstelle ausgelegt haben, einen Unterschied zwischen den beiden Begriffen gesehen. So urteilt z.B. der Hl. Basilius der Große: In Vers 26 möchte Gott den Menschen nach seinem Bild und seinem Gleichnis erschaffen, tut es nach Vers 27 jedoch nur nach seinem Bild. So ist das Bild Gottes im Menschen das, was der Mensch erhalten hat, das Gleichnis Gottes ist jedoch das, was er während seines Lebens erlangen kann. Weiter Informationen sind in http://bogoslov.ru/de/text/469701.html  zu finden. (Anm.d.Ü.)

[2] Неделько В.И., Хунджуа А.Г. Основы современного естествознания: православный взгляд. - М.: Паломник, 2008. - С. 260 (Nedelko W.I., Hundzhua A.G. Die Grundlagen der modernen Naturkunde: die orthodoxe Sichtweise.

[3] Francis S. Collins ist ein US-amerikanischer Genetiker, der zahlreiche wichtige Beiträge zur Erforschung von Gendefekten leistete, die die Erbkrankheiten Mukoviszidose, Chorea Huntington und Neurofibromatose auslösen. Seit 1993 leitete er das Humangenomprojekt. Seit 2009 ist er Direktor der National Institutes of Health. Als ehemaliger Atheist, der zum Christentum konvertierte, gilt er als einer der prominentesten Verfechter des Konzepts einer theistischen Evolution. Seiner Ansicht nach sind christlicher Glaube und Evolutionstheorie vollständig miteinander vereinbar. (Anm.d.Ü.)

[4] Коллинз Ф. Доказательство Бога: Аргументы ученого. - М.: Альпина нон-фикшн, 2008. - С. 160 (F. Collins. Der Beweis für Gott: Argumente eines Wissenschaftlers. Moskau, Alpina non-fiction, 2008 (Originalname: The Language of God: A Scientist Presents Evidence for Belief)).

[5] Hier und im Folgenden, wenn nicht anders angegeben, folgt der Text der Revidierten Elberfelder-Ausgabe von http://www.bibleserver.com/index.php. (Anm.d.Ü.)

[6] Гальбиати Э., Пьяцца А. Трудные страницы Библии: Ветхий Завет. - Милан-Москва: Христианская Россия, 1992. - С. 115-116 (Galbiati E., Piazza A. Die schwierigen Seiten in der Bibel: Das Alte Testament. - Mailand-Moskau: Christianskaja Rossija, 1992. - S. 115-116).

[7] Es ist bemerkenswert, dass die Hauptideen dieser päpstlichen Enzyklika, so wie auch die Meinungsäußerungen der von uns aufgelisteten Autoren, in den Werken des bekannten katholischen Theologen, Priesters und Anthropologen Pierre Teilhard de Chardin (1885-1955) vorweggenommen und formuliert wurden, der über viele Jahre hinweg diversen Kirchenstrafen seitens des Heiligen Stuhls wegen „Freigeisterei" ausgesetzt war. So schrieb Pierre de Chardin 1942: „Laut der gegenwärtigen Anthropologie stellt die Menschheit schon keine statische Menge der zusammengestellten Elemente mehr dar, sondern bildet einen Über-Organismus, der dem Gesetz des globalen Wachstums untersteht. So ähnlich wie alles Lebendige, war der Mensch nicht nur als Individuum entstanden, sondern auch als Art. Also ist es angemessen, neben seinem individuellen Zyklus auch seinen artspezifischen Zyklus zu akzeptieren und zu erforschen (...). Wegen einer ganzen Reihe von Ursachen (sowohl der wissenschaftlichen als auch der dogmatischen) scheint es heute nicht möglich zu sein, die Ursünde als ein einfaches Glied der Kette der historischen Fakten anzusehen. (...) Um gleichzeitig sowohl den empirischen Daten als auch den Anforderungen des Glaubens zu entsprechen, darf der Sündenfall weder an einem bestimmten Zeitpunkt noch an einem bestimmten Ort lokalisiert sein. Er ist in unserer Vergangenheit nicht als ein „Einzelereignis" eingetragen. (...) Offensichtlich genug ist es, dass der Ursprung des Bösen in einem Universum mit evolutionierender Struktur keine Schwierigkeiten mehr bereitet (und auch keiner solchen Erklärungen bedarf), wie es für ein statisches, ursprünglich perfektes Universum der Fall wäre. Ab jetzt braucht die Vernunft nicht mehr Verdachtsmomente aufzubauen und nach einem `Schuldigen´ zu suchen. Ist es nicht so, dass physikalische und moralische Störungen in einem sich organisierenden System die ganze Zeit lang spontan entstehen, solange dieses System noch nicht vollständig organisiert ist? `Necessarium est ut scandala eveniant´ [„Denn es ist notwendig, dass Verführungen kommen", Mt. 18:7; Anm. d. Ü.]. Bei dieser Sichtweise vermischt sich die Ursünde in ihrem kosmischen Wirkprinzip (bzw., im entgegen gesetzten Fall, in seiner historischen Aktualisierung bei den ersten Menschen) mit dem Mechanismus der Erschaffung selbst, wo sie die Wirkung der negativen Kräfte der `Gegen-Evolution´ darstellt. Ich würde es nicht riskieren, vorherzusagen, wie diese Perspektiven eines Tages in unserer heutigen Vorstellung über die Erbsünde widerhallen werden (indem sie diese mit Sinn auffüllen und erweitern)". (Тейяр де Шарден П. Христос эволюции, или логическое развитие понятия искупления / Феномен человека: Сб. очерков и эссе. - М.: АСТ, 2002. - С. 499, 505-509 (Pierre Teilhard de Chardin. Christus der Evolution, oder die logische Entwicklung des Begriffs der Erlösung / Das Phänomen des Menschen: Sammlung von Essays . - Moskau: AST, 2002. - S. 499, 505-509).

[8] Барбур И. Религия и наука: история и современность. - М.: Библейско-Богословский институт св. ап. Андрея, 2001 - С. 311-314 (Ian G. Barbour. Religion und Wissenschaft: Geschichte und Gegenwart (Originaltitel: Religion and Science: Historical and Contemporary Issues.-Moskau: St. Ap. Andreas Institut für Bibelwissenschaft und Theologie, 2001 - S. 311-314).

