Goldener Fonds
Die Ikone der menschlichen Freiheit28. Dezember 2011
Der geistliche Kampf in der modernen Welt8. Oktober 2009
Die Entkirchlichung9. Oktober 2009
Kann die „wissenschaftliche Theologie" als „intellektueller Nonsens" bezeichnet werden? Eine Auseinandersetzung mit Richard Dawkins
19.05.2012
Докинз кто ? Биолог. По его трудам совершенно не видно, чтобы он имел сколько-нибудь выдающиеся позн...
18.05.2012
Складывается впечатление что Вы незнакомы не только с трудами Р. Докинза, но и с этой статьей. Как В...
Braucht ein orthodoxer Christ Yoga?
8.05.2012
Не разу не видел бабушек идущих причащаться, ругающих всех им мешающих. И почему практикующий йогу (...
15.04.2012
А почему так? Идут достойные (не йогини) бабушки причащаться, ругают всех им мешающих чуть ли не неп...
"Радио Богослов": первая передача
17.04.2012
интересно, когда-то существовало нечто подобное, но в молодежном сегменте, т.с.: http://www.tn.rpod...
16.04.2012
На ловца и зверь бежит (все равно думал вам написать). Сергей, я кстати с ваших первых статей начал ...
16.04.2012
С нетерпением ждем передачу "Религиография".
15.04.2012
С Великим Праздником Воскресения Христова! Давно вас читаю, но зарегистрировался только сейчас. Помо...
14.04.2012
Дорогие слушатели, просим не судить строго: но будем рады конструктивным замечаниям и предложениям.
Das schwächere Gefäß
17.04.2012
Опусти ум свой в сердце и молись.
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Das schwächere Gefäß18. November 2009
Am 27. Oktober 2009 fand in der Moskauer Geistlichen Akademie das studentisch-wissenschaftliche Seminar „TEKNA“ statt, im dessen Rahmen Priester Vadim Korzhevsky, Student des 1. Studienjahres, folgenden Vortrag hielt. Wir laden die Leser ein, sich mit dem Text in der Fassung des Autors vertraut zu machen und ihn zu diskutieren.
Vorwort des Autors Nichts in der richtigen christlichen Erfahrung ist so wichtig wie die Erkenntnis und das Eingeständnis der eigenen Schwachheiten. Dafür sind uns ja auch die evangelischen Gebote gegeben, um uns unsere Gebrechen und Schwächen klarzumachen.[1] Ohne diese Erkenntnis ist keine Heilung möglich. Einer, der seine Krankheiten nicht kennt, sucht auch nicht nach Wegen, wie sie geheilt werden können, und ermöglicht damit ihren weiteren Fortgang. Dieser Essay ist geschrieben worden, um den Charakter der Schwachheiten der weiblichen Natur so genau wie möglich zu bestimmen - nicht, um die Helferin Adams zu drangsalieren, sondern um ihr bei der Überwindung der beim Sündenfall erhaltenen Verdorbenheit Beistand zu leisten. Der Essay stellt klar, dass die Hauptschwäche der weiblichen Natur ihre unmittelbare Abhängigkeit von der männlichen ist, sowohl spirituell als auch psychologisch. Deshalb richtet sich dieser Essay nicht auf die weibliche Hälfte als vielmehr auf die männliche Hälfte, da sie stärker und, folglich, geeigneter ist, die Schwachheiten der Schwachen zu tragen (Röm. 15, 1). Der Schöpfer von Mann und Frau hat den Mann zum Haupt der Frau bestimmt (1. Kor. 11, 3), und dieses „Haupt“ soll bestimmte Kenntnisse über den ihm von Gott anvertrauten Teil besitzen, um mit ihr nach Erkenntnis, als bei einem schwächeren Gefäße zu wohnen (1. Petr. 3, 7). Von dieser Erkenntnis hängt nicht nur das ewige Schicksal ab, sondern auch das Schicksal des Mannes kraft der Einheit ihrer Natur.
Versuch über die weibliche Psychologie im Kontext der männlichen Ihr Männer …, wohnet bei ihnen nach Erkenntnis,
als bei einem schwächeren Gefäße, dem weibliche Der Inhalt eines Gefäßes verleiht dem Gefäß selbst seine Bedeutung und bestimmt die Qualität seiner Natur. So werden gemeine Sachen gemeinhin in einem gemeinen Gefäß aufbewahrt, während es bei wertvollen Dingen angemessener ist, sie in einem wertvollen Gefäß aufzubewahren (2. Tim. 2, 20). Der Mensch ist ein „wichtiges und wertvolles Gefäß“[2], das berufen ist, ein Gefäß Gottes zu sein. Darin sammelt und bewahrt Gott seinen Reichtum auf, wobei er das Ausmaß des Reichtums durch die Qualität des Gefäßes bestimmt. Die Bestimmung des Menschen ist, dass ein jeder von euch sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu besitzen wisse (1. Thess. 4, 4) und es zur Aufnahme der Göttlichen Gnade würdig macht. In der Erfüllung dieser Bestimmung besteht das Wohl für den Menschen, der es nicht vermag, die ihm von seinem Schöpfer von alters her zugedachte Bestimmung nicht zu erfüllen, ohne sich selbst zu schaden. In der Erfüllung der Bestimmung besteht die Seligkeit des Menschen, der für das mit unsagbarer Seligkeit erfüllte Leben erschaffen ist. Der Mensch wurde durch Gott selbst erschaffen, was sowohl für die Herrlichkeit als auch für die Nichtigkeit seiner Natur spricht. Seine Herrlichkeit liegt in der Gottähnlichkeit seiner Natur, seine Nichtigkeit in seiner Insuffizienz, denn wie der Ton in der Hand des Töpfers, so der Mensch in der Hand Gottes (Jer. 18, 6), und so wie ein Töpfer ein Gefäß nach seinem Belieben erschaffen kann, so tut auch Gott nach seinem Belieben alles was ihm wohlgefällt (Ps. 115, 3). Nachdem ER den Menschen in seinem Bilde, nach seinem Gleichnis erschaffen hat, sprach ER in sich selbst: „Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, seines Gleichen“ (1. Mose 2, 18). Der Mensch, der
mit Denk- und Gefühlsfähigkeit beschert worden war, sehnte sich nach einem ihm gleichenden
Wesen, das er weder unter den sichtbaren noch den unsichtbaren Geschöpfen,
weder unter der ihm unter- noch über sich fand. Der Mensch brauchte ein
Geschöpf, das ihm im Wesen gleich,
aber von einer anderen Hypostase wäre.
