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Die Sünde Jerobeams

20. Januar 2010
Bekannterweise war der israelische König Jerobeam eben jener Herrscher, der laut traditioneller Auslegung der biblischen Ereignisse das israelitische Reich in die Sünde der Idolatrie mitriss. War es tatsächlich so? Was symbolisierten die goldenen Kälber, die nach dem Befehl des Königs gegossen wurden, wirklich? War ihre Verehrung wirklich Idolatrie? Worin bestand eigentlich die Sünde Jerobeams? Die Antworten auf diese Fragen lesen Sie im Folgenden.

Das Bild von Jerobeam I., wie es in der Heiligen Schrift gezeichnet wird, ist kompliziert und widersprüchlich. Die Bibel schenkt der Charakteristik des ersten israelitischen Königs viel Aufmerksamkeit. Für den Autoren des 1. Buches der Könige[1],der die Dynamik seines Verhaltens verfolgt, ist es völlig offensichtlich, dass der Grund der Aufspaltung des einen Israels in zwei Reiche - das nördliche und das südliche - nicht die Tat des rebellischen Jerobeam, sondern der Fehler seines Gegners Salomo war. Und obwohl die endgültige Bewertung Jerobeams ausschließlich negativ ist (er ist es, der Israel zur Sünde gebracht hatte), wird der Beginn seiner Aktivitäten als gut erachtet. Gott schuf Jerobeam als Werkzeug zur Bestrafung Salomos, der in seinem Reich die Idolatrie zugelassen hatte. Laut der biblischen Geschichte schuf Gott selbst den rebellischen Unruhestifter zur Strafe für den religiösen Synkretismus der letzteren Jahre der Herrschaft Salomos. Mehr noch: Jerobeam ist der Auserwählte Gottes. Gott spricht mit ihm durch den Propheten Achija dem Siloniter: „Und dich will ich nehmen, daß du regierest über alles, was deine Seele begehren wird, und König seiest über Israel" (1 Kön 11,37). Jerobeam ist das versprochen, was einst David und Salomo versprochen war: „wenn du hören wirst auf alles, was ich dir gebiete,und auf meinen Wegen wandeln und tun wirst, was recht ist in meinen Augen, indem du meine Satzungen und meine Gebote beobachtest, wie mein Knecht David getan hat, so werde ich mit dir sein und dir ein beständiges Haus bauen, wieich es dem David gebaut habe, und werde dir Israel geben"  (1 Kön 11,38). Nachdem Jerobeam endlich König wurde, indem er von den Nordstämmen gesalbt wurde, schaffte er es nicht, die Reinheit des Glaubens zu bewahren. Es erwies sich, dass ihm die politischen Interessen des Landes wichtiger waren als die Interessen des Glaubens. Seinereligiösen Reformen wandelten sich letztendlich in grobe Volksidolatrie um. So ein guter Beginn und so ein schreckliches Ende...

Über den ersten misslungenen Aufstand von Jerobeam, dem „Knecht Salomos", ist nur wenig bekannt. Während Salomo Jerusalem festigte, bestellte er Jerobeam über alle Lastarbeiter des Hauses Joseph (1 Kön 11,28). Jerobeam stammte aus dem Stamme Ephraims, der von den nördlichen Stämmen der zahlreichste und der stärkste war. Die Lastarbeiter, die an der Neuausstattung und Befestigung der Jerusalem-Feste arbeiteten, waren ebenfalls aus den Stämmen der Söhne Josephs - des Stammes Ephraims und des Stammes Manasses. Die Art des Aufstandes Jerobeams und der ihm unterworfenen Lastarbeiter ist unbekannt. Es wird lediglich erwähnt, dass der Aufrührer „die Hand wider den König erhob" (1 Kön 11,27). Die Beschreibung der Einzelheiten dieses Ereignisses wird durch die Beschreibung der Begegnung Jerobeams mit dem Propheten Achija abrupt unterbrochen. Dann werden die Entscheidung Salomos, Jerobeam zu töten, und dessen Flucht nach Ägypten erwähnt.