Ian Graeme Barbour ist ausgebildeter Physiker und Experte für die Verhältnisse zwischen Wissenschaft und Religion.

[9] Пикок А. Богословие в век науки: Модели бытия и становления в богословии и науке / Пер. с англ. (Серия «Богословие и наука»). - М.: Библейско-богословский институт св. апостола Андрея, 2004. - С. 254-256, 264-265, 289 (Peacocke A. Theologie im Zeitalter der Wissenschaften: Die Modelle des Seins und Werdens in der Theologie und der Wissenschaft / Übers. aus dem Englischen (Serie „Theologie und Wissenschaft"). - Moskau: St. Ap. Andreas Institut für Bibelwissenschaft und Theologie, 2004. - S. 254-256, 264-265, 289).
Arthur Robert Peacocke (1924 - 2006) war ein englischer Biochemiker und Theologe. Er unterrichtete Chemie an der Universität von Birmingham und Oxford; in dieser Zeit leistete er bedeutende Beiträge zur Erforschung der Molekularstruktur der DNA. In seiner Jugend Agnostiker, begann er sich für christliche Theologie zu interessieren, absolvierte parallel zu seiner Arbeit als Naturwissenschaftler ein Studium der anglikanischen Theologie und wurde 1971 ordiniert und nahm eine Lehrtätigkeit als Theologe im Clare College in Cambridge auf. Danach widmete er sich der Aussöhnung der christlichen Lehre mit den Naturwissenschaften. Peacocke ist bekannt durch seine ausgefeilte wissenschaftliche Argumentation und die Sichtweise, dass die (ganz im Sinne Darwins verstandene) biologische Evolution Teil eines göttlichen Schöpfungsplans ist. Allein zu theologischen und philosophischen Themen verfasste er 63 Artikel und neun Bücher. Mit seinen Bemühungen um den Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften erwarb sich Peacocke große Anerkennung und wurde mehrfach ausgezeichnet.

[10] John Charlton Polkinghorne ist ein englischer theoretischer Teilchenphysiker und Theologe, seit 1968 Professor für Mathematische Physik in Cambridge. Als Physiker arbeitete Polkinghorne vor allem an theoretischen Modellen für Hochenergie-Streuprozesse, die ab Ende der 1960er Jahre und in den 1970er Jahren zur Bestätigung des Quark-Modells und der Quantenchromodynamik führten. Nach der Niederlegung seiner Professur 1979 und einer theologischen Ausbildung wurde er 1982 zum Priester der Anglikanischen Kirche ordiniert. Seit 1996 ist er Priester an der Kathedrale von Canterbury. 1989 wurde er Mitglied der Dogmenkommission und gleichzeitig Vorsitzender eines Komitees zur Embryonenforschung und ab 2000 Mitglied der Humangenetik-Kommission der britischen Regierung. Außerdem ist er Mitglied der Ethikkommission der British Medical Associaton. Er wurde durch zahlreiche Publikationen zum Dialog von Naturwissenschaften und Theologie bekannt und ausgezeichnet. In der mathematischen Schönheit der Quantenmechanik und Relativitätstheorie sowie im anthropischen Prinzip sieht er das Wirken einer höheren, ordnenden Macht. (Anm.d.Ü.)

[11] Полкинхорн Дж. Вера глазами физика: богословские заметки мыслителя «снизу-вверх». - М.: Библейско-богословский институт св. апостола Андрея, 2001. - С. 23 (Polkinghorne J. Der Glaube in den Augen eines Physikers: theologische Anmerkungen eines Denkers „von unten nach oben". Moskau: St. Ap. Andreas Institut für Bibelwissenschaft und Theologie, 2001).

[12] Die von Gott offenbarte Wahrheit über die ursprüngliche Unsterblichkeit des Urmenschen wurde in der 109. Regel des Konzils von Karthago formuliert und dogmatisch befestigt: „Jeder, der sagt, Adam, der erste Mensch, sei sterblich gebildet worden, so dass er dem Leibe nach sterben musste, ob er nun sündigte oder nicht, d.h., dass er aus dem Leben scheiden musste, nicht zur Strafe, sondern aus Naturnotwendigkeit, der sei ausgeschlossen". (Деяния девяти поместных соборов, издаваемые при Казанской Духовной Академии в русском переводе. - Издание второе. - Казань, 1901. - С. 122 (Die Akten der neun Lokalkonzile, veröffentlicht von der Geistlichen Akademie zu Kazan in russischer Übersetzung. - Zweite Auflage. - Kazan, 1901. - S. 122).

[13] Иванов Н., прот. И сказал Бог... Опыт истолкования книги Бытия. - Клин: Фонд «Христианская жизнь», 1999. - С. 131 (Iwanow N., Erzpr, Und Gott sprach... Eine Erfahrung der Auslegung des Buchs Genesis. - Klin: „Christianskaja Zhizn"-Stiftung, 1999. - S. 131) .

[14] „An der Wahl und der Erhebung der Themen [der historischen Wissenschaft und der Anthropologie] lässt sich erkennen, dass die Aufmerksamkeit sich auf unpersönliche und artspezifische Aspekte der Geschichte richtet. In der modernen Geschichtsphilosophie wird das Problem der Persönlichkeit, des Betrachtens eines Menschen als Persönlichkeit, am allerwenigsten angesprochen. Seltsamerweise ist die Philosophie der Geschichte häufig ohne philosophische Anthropologie, ohne Menschen aufgebaut - ähnlich den Versuchen, die Psychologie ohne Seele, ohne Subjekt zu konstruieren. Eben deshalb bleibt die Grenze, welche die Geschichte von der Natur abtrennt, unscharf, da gerade der Begriff der Persönlichkeit für den Begriff der Geschichte eben prinzipiell und prägend ist", schrieb dazu Vater Georgij Florowskij (Флоровский Г., прот. Эволюция и эпигенез (к проблематике истории) / Вера и культура: избранные труды по богословию и философии. - СПб.: Русский Христианский Гуманитарный институт, 2002. - С. 433. См. также: Мосс В. Православный подход к науке / Православная жизнь. (Приложение к «Православной Руси»). - Джорданвилль, 1995, №8 (август). - С. 17-25 (Florowskij G,, Erzpriester. Evolution und Epigenese (zur Problematik der Geschichte) / Glaube und Kultur: Ausgewählte Sammlungen zur Theologie und Philosophie. - St.Petersburg: Russisches Christliches Humanitäres Institut, 2002. - S. 433. S. auch: Moss W. Orthodoxe Einstellung zur Wissenschaft / Orthodoxes Leben (Beiheft zur „Orthodoxes Russland"). - Jordanville, 1995,  №8 (August). - S. 17-25).