Er brauchte es nicht wegen äußerer Ursachen, sondern aus innerer Notwendigkeit
seines Daseins. ER brauchte ein Geschöpf, das fähig wäre, die Insuffizienz
seines eigenen Daseins bzw., besser gesagt, seines Wohlseins, aufzufüllen. Nachdem der Mensch sie sah, rief er entzückt aus: „ Diese ist einmal Gebein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleische; diese soll Männin heißen, denn vom Manne ist diese genommen“ (1. Mose 2, 23)! Der erste Mensch sah in ihr, wie in einem Spiegel, seine eigene vollkommene Natur und hing sogleich mit seiner ganzen Seele an ihr. Dabei prophezeite er: ein Mann wird seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden ein Fleisch sein (1. Mose 2, 24). Im Munde Adams bedeutet das Wort „Fleisch“ nicht den Körper als solchen, sondern die ganze geistig-körperliche Zusammensetzung des Menschen, da selbst die Heilige Schrift über den erstgeschaffenen Mann und die Frau sagt, dass sie beide zusammen ein Wesen darstellten - nämlich den Menschen (1. Mose 5, 2). Nicht nur körperlich vereinten sich Adam und Eva, indem sie sich küssten und umarmten[5], sondern auch seelisch, indem sie eine Seele in zwei Körpern darstellten[6]. Solcherart ist die Eigenschaft der Liebe, dass die Liebenden ein Ganzes und Untrennbares darstellen, da „die Liebe die Liebenden mit Gott und mit einander verbindet“[7]. In dieser Vereinigung miteinander bestand das nächste Ziel des erschaffenen Paares, durch dessen Erfüllung sie die Fülle des Seins in Gott erreicht hätten. Dafür wurde auch die Frau gebaut, um mit dem Mann und im Manne zu sein und dabei lebendige Widerspiegelung seiner Gottähnlichkeit darzustellen, um, nach der Aussage des Apostels, seine Herrlichkeit zu sein, die eigentlich die Herrlichkeit Gottes ist, deren Widerspiegelung der Mann selbst ist (1. Kor. 11, 7). Im Übrigen sollte die Frau selbst nicht bloß als passive Widerspiegelung der Vollkommenheit des Mannes dienen, sondern ihm vielmehr bei seiner Vervollkommnung helfen und ihn anregen, göttliche Vollkommenheit erreichen zu wollen. Dieser Berufung entspricht auch die Position, für die die Frau von je her bestimmt ist. Denn die Frau ist zwar dem Manne gleich, da sie dasselbe Wesen hat und ihm ähnlich ist, doch ist ihre Position ihm untergeordnet und von ihm abhängig, denn sie wurde später als der Mann und für diesen geschaffen. Denn der Mann wurde auch nicht um des Weibes willen geschaffen, sondern das Weib um des Mannes willen (1. Kor. 11, 9). Der Mann wurde vor der Frau erschaffen, und deshalb hat er ihr gegenüber eine gewissermaßen vorrangige, selbstständige Bedeutung. Nicht der Mann ist auf den Bedarf der Frau hin zugerichtet, sondern die Frau auf den Bedarf des Mannes; nicht der Mann von der Frau genommen, sondern die Frau vom Manne; nicht der Mann ist die Herrlichkeit der Frau, sondern die Frau die Herrlichkeit des Mannes. Die Bestimmung des Mannes bezüglich der Frau ist es, das Haupt der Frau zu
sein. Die Bestimmung der Frau bezüglich des Mannes ist es, dem „Haupt“
Lebensfähigkeit zu spenden. Dieser Bestimmungen entsprechend haben beide
voneinander verschiedene Eigenschaften und Fähigkeiten: im Mann herrscht die
Denkfähigkeit vor, in der Frau Fähigkeit zum (Mit-)Gefühl. Im Menschen hat der Verstand ohne das Herz keine Energie, und das Gefühl entsteht nicht ohne die Wirkung des Verstandes. Die Aktivität des Verstands verwirklicht und äußert sich im eigentlichen Herzen, im Bereich der Gefühle. Der Verstand kleidet sich in Gefühle wie in Kleidung, weshalb er manchmal Sinnesgefühl[8] genannt wird. Die Erkenntnis der spirituellen Welt kann weder allein mit dem Verstand noch mit dem Gefühl allein gelingen. Weder das Weib ohne den Mann, noch der Mann ohne das Weib im Herrn kann in Gott verbleiben (1. Kor. 11, 11). ER ist für jeden einzelnen von ihnen unzugänglich. ER wird von ihnen unter Bedingung ihrer Einigung und hierarchischen Unterwerfung untereinander erkannt. Das Werk des Mannes ist Bearbeitung
dessen, was er unmittelbar von Gott erlangt. Der Mann erschafft die Leibesfrucht, er befruchtet, und die Frau bewährt, trägt und gebärt sie. Das Weibliche ohne das Männliche ist fruchtlos, während das Männliche ohne das Weiblich leblos ist. Eva heißt „Leben“ (1. Mose 3, 20), da in ihrer Natur die fühlende Herzenskraft überwiegt, denn das Gefühl ist ein Indiz und eine Bedingung des Lebens. Das Herz ist die Fähigkeit, sich selbst und seine Existenz zu spüren sowie das eigene Verhältnis zu allem, was sich außer- oder innerhalb befindet. Adam war fähig,
ins Wesen der von Gott erschaffenen Tiere einzudringen und ihnen angemessene
Namen zu geben, wegen der Vorherrschaft der denkenden Kraft der Seele, die ihn
prägte. Der Verstand ist die herrschende
Kraft der Seele, die zur Führung bestimmt ist und, dieser Funktion
entsprechend, mit Erkenntnisfähigkeit ausgestattet ist - also der Fähigkeit, zu
wissen, was sich außerhalb von ihm
befindet. Der menschliche Verstand soll nach seiner Natur beim Herzen sein, er soll sich
mit dem Herzen vereinen, um eine ganzheitliche seelische Struktur zu bilden,
die fähig ist, die Göttliche Energie zu empfangen. Ihre gegenseitigen
Beziehungen sollten sich als ständige und unablässige Kontrolle des Verstandes
über das Herz bzw. der Eindringung des Verstandes in die Sphäre des Inhaltes
des Herzens äußern, um allen im Herzen entstehenden Bewegungen eine Richtung zu
geben. Die Verwirklichung und die Aufbewahrung dieses Verhältnisses zwischen Verstand
gegenüber und Herz heißt das Verbleiben
im Herzen[9], das Innere Verbleiben[10].
Das Wesen dieses Verbleibens besteht darin, dass das Bewusstsein im Herzen eingeschlossen
sein und alle im Herzen entstehenden ungeregelten Bewegungen regeln soll - also
die guten belassen und die bösen ausmerzen. Ein Herz, das sich selbst
überlassen bleibt und nicht auf die Anweisungen der Vernunft achtet, wird in seinen
Trieben unmäßig, ungeregelt, lüstern und blind[11].
Die Liebe der Frau ist Hingabe. Die Frau liebt nur dann richtig, wenn sie sich um ihres Mannes willen vergisst, indem sie sich konzentriert und sein Leben lebt. Für den Mann ist seine geliebte Frau eine Schatzkammer, eine Anlegestelle, wo er seinen Reichtum anlegt. Die Liebe des Mannes ist formbildend. Der Mann verleiht seine Form demjenigen, den er liebt, indem er dem von ihm geliebten und zu ihm anhängenden Wesen eine bestimmte Form aufprägt. Die Frau dagegen ist, wenn sie liebt, bestrebt, sich selbst zu vergessen, sich in eine solche Form einzuschmiegen und für seine Bestrebung ein Ideal zu bilden. Es kann gesagt werden, dass die Frau dem Mann ein lebendiges Material gibt, dem der Mann seine Form gibt, die er unter der Wirkung der Göttlichen Gnade erarbeitet. Getrennt vom Mann kann die Frau weder eine Frucht erzeugen noch ein Ziel wählen, wodurch ihr Leben göttliche Eigenschaften erlangen könnte, weder erschaffen noch wählen. Adam erhielt von Gott Anweisungen, wie Gottesähnlichkeit erreichbar sei. Durch ihren
Mann wusste es auch Eva. Der schlaue, aber böse Geist wusste seinerseits, dass
es schwer, ja praktisch unmöglich sein würde, Adam, dessen Verstand durch die
Gnade Gottes erleuchtet war, durch böse Gedanken zu verführen. So begann er,
auf dessen Frau einzuwirken, die weniger vernünftig[12]
und durch körperlich-seelische Beweggründe beeinflussbarer war. Adam beging ein Verbrechen, aber nicht, weil er betrogen oder von einer
Leidenschaft mitgerissen wurde, sondern indem er seiner Frau folgte. Er wusste,
was er tat. Er übertrat bewusst das
Gebot Gottes, wobei er sich höchstens in einem täuschte, nämlich dass er das
von ihm begangene Verbrechen für entschuldbar hielt. Er wurde aber weder vom
altbösen Feind noch von der Frau verführt; denn er behauptete nicht, dass die
Schlange oder die Frau ihn verführt hätte, sondern einfach, dass er gegessen
hätte, was ihm seine Frau gegeben hatte (1. Mose. 3, 12). Die Frau aber
gestand, dass die Schlange bzw. der Teufel sie betrogen hatte. (1. Mose 3, 13). Da die Frau durch die Natur lebt, aber nicht höher als diese steht, zeigen sich in ihr Schwächen wie mangelnde Selbstkontrolle, fehlendes Urteilsvermögen, Unterordnung unter spontane Triebe und ungeregelte Gefühle. In ihrer ganzen Kraft erwiesen sich diese Schwächen nach dem Sündenfall. Unter dem geheimnisvollen und schrecklichen Einfluss der Sünde nahmen alle ihren seelischen Bewegungen eine verkehrte Gestalt an. Zum Bespiel wandelten die Neigung zur aufmerksamen Beobachtung über den Lauf des aktiven Lebens und die Beachtung von Einzelheiten sich bei ihr in haltlose Neugier und Flatterhaftigkeit um; die Fähigkeit, ins Herz einzudringen und nach dem bloßen Gefühl die wahre Ordnung der Dinge zu erkennen, wurde zum Hang, zu intrigieren und zu heucheln; das Bedürfnis, nützlich und erwünscht zu sein, wurde zum Drang, zu gefallen und zu verführen; die Zärtlichkeitsfähigkeit ging in Koketterie über, die Eindrucksempfindlichkeit in Launenhaftigkeit, das Verlangen zum Manne in Lüsternheit usw. Da bei der Frau die Bewegungen des Herzens bzw. des Blutes [17] dominieren, müssen in ihr auch all die
unterschiedlichsten Bewegungen des fühlenden Teiles der Seele mit besonderer
Kraft wirken, von denen einige sich unter der Wirkung der Sünde in morbide und
leidenschaftliche Bewegungen umkehren, die anderen dagegen - unter der Wirkung
der Gnade – in gesunde und tugendhafte Bewegungen. Bei einer ausführlicheren
Betrachtung der sündigen Wirkungen der gefallenen Natur können in der Frau ihre
vorwiegenden Leidenschaften hervorgehoben werden, von denen die wichtigsten Eitelkeit, Lüsternheit und List sind[18].
