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Bibelwissenschaft

Vom Verlorenen Sohn

„Wir alle gleichen dem Verlorenen Sohn. Wir alle sind von Gott beschenkt worden: Er hat uns das Leben geschenkt: die natürlichen Kräfte unseres Verstandes, unseres Herzens und unseres Willens. Er lässt unseren Körper stark sein und hat uns Freundschaften, eine Familie, all das, was uns reich macht, gegeben. All das … haben wir genommen und es in jenes ferne Land getragen, wo wir mit all dem tun und lassen können, was wir wollen, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen, wo wir uns vor dem Angesicht Gottes verbergen und es uns, wenn wir es denn so wollen, gut gehen lassen und alles verschwenden können. … Doch es kommt irgendwann der Augenblick, in dem wir zu hungern beginnen. Ich spreche hier nicht vom Hunger nach Nahrung, sondern nach Zärtlichkeit, die man dann nicht kaufen bräuchte, nach Liebe, die man als reine Gabe fühlen könnte, nach menschlichen Beziehungen, die durch nichts zu erschüttern wären.“ – aus einer Predigt zum Gleichnis vom Verlorenen Sohn von Antonij von Sourozh Ausführlicher... 11. Februar 2012
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