[15] Платон (Игумнов), архим. Православное Нравственное Богословие. - М.: Свято-Троицкая Сергиева Лавра, 1994. - С.162-163 (Platon (Igumnow), Archimandrit. Orthodoxe Moraltheologie. - Moskau: St. Sergius-Dreiheitslavra, 1994. - S. 162-163).

[16] Лосский В.Н. Очерк Мистического Богословия Восточной Церкви. Догматическое Богословие. - М., 1991. - С. 91-96 (Losski W.N. Abriss der mystischen Theologie der Ostkirche. Dogmatische Theologie. - Moskau, 1991. - S. 91-96). S. auch: Яннарас Х. Вера Церкви: введение в Православное богословие. - М., 1992. - С. 64-66 (Yannaras Ch. Der Glaube der Kirche: Einführung in die orthodoxe Theologie. - Moskau, 1992. - S. 64-66).

[17] Киприан (Керн), архим. Антропология святителя Григория Паламы. - М.: Паломник, 1996. - С. 362 (Kiprian (Kern), Archimandrit. Die Anthropologie des Hl. Hierarchen Gregor Palamas. - Moskau, Palomnik, 1996. - S. 362).

[18] Dieser Meinung waren der Sl. Theodorit von Kira, der Ehrw. Anastasios Sinaites, der Ehrw. Johannes von Damaskus, sowie Bischof Basilius von Seleucia, ein kirchlicher Lehrer des 5. Jh.
S. Киприан (Керн), архим. Антропология святителя Григория Паламы. - М.: Паломник, 1996. - С. 354-355 (Kiprian (Kern), Archimandrit. Die Anthropologie des Hl. Hierarchen Gregor Palamas. - Moskau, Palomnik, 1996. - С. 354-355).

[19] Максим Исповедник, преподобный. Творения. Кн. II. Вопросоответы к Фалласию. Часть I. Вопросы I-LV / Пер. с др.-греч. и комм. С.Л. Епифановича и А.И. Сидорова. - М.: Мартис, 1993. - С. 30 (Ehrwürdiger Maximus der Bekenner. Die Werke. Buch 2. Fragen und Antworten an Thalassius. Teil 1. Fragen 1 - 55 / Aus dem altgriechischen übersetzt und kommentiert von S.L.Epifanowitsch und A.I. Sidorow. - Moskau: Martis, 1993. - S. 30). Über den Menschen als Bild von Gott-Logos. in den Werken des Hl. Hierarchen Basilius des Großen: Василий Великий, святитель. Беседы на Шестоднев. - Свято-Троицкая Сергиева Лавра, 1902. - С. 148 (Basilius der Große, Hl. Hierarch. Homilien zum Hexaemeron. - St.Sergius-Dreifaltigkeits-Lavra, 1992. - S. 148).

[20] Епифанович С.Л. Преподобный Максим Исповедник и византийское богословие. - М.: Мартис, 2003. - С. 70-72 (Epifanowitsch S.L. Ehrwürdiger Maximus der Bekenner und byzantinische Theologie. - Moskau, Martis, 2003. - S. 70-72).

[21] Максим Исповедник, преподобный. Творения. Кн. II. Вопросоответы к Фалласию. Часть I. Вопросы I-LV / Пер. с др.-греч. и комм. С.Л. Епифановича и А.И. Сидорова. - М.: Мартис, 1993. - С. 94 (Ehrwürdiger Maximus der Bekenner. Die Werke. Buch 2. Fragen und Antworten an Thalassius. Teil 1. Fragen 1 - 55 / Übers. aus dem Altgriechischen und kommentiert von S.L.Epifanowitsch und A.I. Sidorow. - Moskau: Martis, 1993. - S. 94).
Im Lichte dieser Vorgehensweise der Heiligen Väter, in der Terminologie des Ehrwürdigen Maximus des Bekenners, kann selbst der Inhalt der Wissenschaft als Erkenntnis der begrifflichen Logoi definiert werden. S. S.: Геронимус А., прот. Современное знание в свете антропологии преп. Максима Исповедника / Учение Церкви о человеке. Богословская конференция Русской Православной Церкви. Москва, 5-8 ноября 2001 года. Материалы. - М.: Синодальная Богословская комиссия, 2002. - С. 101-102 (Geronimus A., Erzpriester. Das moderne Wissen im Lichte der Anthropologie des Ehrw. Maximus dem Bekenner / Die Menschenlehre der Kirche. Die theologische Konferenz der Russischen Orthodoxen Kirche. Moskau, 5-8 November 2001. Materialien. - Moskau, Synodaler Theologischer Ausschuss, 2002. - S. 101-102) ; Морозова Е.Г. Введение в естествознание. - М.: Паломник, 2001. - С. 14-16 (Morosowa J.G. Einführung in die Naturkunde. - Moskau.: Palomnik, 2001. - S. 14-16)..

[22] Григорий Нисский, святитель. Об устроении человека (Главы 8, 9,16). - СПб.: АХIОМА, 1995. - С. 22-27, 53 (Gregor von Nyssa, Heiliger Hierarch. De opificio hominis  (Über die Erschaffung des Menschen) (Kapitel 8, 9, 16). - St.Petersburg: АХIОМА, 1995. - S. 22-27, 53).

Solche Auffassung des Phänomens des Menschen - der als „wortfähiges" Wesen das Bild Gottes ist - ist nicht nur christlich und patristisch, sondern auch auf die Lehre des Philos von Alexandria zurückzuführen, der in seinem Traktat „De opificio mundi" („Über die Schöpfung der Welt") schrieb: „Von dem Bild wird aber im Bezug auf den die Seelen führenden Verstand gesprochen. (...) Denn über diesen Logos, über den der größte Führende in der ganzen Welt verfügt, verfügt offensichtlich auch der menschliche Verstand im Menschen. Denn er selbst, auch wenn er unsichtbar bleibt, sieht alles, und wenn auch sein Wesen unbegreiflich ist, begreift er die Wesen der anderen". S.:  Филон Александрийский. О сотворении мира / Толкования Ветхого Завета. - М.: Греко-латинский кабинет Ю. А. Шичалина, 2000. - С. 66 (Philo von Alexandria. De opificio mundi / Auslegungen des Alten Testamentes, - Moskau,  J. A. Schitschalin Grieschisch-Lateinisches Arbeitszimmer, 2000. - S. 66).