Die Schüchternheit erscheint aus dem Wunsch, die Beste zu sein und der Unsicherheit, ob es gelänge. Das Schrecklichste für die Schüchternheit ist das Risiko, nicht zu gefallen bzw. lächerlich oder dumm zu erscheinen. In akuter Form äußert sich die Schüchternheit im Gefühl, dass die ganze Welt sie beschaue, und zwar missbilligend und spottend. Verdeckte Schüchternheit ist auch die falsche Bescheidenheit, die erwartet, Komplimente zu ernten. Neben dieser unbescheidenen Bescheidenheit steht die sich bedeckende weibliche Schamhaftigkeit da – eine Tugend, die nach dem Sündenfall kam. Vorher waren beide nackt, der Mensch und sein Weib, und sie schämten sich nicht (1. Mose 2, 25); aber nach dem Fall nahm in ihrer Natur die Sinnlichkeit überhand, da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie erkannten, daß sie nackt waren (1. Mose 3, 7). Die Scham ist eine Folge der sündigen Empfindungen des Fleisches. „Wann erscheint in einer Jungfer die Schamhaftigkeit? Dann, wenn sie beginnt, in sich die Bestimmung der Frau zu spüren. Die Schamhaftigkeit ist der Vorhang vor der Sünde, und nicht der Schein der Heiligkeit.“[22] „Eine Jungfrau senkt die Augen, wenn in ihr eine sündige Empfindung erscheint; in ihrer Unschuld schaut sie geradeaus“[23]. Allerdings sollte die kindliche Unschuld von der bestialischen Schamlosigkeit unterschieden werden. Zwar verspüren beide keine Scham; doch ist der Wert des letzteren für die menschliche Natur fraglich. Ein gerader, aber sinnlicher Blick ist eine Art Frechheit[24] und ein Zeichen der Verdorbenheit. Was die weibliche Schamlosigkeit bewirken kann, demonstriert bildhaft der alttestamentarische Weise, indem er die bekannte Situation ausmalt, dass eine untreue Frau einen unvernünftigen Jungen verleitet, indem sie ihn durch alle möglichen Mittel verführt, was ihn das Leben kostet (Sprüche 7, 6-23). Die Kraft der weiblichen Liebreize und die Schädlichkeit der Schamlosigkeit erkennen auch die neutestamentarischen Weisen an, indem sie sagen, dass der all-weise Herr, der die menschliche Schwäche kennt, seine größte Gnade und Vorsehung darin erweist, dass er „die Schamlosigkeit des weiblichen Geschlechts mit der Scham wie mit einem Zügel aufhält; denn wenn Frauen auf Männer selbst zurennen würden, wäre kein Fleisch gerettet“[25]. Auch wenn es der Frau nicht gelingt, den Mann auf diese Weise zu verführen,
bedeutet das noch nicht, dass sie ihn durch nichts mehr verführen kann. Die
Frau wird weder von Besonnenheit noch von geistlicher Vernunft geleitet,
sondern von den Gefühlen des durch die Sünde verdorbenen Herzens[26].
Ohne es selbst zu wollen, kann sie von Gefühlen mitgerissen werden und in
Leidenschaft nicht nur zu einem Jungen, sondern auch zu einem Greis entflammen.
Nachdem sie so entbrannt ist, wünscht sie sich, den Gegenstand ihrer
Leidenschaft zu beherrschen und verschmäht keine Wege, um ihr Ziel zu
erreichen. Im Besonderen benutzt sie die List, mit der sie die in ihr
vorhandenen Leidenschaften, die sie umtreiben, verbirgt[27]. Zorobabel erzählte von Apamina, einer Konkubine des Königs, die ihre Macht ausgespielt hatte, indem sie vom Haupt des Königs das Diadem genommen und es sich selbst aufgelegt und den König mit der linken Hand auf die Wange geschlagen hatte; und dabei hatte der König sie mit offenem Munde beschaut, und als sie lachte, lachte auch er; wenn sie aber zornig war, liebkoste er sie, bis sie sich mit ihm versöhnte (2. Esr. 4, 30-31). Salomo wandte sich unter dem Einfluss seiner heidnischen Frauen von Gott ab, weil er mit seinem ganzen Herzen an ihnen hing und sich anderen Göttern zuwandte (1. Kön. 11, 4). Samson war von seiner Frau die Voraussetzung für die Göttliche Gnade genommen worden, die ihn begleitet und durch ihn gewirkt und von ihr den Fremden zur Schändung und Hinrichtung übergeben worden war (Richter 15, 4-21). Durch das Verschulden der Frau war der schöne und adlige Josef als Verbrecher ins Verlies geworfen worden (1. Mose 39, 20). Johannes, der Vorläufer des Herrn, wurde durch das Wirken und die Arglist weiblicher Bosheit brutal enthauptet (Mt. 14, 8-11). Diese und ähnliche Beispiele beweisen mit unzweifelhafter Offensichtlichkeit die Wahrheit der Worte der Heiligen Schrift, die besagen, dass viele angesichts weiblicher Antlitze wahnsinnig wurden und ihre Sklaven wurden, und viele wegen den Weibern untergingen und sich verführen ließen und sündigten (2. Esr. 4, 25-26). Solcherart sind die schädlichen Äußerungen des weiblichen Herzens, das vom Gift der Sünde vergiftet ist, welche in die Natur des Menschen eingedrungen ist und alle „Weiden des Herzens“[31] in ihre Gewalt bekommen hatte. Dennoch ist das allseitige Streben nach dem Bösen, das die gefallenen Geister prägt, der gefallenen Menschheit nicht eigentümlich. In ihr ist das Böse mit dem Guten vermischt. Das Herz ist diese „unüberblickbare Untiefe“[32], in der nicht nur alle Arten des Bösen, sondern auch alle Arten des Guten enthalten sind. „Das Herz“, sagte der Hl. Makarios der Große, „ist ein kleines Gefäß; doch gibt es da Schlangen, dort gibt es Löwen, dort gibt es gifttragende Tiere, dort gibt es alle Schätze der Laster, dort gibt es raue und störrische Wege, dort gibt es Untiefen; doch gibt es dort auch Gott, dort gibt es Engel, dort gibt es Leben und Reichtum, dort gibt es Licht und die Apostel, dort gibt es Schätze der Gnade, dort gibt es alles“[33]. Auch in der weiblichen Natur gibt es „alles“. Die Frau verfügt über eine große Kraft - nicht nur zum Laster, sondern auch zur Tugend[34]. Es können genügend Bespiele für Frauen angeführt werden, die außerordentliche
Tugend aufzeigten, indem sie nachwiesen, dass die Bewegungen des Herzens nicht
nur böse, sondern auch gut sein können. Während die männliche Seele idealerweise über Eigenschaften wie Festigkeit, Unabhängigkeit, Härte, Stärke und Mut verfügt, zählen als ideale Eigenschaften der weiblichen Seele: Zärtlichkeit, Weichheit, Nachgiebigkeit, Schüchternheit und Schwäche. Diese Eigenschaften der weiblichen Natur erwecken im Mann die edelsten Züge seiner Natur – Mut und Verantwortlichkeit - und mildern die Eigenschaften, die harsch und grob sind. Die Frau ist fähig, ihren besorgten Mann zu beruhigen und seine unnötigen schweren Gedanken zu verscheuchen, da die weibliche Natur mit den unschätzbaren Gaben von Mitgefühl, Feingefühl und Inspirationsfähigkeit ausgestattet ist. In den Notizen der Hl. Zarin und Märtyrerin Alexandra ist der Gedanke zu finden, dass die Macht der wahren Weiblichkeit in ihrer Reinheit und Lauterkeit besteht, und ihre Kraft in ihrer Sanftheit[38]. Besonders lebhaft begannen die guten Eigenschaften des weiblichen Herzens sich zu äußern, als der Herr die weibliche Natur in Person der All-Reinen und Ganz Makellose Jungfrau Maria erneuerte und heiligte. Sie wurde zu seinem auserwählten Gefäß, worin ER seine kostbarste Perle, den Samen der Gnade des Heiligen Geistes hineinlegte. Und sie, indem sie diesen Göttlichen Samen empfang und von sich etwas eigenes (also ihr Fleisch) hinzufügte, vollbrachte das Mysterium der Rettung der Menschheit, durch die sündlose Geburt des Gottmenschen in diese Welt. Dieses Mysterium war eben nur durch die Haupttugenden der weiblichen Seele möglich. Beim Vergleich des Verhaltens von Eva, der Urmutter der Menschheit, und Maria, ihres gesegneten Zweiges, ist ein wesentlicher Unterschied bemerkbar, der in einem Fall dem Beginn der Sünde diente, im anderen Falle aber dem Beginn der Rettung. Da zeigte Eva der ganzen Welt ihren Unglauben an Gott; hier verehrt die Welt mit Ehrfurcht den