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Der Vorsitzende des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats (KAMP) traf sich mit den Mitgliedern der Assoziation der internationalen Journalisten

16. November 2009
Am 11. November fand ein Treffen des Vorsitzenden des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats, des Erzbischofs von Wolokolamsk Ilarion, mit den Mitgliedern der Assoziation der internationalen Journalisten.

Im Laufe der Pressekonferenz antwortete der Gebieter auf die Fragen der Vertreter aus mehr als 24 Ländern. An der Konferenz nahm ebenfalls ein Mitarbeiter des KAMP teil, Priester Georgij Sawerschinskij, der für den Kommunikationsdienst verantwortlich ist.

Zu Beginn der Sitzung unterstrich der Erzbischof von Wolokolamsk Ilarion, dass er über das Treffen mit den Vertretern der ausländischen Massenmedien sehr erfreut ist. „Ich habe lange Zeit im Westen gelebt, und habe oft die Möglichkeit gehabt, mit den Vertretern der Massenmedien ins Gespräch zu kommen, - sagte der Gebieter Ilarion. – Ich bin sehr froh, dass sie Interesse an unserer Kirche zeigen, und werde auf alle ihre Fragen eingehen.“

Die Vertreter des KAMP erzählten über die Russische Orthodoxe Kirche (ROK) und über den Aufgabenbereich ihres Außendienstes. „Die Russische Orthodoxe Kirche ist nicht nur eine Kirche Russlands und der Bevölkerung der Russischen Föderation, - sagte Erzbischof Ilarion. – Sie ist, im tieferen Sinne, eine internationale religiöse Organisation, die orthodoxe Gläubige verbindet, die in den ehemaligen Sowjetstaaten und anderen Ländern leben. Die Russische Orthodoxe Kirche hat Diözesen und Gemeinden auf allen Kontinenten, einschließlich Antarktis; sie verbindet mehr als 100 Mio. Menschen überall auf der Welt. Dies sind Menschen, die der orthodoxen Tradition angehören; viele von ihnen, jedoch nicht alle, sprechen Russisch.“

Er betonte, dass die ROK eine entscheidende Rolle in den Ländern der ehemaligen UdSSR spielt: sie ist beinahe das einzige Glied für die Völker Russlands, Ukraine, Weisrusslands, Moldawiens und anderer Republiken, die zu der UdSSR gehörten, das sie zusammenhält. Das ist ein geistliches Bündnis, das „Heilige Russland“ genannt wird. Diese Bezeichnung deutet nicht auf die politischen Grenzen, da diese sich mit der Zeit ständig verändern, sondern auf die geistig-kulturelle Tradition, die viele Völker verbindet, und bei dem Fürsten Wladimir ihren Anfang nehmen, der Russland im Jahr 998 getauft hat.

„Heute hat die Kirche einen sehr großen Einfluss auf die gesellschaftlichen Prozesse der postsowjetischen Länder“, - sagte der Erzbischof Ilarion. Er fügte hinzu, dass die Russische Kirche zwar vom Staat getrennt ist, doch nicht von der Gesellschaft und dem Volk. „Die Wechselbeziehung zwischen der Kirche und dem Staat gründet auf zwei Fundamentalprinzipien: auf der einen Seite mischen sich beide Parteien nicht in die Angelegenheiten des anderen, und auf der anderen Seite agieren sie zusammen in den Bereichen, wo es erforderlich und notwendig ist“, - unterstrich der Gebieter.

Der Erzbischof Ilarion hob hervor, dass die Russische Orthodoxe Kirche im Laufe von 300 Jahren, seit der Reform von Peter I., unter strenger Aufsicht des Staates lebte. „Peter I. hat im Grunde die Kirche enthauptet, indem er das Patriarchentum aufhob, weitere 200 Jahre war die Kirche ein Staatsorgan. Sie war nur ein Teil des Staatsmechanismus zur Lenkung des Landes“, - sagte er, indem er ebenfalls erinnerte, dass unter dem Kommunismus die Kirche sogar verfolgt und streng kontrolliert wurde. Die Bolschewiken machten auch keinen halt davor, selbst Bischöfe und Priester zu bestimmen.