Dass der Mensch, dieses wortbegabte Lebewesen, über den Verstand und die Kenntnisse verfügt, so wie es sogar von denen bezeugt wird, die unsere Lehre nicht annehmen", schrieb der Hl. Hierarch Gregor von Nyssa. S.: Григорий Нисский, святитель. О душе и воскресении / Творения. Часть IV. - М., 1862. - С. 234 (Gregor von Nyssa, Heiliger Hierarch. Die Seele und die Auferstehung / Die Werke. Teil 4. - Moskau, 1862. S. 234). Unter den Heiligen Vätern und kirchlichen Schriftstellern s. auch: Hl. Hierarch Clement von Rom, Hl. Hierarch Clement von Alexandria, Origenes, Hl. Methodius von Olympus, Hl. Hierarch Athanasios der Große, Hl. Hierarch Kyrill von Jerusalem, Hl. Hierarch Basilius der Große, Hl. Hierarch Gregor von Nazianz, Hl. Makarios von Ägypten, Hl. Hierarch Kyrill von Alexandria, Ehrw. Nilus von Sinai, Bischof Basilius von Seleucia, Ehrw. Johannes von Damaskus nach: Киприан (Керн), архим. Антропология святителя Григория Паламы. - М.: Паломник, 1996. - С. 197-198,247, 249,324-325, 330-336, 342, 354 (Kiprian (Kern), Archimandrit. Die Anthropologie des Hl. Hierarchen Gregor Palamas. - Moskau, Palomnik, 1996. - S. 338).

[23] Киприан (Керн), архим. Антропология святителя Григория Паламы. - М.: Паломник, 1996. - С. 338 (Kiprian (Kern), Archimandrit. Die Anthropologie des Hl. Hierarchen Gregor Palamas. - Moskau, Palomnik, 1996. - S. 338).

[24] Платон (Игумнов), архим. Нравственность /О вере и нравственности по учению Православной Церкви. - М.: Издание Московской Патриархии, 1991. - С. 325. (Platon (Igumnow), Archimandrit. Die Moral / Über den Glauben und die Moral nach der Lehre der Orthodoxen Kirche. - Moskau, Auflage der Moskauer Patriarchie, 1991. - S. 325).

[25] Иоанн Дамаскин. Точное изложение православной веры. - М.: Лодья, 1998. - С. 151-152 (Johannes von Damaskus. Genaue Darlegung des orthodoxen Glaubens. - Moskau, Lodja, 1998. - S. 151-152); Григорий Нисский, святитель. Об устроении человека (Главы 2,3,4,5). - СПб.: АХIОМА, 1995. - С. 13-17 (Gregor von Nyssa, Heiliger Hierarch. De opificio hominis  (Über die Erschaffung des Menschen) (Kapitel 2, 3, 4, 5). - St.Petersburg: АХIОМА, 1995. - S. 13-17). Auch: Hl. Hierarch Kyrill von Jerusalem, Hl. Hierarch Kyrill von Alexandria, Hl. Hierarch Johannes Chrysostomos, Ehrw. Ephräm der Syrer, Bischof, Basilius von Seleucia, Ehrw. Makarios von Ägypten. ,  преп. Макарий Египетский. S.: Киприан (Керн), архим. Антропология святителя Григория Паламы. - М.: Паломник, 1996. - С. 354 (Kiprian (Kern), Archimandrit. Die Anthropologie des Hl. Hierarchen Gregor Palamas. - Moskau, Palomnik, 1996. - S. 354). S. auch Грилихес Л., прот. Шестоднев в контексте Священного Писания // Альфа и Омега. - М., 2005, №2(43). - С. 24 (Griliches L., Erzpriester. Hexaemeron im Kontext der Heiligen Schrift // Alpha und Omega. - Moskau, 2005, №2 (43). - S. 24).

[26] Иоанн Дамаскин. Точное изложение православной веры. - М.: Лодья, 1998. - С. 151-152 (Johannes von Damaskus. Genaue Darlegung des orthodoxen Glaubens. - Moskau, Lodja, 1998. - S. 151-152); Hl. Hierarch Johannes Chrysostomos (Homilien zum Buche Genesis IX, 3) parallelisiert hier Gen. 1:26 и Mt. 5:45 direkt als Begründung der moralischen Auffassung der Gottesähnlichkeit. S.: Иоанн Златоуст, святитель. Беседы на книгу Бытия // Полное собрание творений в русском переводе. Т. IV. Кн. I. - СПб.: СПбДА, 1898. - С. 69 (Johannes Chrysostomos, Hl. Hierarch. Homilien zum Buche Genesis // Die gesamte Sammlung der Werke in russischer Übersetzung. Band 4. Buch 1. - St.Petersburg, 1898. - S. 69).

Dieser Aspekt der Manifestation des Bildes Gottes und dessen Ähnlichkeit im Menschen war außer dem Hl. Hierarchen Johannes Chrysostomos, auch von Hl. Diadochus, Hl. Isaak dem Syrer, Ehrw. Nilus von Sinai beachtet. S.: Киприан (Керн), архим. Антропология святителя Григория Паламы. - М.: Паломник, 1996. - С. 354 (Kiprian (Kern), Archimandrit. Die Anthropologie des Hl. Hierarchen Gregor Palamas. - Moskau, Palomnik, 1996. - S. 354).

[27] Платон (Игумнов), архим. Православное Нравственное Богословие. - М.: Свято-Троицкая Сергиева Лавра, 1994. - С. 64 (Platon (Igumnow), Archimandrit. Orthodoxe Moraltheologie. - Moskau, St.Sergius-Dreifaltigkeits-Lavra 1994. - S. 64).

[28] Платон (Игумнов), архим. Нравственность / О вере и нравственности по учению Православной Церкви. - М.: Издание Московской Патриархии, 1991. - С. 326-332 (Platon (Igumnow), Archimandrit. Orthodoxe Moraltheologie. - Moskau,  St. Sergius-Dreifaltigkeits-Lavra, 1994. - S. 326-332).