Der Hauptbeweggrund dieser ersten misslungenen Rebellion der nördlichen Stämmen gegen die in Jerusalemzentralisierte Macht war anscheinend der Widerwillen, die Lasten, zu denen sie durch den König verpflichtet waren, zu tragen, sowie der Wille, sich von Steuer- und Fronjoch zu befreien. Außer dem traditionellen Zehnten von Ernte und Vieh forderten die grandiosen Bauarbeiten im ganzen Lande und der Unterhalt des luxuriösen Hofs Salomos und der großen Söldnerarmee die ständige Vergrößerung der Steuerbürde und der Abgaben. All das verstärkte den Missmut der Nordländer über die privilеgierte Lage des Stammes Judas und des Königs, der aus diesem Stamme stammte. Nicht zu vergessen ist auch der alte Separatismus der nördlichen Stämme, die sich meist um den Stamm Ephraims vereinigt hatten. In den Augen vieler Israeliten war die Macht der Dynastie Davids gar nicht unbestreitbar legitim. Der Anspruch Jerusalems, Hauptstadt zu sein, erweckte Misstrauen in Israel. Der Bau des Tempels durch Salomo und die Zentralisierung des Kultes allein hier im Stamme Judas weckten wenig Begeisterung. Es war häufig der Fall, dass, kaum dass die Macht des Jerusalemer Monarchen etwas schwächer wurde, das glimmende Feuer des nördlichen Separatismus ausgebrochen war. Diese Rebellionen beruhten anscheinend auf der Idee der Rückkehr zu einer milderen Form der Monarchie, ähnlich wie sie bei Saul gewesen war. Die Nordländer konnten mit der (wie es ihnen schien) übertriebenen Machtzentralisierung, der strengen Unterwerfung aller Außenbezirke durch die Jerusalemer Administration und das Streben der Dynastie Davids nach Absolutismus nicht zufrieden sein. Anlass zur ersten Welle der rebellischen Bewegung in Israel war die Begünstigung der Idolatrie seiner ausländischen Frauen durch Salomo, der bereits in fortgeschrittenem Alter war (1 Kön 11,4-8). Die Agenda der Rebellen war die Rückkehr zu den Idealen des vormonarchischen Glaubens, den Idealen von Sinai; und ihr wirtschaftlicher Antrieb der Widerstand gegen die immer stärker werdende Knechtung und der Widerwille, sich den Nachkommen Davids zu unterwerfen. Zugleich waren die nördlichen Stämme generellgegen die Erblichkeit der Macht. Herrschen sollte der Würdigste, und nur derjenige könne über das Volk regieren, der von diesem Volk gewählt worden sei. Natürlich provoziert solch ein System  Rebellionen; daher entstand im Nördlichen Reich nie eine starke dynastische Monarchie, und daher starb die Hälfte der Könige Israels durch einen gewaltsamen Tod. Während es für das Südliche Reich als dynastische Monarchie natürlich war, Absolutismus und Despotismus anzustreben, waren für die Nördlichen Reiche die Ideale der freien Konföderation und der Wählbarkeit eines Monarches, dessen Rechte eingeschränkt waren, stärker.

Jerobeam, der von dem strafenden Schwert Salomos nach Ägypten geflohen war, wurde dort willkommen geheißen. Scheschonq (der biblische Schischak), der in dieser Zeit über Ägypten regierte, schmiedete Pläne zur Eroberung Syriens. Er hoffte, über die Syrer zu triumphieren und wie einst die Könige des Neuen Reiches bis zum Euphrat hin herrschen zu können. Für die strategischen Pläne Ägyptens kam ein in Israel populärer Rebell gerade recht - im Falle seiner Machtübernahme wäre der Weg zum Euphrat frei fürdie ägyptische Armee. (In der russischen Geschichte gibt es als Analogie zur Flucht Jerobeams nach Ägypten die Flucht von Fürst Kurbski nach Litauen, das gegenüber Iwan IV. feindlich gesonnen war.)