tiefsten Glauben Marias, die glaubte, dass es möglich sei, dass der unfassbare Gott in den beschränkten Raum des menschlichen Mutterleibes hineingehe. Da stimmte Eva leichtsinnig dem betrügerischen Vorschlag zu, ohne Mühe und Gottes Hilfe Vergöttlichung zu erreichen; hier akzeptiert Maria die direkte Verheißung, das Gefäß der Gottheit zu sein - nicht sofort, sondern mit Bedenken und nur unter Voraussetzung der Beibehaltung ihres Gelübdes der Keuschheit. Da erweckten die verlockenden Reden des gefallenen Engels in der Seele Evas Stolz, hier versetzten die größten Verheißungen des Engels des Lichtes Maria nicht nur nicht in Hochmut, sondern brachten sie vielmehr in Verlegenheit wegen ihres Bewusstseins der eigenen Unwürde und Unvollkommenheit. Da verleiteten sinnlicher Genuss und Eitelkeit Eva zu dem Wunsch, trotz angedrohter Bestrafung gegen den Willen Gottes zu handeln; hier wird Maria, trotz der Gefahr der Schande seitens der Menschen, durch allseitige Hingebung und Liebe zu Gott getrieben, sich ganz dem perfekten Willen Gottes zu unterwerfen. All das – der lebendige Glaube, die jungfräuliche Reinheit, die tiefste Demut, die ganz perfekte Liebe und Hingabe – beriefen die Jungfrau Maria zum Empfang des Sohnes Gottes! Dieselben guten Eigenschaften erweckte der Herr durch seine evangelische Lehre und sein gottgefälliges Leben in vielen weiblichen Herzen. Das Evangelium zeigt uns Fälle, in denen Frauen in ihrer Tugendhaftigkeit die Männer deutlich übertreffen. Zum Beispiel schaffte es Nikodemus nach dem Gespräch mit dem Herrn nicht, an IHN als den Sohn Gottes zu glauben, während die Samariterin nicht nur begann, an Christus zu glauben, sondern sich bemühte, diesen Glauben auch Anderen zu vermitteln (Joh. 4, 43). Der Herr weist Simon den Pharisäer deswegen zurecht, dass er solch eine Frau verurteilte, die ihn mit ihren Taten des Glaubens und der Liebe übertraf, welche wertvoller waren als alle seine „gerechten“ Taten zusammengenommen (Lk. 7, 36-50). Auch am Beispiel der kanaanäischen Frau verurteilt der Herr den Unglauben, die Heuchelei und die Lieblosigkeit der Pharisäer, der ER am vorangegangenen Tag begegnet war (Mt. 15, 22-28). Die blutflüssige Frau, die an einer Krankheit litt, die ihre weibliche Würde „erniedrigte“, schämte sich nicht nur, vor Allen einzugestehen, von welcher Krankheit sie dank des Herrn geheilt worden war (indem sie dadurch seine Göttliche Kraft vor allen bekannte), sondern auch, dass sie es wagte, im Zustand der „Unreinheit“ den Herrn zu berühren (Mt. 9, 20-22)[39]. Es darf auch nicht die Tatsache verschwiegen werden, dass der Herr in schwierigen Augenblicken von seinen Jüngern verlassen worden war, doch nicht von seinen Jüngerinnen. Ihre hingebende Liebe zum Herrn überwand ihre Angst vor der Gefahr und gab ihnen Mut und Stärke, um die moralische Qual zu ertragen, die sie bei der Anschauung des Leidens und des Todes am Kreuz ihres liebsten Lehrers erlitten. Unter denjenigen, die am frühen Morgen zum Grab des Herrn gingen, um IHN mit dem wohlriechenden Myron zu salben fand sich kein Mann, so dass Verlegenheit darüber entstand, wer den Stein vom Grufteingang wegwälzen solle; denn sie selbst waren in ihrer Schwäche nicht in der Lage, dies selbst zu tun (Mk. 16, 3). Aber sie waren durch ihre unveränderliche Liebe und Hingabe zum Herrn doch getrieben, morgen früh zu seinem Grab zu gehen. Der Herr belohnte ihre große Bereitwilligkeit und tiefe Bindung, indem er ihnen zuerst erschien, so dass dieses „so verachtete Geschlecht als erste die Betrachtung der höchsten Güte genoss“[40]. All das bekamen sie dafür, dass ihre Herzen dem Herrn gehörten. Auf IHN konzentrierten sich alle ihrer Gedanken und Wünsche. Seine Lehre empfingen sie als einen Schatz, nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen, und bewahrten sie sorgfältig in den schwächeren Gefäßen ihrer Seelen – nach dem Vorbild der Heiligen Jungfrau Maria, die als erste begonnen hatte, in ihrem Herzen die Worte ihres Sohnes zu wägen (Lk. 2, 9). Es sollte erwähnt werden, dass im Evangelium, so wie übrigens auch in allen Büchern des Neuen Testaments, keine Frau erwähnt wird, die gegen die Lehre Christi auftrat oder etwas gegen Christus selbst hatte, während IHM seitens der Männer öfter Unglauben, Undankbarkeit, Verachtung und sogar Hass entgegenschlug. Das kann dadurch erklärt werden, dass Männer vorwiegend vom Verstand leben und geleitet werden, der, was seine Eigenschaften betrifft, von kalter Rationalität, Wissbegierde und Neigung zu Zweifeln geprägt ist. Frauen leben dagegen vom Herzen; mit dem Herzen nehmen sie auch jedwede Wahrheit wahr, ohne rational-logische Beweise zu benötigen. In Bezug auf das Christentum ist dieser Weg der Erkenntnis der Wahrheit häufig richtiger und zuverlässiger. So sagte ein Heiliger, nicht das Weise, sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, auf daß er die Weisen zu Schanden mache; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, auf daß er das Starke zu Schanden mache (1. Kor. 1, 27). Ein bildhaftes Beispiel, das diese Worte bestätigt, ist das Vorbild der Heiligen Myronträgerinnen, die der ganzen Welt die Wahrheit bewiesen, dass die Kraft Gottes in Schwachheit vollbracht wird (2. Kor. 12, 9). Warum dies? Da unser ganzes Leben einschließlich des geistlichen Lebens sich eigentlich im Bereich des Herzens verwirklicht und äußert. „Das Herz ist der Anfang und die Wurzel all unserer Werke“,[41] sagten die Heiligen Väter. Aufgrund dessen raten sie dazu, jedwede Wahrheit ins Herz hineinzubringen, und zwar durch die Erregung des Mitgefühls. Wenn die Wahrheit zum Gefühl wird und ins Herz hineingeht, dann wird sie sich in das eigentliche Wesen der Seele umwandeln. So bildet sich die durch nichts erschütterbare Überzeugung von einer Wahrheit. Damit die Wahrheit beginnt, in der Seele zu wirken, ist es erforderlich, sie durch Mitgefühl ins Herz zu bringen. Wenn die Wahrheit aber durch das Gefühl ins Herz hineinkommt, dann lebt die Seele in Wahrheit. Doch bevor die Wahrheit ins Herz übergeht, muss sie erst gefunden und dann zum Herzen hingebracht werden. Dazu ist die männliche Psyche eher geeignet als die weibliche. Die weibliche Psyche hat quasi keine feste und deutliche Gestalt. Weibliches Denken ist ungeformtes Material, das aber bereit ist, jede Form anzunehmen. Männliches Denken unterscheidet sich vom weiblichen durch sein Bedürfnis nach deutlichen und festen Formen[42]. Der Mann verfügt über denselben psychischen Inhalt wie die Frau, aber in einer zergliederten Form. Da, wo weibliche Erlebnisse unbestimmt und vage sind, hat der Mann bereits scharfe, deutliche Vorstellungen, die mit ganz bestimmten Gefühlen einhergehen. Dem Mann ist es möglich, zwischen Gedanken und Gefühlen zu unterscheiden, während diese Fähigkeit der weiblichen Natur nicht zu Eigen ist. Zudem strebt der weibliche Verstand nicht danach, in die „Tiefe der Dinge“ einzudringen. Er ertastet die Gegenstände quasi nur, kostet sie, gleitet über ihre Oberfläche; doch kann er weder ihr Wesen begreifen, noch bestimmte Begriffe über sie bilden. Solches Denken kann weder selbstständig sein noch allein bleiben, ohne seine Hilfslosigkeit zu spüren. Dieses Gefühl von Einsamkeit, Verlassenheit, Hilfslosigkeit und Unbestimmtheit ist eben das, worin die weibliche Schwäche sich sehr markant äußert. Nach dem Sündenfall sagte der Herr zu Eva: „Nach deinem Manne wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen“ (1. Mose 3, 16). Dieses „Verlangen“ nach dem Mann ist offensichtlich weniger körperlich, sondern psychisch und „wirkt in allen einsamen Frauen, indem es sich unbewusst ganz unterschiedlich äußert und verschönert“[43]. Deswegen ist es für eine Frau schwer, sogar fast unmöglich, allein zu sein. Sie braucht es mehr als der Mann, geliebt, bemitleidet und getröstet zu werden, da sie sich selbst nicht trösten kann. Sie mag ein gutes Gedächtnis haben und vieles behalten können; doch fällt es ihr schwer, die erhaltenen Erkenntnisse zu analysieren und selbstständig logische Schlüsse zu ziehen. Viele Lebenseindrücke, insbesondere negative, bleiben im weiblichen Bewusstsein unerklärt. Sie vermag es nicht, die in ihrem Gehirn entstehenden Widersprüche selbstständig zu lösen, was nicht selten zu hysterischen Reaktionen führt[44]. Es ist für sie unbedingt notwendig, dass jemand ihre Probleme erklärt und löst. Dieser jemand ist der Mann.