[29] Darauf wiesen hin: der Hl. Hierarch Gregor von Nyssa, der Hl. Hierarch Kyrill von Alexandria, der Sl. Theororit von Kira, Bischof Basilius von Seleucia, der Ehrw. Anastasios Sinaites, der Ehrw. Johannes von Damaskus, der Hl. Hierarch Photius, Patriarch von Konstantinopel. S. Киприан (Керн), архим. Антропология святителя Григория Паламы. - М.: Паломник, 1996. - С. 355 (Kiprian (Kern), Archimandrit. Die Anthropologie des Hl. Hierarchen Gregor Palamas. - Moskau, Palomnik, 1996. - S. 355).

[30] Григорий Нисский, святитель. Об устроении человека (Глава 11). - СПб.: АХIОМА, 1995. - С. 30-31 (Gregor von Nyssa, Heiliger Hierarch. De opificio hominis  (Über die Erschaffung des Menschen) (Kapitel 11). - St.Petersburg: АХIОМА, 1995. - S. 30-31).

[31] S. 2.Mose 3,14. (Anm.d.Ü.)

[32] Григорий Нисский, святитель. Об устроении человека (Глава 11). - СПб.: АХIОМА, 1995. - С. 55-56 (Gregor von Nyssa, Heiliger Hierarch. De opificio hominis  (Über die Erschaffung des Menschen) (Kapitel 11). - St.Petersburg: АХIОМА, 1995. - S. 55-56).

[33] S. http://www.orthpedia.de/index.php/Wladimir_Losskij. (Anm.d.Ü.). Quelle: s. Лосский В.Н. Очерк Мистического Богословия Восточной Церкви. Догматическое Богословие. - М., 1991. - С. 92 (Losskij W.N. Essay über die Mystische Theologie der Ostkirche. Dogmatische Theologie. - Moskau, 1991. - S. 92).

Über die Verwirklichung dieses Aspektes des Bild Gottes im Menschen durch die Eucharistie und die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche als zum Körper Christi s. ausführlicher im Werk von Ioannis D. Zizioulas. Зизиулас И. Д. Евхаристия и кафоличность (глава из книги «Бытие как общение» (Нью-Йорк, 1985) / Пер. с англ. С. Киселева // Духовный мир. - Сергиев Посад: МДАиС, 1996, №2. - С.98-111 (Zizioulas I.D. Die Eucharistie und die Katholizität (ein Kapitel aus dem Buch „Being as Communion" (New York, 1985) / Übers. aus dem Englischen: S. Kisseljow //. Die geistliche Welt. Sergijew Possad: Moskauer Geistliche Akademie und Seminar, 1996, №2. - S.98-111).

[34] „Die Heilige Kirche ist <...> das Bild Gottes, denn Sie, ebenso wie Gott, verwirklicht die Einigung unter den Gläubigen; auch wenn sie sich in ihren Eigenschaften, in Geburtsort und Lebensart unterscheiden, gewinnen sie in der Kirche die Einigkeit durch den Glauben". S.: Максим Исповедник, преподобный. Мистагогия / Творения. Кн. I. Аскетические и богословские трактаты. Пер. с др.-греч. и комм. А. И. Сидорова. - М.: Мартис, 1993. - С. 158 (Maximus der Bekenner, Ehrwürdiger. Mystagogie / Die Werke. Buch 1. Asketische und theologische Traktaten. Aus dem Altgriechischen übersetzt und kommentiert von A.I. Sidorow. - Moskau: Martis, 1993. - S. 158).                                                                             

[35] Булгаков С., прот. Утешитель, цит. по: Игумнов П. Богословские воззрения прот. Сергия Булгакова: сочинение на соискание ученой степени кандидата богословия. - Загорск: МДА, 1979. - С. 42 (Bulgakow S., Erzpriester. Der Tröster, zit. nach Igumnow P. Die theologischen Anschauungen Erzpriesters Sergius Bulgakow, Aufsatz zur Erlangung der Doktorwürde in Theologie. - Zagorsk: Moskauer Geistliche Akademie, 1979. - S. 42).

[36] Яннарас Х. Вера Церкви: введение в Православное богословие. - М., 1992. - С. 112 (Yannaras Ch. Der Glaube der Kirche: Einführung in die orthodoxe Theologie. - Moskau, 1992. - S. 64-66).

[37] Блаж. Августин. О различных вопросах, 51.2. Цит. по: Библейские комментарии отцов Церкви и других авторов I-VIII веков. Ветхий Завет. Том I: Книга Бытия 1-11 / Пер. с англ., греч., лат., сир. / Под ред. Э. Лаута и М. Конти / Русское издание под ред. К. К. Гаврилкина. - Тверь: Герменевтика, 2004. - С. 55 (Der Sel. Augustinus. Zu diversen Fragen, 51:2. Zit. nach: Biblische Kommentare der Kirchenväter und anderer Autoren der 1. - 7. Jh. Das Alte Testament. Band 1: Genesis 1-11 / Übers. aus dem Engl., Griech., Lat., Syr. / herausgegeben von A. Louth und M. Conti. Russische Auflage herausgegeben von K.K. Gawrilkin. - Twer: Germenewtika, 2004. - S. 55).

Der Ehrw. Johannes Cassianus und der Hl. Ambrosius von Mailand lehnten aber solche Meinungen ab (ibid., S. 41-42), da sie „das Bild und die Ähnlichkeit" anscheinend in einem „engeren", geistlichen Sinne verstanden. Folglich ist der „Widerspruch" zwischen den Vätern in diesem Punkt nur vermeintlich.

[38] Григорий Нисский, святитель. Об устроении человека (Глава 8). - СПб.: АХIОМА, 1995. - С. 21 (Gregor von Nyssa, Heiliger Hierarch. De opificio hominis  (Über die Erschaffung des Menschen) (Kapitel 8). - St.Petersburg: АХIОМА, 1995. - S. 22).

[39] Фокин А.Р. Беда Достопочтенный / Православная энциклопедия, Т. 4. - М.: ЦНЦ «ПИ», 2002. - С. 429 (Fokin A.R. Beda Venerabilis / Orthodoxe Enzyklopädie, Band 4. - Moskau: „PI" Kirchlich-Wissenschaftliches Zentrum, 2002. - S. 429).  Callistus der Bischof von Dioclea. Durch die Geschöpfe zum Schöpfer. - Moskau: Abteilung für Katechese und religiöse Bildung der Russischen Orthodoxen Kirche, 1998. - S. 19-20.
Es sollte allerdings angemerkt werden, dass diese Etymologie, die auf die Antike zurückgeht (zum Beispiel Plat. Tim. 90a), eher willkürlich und „volkstümlich" ist.