Heute gibt es ein solches Einmischen von der Seite des Staates nicht. Die Kirche realisiert selbst ihre Mission und Funktion, - setzte der Erzbischof Ilarion fort. – Von ihrer Seite aus, mischt sich die Kirche nicht in die Politik ein, sie unterstützt niemals eine politische Partei zu Ungunsten einer anderen.“ Wie der Gebieter betonte, nimmt die Kirche nicht an politischen „Kämpfen“ teil, doch indem sie eine gesellschaftlich-moralische Kraft ist, wirkt sie auf die Politikwelt, und auf einzelne Politiker: «Hier tritt ein Prinzip der Wechselbeziehung in Kraft. Diesem entsprechend, arbeiten Kirche und Staat zusammen, wenn es um das Wohl der Menschen und ihres Lebens geht.»

Als Beispiel für solche Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat nannte der Erzbischof die gemeinsame Lösungssuche des demographischen Problems. «Das Problem der demographischen Krise in Russland und in anderen Staaten des postsowjetischen Raumes kann nicht allein von der Regierung gelöst werden, denn diese Krise hat nicht nur wirtschaftliche Ursachen, sondern auch geistliche, - betonte der Vorsitzende des KAMP. – Die geistliche Hauptursache der demographischen Krise ist der Verlust der traditionellen Vorstellung von der Familie und Kindern als dem Segen Gottes.»

Der Staat muss gute Bedingungen schaffen für die Gründung einer Familie mit vielen Kindern, unterstrich der Erzbischof, indem er hinzufügte, dass die Kirche darauf Einfluss üben muss, damit die Mütter großen Respekt und Ansehen genießen. «Die Kirche besteht darauf, dass die Aufgabe der Existenzsicherung im Augenblick die wichtigste sei, und das wahre Glück des Menschen nur darin besteht - Kinder zu erziehen. Solche Probleme können nur gemeinsam vom Staat und der Kirche gelöst werden»,- sagte der Gebieter, indem er auch betonte, dass an der Lösung des genannten Problems alle Religionsorganisationen (islamische, jüdische, buddhistische,…) aktiv mitwirken müssen. «Solche Zusammenarbeit existiert zwischen den Religionsoberhäuptern bereits heute in Russland, es gibt einen interreligiösen Rat, der sich regulär versammelt, um die wichtigsten sozialen Probleme zu besprechen», - hob seine Eminenz hervor, indem er erläuterte, dass die interreligiöse Zusammenarbeit eine wichtige Rolle im Leben der Gesellschaft spielt, um Frieden und Eintracht zu gewährleisten.

Der Gebieter Ilarion erinnerte die Versammelten an das vor kurzem stattgefundene Fest der Volkseinheit, das Fest der Gottesmutterikone von Kazan, die unter dem russischen Volke besonders verehrt wird; er erzählte über die Geschichte dieses Heiligtums und über den Sinn des Festes. «Die Geschichte dieser Ikone ist eng mit dem tragischen Ereignis des XVII. Jhr. verbunden, und das Fest wurde im Zusammenhang mit der Befreiung von den polnischen Erobern im Jahr 1612 eingeführt. Dies geschah Dank der gemeinsamen Bemühungen des Volkes, als die Menschen sich unter der Ägide der Kirche versammelten, und mit gemeinsamen Kräften dem Feind, welcher nicht standhalten konnte, zur Wehr setzten. Die Geschichte selbst lehrt uns, dass wir diese Einheit und Eintracht benötigen.» Gerade deswegen unternahm der Patriarch am genannten Festtag einen gemeinsamen «Marsch», nach dem Gottesdienst in der Kirche zu Ehren der Gottesmutterikone von Kazan, mit den Leitern der islamischen, jüdischen und buddhistischen Gemeinde zur der Ausstellung «Orthodoxes Russland» auf dem Roten Platz in Moskau. «Das war ein Zeugnis der gegenwärtigen Gesinnungsgleichheit, die heute zwischen den Oberhäuptern der traditionellen Religionen Russlands herrscht», - betonte er.

Der Vorsitzende des KAMP erzählte ebenfalls über die Probleme und Perspektiven der Wechselbeziehung der Russisch Orthodoxen und Römisch-Katholischen Kirche, über die Situation in der Ukraine und Weißrussland und antwortete auf eine Reihe von Fragen, die interorthodoxe, interchristliche und interreligiöse Beziehungen und Lebensprobleme der modernen Gesellschaft betreffen.

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