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Goldener Fonds

«Wir müssen mit den Katholiken koexistieren. Die erste Frage heißt: Wie?», - so Diakon Wladimir Wasilik

4. Februar 2010
In der Universität von St. Petersburg wurde eine Konferenz eröffnet, die der Wechselbeziehung des Russischen Volkes und Vatikans gewidmet ist.

«Das Hauptanliegen dieser Konferenz ist die neue Kirchenpolitik. In Laufe der Jahre haben wir eine nähere Beziehung zu den Protestanten gehabt, als zu den Katholiken. Doch in letzter Zeit, seit dem Ende 2006, Anfang 2007, kommt eine andere Entwicklung an den Tag», - erklärte in einem Interview mit der «Russkaja Linija» das Mitglied des Verwaltungskomitees «Russisches Volk und der Vatikan: Ist der Konflikt unvermeidbar?», Lehrkraft der Universität von St. Petersburg, Diakon Wladimir Wasilik.

«Die Ursache hatte viele Gründe, - setzte Vater Wladimir fort. – Vor allem sind natürlich einige Neueinführungen im Protestantismus zu nennen. Die extraliberale Toleranz in moralischen Dingen ist für das Christentum unzulässig. Auf der anderen Seite spielt der Amtseintritt des neuen Papstes eine wichtige Rolle. Er ist konservativ und traditionstreu. Auf dieser Basis wird diese internationale Konferenz der kirchlichen Hierarchie reichlich Stoff zum Nachdenken zu der Beziehung Russlands und der orthodoxen slawischen Welt mit dem Vatikan geben».

«Die Problematik scheint auf den ersten Blick klar zu sein, sie ist es aber nicht. Auf der einen Seite haben wir die Ereignisse der Vergangenheit noch nicht ganz überwunden. Wir denken an die Union, an die Ukraine und wir können es nicht vergessen. Wir vergessen auch nicht die Polen im Kreml, Napoleon, und die katholischen Wehrmachtsoldaten (1941), auf deren Gürtelschnallen «Mit uns ist Gott!» stand. Dies kann man nicht so leicht vergessen. Auf der anderen Seite, müssen wir erkennen, dass die Welt immer schrecklicher wird und im Heidentum versinkt. Gerade in dieser Zeit ist es lobenswert, wie die Römisch Katholische Kirche sich bemüht die traditionelle kanonische Ordnung, die traditionelle christliche Moral, die christlichen Werte und dogmatische Ideen zu bewahren», merkte der orthodoxe Lehrer an.

«Nichtsdestotrotz müssen wir wissen, - fügte Vater Wladimir hinzu, - dass der Protestantismus 'gesetzliches, wenn auch rebellierendes Kind' des Katholizismus ist. Das heißt, wir könnten uns auch die Frage stellen, ob eine enge Beziehung zu den Katholiken nicht zu einer Art 'orthodoxem Protestantismus' führen könnte».

«So oder so kommen wir ohne eine Koexistenz nicht aus. Die Fragen, die wir uns dabei stellen müssen, sind: Wie? In welchem Rahmen? Wird sich unsere Zusammenarbeit nur auf den sozialen Bereich beschränken, oder wird es einen tiefen dogmatischen Dialog geben, der die westliche Welt tatsächlich zur Orthodoxie führen wird? An dieser Stelle gedenken wir des Heiligen Mark von Ephesus und der Heiligen, die ernsthaft glaubten, dass der Westen die orthodoxen Ansichten annehmen könnte. Doch die grobe Realität hat diese Hoffnungen vertrieben. Das Ganze verlangt nach einer vernünftigen, analytischen und nüchternen Studie. Wir müssen verstehen, dass wir gemeinsame Feinde haben», - lenkte der Diakon auf den Brennpunkt der Problematik.

«Der Gebieter Ilarion (Alfeew) meinte einst, dass wir zusammen aus den Katakomben herausgegangen sind, und uns aufgeteilt haben. Wir müssen uns aber stets vor Augen halten, dass die Kirche wie ein Atom unteilbar ist. Wenn sich aber einer von ihr abtrennt, so ist es nicht die Schuld der Kirche. Auf der anderen Seite, ist die Spaltung der Christen (nicht der Kirche) wirklich eine Tragödie. Der Schmerz bleibt immer da, wenn sich ein Glied von dem Leibe trennt. In der Tat ist es wirklich eine schwierige Situation. Was heißt es für uns? Wenn wir sehen, dass wir etwas dazu beitragen können, dass die Kirche zur Einheit in der Wahrheit und im Heiligen Geiste gelangen kann, so müssen wir daran arbeiten. Wenn es aber nicht in unserer Macht steht, so ist die Distanz von solchen geistlich schwankenden Projekten, wie 'die Einheit um der Einheit willen', der richtige Schritt», - betonte er.

«Ich denke, dass die gegebene Konferenz zur Lösung dieser Fragen beitragen wird. Besonders wichtig ist, dass an dieser Konferenz die Wissenschaftler verschiedener Länder, Regierungsvertreter und Vertreter des Kirchlichen Außenamtes teilnehmen werden», - schloss der Diakon Wladimir Wasilik ab.

http://www.catholic.uz/

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