[40] Максим Исповедник, преподобный. Мистагогия//Творения. Кн. I. Аскетические и богословские трактаты / Пер. с др.-греч. и комм. А. И. Сидорова. - М.: Мартис, 1993. - С. 172 (Maximus der Bekenner, Ehrwürdiger. Mystagogie // Die Werke. Buch 1. Asketische und theologische Traktaten. Aus dem Altgriechischen übersetzt und kommentiert von A.I. Sidorow. - Moskau: Martis, 1993. - S. 172).

[41] Ириней Лионский, свяитель. Против ересей. Книга V / Творения. - СПб., 1900. - С. 455 (Irenäus von Lyon, Heiliger Hierarch. Gegen die Häresien. Buch 5 / Die Werke. - St.Petersburg, 1990. - S. 455).

[42] PG. 151. 204А. Zit. nach: Макаров Д. И. Антропология и космология св. Григория Паламы (на примере гомилий). - СПб.: «Издательство Олега Абышко», 2003. - С. 200-201 (Makarow D.I. Anthropologie und Kosmologie des Hl. Hierarchen Gregor Palamas (am Beispiel der Homilien). - St.Petersburg: „Oleg Abyschko Verlag", 2003. - S. 200-201.

[43] Heiliger Hierarch Philaret Drosdow (russ. Филарет Дроздов, 1782-1867) war von 1826 bis 1867 Metropolit von Moskau. Er war einer der größten orthodoxen Theologen des 19. Jahrhunderts. Von 1812 bis 1819 war er Rektor der St.Petersburger Geistlichen Akademie, wo er das Programm der unterrichteten Fächer radikal modernisierte. Als Professor für Theologie unterrichte er selbst Altes Testament und Kirchengeschichte. Seit 1818 war er Mitglied der Russischen Akademie. Unter anderem verfasste er einen Katechismus und initiierte die Übersetzung der Bibel, die im damaligen Russland nur als kirchenslawische Übersetzung vorhanden war, ins Russische. 1994 war er von der Russischen Orthodoxen Kirche heilig gesprochen. (Anm.d.Ü.)

[44] Филарет (Дроздов), святитель. Толкование на книгу Бытия. - М.: Русскiй Хронографъ, 2004. - С. 49 (Philaret (Drozdow), Heiliger Hierarch. Auslegung des Buches Genesis. - Moskau: Russkij Chronograph. 2004. - S. 49).

[45] Der Ehrwürdiger Justin Popović (1894-1979) war ein bedeutender Theologe der Orthodoxen Kirche im 20. Jahrhundert, dessen Denken von der Bemühung um die Bewahrung der authentischen Überlieferung der Orthodoxie mit Blick auf die moderne Welt geprägt war. Er war u.a. bekannt als Philosoph, Dostojewski-Experte, Verfechter des Anti-Kommunismus, Schriftsteller und Kritiker des Pragmatismus im kirchlichen Leben sowie des Ökumenismus. (Anm.d.Ü.)

[46] Иустин (Попович), преподобный. О первородном грехе / Православная философия истины: статьи. - Пермь, 2003. - С. 126-127 (Justin (Popović), Ehrwürdiger. Über die Ursünde / Die orthodoxe Philosophie der Wahrheit: Artikel. - Perm, 2003. - S. 126-127).

[47] In der Heiligen Schrift sind diese Begriffe häufig synonym und austauschbar, so wie es in den obenstehenden Zitaten aus den heiligväterlichen Werken zu sehen ist.

[48] Troitskij, Sergej Viktorowitsch (1878, Russland - 1972, Jugoslawien) war ein orthodoxer Theologe, Experte für das kanonische Recht und die Kirchengeschichte. Nach dem 2. Weltkrieg kritisierte er entschlossen das Karlowitzer-Schisma, das er in den 20er Jahren unterstützt hatte. (Anm.d.Ü.)

[49] Троицкий С. В., проф. Христианская философия брака. - Клин: Фонд « Христианская жизнь», 2001. - С. 98-103 (Troitskij S.W, Prof. Christliche Philosophie der Ehe. - Klin, „Christliches Leben" Stiftung, 2001. - S. 98-103).

[50] Мень А. История религии: в поисках пути, истины и жизни. Кн. I. - М.: Издательский дом «Форум»-«Инфра-М», 1997. - С. 16-17 (Men. A. Die Geschichte der Religion: auf der Suche des Weges, der Wahrheit und des Lebens. Buch 1. - Moskau. „Forum"-„Infra-M" Verlagshaus, 1997. - S. 16-17; Мерперт Н.Я. Очерки археологии библейских стран. - М.: Библейский институт св. ап. Андрея, 2000. - С. 8-11 (Merpert N.J, Essays über die Archäologie der biblischen Länder. - Moskau. St. Ap. Andreas Institut für Bibelwissenschaft, 200 - S. 8-11); Муравник Г.Л. «Ибо прах ты и в прах возвратишься» // Х международные Рождественские образовательные чтения. Христианство и наука. Сборник докладов. - М.: Отдел религиозного образования и катехизации Московского Патриархата, 2003. - С. 357-379 (Murawnik G.L. „Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren" // 10. Internationale Weihnachtliche Bildungslesungen. Christentum und Wissenschaft. Sammlung der Vorträge. - Moskau: Abteilung für religiöse Bildung und Katechese des Moskauer Patriarchats, 2001 - S. 322-350).

[51] Муравник Г.Л. Парадокс человека: новый взгляд на старую проблему // Рождественские чтения-2001. Христианство и наука. Сборник докладов. - М.: Отдел религиозного образования и катехизации Московского Патриархата, 2001. - С. 347-348 (Murawnik G.L. Das Paradoxon des Menschen: ein neuer Blick auf das alte Problem // Bildungslesungen-2001. Christentum und Wissenschaft. Sammlung der Vorträge. Moskau: Abteilung für religiöse Bildung und Katechese des Moskauer Patriarchats, 2001 - S. 347-348).