Schließlich starb Salomo. Das war das Ende der Epoche der starken zentralisierten Macht des Hauses Davids. Die nördlichen Stämme wollten sich dem schwelgerischen und phönizischen Sitten frönenden Jerusalem nicht mehr unterwerfen. Der ägyptische Exilant kehrte in seine Heimat zurück, um, wie er glaubte, den Plan Gottes zu erfüllen - nämlich die Volksmassen zum Sturz des Joches der Dynastie Davids zu bringen und die zehnnördlichen Stämme aus der verhassten Herrschaft herauszuführen.

Die Einzelheiten der zweiten Rebellion, die diesmal gelang, sind in der Bibel ausführlich beschrieben (1 Kön,12). Während Jerobeam gezwungenermaßen in Ägypten blieb, behielt er anscheinend die Fäden der Steuerung der Aufstandsbewegung in seinen Händen. Kurz nachdem er nach Israel zurückkehrte, stand der „Revolutionär" wieder an der Spitze dieser Bewegung, und seine ehrgeizigen Pläne fanden breite Unterstützung im Volke. Jerobeam war der ideale Kandidat sowohl für die Aristokratie der Nordvölker als auch für das Reich und das ganze Volk. Ob Jerobeam ein Populist war oder ihm die Ideale des Altertums, der Epoche der Richter, wirklich am Herzen lagen - werden wir niemals erfahren. Eins steht aber außer Zweifel - Jerobeam war der Vertreter des Missmutes der nördlichen Stämme über die despotische Regime der Nachkommen Davids. In den Augen des Volkes war er ein Held und Vorkämpfer gegen die ideologische und soziale Ungerechtigkeit seiner Zeit.

Der biblische Erzähler beschrieb die Unvernunft und die mangelnde Erfahrung von Rehabeam, dem Nachfolger Salomos auf dem Thron Davids. Der Eindruck, derbeim Leser entsteht, ist: so weise Salomo bei seiner Regierung des renitenten Volkes gewesen war, so ungeschickt und unerfahren erwies sich sein Sohn in Staatsangelegenheiten. Anstatt taktisch auf die Forderungen der Unzufriedenen einzugehen und die Bürde der Besteuerung zu erleichtern, beging Rehabeam - gekränkt durch die Ansprüche seiner Untergebenen - nach dem Rat seiner Freunde, der jungen Schmarotzen, einen verhängnisvollen Irrtum und provoziert das Volk öffentlich zur Rebellion. „Mein Vater hat euch ein schweres Joch aufgeladen, ich aber will zu eurem Joche hinzutun; mein Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen" (1 Kön 12,14). Also entzog Gottselbst, dem Heiligen Autor zufolge, Rehabeam die Vernunft und die Gesinnung. „Es war eine Wendung von seiten Jahwes, auf daß er sein Wort aufrecht hielte". Dies geschah in Sichem, einer Stadt, die für die Israeliten heilig und mit dem Ruhm der Patriarchen und Josuas geprägt war. Rehabeam war zur Versammlung der Vertreter der nördlichen Stämme gerufen worden. Die Autorität Salomos, die durch die Zentralisierung und den Despotismus, das Vorhanden sein der Söldnerarmee und der Einbeziehung der  Kanaaniterin die Administration bereits schwer erschüttert war, wurde durch die Idolatrie seiner zahlreichen ausländischen Frauen, die ihre Herzen vom all-israelitischen König ab- und den Idolen zugewandt hatten, endgültig untergraben. Der Erfolg der Anfangsperiode der Herrschaft Salomos verdankte sich weitgehend der Persönlichkeit und den Verdiensten seines Vaters David und dessen erfolgreicher Politik, welche die Gefahr der Eroberung des Landes durch die Philister gebannt hatte. Salomo, der die dominierende Stellung des Stammes Judas verstärkt und diesen privilegiert hatte, der die Nordländer gezwungen hatte, Frondienste in Judäa zuleisten und auch noch fremdländische religiöse Kulte im Lande duldete, verlor am Ende seiner vierzigjährigen Regierung seine Autorität. Rehabeam, der Sohn Salomos, musste hilflos zusehen, wie die nördlichen Stämme von seinem Reich abfielen. Der Misserfolg Rehabeams entstand großenteils durch den drastischen Niedergang der Popularität seines Vaters. Mit dem Ausruf „Und wir haben kein Erbteil am Sohne Isais! Zu deinen Zelten, Israel! Nun sieh nach deinem Hause, David!" ging Israel „zu seinen Zelten" (1 Kön 12,16). Der verzweifelte Versuch Rehabeams, die Nordländer in Unterwerfung zu halten, misslang zu Recht - Adoram, der Aufseherüber die Zwangsarbeiter, wurde mitsamtseiner Schar gesteinigt, und Rehabeam selbst war gezwungen, sich vor dem Zorn des Volkes in der Feste Jerusalem einzuschließen (1 Kön 12,18). Statte inem riesigen Reich blieb Rehabeam und seinen Nachkommen nur ein kleines Fürstentum - eigentlich nur ein Stamm, nämlich Judäa.