[45] Von ihm verlangt die Frau immer bestimmte Ansichten, um die Möglichkeit zu haben, sie von ihm zu entlehnen. Das ist eben das, worauf ihre psychische Abhängigkeit vom Mann gründet. Die von Adam Genommene ist zu ihm hingezogen, da sie sich die Stütze und den Platz wünscht, den sie vorher in ihm besetzte. Zugleich agiert sie selbst nicht, sondern wartet auf die Handlungen des Mannes. Tief in ihrer Seele erwartet sie, dass man kommt, sie zu suchen; auch wenn sie darauf ihr ganzes Leben lang warten muss. So ist die natürliche Ordnung der Dinge: nicht das Herz steigt zum Verstand auf, sondern der Verstand kommt ins Herz hernieder. Die Stelle des Lebens ist das Herz; dort fokussieren sich alle Kräfte der Seele. Der ins Herz herniedergekommene Verstand beginnt die Gesamtheit der seelischen Kräfte (Energien) zu bewirtschaften und zu verändern. Dadurch gestaltet er die Seele um und bereitet sie auf den Empfang der Gnade vor. Das Herz ist zur Neueinrichtung der Seele bzw. ihrer Neuzusammensetzung berufen, die durch den Verstand erschaffen und dann zur Einigung mit der Gottheit befähigt wird. Diese Organisation der Seele nannten die Heiligen Väter „Kirche“.[46] Auch der Ehebund eines Mannes und einer Frau wird „Kirche“ genannt (Röm. 16, 4-5). Bekannterweise ist das Haupt der Kirche Christus. Und so wie Christus das Haupt in Bezug auf die Kirche ist, in diesem Sinne ist auch der Mann das Haupt in Bezug auf seine Frau (Eph. 5, 23). Christus ist der zum Haupt der Kirche durch ihre Errettung geworden. ER ist der Erretter seines Leibes, also der Kirche (Eph. 1, 23). Auch ein Mann ist das Haupt seiner Frau sowie ihr Erretter. Eben dies ist der Gedanke des Apostels: so wie Christus, das Haupt der Kirche, über diese wacht und sie rettet, so ist auch der Mann der Retter der Frau[47]. Aufgrund dessen wird von der Frau auch Unterwerfung unter ihren Mann als dem Herrn (Eph. 5, 22) verlangt, oder, anders gesagt, Unterwerfung unter den Herrn durch Unterwerfung unter ihren Mann. Der Mann ist der Vermittler zwischen der Frau und dem Herrn, und ohne diesen Vermittler kann die Frau nicht zum Herrn kommen[48]. Aber auch der Mann kann ohne Frau nicht mit dem Herrn leben, da ihm sonst seine Wurzel und sein vitales Element entnommen wären[49]. „Ein wackeres Weib, wer wird es finden? Denn ihr Wert steht weit über Korallen“, sagt die Heilige Schrift. „Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie, und an Ausbeute wird es ihm nicht fehlen. Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens“ (Spr. 31, 10-12). Die gute Frau hilft ihm bei der Erreichung der wichtigsten Tugenden des Herzens – des lebendigen Glaubens, der unverweslichen Reinheit und der selbsthingebenden Liebe, weswegen er die Gnade Gottes, nach den Worten: wer ein Weib gefunden, hat Gutes gefunden und hat Wohlgefallen erlangt von Jahwe (Spr. 18, 22). Daher ist es dem Mann geboten, die Einigung mit der Frau durch die hingebende Liebe zu ihr anzustreben (Eph. 5, 25). Denn davon hängen sein eigenes Leben und Wohl ab. Wer sein Weib liebt, liebt sich selbst (Eph. 5, 28), da sie ein Teil von ihm selbst ist, Gebein von seinen Gebeinen und Fleisch von seinem Fleisch, und wer sich um den Wohlstand seines Leibes nicht kümmert, der kümmert sich auch nicht um seinen eigenen Wohlstand. Die Frau ist die Helferin des Mannes im Werk ihrer gemeinsamer Rettung, und dem Mann obliegt es, sich um sie ebenso zu kümmern, wie es der Seele obliegt, sich um ihren Leib zu kümmern, dadurch, dass sie sie nährt und pflegt, so wie Christus seine Kirche nährt und pflegt (Eph. 5, 29). Und so wie das Ziel der Fürsorge Christi über die Kirche darin besteht, sie von Laster, Sünde und Abweichung vom Bilde Gottes zu erretten und ihre ehemalige Herrlichkeit, Heiligkeit und Makellosigkeit zurückzuholen (Eph. 5, 27) und ihr den übernatürlichen Zustand der Vergeistigung durch die Einigung mit der Gottheit zu ermöglichen, so sollen auch Männer sich um ihre Frauen sorgen und sie - und durch sie auch sich selbst - damit in diesen übernatürlichen und engelsgleichen Zustand umgestalten, von dem geschrieben steht: da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Weib; denn ihr alle seid einer in Christo Jesu (Gal. 3, 28). Die Erreichung dieses Zustandes ist die Erlangung des Reiches Gottes. Diese geschieht auf eine geheimnisvolle Weise in der Tiefe jeder menschlichen Seele (Lk. 17, 21). Aber dieses Geheimnis ist groß (Eph. 5, 32), und es wird sich nicht früher geschehen als die herrliche Ankunft unseres Herrn Jesu Christi - Denn dir gebührt alle Herrlichkeit und Macht und Ehre und Anbetung, samt deinem anfanglosen Vater und deinem allheiligen und guten und lebendigmachenden Geiste, jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit! Amen[50]
Nachwort Dieser dem Leser dargebotene Essay ist ein kurzes, thesenartiges Skript, das hinter jeder seinen Redewendungen eine Menge geistlicher Begriffen verbirgt, die erst im Zuge des Nachdenkens und des Erwerbs verschiedener Kenntnisse der geistlichen Wissenschaft begriffen werden können. Obwohl dieser Essay eine tiefe Besinnung über jeden Gesichtspunkt voraussetzt, reicht Besinnung allein hier nicht aus. Das hier Verkündigte besteht nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, indem wir Geistliches durch Geistliches deuten (1. Kor. 2, 13), durch die Münder der gottestragenden Väter, deren Gedanken in diesem Essay in systematischer Abfolge dargestellt wurden. Nach dem Gesetz der Natur nimmt der natürliche Mensch aber nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit. Und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich, mithilfe geistlicher Begriffe beurteilt wird (1.Kor. 2, 14). Deshalb, oder auch aus anderen Ursachen, könnten einige der vorgebrachten Thesen falsch oder unverständlich wirken. Da wo wir dafür verantwortlich sind, übernehmen wir noch eine Aufgabe: die unverständlichen Stellen und Wendungen näher zu erklären. Das werden wir gerne tun, sobald wir konkrete Fragen der Leser an unsere Adresse vadim_korzhevski@mail.ru bekommen haben werden. [1] Hl. Symeon der Neue Theologe: Св. Симеон Новый Богослов. Т. 2. Деятельные и богословские главы. Гл. 4. С. 509. [2] Hl. Mönch Makarios von Ägypten: Преп. Макарий Египетский. Духовные беседы. Бес. 16. § 7. М., 1994. - С. 143. [3] Das griechische πλευρά, übersetzt als „Rippe“, bedeutet im Allgemeinen „Weiche, Seite“ oder „Teil der Seite“. Zum Beispiel verwendet Prophet David dieses Wort (Ps. 48, 3; ins Deutsche als „Nordseite“ übersetzt) für den Berg Zion, der sich im nördlichen Teil des Gebirges von Jerusalem befindet. [4] Hl. Johannes Chrysostomos: Св. Иоанн Златоуст. Т. 4. Кн. 1. Беседы на кн. Бытия. XV. § 2. М., 1994. - С. 122. [5] Hl. Irenäus von Lyon: Св. Ириней Лионский. Доказательство апостольской проповеди. Гл. 13. // Творения. М., 1996. - С. 575. Davon, dass liebevolles Küssen körperlich vereinen kann, schrieb der Hl. Johannes Chrysostomos in der Auslegung zu 1. Kor, 16, 20. Selbst der Begriff „Küssen“ (russ.: целование (zelowanije)) schließt sich an den Begriff „das Ganze“ (russ. целое (zeloje) an. [6] Hl. Clemens von Rom: Св. Климент Римский. 