[52] Гальбиати Э., Пьяцца А. Трудные страницы Библии: Ветхий Завет. - Милан-Москва: Христианская Россия, 1992. - С. 91 (Galbiati E., Piazza A. Die schwierigen Seiten in der Bibel: das Alte Testament. - Mailand-Moskau: Christianskaja Rossija, 1992. - S. 91).
 
[53] Григорий Богослов, святитель. Слово 38 / Творения. Т. I. - М.: Свято-Троицкая Сергиева Лавра, 1994. -С. 527 (Gregor von Nazianz, Heiliger Hierarch. Wort 38 / Die Werke. Band 1. - Moskau: St. Sergius-Dreiheitslavra, 1994. - S. 527).

[54] S. http://www.orthpedia.de/index.php/Theophan_der_Klausner. (Anm.d.Ü)

[55] Феофан Затворник, святитель. Собрание писем. Т. I. - М., 1994. - С. 39 (Theophan der Einsiedler, Heiliger Hierarch. Sammlung der Werke. Band 1. - Moskau, 1994. - S. 39). 

[56] Der Ehrwürdige Seraphim von Sarow (russ. Серафи́м Саро́вский, 1759 - 1833) ist als der größte Starez und Asket des 19. Jahrhunderts bekannt. Als Seelenführer und  Seelsorger vermittelte er die Lehre der Kontemplation und der Selbstverneinung an Laien, und lehrte, dass das Ziel des christlichen Lebens die Erlangung des Heiligen Geistes ist. Seraphim wurde von der Russisch-Orthodoxen Kirche 1903 heilig gesprochen. (Anm.d.Ü.)

[57] Серафим Саровский «Беседа о смысле христианской жизни». Цит. по: Кураев А., диак. Мужчина и женщина в Книге Бытия // Альфа и Омега. - М., 1996, №2/3-(9/10). - С. 272 (Seraphim von Sarow. „Ein Gespräch über den Sinn des christlichen Lebens". Zit. nach: Kurajew A., Diakon. Der Mann und die Frau um Buch der Genesis // Aplha und Omega. - Moskau, 1996, №2/3-(9/10). - S. 272).

[58] Филарет (Дроздов), святитель. Толкование на книгу Бытия. - М.: Русскiй Хронографъ, 2004. - С. 67 ((Philaret (Drozdow), Heiliger Hierarch. Auslegung des Buches Genesis. - Moskau: Russkij Chronograph. 2004. - S. 67).

[59] Максимов Ю. Богословские аспекты проблемы согласования православного и эволюционного учений о происхождении человека / Шестоднев против эволюции в защиту святоотеческого учения о творении. - М.: Паломник, 2000. - С. 129-138.

[60] Феофан Затворник, святитель. Мысли на каждый день года по церковным чтениям из Слова Божия. Цит. по: Максимов Ю. Богословские аспекты проблемы согласования православного и эволюционного учений о происхождении человека / Шестоднев против эволюции в защиту святоотеческого учения о творении. - М.: Паломник, 2000. - С. 133 (Theophan der Einsiedler, Heiliger Hierarch. Gedanken zu jedem Jahrestag nach den kirchlichen Lesungen aus dem Wort Gottes. Zit. nach: Maximow J. Theologische Aspekte des Problems der Übereinstimmung der orthodoxen Lehre und der Evolutionstheorie bezüglich der Entstehung des Menschen. / Hexaemeron gegen die Evolution zum Schutz der heiligväterlichen Lehre über die Schöpfung. - Moskau: Palomnik, 2000. - S. 133)

[61] Wyscha ist ein Dorf, in dessen Nähe sich das Kloster befindet, in dem der Hl. Theophan die letzten Jahre seines Lebens in der Einsiedlerei verbrachte. (Anm.d.Ü)

[62] „...Adam war nicht tot erschaffen, sondern als ein agierendes animalisches Geschöpf, ähnlich den anderen auf Erden lebenden beseelten Geschöpfen. Die Kraft liegt aber darin, dass, falls Gott der Herr danach nicht den Atem des Lebens in sein Gesicht gehaucht hätte, also keine Gnade von Gott dem Herrn, dem Heiligen Geist, (...), dann wäre Adam, wie vorzüglich auch immer er erschaffen war, als die Krönung der Schöpfung auf Erden, die über alle andere Geschöpfe emporragte, doch ohne Heiligen Geist in seinem Inneren geblieben, also allen anderen Geschöpfen ähnlich. Das heißt, auch wenn er sowohl den Leib als auch die Seele als auch den Geist gehabt hätte, die jeder nach seiner Art besitzt, hätte er in seinem Inneren keinen Heiligen Geist gehabt" (Seraphim von Sarow, Ehrwürdiger. Belehrungen). Zit. nach: Максимов Ю. Богословские аспекты проблемы согласования православного и эволюционного учений о происхождении человека / Шестоднев против эволюции в защиту святоотеческого учения о творении. - М.: Паломник, 2000. - С. 130-131 (Maximow J. Theologische Aspekte der Frage der Übereinstimmung der orthodoxen Lehre mit der Evolutionstheorie bezüglich der Entstehung des Menschen. / Hexaemeron gegen die Evolution zum Schutz der heiligväterlichen Lehre über die Schöpfung. - Moskau: Palomnik, 2000. - S. 130-131).

[63] Jurij Maximow ist ein orthodoxer Religionswissenschaftler, Lehrer an der Moskauer Geistlichen Akademie und Mitglied der synodalen Arbeitsgruppe zur Erarbeitung des Konzepts der interreligiösen Beziehungen der Russischen Orthodoxen Kirche. (Anm.d.Ü.)

[64] Максимов Ю. Богословские аспекты проблемы согласования православного и эволюционного учений о происхождении человека / Шестоднев против эволюции в защиту святоотеческого учения о творении. - М.: Паломник, 2000. - С. 125-127 (Maximow J. Theologische Aspekte der Frage der Übereinstimmung der orthodoxen Lehre mit der Evolutionstheorie bezüglich der Entstehung des Menschen. / Hexaemeron gegen die Evolution zum Schutz der heiligväterlichen Lehre über die Schöpfung. - Moskau: Palomnik, 2000. - S. 125-127).