Das nördliche Reich war von seiner Entstehung an unstabil. Zweifellos kann eine Regierung, die auf Populismus und dem Bestreben beruht, es dem Volk und seinen Lastern recht zu machen, nichtbeständig sein. Von der Epoche Jerobeams bis zur Regierung der Omriden (Omri und seiner Nachkommen) war die bürgerliche Gesellschaft Israels stark genug, um das Streben der Monarchen nach Absolutismus aufzuhalten. Nicht sofort und nichtplötzlich gewöhnten sich die Israeliten, die freien Viehzüchter und Ackerbauern, an die Unterwerfung unter die zentralisierte Macht, an die Zehntensteuer und die Fron. Für die Freiheitsliebe der Bauern gibt es keinen größeren Feind als den Absolutismus. Aber auch für eine zentralisierte Macht gibt es kein größeres Problem als das freiheitsliebende Selbstbewusstsein der freien Viehzüchter und Ackerbauern. Je freier und wirtschaftlich unabhängiger ein Volk ist, desto schwächer ist die Regierung. Das Unglück Jerobeams und seiner Nachfolger war, dass sie, im Gegensatz zu ihren Nachbarn, den Südländern, über das Volk nicht regierten, sondern „in seinem Dienst" standen. Für sie war es wichtig, das Vertrauen desVolkes zu gewinnen und zu vermehren. Dafür war demagogisches Talent notwendig.Sie herrschten so, dass das Volk dachte, dass der König sie nicht regiere, sondern umgekehrt ihnen diene. In den ersten fünfzig Jahren hatten die nördlichen Könige nicht einmal eine feste Residenz: Sichem, Bethel, Tirzah, Pniel... Das Fehlen einer ständigen Hauptstadt ist ein Zeichen für die Unstabilität der zentralisierten Macht. (In der russischen und westeuropäischen Geschichte haben wir als Analogie für eine solche Lage die Periode der mittelalterlichenfeudalen Zersplitterung.)

     

II

Zweifellos trugen die religiösen Reformen von Jerobeam einen deutlich ausgeprägten demagogischen Charakter. Bevor der König die goldenen Kälber gießen ließ, ließ er sich von den Volksvertretern beraten (1 Kön 12,28). Die Bereitschaft, gegenüber der Volksreligiösität zuviel Nachsicht zu üben, zeigt, dass die Religion für diesen König nicht mehr als ein Mittel zur Verstärkung der eigenen Macht war.