2Кор. Гл. 12. // Ранние Отцы Церкви. Брюссель. 1988. - С. 92. [7] Abba Thalassius: Авва Фаласий. Добротолюбие. Т. 3. О любви. 1-я сотница. Сл. 1. Гл. 1. Свято-Троицкая Сергиева Лавра. 1991. С. 291. [8] Hl. Gregor Palamas: Св. Григорий Палама. Триады в защиту священно-безмолвствующих. I. 3. § 20. М.: Канон. 1996. - С. 80-81. [9] Hl.Diadochos von Photiki: Св. Диадох Фотикийский. Добротолюбие. Т. 3. Гл. 57. С. 37. [10] Hl. Theophan der Klausner: Св. Феофан Затворник. Путь ко спасению.1994. С. 271. [11] Hl. Theophan der Klausner: Св. Феофан Затворник. Начертание христианского нравоучения. Т. 1. Изд. Свято-Успенского Псково-Печерского монастыря, 1994. С. 196. [12] Hl. Gregor der Wundertäter nennt sie schwach im Verstand (Творения. Т. 2. На благовещение. М., 1996. - С. 132). [13] Sel. Augustinus: Блаж. Августин. О граде Божием. Кн. 14. Гл. 11. М., 1994. - С. 31. [14] Ebenda, С. 32. [15] Sel. Theophylaktos von Ochrid: Блаж. Феофилакт. Толк. на посл. Ап. Павла. Скит. 1993. - С. 496. [16] Рупышев Понтий, прот. Не оставлю вас сиротами. М., 1999. - С. 168. [17] Als Blut nennt die Hl. Schrift die Seele eines tierischen Organismus (Lev. 17, 14). Im Blut befindet sich das Leben (1. Mose, 9, 5), und das Blut ist eben die Voraussetzung aller vitalen Erscheinungen der Seele, aber jener Seele, die tierisch und fühlend ist. [18] Hl. Ignatios Brjantschaninow: Св. Игнатий Брянчанинов. Т. 5. Приношение современному монашеству. Гл. 42. Свято-Троицкая Сергиева Лавра. 1991. -С. 318. [19] Hl. Theophan der Klausner: Св. Феофан Затворник. Толк. посланий ап. Павла. 1-е послание к Тимоф. 2;2. Изд. Свято-Успенского Псково-Печерского монастыря., 1995. - С. 264. [20] Die Einstellung des Christentums zur physikalischen Schönheit als solcher ist bedingungslos positiv. Die weibliche Schönheit wird von Gott selbst gesandt. Das Hohelied besingt entzückt alle physischen Anmutungen der weiblichen Natur. Wenn die asketischen Werke auf die große Gefahr hinweisen, die von der weiblichen Schönheit ausgeht, entspricht dies einem Hinweis auf die Gefahr von Sonnenschein für Augenkranke oder auf die Schädlichkeit von Quellwasser für einen, der an Fieber leidet. Die gesunden Gefühle können nicht anders, als von der Frau entzückt zu sein. In diesem Fall wäre Gleichgültigkeit unangemessen, und Hass gegen die Natur. Beides ist eine Folge seelischer oder der körperlicher Leidenschaften. Gleichgültigkeit oder sogar Ekel des Mannes gegenüber der Frau und umgekehrt ist häufig eine Folge verzerrter Geschlechtsorientierung (см.: Розанов В.В. Люди лунного света. М., 1990. - С. 211-214). Wer gesunde und reine Gefühle hat, wendet bei einer Begegnung mit der weiblichen Schönheit seinen Verstand dem Urheber dieser wundersamen Schönheit zu und preist seine Weisheit, Güte und Schönheit (Klimax: Лествица. 15;59). [21] Clemens von Alexandria: Климент Александрийский. Педагог. Кн. II. Гл. 12. М., 1996. - С. 209. [22] Hl. Ignatios Brjantschaninow: Св. Игнатий Брянчанинов. Христианский пастырь и христианин-художник. // Богословские труды. № 32. М., 1996. - 279. [23] Ebenda, С. 295. [24] Hl. Abba Dorotheus: Преп. Авва Дорофей. Поучения. Поуч.4. С. 66. [25] Hl. Johannes Klimakos: Преп. Иоанн, игумен Синайской горы. Лествица. 15;72. С-ПБ.1996. - С. 133. [26] Hl. Ignatios Brjantschaninow: Св. Игнатий Брянчанинов. Т. 5. Приношение современному монашеству. Гл. 42. С. 317. [27] Um der Wahrheit Willen ist anzumerken, dass die List der weiblichen Natur in ihr kraft der Unvollkommenheit ihres Bewusstseins aufscheint. Sie betrügt meist unbewusst und ist dabei manchmal nicht in der Lage, die wirklich geschehenen Ereignisse von den Gespinsten ihres Einbildungsvermögens zu unterscheiden. Wenn ein Mann, im Gegensatz dazu, schon betrügt, dann betrügt er bewusst und verfolgt dabei bestimmte Ziele. Daher stammen die charakteristischen Unterschiede zwischen männlicher und der weiblicher List. Der Mann, der betrügt, vertraut selbst niemanden und verdächtigt auch andere; die Frau dagegen ist bei all ihrer natürlichen List manchmal zugleich auch unvernünftig vertrauensselig, d.h., sie betrügt, denkt aber nicht daran, dass sie auch selbst betrogen werden kann. [28] Св. Иоанн Златоуст. Слово на усекновения главы Предтечи и Крестителя Иоанна. // Беседы на Евангелие от Иоанна Т. 2. М., 1993. - С. 607-608. [29] Ebenda, С. 608-609. [30] Also des Teufels (2. Kor. 6, 15). [31] Hl. Makarios der Größe: Преп. Макарий Египетский. Бес. 50. § 5. С. 317. [32] Ebenda, Сл. 1. Гл. 1. С. 344. [33] Ebenda, Бес. 43. Гл. 7. С. 280. [34] Hl. Johannes Chrysostomos: Св. Иоанн Златоуст. Беседы на Евангелие от Иоанна. Т. 1. Бес. 61. § 4. М., 1993. - С. 401. [35] Hl. Isaak der Syrer: Св. Исаак Сирин. Слова подвижнические. Сл. 48. М., 1993. С. 208. [36] Clemens von Alexandria: Климент Александрийский. Педагог. Кн. 3. Гл. 3. С. 225. [37] Deshalb ist die Frau für Nervenstörungen (Melancholie, Trübsinn, Hysterie) anfälliger und von einer Wechselhaftigkeit der Launen gekennzeichnet. [38] Hl. Zarin und Märtyrerin Alexandra: Св. царица-мученица Александра. О браке и семейной жизни. М., 1996. - С. 27. [39] Das Alte Testament nannte die periodischen weiblichen Ausflüsse Unreinheit. Auch in den Fällen, wenn die Ausflüsse, so wie bei der evangelischen Blutflüssigen, krankhaft waren, wurden keine Ausnahmen gemacht. Es wurde geglaubt, dass die Frau, die sich in diesem Zustand befand, ihre Unreinheit allem mitteilte, was sie berührte (Lev. 15, 19-27). Doch warf der Herr, wie wir wissen, der kranken Frau nicht vor, dass sie seine Kleidung berührt hatte, und zeigte damit ein Beispiel der gehörigen Einstellung zu diesem Zustand der weiblichen Natur im Neuen Testament. [40] Hl. Johannes Chrysostomos: Св. Иоанн Златоуст. Толкование
на св. Матфея Евангелиста. Кн. 2. Бес. 88. § 2. М., 1993. - С. 870. [42] Diese Eigenschaft spiegelt sich auch in der körperlichen Organisation des Mannes im Gegensatz zu der der Frau wider. Die Gesichtszüge sowie auch der Körperbau des Mannes sind von größerer Festigkeit, Schärfe und Deutlichkeit geprägt - im Vergleich zur Weichheit, Rundlichkeit und Unschärfe der weiblichen Figur und Gesichtszüge. [43] Igumen Nikon Worobjow: Воробьев Никон, игум. Нам оставлено покаяние. Письмо 154. М., 1997. - С. 219. [44] Vielleicht ist das der Grund dafür, dass Hysterie bei Frauen häufiger als bei Männern vorkommt. Allerdings wird angenommen, dass die Hauptursache der Hysterie Eitelkeit und Lobgier sind. Eine hysterische Person leidet sehr unter fehlender Aufmerksamkeit und bemüht sich, diese um jeden Preis herbeizuführen, auch durch negatives Verhalten. [45] Der Hl. Gregor der Theologe nennt den Mann „das Auge des Lebens der Frau und Leiter ihrer Absichten“ (Св. Григорий Богослов. Т. 2. Советы Олимпиады. М., 1994. С. 250). [46] Hl. Makarios der Ägypter: Преп. Макарий Египетский. Бес. 37. § 8. С. 261. [47] Sel. Theophylaktos von Ochrid: Блаж. Феофилакт. Толкование на послания ап. Павла. С. 359. [48] Auch als Nonne kann die Frau ohne Vermittlung des Mannes oder zumindest des männlichen Bewusstseins keine Vollkommenheit erreichen. Die Hauptaktivität jedes Mönches und jeder Nonne ist das Gebet, das mit dem Verstand