[65] Erzpriester Leonid (Tsypin), Dr. theol., Vorsteher der. Gemeinde der Heiligen Dreiheit zu Dortmund, ist graduierter Physiker, der sich mit Relativitätstheorie und Anthropologie befasste, mehrere Erfindungen patentieren ließ und zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten publizierte. Er widmet sich der wissenschaftlichen Tätigkeit im Grenzbereich von Naturkunde und Theologie. Sein Hauptschwerpunkt ist die biblische Darstellung  der Erschaffung der Welt durch Gott. (Anm.d.Ü.)

[66] Цыпин Л., свящ. Так чем же являются Дни Творения? Центральная проблема экзегетики Шестоднева. - Киев: Пролог, 2005. - С. 139 -142 Tsypin, L., Priester. Was sind denn also die Schöpfungstage? Das zentrale Problem der Exegese des Hexaemerons. - Kiew: Prolog, 2005. - S. 139-142).

[67] Григорий Нисский, святитель. Об устроении человека (Главы 28-29). - СПб.: АХIОМА, 1995. - С. 92-93 (Gregor von Nyssa, Heiliger Hierarch. De opificio hominis  (Über die Erschaffung des Menschen) (Kapitel 8, 9, 16). - St.Petersburg: АХIОМА, 1995. - S. 92-93).

[68] Иоанн Дамаскин. Точное изложение православной веры. - М.: Лодья, 1998. - 465 с. - Репр.: СПб., 1894. - С. 79 (Johannes von Damaskus. Genaue Darlegung des orthodoxen Glaubens. - Moskau, Lodja, 1998. - 465 S. - Abdruck: St.Petersburg, 1894- S. 79)

[69] Лопухин А. П. Толковая Библия, или комментарий на все книги Св. Писания Ветхого и Нового Завета. Т.I. Пятокнижие Моисеево. - СПб., 1904. - С. 17 (Lopukhin A.P. Die Bibel mit der Auslegung, oder Kommentar zu allen Büchern und Hl. Schriften des Alten und des Neuen Testaments. Band 1. Pentateuch von Moses. - St.Petersburg, 1904. - S. 17). S. auch.: Давыденков О., иерей. Догматическое богословие: Курс лекций. Ч III. - М.,ПСТБИ, 1997. - С. 58-59, 118-120 (Dawydenkow O., Priester. Dogmatische Theologie. Kurs der Vorlesungen. Teil 3. - Moskau, Orthodoxe St.-Tichon Universität für Geisteswissenschaften, 1997).

[70] S. bei dem Ehrwürdigen Johannes von Damaskus (Buch 3, Kapitel 9): „... es gibt keine Natur ohne Hypostase bzw. kein Wesen ohne Person, da sowohl das Wesen als auch die Natur in den Hypostasen und Personen betrachtet werden" ((Иоанн Дамаскин. Точное изложение православной веры. - М.: Лодья, 1998. - 465 с. - Репр.: СПб., 1894. - С. 213-214 (Johannes von Damaskus. Genaue Darlegung des orthodoxen Glaubens. - Moskau, Lodja, 1998. - 465 S. - Abdruck: St.Petersburg, 1894- S. 213-214)).

[71] Иоанн Дамаскин. Точное изложение православной веры. - М.: Лодья, 1998. - 465 с. - Репр.: СПб., 1894. - С. 194-195. (Johannes von Damaskus. Genaue Darlegung des orthodoxen Glaubens. - Moskau, Lodja, 1998. - 465 S. - Abdruck: St.Petersburg, 1894- S. 194-195).

[72] Филарет (Дроздов), святитель. Толкование на книгу Бытия. - М.: Русскiй Хронографъ, 2004. - С. 86-87 (Philaret (Drozdow), Heiliger Hierarch. Auslegung des Buches Genesis. - Moskau: Russkij Chronograph. 2004. - S. 86-87).

[73] S. zum Beispiel: Григорий Палама, святитель. Беседа, произнесенная на Святой Праздник Светов (Богоявление) (Gregor Palamas, Heiliger Hierarch. Homilie, gesprochen am Tag des Heiligen Festes der Lichte (Theophanie)), darin befindet sich auch eine angemessene Erklärung des Mysteriums der Taufe Christi / / Беседы. Т. III. - М. Издание Спасо-Преображенского Валаамского монастыря, 1994. - С. 199-209. - Репр., С. 209 (Homilien. Band 3. - Moskau, Verlag des Hl.-Verklärung Christi- Valaamklosters, 1994. - S. 199-209. - Abdruck, S. 209); Николай Кавасила, преподобный. О жизни во Христе (Слово 6; 132-133). - М.: Издательство Сретенского монастыря, 2006. - С. 126 (Nikolaus Kabasilas, Ehrwürdiger. Über das Leben in Christo (Wort 6; 132-133). - Moskau: Verlag des Eintretenskloster, 2006; Eine Übersicht der  Äußerungen der Heiligen Väter zu diesem Themas s. im Werk: Ким Н., свящ. О христианской антропологии / Рай и человек: наследие преподобного Никиты Стифата. - СПб.: Алетейя, 2003. - С. 280-290 (Kim N., Priester. Über die christliche Anthropologie / Das Paradies und der Mensch: das Erbe des Ehrwürdigen Niketas Stethatos. - St.Petersburg: Aleteja, 2003. - S., 280-290).

[74] Gr. δερματίνους (s. Gen. 3,21 z.B., in der Schlachter 2000 Übersetzung. Laut der Auslegungen der Heiligen Väter geht es hier eben um die Bekleidung der menschlichen Natur in die Verweslichkeit, die Sterblichkeit und die Leidenschaftlichkeit, die den Menschen den mit Fell bekleideten wortlosen Tieren annähern. Mehr dazu s. in Nellas P. Deification in Christ. N.Y., 1987. P. 44-53. (Anm.d.Ü.)

[75] Кирьянов Д., свящ. Дополнительность и проблемы современного диалога науки и богословия (Kirjanow D., Priester. Die Komplementarität und die Probleme des gegenwärtigen Dialogs der Wissenschaft und der Theologie [Elektronische Ressource]. - Zugriff: http://www.bogoslov.ru/text/255941.html.

[76] Ausführlicher s. zum Beispiel: Мумриков О., свящ. Библейский Шестоднев в учебном процессе современной школы (Mumrikow O., Priester. Biblisches Hexaemeron im Lernvorgang der modernen Schule) [Elektronische Ressource]. - Zugriff: http://bogoslov.ru/text/292368.html.


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