In der nahöstlichen Ikonographie sind Bilder von Stieren und Kälbern weit verbreitet. Zum Beispiel wurde der Regengott Adad (Hadad) nach der religiösen Vorstellungen seiner Verehrer auf der Kruppe eines Stiers unsichtbar stehend dargestellt. Sicherlich war der Stier selbst keine „Ikone" der Gottheit, sondern lediglich Postament für dessen Füße. Ebenso waren die durch Jerobeam errichteten Kälber an sich (zumindest ursprünglich) keine Objekte der Anbetung - angebetet wurden nicht sie, sondern DERJENIGE, der über ihnen war, also Jahwe. Auch die Cherubim, die im Sanktuarium zu Jerusalem die Bundeslade mit ihren Flügeln behüteten, waren nicht Gegenstände der Anbetung. Sie sind lediglich „Schemel der Füße Gottes", der unsichtbar ist.„Niederfallen vor dem Schemel der Füße" Jahwes (Ps 132,7) bedeutete, Jahweselbst anzubeten. "Siehe da, Israel, deine Götter[2],die dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt haben" (1 Kön 12,28) - sicherlich nicht die Kälber, sondern DERJENIGE, der über ihnen ist, DERJENIGE, dem ihre Rücken als Schemel dienen. Allmählich machte die grobe Volksreligiösität, die immer zur Idolatrie neigte, ihre Kälber zum Objekt der religiösen Anbetung, zu Idolen und Abgöttern. Doch war es anscheinend nicht von Anfang an so gewesen. In Bethel und Dan wurden die Kälber dem Volk wie die Darstellungen der Cherubim dargeboten, ähnlich jenen, die in Jerusalem standen. Die raffinierte Theologie der Zeit Jerobeams sah darin keinen Verrat an Jahwe.Im Gegenteil, die Kälber manifestierten nur die Präsenz Jahwes und waren, ähnlich wie die Jerusalemer Cherubim, nur Schemel der Füße des unsichtbaren Gottes.

Die goldenen Kälber sollten die große Kraft Jahwes symbolisieren, DER sein Volk aus der ägyptischen Sklaverei befreit hatte[3],und - im neuen historischen Kontext - auch aus der Tyrannei Salomos. Der liturgische Kult um die Verehrung der Kälber sollte zeigen, dass das Nördliche Reich, im Gegensatz zum Südlichen mit seinem Tempel und anderen Innovationen, die alten Traditionen des Jahwismus bewahrte.

Die Sanktuarien auf den Höhen und das durch Jerobeam errichtete nicht-levitische Priestertum - all das war in den Augen des Volkes legitimer als der Tempel Salomos in Jerusalem, der zweifellos eine allzu große Neuerung war, zumal sie dabei auch noch Exklusivität beanspruchte. In der Reform Jerobeams ist eine Wiederherstellung der Traditionen zu sehen, die auf die Patriarchen, Moses und Josua zurückgingen. Die konservativen Tendenzen darin sind deutlich zu erkennen. Verdienten die uraltenreligiösen Zentren - Bethel, Sichem und der Berg Gerisim, die mit dem Ruhm der Patriarchen und Josuas verbunden waren - nicht größere Verehrung als die von David erbeutete Hauptstadt der Jebusiter? - So dachten die Israeliten. Die Behauptung der Nachkommen Davids, der Herr habe Jerusalem auserwählt, war in ihren Augenmehr als zweifelhaft. 

Weiterhin wird sich der Kälberkult bei den Omriden (bei Omri und seinen Nachkommen) mit der volkstümlichen Anbetung Baals vereinigen. So wird dieser Kult „baalisiert". König Ahab wird, um es seiner Frau Isebel und ihren Hoftheologen recht zu machen, diesen Ditheismus zur offiziellen Religion erheben.


[1] Im orthodoxen Kanon: Das dritteBuch der Könige.

[2] Das Wort Elohim kann auch als Singular (Gott)  übersetzt werden.

[3] Vgl. 2. Mose 32, 2-6. Nach der Errichtung der Kälber kündigte Aaron das Fest Jahwes an. Die goldenen Kälber waren lediglich ein sichtbares Zeichen der unsichtbaren Präsenz Jahwes inmitten seines Volkes. Das Volk sollte glauben, dass Jahwe es nicht, wie Moses, allein lassen habe, sondern dass ER nach wie vor mit ihm sei. Die Sünde Aarons liegt inder Nachsicht gegenüber dieser Volksreligiösität, die von Gott Garantien seiner Präsenz forderte. 

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