im Herzen zwecks der Bildung der seelischen Einrichtung erfolgt, die zur Einigung mit Gott taugen soll. Diese seelische Einrichtung, in der der Verstand und das Herz – Symbole des männlichen und des weiblichen Wirkprinzips – sich entsprechend dem durch Gott festgesetzten hierarchischen Aufbau „in einem Leib“ vereinigen, ist eben die Kirche, deren Haupt Christus ist. Die Errichtung einer solchen Einrichtung bedarf aber des männlichen Verstandes, der über die natürlichen, nicht-geistlichen Beweggründe der Frau herrscht. Hier muss der Verstand nach dem apostolischen Prinzip das Haupt des Herzens sein, genau so wie der Mann das Haupt der Frau. Während eine solche Struktur in der männlichen Psyche vorhanden ist, wenn auch in potentia, fehlt sie in der weiblichen Psyche und zeigt damit die Schwäche ihrer Natur und die Unfähigkeit zum selbstständigen geistlichen Wachstum. Ausnahmen (z.B., die Hl. Maria von Ägypten) bestätigen die Regel. Sie bezeugen nur die Einmischung von IHM, DER, wenn er will, die Ordnung der Natur ändert. [49] Im Mönchstum drückt dies sich durch die Fruchtlosigkeit des geistlichen Lebens beim Fehlen der inneren Arbeit des Verstandes (des männlichen Wirkprinzips) an der Bildung des Herzens (des weiblichen Wirkprinzips) aus. Allerdings wird heutzutage Empfindungslosigkeit und Herzlosigkeit von Vielen als Zeichen der Abgeschiedenheit von der Welt und der geistlichen Liebe zu Gott missverstanden, während es in der Tat versteinerte Gefühllosigkeit ist, die nicht das Leben der Seele, sondern ihren Tod bezeugt. [50] Teil des Gebets, das beim Trauunungsmysterium gesprochen wird. (Anm.d.Ü.)
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Дорогие мои, вы вот напали на автора, а он, между прочим, никого не оскорблял. Написал всё логично. А, если вы считатете, что он не прав, так почему уже у нас так всё плохо?? Почему столько скандалов, разводов в семьях?? И, самое главное, что каждый из нас считает, что он прав, а здесь проведен подробный анализ... Кстати, многие вещи прямо в точку написаны... Я сам в последнее время "роюсь" в женской психологии. Есть в Интернет такая игра, где мужчины и женщины задают друг другу вопросы и действительно наиболее частым вопросом является: "Как я выгляжу?". А ещё, здесь много и хорошего о женщинах сказано, но дорогие дамы заметили только плохое, потому что, как и утверждал наш автор является слишком чувственными существами...
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К сожалению, комментариев по существу совсем немного. Понятно,что автор не имел своей целью унизить половину человечества, а лишь провел довольно интересный анализ, за что большое ему спасибо. Безусловно, есть спорные или не вполне ясные положения, но в целом статья очень интересная и полезная.
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"Мужчина действует самостоятельно, от себя; его действия исходят изнутри во вне. Женщина же по существу своему пассивна; она преданно принимает то, что ей предлагают"
Мда. Как столкнешься в очередной раз с "богословом", переносящим в сферу мышления свои инфантильные фантазии, так поневоле Фрейда и вспомнишь. (Отредактировано модератором) Antworten
Прочитав статью полностью, я скажу, что я согласна с Максимом Р. из Санкт-Петербурга.
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Статья дискриминирует женщину и ниспровергает женский пол на низший уровень духовного и физического бытия. На основании чего автор считает, что ум — символ мужского начала, сердце — символ начала женского? Автор какую-то антихристианскую мысль приводить, говоря, что познание духовного мира не доступно в отдельности для мужа и жены, а только в совокупности: познается ими при условии их единения и иерархического взаимоподчинения. На основании чего такие выводы? Свщ. Писание говорит как раз об обратном. Антихристианская мысль автора, что отдельно от мужа жена не может ни сотворить, ни выбрать достойного плода, через который жизнь ее обрела бы Божественные свойства (какая-то странная метафизика разума). Очень странно, что автор не апеллирует в своей статье к опыту светской психологической науке, хотя бы в сравнительных целях, что придает статье антинаучный характер. Antworten
хочется отметить,что русские мужчины увлеклись говорением и перестали замечать самих женщин,западные мужчины намного"земнее", и заботливее ,и хозяйственнее,так что пора уже делом заняться и доказать свою силу,а не статьи тут писать.
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Чудно: вначале статьи автор говорит: "В правильном христианском опыте жизни ничто не является столь важным как познание и признание своих немощей", а дальше пишет о немощах женщин. Естественно возникают вопросы...
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“Определить характер немощей женской природы, … в видах помощи ей в преодолении приобретенной в падении испорченности”.
При падении испорченность приобрела только женщина? Если нет, то ту же помощь нужно оказывать и мужчинам. «более приспособленной носить немощи бессильных» Скажите это тем женщинам, которые в одиночку несут на себе все семейное бремя, с которым мужчина один никогда не справится. «Этому призванию и соответствует то место, которое назначено жене от века. Жена хотя и равна мужу как единосущная и подобная ему, но место занимаемое ею второстепенное, зависимое, ибо она создана после мужа и для мужа. (…) Дело мужа — возделывание того, что он получает непосредственно от Бога. Дело жены — хранение в сердце своем того, что она получает от мужа». Женщина это что – подвид человечества, который спасается только через мужчину или они равны перед лицом спасения? «так что друг без друга не могут полноценно существовать, так и муж не может быть без жены, а жена без мужа» Значит, монашенки ведут неполноценное существование? «Ум — символ мужского начала, сердце — символ начала женского. И как ум и сердце по бытию своему изначально тесно соединены друг с другом, так что друг без друга не могут полноценно существовать, так и муж не может быть без жены, а жена без мужа» Следуя Вашей логике: ум - символ мужского начала, сердце — символ начала женского; ум и сердце соединены, а мужчина и женщина объединяются в браке, следовательно мужчина есть ум, а женщина сердце? С таким же успехом можно сказать, что поскольку ума без логики не существует, а в Вашей статье отсутствует логика, ergo Вы – не мужчина. «Муж творит плод, оплодотворяет, а жена — хранит, вынашивает плод и рождает». Чудесно, ну просто la coniunctio oppositorum или le nuptiae chemicae. «Тщеславие в женщине напрямую связано с потребностью привлекать к себе внимание мужчины. В глубине женской души кроется стремление быть или казаться чем-то бóльшим, чем позволяет действительность и реальные возможности. Отсюда — склонность к игранию ролей. Всякая роль избирается в зависимости от обстановки и мнения окружающих и т. д. ». А к мужчинам это определение не подходит? «К этому еще примешивается ее инстинктивное стремление к украшению себя» Смешно. Если женщина не будет себя украшать, она не выйдет замуж (в большинстве случаев). Так что виноваты в этом «глубокодуховные» мужчины. Как нравится многим женщинам размахивать своим антифеминизмом, который есть не что иное, как alter ego самого феминизма. Может, хватит рассуждать о проблемах мужчины и женщины по отдельности. Может, хватит рассматривать человечество как «вид» и применять дарвинизм к психологии. И все это, как Вы говорите, следствия падения… Спасайте нас, дорогие мужчины, только спасите вначале самих себя. Antworten
Дело было, помнится, так...
У человека, вам же потом про это великий апостол рассказал, есть духовное тело. Есть оно у мужчины, есть и у женщина. Так вот, когда я согрешила, Бог, Отец мой, вынул нечто из моего духовного тела. Это было как усекновение. Что-то было у меня отнято, но я не помню что.. Тот момент я передавала потом словами: И СТАЛА ЖЕНЩИНА В ДУХЕ МЕНЬШЕ МУЖА СВОЕГО. Именно поэтому женщина не может литургисать. У нее нет для этого духовного органа. Вот почему женщине нечего делать у престола. Маленькая, усекновенная в духе женщина. Поэтому она говорит: "Меня любит Бог и муж - можно ли быть на свете счастливее?" Женщину, маленькую в духе, изувеченную божественной секирой, надо долюбливать... Antworten
А мне статья понравилась. Нужно стараться правильно понимать смысл идей автора, отдельных слов статьи сообразно с контекстом. Особо мне приятны и понятны такие, например, строки автора: "Жена должна покоряться мужу своему с любовью, видя любовь его к Богу и к ней в Боге". Да, конечно же, мужчина, прежде всего, сам должен обладать нравственностью, целомудрием, стремлением к доброму, способностью искренне любить, в том числе различные проявления благолепного, Богосозданного мира и увлекать ко всему этому свою жену, а она с радостью будет внимать ему и развиваться сама! И это великое заблуждение современной эпохи - думать, что "мужская" природа и "мужской" характер состоит в агрессивности, тщеславной горделивости и неуемной похотливости. Это не так.
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Также необходимо отметить, что достоинства данного доклада снижает отсутствие аргументов в пользу "неоформленности" женского мышления, скользящего "по поверхности". Имеется только утверждение и больше ничего. Описанная модель мышления женщины не подкреплена ни авторитетами, ни принятыми архетипами, ни социологическими и психиатрическими исследованиями, ни собственными выводами "включенного наблюдения". Получилась схема без доказательства.
Следует также отметить, что многие черты павшей женщины, как они изложены здесь, более отвечают типу истероидной демонстративной личности. В случае, если автор собирался описать типологию "женских" грехов, указанный выше тип уже не раскрывает многообразия проявления человеческой природы, что снижает ценность вклада автора в рассматриваемую проблематику. Представляется важным, что автор доклада оперирует абстрактными категориями "мужчина", ""муж", "женщина", "жена", как говорится не переходя на личности. Однако столь же важным представляется необходимость конкретизации. Собственно, во всех ли мужах абстрактная женщина ищет себе опору? Модель женщины,"всегда прислоненной" к "опоре" в виде абстрактного мужчины, а следовательно и любого вообще прохожего с улицы, отмечу, сходна с еще одним "нехорошим" психологическим типом (хотя, подходит и для демонстративного истероида). Так чье же мнение может помочь женщине логически осознать (если это возможно)все внутреннее и внешнее? Стремление абстрактной женщины к опоре на абстрактного мужчину в докладе представлено как типическая женская характеристика (которую желательно учитывать "более сильной половине"). Думается, что в старые времена каждая конкретная женщина существовала в конкретных координатах, поэтому такая опора в лице мужа, отца, взрослого сына, старших родственников вполне понятна. (Вспомним молитвенные призывания помощи вдовам и сиротам!) Однако, в современных условиях описанный в докладе как типический поиск опоры в любом (!)мужчине - грех против заповеди!!! Является ли это "естественным порядком вещей"? Указанные выше аспекты в таком ракурсе будучи упущенными из вида, недоработанными остаются значимыми для практичиского применения Писания в современной жизни. Действительно, ведь падают вполне конкретные мужчины и женщины, а не их абстракции... Antworten
Пока не могу поделиться впечатлениями о докладе в целом, однако по тексту в его начале обращаю внимание на следующий фрагмент: "Мужчина действует самостоятельно, от себя; его действия исходят изнутри во вне. Женщина же по существу своему пассивна; она преданно принимает то, что ей предлагают и хранит с любовью". К сожалению, текст данного абзаца так сформулирован, что из него не следует, принадлежат ли эти слова Писанию и Святым Отцам Церкви,иным авторам, является ли эта фраза выводами самого автора. Если же это авторский вывод, то не ясно - это идеал? долженствование? или обобщение действительности? Такого рода неясности могут заглушить все достоинства данного доклада.
Привожу также (может быть это будет интересно) ссылки на опубликованные в "Десятине" статьи Свящ. Александра Шумского по данной проблематике "Мужской вопрос " (http://www.rusk.ru/st.php?idar=155785), "Мужской ответ" ч.1 (http://hermogen.ru/kms_catalog+stat+cat_id-3+page-1+nums-12.html, ч.2 (http://hermogen.ru/kms_catalog+stat+cat_id-3+page-1+nums-11.html) Antworten
По правде говоря, отец Вадим, я никакой разницы между женским и мужским тщеславием не наблюдаю, побудительные мотивы к таким сердечным расположениям конечно же кроются в поврежденности человека грехом, но стыдливость,или же застенчивость, как Вы изволили выразиться, является не чем иным, как заниженной самооценкой, у женщины встречается намного чаще и протекает намного болезненнее. Украшением женщины эти болезненные проявления служить никак не могут, это правда, вот только видеть в них "действие все тех же страстей тщеславия и плотской похоти" не всегда верно.То, что "тщеславие в женщине напрямую связано с потребностью привлекать к себе внимание мужчины" спорно, и вот почему: Иногда, в силу немолодого уже возраста или невостребованности в мире мужчин у женщин возникает стремление быть или казаться чем- то большим, но не для мужчины, а вопреки мужчине и независимо от мужчины. Пропадает всякая склонность к игранию ролей, т.к. основная роль, которую она себе отводит- роль духовного лидера, хоть и роль эта в Церкви весьма ограничена причинами историческим и каноническими. Конечно же, согласитесь со мной , такая женщина в мужчину не превращается, всего лишь ее стремление обладать приобретает иные формы. Про потребности не все ясно. У человека (и у мужчины, и у женщины) три основные потребности: 1) в бессмертии, 2) в общении, 3) в радости (наслаждении). Когда происходит подмена понятий, эти потребности искажаются и реализуются в страстях: пьянстве, наркомании, блуде, компьютерной, игровой или иного рода зависимости. Евхаристия, например, всем этим требованиям отвечает: и смыслу жизни, и бессмертию, и общению между людьми, и Пасхальной радости, а женщина- "немощный сосуд", когда желает привнести с собою какое- то свое собственное видение и желает сообщить большую динамику совершаемому Таинству и его влиянию на христианина, рядом стоящего, получает от Апостола в Церкви повеление молчать, а не учительствовать. Вот когда верно, что основная немощь человеческой природы женщины в ее непосредственной зависимости от мужской и в духовном, и в психологическом плане. Очень радует Ваше прекрасное знание Священного писания, удачное применение цитат и по- христиански честное и заботливое отношение к женщинам, что бы там не писали о Вашем возможном аресте и тюремном заключении в Европе: первый приду посетить Вас в немецкой, допустим, тюрьме в память о нашем молитвенном и братском общении в стенах Тобольской Духовной Семинарии.
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Все женщины - психопаты и нуждаются мужским руководством? Да, такая статья можно опубликовать только в России. На Западе она привела бы к аресту и тюрме для автора.
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